PINS Leslie 147 und RELAIS

von Sperp, 24.08.19.

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  1. Sperp

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    Erstellt: 24.08.19   #1
    Hallo Leute
    Ich habe einen Leslie 147. Dieses hatte ich zuvor mit einem eigens dafür gebauten Adapter und Vorverstärker betrieben. Damit ich eine schöne Verzerrung hinbekomme hatte ich die eingangsimpedanz verändern lassen.
    Als ich meine A100 gekauft habe und war da ein Leslie 120 dran.
    Es wird gespeist aus einem Leslie Kit OHNE AUFGEDRUCKTE NUMMER
    Ich habe dann ziemlich viel herumgemessen, und kam zu dem Schluss, dass s mit dem 147 identiscvh sein müsste.
    Es funktionierte auch und klang toll.

    Nun hat es mir nach einigen Wochen Benutzung den Leslie zerschossen. Und vielleicht auch das Kit.
    Erst kam immer die Sicherung am Leslie. Dann habe ich auf Fehlersuche eine ganze Packung verbraucht und dann wart der Trafo im A...

    Inzwischen habe ich mir die Sache näher angeschaut. EINE Fehlerursache war, dass das Lesliekabel einen Wackler hatte.
    Jetzt aber - nach Reparatur des Trafos und des Kabels -ist es weiterhin so, dass die Sicherung kommt sobald das Kabel angeschlossen wird.
    Betreibe ich es mit meinem alten Adapter tut es was es soll, aber ich habe eine Box dran, die per Midi die Motoren umschaltet, kann also nicht vom Halfmopon umschaltenb und durch die Basspedale keinen Platz für einen Fussschalter.

    Lertzt habe ich mir das genauer angeschaut und folgendes Gefunden:
    1. aus dem lesliekit kommt eine Spannung von 300V, was mir schleierhaft ist. Wieso so hoch? Ist das beschädigt worden?
    2. die Schaltung der Motorenumschaltung:
    Standartmäßig habe ich zwei Belegungen gefunden: Einmal die Belegung des Relais mit PIN 2 und 5
    [​IMG]
    Hier kommt die 115V Spannung von der Orgel

    Oder
    upload_2019-8-24_11-41-12.png

    es wird einfach Pin zwei mit Pin drei (Spannung) verbunden. Dann schaltet das Relais und die Motoren gehen auf Slow

    WAS IST DENN DER STANDART??????



    Das es nun zwei Standartbelegungen zu geben scheint ist aber ein Problem, oder?

    Obwohl mein Leslie für 230V gebaut ist ist das Relais und die Motoren auf 115V
    Gelöst wird das für die Motoren durch eine extra Spannungs auskopplung am Trafo...

    Aber ich habe keinen Schaltplan gefunden, wie diese Spannung auf intern auf das Relais übertragen wird.

    Bei der ersten Pinbelegung kann ich es mir vorstellen. 115V vom Trafo des Leslie intern auf Pin5. Wird dann mit PIN2 durch den Halfmoonschalter gebrückt. dann gehen die 115V an das Relais, das an der anderen Seite mit dem orangenen Kabel vom Trafo verbunden ist. Die Spannung für das Relais kommt also vom Leslie selbst

    Aber wenn dann jemand mit der Schaltung 2 kommt, haut es das natürlich durch, weil dann auf 5 auch die Netzspannung liegt und PIN 2 mit PIN3 verbunden wird durch den Halfmoon...


    Also meine FRAGEN:
    1. WAS IST DIE STANDARTSCHALTUNG? GIBT ES ÜBERHAUPT EINE?
    2. WIE HABT IHGR DAS GELÖST?


    Mit einem 230V Relais wäre das natürlich alles kein Problem? Nutzt ihr eins? Welches?

    3. Wenn es keinen klaren Standart gibt muss man ja jedesmal Angst haben, dass beim Anschluss eines Fremdleslies das Kit oder der Leslie zerschossen wird?
     

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  2. Don Leslie

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    Erstellt: 24.08.19   #2
    Die Schaltungen, die Du hier zitierst, sind jeweils für die 115V-Welt. Und sie drücken keinen Unterschied aus.

    Die Relaisspule geht zu pins 2 und 5. Auf der Orgelseite (aus Sicht des Leslie Kits) werden Netz(4) auf (5) gelegt
    und 3 auf 2 werden geschaltet.

    Bei 230V Orgeln gehen damit 230V aufs Relais. Das bedingt, daß das Relais 230V haben muß.

    Oft (meist) sind auf dem Leslie Amp Aufkleber "115V Relais" oder "230V Relais".
    Um sicher zu sein, mußt Du schauen, was für ein Relais drin ist.

    Und Du solltest überprüfen, ob die Verdrahtung in deinem Leslie-Amp der Schaltung entspricht und da nicht irgendwas gefummelt wurde.

    Die Motoren sind immer 115V in allen Röhrenleslies. Die Exportmodelle (Europa) haben den breiten flachen Trafo mit den Anzapfungen 250-230-117-0 V
    und entsprechend hängen die Motoren an der 117V Anzapfung.

    Bist Du sicher, daß der erste Netztrafo hin ist?
     
  3. Sperp

    Sperp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.19   #3
    Hi Don Leslie
    Ich habe wie oben erwähnt ein originales 230V Modell und der Trafo hat im Primärkreis eine 115V Anzapfung (orangenes Kabel). Dennoch ist ein 115V Relais verbaut. (den Trafo habe ich gerade neu eingebaut. Aber der alte war genau so.... Und: Ja. der ist leider hin. Habe jetzt diesen
    verbaut:
    https://www.tubeampdoctor.com/de/sh...Leslie/Netztrafo_fuer_Leslie_122_147_230V_916


    Die Abzapfung ist in der obigen Schaltung ja überhaupt nicht eingezeichnet.
    Damit kann meine aktuelle Schaltung natürlich nicht der obigen entsprechen.
    Obiger Schaltplan ist auf meinen Leslie aufgedruckt, was aber ja offensichtlich falsch ist!!!!
    Direkt daneben ist aufgedruckt: refers to 230V 50/60Hz instruction sheet...
    Ich finde das ärgerlich. HAT denn jemand einen Schaltplan eines 230V Leslie147?

    Pin 5 ist aktuell leer, war aber ursprünglich mal so geschaltet, dass er mit einer Seite des Relais verbunden war. Pin zwei ging dann an das orangene Kabel (Primäranzapfung 115V).

    Es geht mir ja jetzt aber darum, wie ich das JETZT mache?
    Dafür ist die obige Schaltung nicht geeignet...es sei denn ich baue ein 230V Relais ein.

    Daher meine Frage: Gibts eine Empfehlung für das Relais?
    UND: Wie sieht der Originalschaltplan für die 230V Variante aus?
     
  4. Sperp

    Sperp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.19   #4
    Hallo Leute
    Ich habe mal weiter geschaut und gemessen.

    Diesen Leslieconnector habe ich in der A100


    image.jpeg
    Kann mir jemand was dazu sagen?
    Leider ist die Box vernietet und nicht zu Öffnen!
    AUS Pin 3 und 4 (Geändert:kommen ohne Last 290V AC ...wieso?; war ein Fehler meines Messgerätes) Wechselspannung.
    Das gleiche gilt natürlich auch für die Motorensteuerung auf 2 und 5 wenn auf Chorale





    Außerdem ist das Kabel, welches vom Main/Echo Switch kommt derart angeschlossen
    image.jpeg

    Ich glaube nicht,daß das richtig ist!
    Steht der Schalter auf Main, läuft der Leslie (War zumindest so, bevor immer gleich die Sicherung kam)
    Steht der Schalter auf Echo laufen die internen Lautsprecher. Das Echo ist zwar regelbar, geht aber nicht auf Null.
    Steht der Schalter auf Ensemble, läuft ebenfalls NUR DER LESLIE.
    Ich hätte gern bei Ensemble sowohl Leslie als auch interne Lautsprecher und bei Echo dass das Reverb sich auf 0 regeln lässt...

    Am Preamp bleibt ein leslieartiger Stecker 5PIN leer, wozu wäre der? image.jpeg

    (Sorry, das Bild ist verkehrt herum)
    Das Zuleitungskabel für das LeslieKit trägt den Aufkleber Leslie 027011Adapter (siehe Bild) und speist sich mit drei Kabeln aus dem Preamp ( grün, orange und Schwarz) und mit zwei aus der TONE CONTROL (grau und blau)
    image.jpeg

    ( warum sind nur alle Bilder verkehrt herum :-)?)


    Also noch mal zusammengefasst meine zusätzlichen Fragen :
    3. was für ein LeslieKit ist das
    gestrichen/Geändert: 4. woher kommen die 290V?
    3. ist die Schaltung des Main/Echo Schalters korrekt?
     
  5. Sperp

    Sperp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.19   #5
    Hmm. Schade, dass keiner was weiß.

    Nach wie vor kommt bei meinem leslie (mit neuem Trafo) alle paar Minuten die Sicherung, auch wenn er gar nicht an der Orgel hängt.
    Mist. Was kann das bloss sein?
     
  6. happyfreddy

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    Erstellt: 26.08.19   #6
    Für den einen ist es ein simpler Schnappverschluß
    für andere halt eine Niete

    .... und selbst wenn es wirklich eine Niete ist kann man die aufbohren, was jeder Heimwerker
    in nullkommanichts erledigt hat. Nieten kann man danach auch durch eine Blechschraube ersetzen.
    Es soll sogar Nieten mit M Gewinde geben, kann natürlich sein daß man bislang vergeblich
    einen gut sortierten Baumarkt gesucht hat.
    Kleiner Tip : Bauhaus Heimwerkermarkt mit mehreren Filialen über ganz Berlin verteilt
     
  7. Sperp

    Sperp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.19   #7
    OK, das Leslieproblem ist gelöst:
    Der Kondensator über dem Relais war durch. Dadurch liefen immer alle vier Motoren gleichzeitig in SLOW

    Die Sache mit der Echo/Ensemble/Main Schalter noch nicht.
    Und dass immer Hall durch den internen Lautsprecher zu Hören ist auch nicht
     
  8. happyfreddy

    happyfreddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.19   #8
    Sorry mein lieber, daß ich schon wieder einhaken muß
    Scheinbar hast Du das Funktionsprinzip der jeweils zwei gekoppelten Motoren eines Leslies
    nicht durchschaut. Kann Dich beruhigen, es ist simple Mechanik nichts weltbewegendes
    und stellt nur eine Anwendung der Reibungsgesetze dar .

    Im Slow Modus wird NUR der untere kleine Motor mit Spannung versorgt.
    Dieser hat eine axial bewegliche Welle, die sich auf das fest montierte Reibrad des Fast Motors
    schiebt und somit die Drehbewegung auf dessen Achse überträgt. Am anderen Ende der Fast Motor Achse sitzt das Pulley, was den Rotor oder die Trommel über Riemen antreibt.

    Somit laufen bei SLOW immer alle vier Motoren und das nunmal nicht durch einen defekten Kondensator wie Du schreibst. Der Grund warum sich alle vier drehen ist der gekoppelte rein mechanische Antrieb beim Slow Betrieb !
    Nur wenn der Kondensator am FAST Kontakt durchgebrannt ist dann tritt halt der Fall auf daß alle
    vier Motoren gleichzeitig mit Spannung versorgt werden ! In dem Fall verabschiedet sich oft genug
    auch der Netztrafo

    Im Fast Modus ist der obere größere Motor mit Spannung versorgt und der untere kleine Motor
    stromlos was dessen Achse dann vom Reibrad trennt.
    Hier ist auch dazu eine kleine Feder auf der Achse die diese in die Ausgangslage zurückdrückt.
    Um dieses mechanische Zusammenspiel genau einstellen zu können sind die Befestigungsschrauben des kleineren Motors Gewindestangen mit Kontermuttern. Hierdurch kann das Zusammenspiel des Ein und Ausfädelns der Motorachse des kleinen Motors an das Reibrad genau eingestellt werden.
    Dafür gibt es auch spezielle Servicemitteilungen.

    Es muß auch vermieden werden daß sich die Motoren gegenseitig ausbremsen was der Fall wäre
    wenn jeweils zwei gekoppelte unter Spannung stehen.
    Dies kann durch defekten Entstörkondensator im Fast Modus der Fall sein.
    Nur das geht sofort zu Lasten des Netztrafos der dann primärseitig durchbrennt.
    Da die Motoren in jedem Fall 115 V Typen sind hat der Netztrafo bei 230 V Version eine Anzapfung dafür. Hier darf man auch nicht die beiden äußeren Anschlüsse des Trafos vertauschen, weil die
    eine Teilwicklung 115 V mit stärkerem Drahtquerschnitt gewickelt ist als die andere.
    Der stärkere Querschnitt deswegen weil hierüber ja die Motoren mit Spannung versorgt werden.
     
  9. Sperp

    Sperp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.19   #9
    Als ich schrieb: es laufen alle vier Motoren gleichzeitig, meinte ich, dass alle mit Spannung versorgt werden. Ein Motor der passiv gedreht wird läuft ja nicht.
    Vor allem wenn ich es als Ursache dafür angebe, dass die Sicherung ständig kam und der Netztrafo gewechselt werden musste.
    Falls das missverständlich war: Ich entschuldige mich für die ungenauen Angaben. Ich dachte, das erschließt sich eindeutig aus dem Kontext

    Alle vier Motoren wurden mit Spannung versorgt.

    Deshalb IST mir auch ein Netztrafo durchgebrannt. Ich habe einen neuen.
    Erst danach habe ich als Ursache den kaputten Kondensator entdeckt. Und jetzt ausgetauscht.

    Auch die Mechanik ist mir bekannt.

    Das allerdings wusste ich nicht. Danke.
     
  10. happyfreddy

    happyfreddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.19   #10
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  11. Don Leslie

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    Erstellt: 28.08.19   #11
    Sperp,

    es ist ein häufiger Fehler in Leslie-Amps, daß die Funkenlöschkondensatoren (.1µF/600V - meist dicke schwarze oder Orange Drops) , die den jeweiligen Motorkontakt am Relais brücken, Kurzschluß bilden.

    Dann bekommen alle Motoren gleichzeitig Strom (!). Insofern ist Deine Beobachtung schon richtig.

    Vergewissere Dich aber, ob nicht doch zusätzlich die Relaisspule Kurzschluß hat und dann würde sie Deinen neuen Trafo abermals gefährden.

    Es gibt ganz preiswerte 230V Relais (Finder, Schrack), die Du verwenden kannst. Die sind aber meist für Printmontage, wozu es aber wiederum sog. Hutschienenadapter gibt. Mit etwas Geschick kriegt man sowas noch eingebaut. Auch hier finde ich gerade etwas.

    Aber alles in allem, bei der Vielzahl der Probleme, bei denen Du eine mögliche Tongeneratorkalibrierung wirklich zu allerletzt kommen sollte (wenn überhaupt), solltest Du in Berlin
    jemand finden können, der Dir hilft. (siehe PN)
     
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