Pimp my Mic-Amp: Behringer Ultragain T1953 aufmotzen!

von Wolferl, 11.05.05.

  1. Wolferl

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    Erstellt: 11.05.05   #1
    Hi zusammen,

    eigentlich sollte man solche Tipps ja für sich selber behalten, aber das wär irgendwie auch schad.

    Sollte wer noch ein solches Teil herumstehen haben oder für billig kaufen, dann gibt es für eine weitere überschaubare Menge Geld eine gute Möglichkeit, den Klang noch weiter aufzumotzen:

    Man kaufe zwei neue 12AX7 Röhren der Firma SED (jawohl aus'm Osten:) ) als Audio-Röhren selektiert oder sogar "Balanced". Das ganze gibts zu guten Konditionen bei der Fa. Tube-Town, die unter selbigen Namen im www zu finden ist. Mit Versand rund 30 Euronen. Dann schraube deinem T1953 den Deckel runter, biege die zwei Röhrenhalter vorsichtig mit den Gummis nach oben, entferne erst die Gummis, dann die Röhren nach oben abziehen. Die neuen Röhren rein und die Gummis wieder ranbiegen, Gehäuse zu - fertig!

    Ergebniss: Wow! Dazu ein paar Worte zum Aufbau des Vorverstärkers: Erst kommt ne Transistorstufe, dann wird dem Signal durch die Röhre gepumpt, wobei man den Anteil der Röhre einstellen kann. Um also den Effekt zu hören, muss der Röhrenregler ziemlich aufgedreht sein. Vergesst die miesen Anzeigen, stellt es nach Gehör ein! Die Röhren geben dem Sound ein unheimlich feinen und aufgelösten Charakter. Machen ne Snare supercrisp, den Gesang sehr intim und sind quasi für fast alle Instrumente geeignet. wobei besonders gut für Drums, Percussions und E-Pianos. Habs auch mal Stereo für ein fertigen Song verwendet und gedacht, wie konntest du nur ohne diese Auflösung leben..;)

    Einziger Nachteil der Kiste: Der Bassbereich kommt nach der Röhrenbehandlung etwas dünner daher - muss also eventuell beim EQing beachtet werden. Das ist übrigens unabhängig vom Röhrentyp - ich hab mehrere getestet, bevor ich auf die SED-Röhre kam. Es gibt auch Leute, die bauen zwei verschiedene Röhren ein, um verschiedene Klangcharakteristiken zu erzielen. Damit bekommt man quasi zwei Mono-Mikro-Vorverstärker.
     
  2. rock_on

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    Erstellt: 11.05.05   #2
    Oder man baut sich einfach n G9 selber. Da bin ich gerade in der Planung. Hoffe mal das klappt. Das Teil klingt ultrageil. Ich persönlich bin nämlich der Überzeugung dass die Micpreamps von Behringer generell nicht sehr hochwertig sind und man da wohl noch ne Menge mehr verändern müsste um nen richtig guten Sound zu bekommen. Hast du Soundfiles vorher - nachher? ;)
     
  3. Wolferl

    Wolferl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.05   #3
    Nö, das ist mir ehrlich gesagt zuviel Act Soundfiles zu generieren und hier reinzustellen. Ist nur ein nett gemeinter Umbau-Tipp, den man ausprobieren bzw. annehmen oder auch vergessen kann. Und für Menschen, die eher zu Pauschalurteilen neigen, eh nicht geeignet. ;)

    Also, viel Spaß beim Selbstbauen (meine ich ehrlich!). Hab schon einiges selber gebaut, im übrigen Elektronik studiert und betreibe neben anderen Dingen ein Tonstudio. Verlasse mich deshalb auf drei Dinge: Mein Wissen, meine Erfahrung und mein Gehör.
     
  4. rock_on

    rock_on Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.05   #4
    Nicht so sarkastisch bitte. Finde den Tip sehr interessant und mich würde mal interessieren was für Röhren der Original drin hat. Ich hab selber n paar Behringergeräte die ich auch nutze insofern nix mit Pauschalurteilen. Ich wollte nur darauf hinweisen dass ich befürchte dass bei dem besagten Preamp noch mehr als nur die Röhre im Argen liegt. Kann auch sein dass das Gerät das ich getestet habe nur einen anderen Defekt hatte, der es rauschen und kalt klingen lies. Bei Behringer ist ja oft nicht Modell = Modell ;)
     
  5. Wolferl

    Wolferl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.05   #5
    Ok Ok. Sorry. Es klang nur so pauschal, wenn du sagts, Behringer sind generell nicht so hochwertig. Dazu möchte ich ehrlich gesagt nicht in ne Diskussion verwickelt werden, da das sinnlos ist - wie man an den vielen Beiträgen in der Richtung hier im Forum sieht. Uih, eins muss ich noch loswerden: Im neuen Ultramatch z.B. verwendet Behringer für AD die selben Wandler und OPV's wie RME's sagenumwobene ADI-Serie..

    Der MicPreamp selber ist ja ein Transistorteil, der jetzt sich nicht durch besondere Merkmale hervorhebt. Er klingt sehr neutral und "verstärkt halt". Will heißen, man hat gute 60dB Verstärkung und relativ wenig rauschen. Wenn man jedoch mit Linepegel in das Gerät fährt, ist er außen vor, d.h. das Line-Signal wird am Gain-Regler vorbei geschleust. Das ist eigentlich mein Haupteinsatz: Keyboards oder andere Instrumente vor der Aufnahme etwas aufzufrischen.

    Das G9-Projekt klingt wirklich sehr vielversprechend! Überhaupt das ganze Zeug, was die da zusammenbauen. Wie hoch liegen denn da die Materialkosten? Wo läßt du deine Platine ätzen?
     
  6. rock_on

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    Erstellt: 12.05.05   #6
    Materialkosten rechne ich mal mit 100€. Das ist zwar für nen Schüler happig, aber hab schon bissle mit sowas experimentiert und wenns klappt, hab ich mir ne Menge gespart. Die Projekte von dort sind eigentlich alle sehr sehr hochwertig. Die Platine lass ich bei nem Freund ätzen, ich denke das wird das teuerste :D
     
  7. Wolferl

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    Erstellt: 17.05.05   #7
    Hi,

    habs mir mal kurz durchgeschaut. Ich komme alleine beim Material auf mind. 250€. Und das mit den günstigen Ein- und Ausgangsübertragern. Das ganze gilt natürlich für zwei Kanäle. Nur mal die Kostenhighlights:

    4x Röhre ca. 9-15€ das Stück
    4x Übertrager (günstige Version) 14€ das Stück
    1x 19" 2HE Gehäuse ca. 30€
    2x Netztravo ca. 13€ das Stück
    + IC's, Widerstände, Kondensatoren, Schalter, Potis, PCB's, ....

    Würd ich mir gut überlegen...

    Gruß, Wolferl
     
  8. rock_on

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    Erstellt: 17.05.05   #8
    Wo hast du denn die Preise her? Würde mich interessieren, falls ich bestelle.

    Andererseits muss man auch bedenken wieviel man für so einen Micpreamp wohl im Laden zahlen würde. 2000€? 3000€? ;) Wenn er geht hab ich ne Menge gespart, wenn nicht, dann bin ich am Arsch :o
     
  9. rock_on

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    Erstellt: 17.05.05   #9
    Ach und zu deinem pimp nochmal: Ich empfehle Phillips NOS 12AX7 Röhren. Sind zwar teuer aber definitiv die besten die man da reinschrauben kann. Hm Soundfiles von vorher-nachher würden mich immernoch interessieren...muss ja nix grosses sein +lieb guck+ ;) Eventuell lohnt es sich ja doch nur die Röhren beim Behringer zu tauschen :)
     
  10. Wolferl

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    Erstellt: 18.05.05   #10
    Leider hab ich die Philips Teile nicht gefunden und deshalb es mit den SED-Röhren (Svetlana) und den JJ's versucht. Die SED klangen wirklich sehr schön seidig, deshalb meine Preferenz.

    Zu deinen Einkaufsplänen:

    Übertrager gibts bei Farnell
    Trafos und anderen Elektronikkruscht bei Reichelt
    Röhren z.B. bei tube-town
    ...
     
  11. rock_on

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    Erstellt: 18.05.05   #11
    Dank dir. Bei tube-town.de gibts auch die Philips Röhren. Kannste mal ausprobieren, die sollen angeblich den besten Klang überhaupt haben. Ich werde für meinen Selbstbau wohl eine Mischung machen (pro Kanal gibts ja 2 Röhren!). Einmal Philips 12AX7 und das andere mal China 6SN7. Das sollte einen unglaublich definierten warmen Klang geben. :great:

    So dann werd ich mich mal hinhocken und die Teile die ich so brauche rausschreiben. Wenn der Gyraf geht werd ich ihn wahrscheinlich verkaufen und mir dann selber einen 1-Kanal bauen, der kostet mich weniger :D
     
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