Popmusik: Singen Frauen genauso tief wie MĂ€nner?

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Hallo zusammen....Irgendwie kapier ich gerade gar nichts mehr...

Also folgendes PhĂ€nomen,das mich schon seit ewigkeiten nervt: Ich schreibe/produziere einen Pop-Song fĂŒr eine SĂ€ngerin, singe ein Demo ein und die Dame sagt mir das sei zu tief fĂŒr sie...
Also transponier ich das, und singe das Demo so hoch das ich große teile schon ins Falsett muss, und sie sagt mir, es sei immer noch zu tief....

Jetzt hab ich aber die SĂ€ngerinnen durch zufall enttarnt! :)
Denn neulich geb ich ihr das höhere Demo. Sie hört rein und sie sagt jetzt sei es annehmbar zu singen, aber könne ruhig noch etwas höher, wenn es kraftvoller kommen soll....
Ich kanns nicht glauben, also sage ich ihr, sie soll das doch mal singen, damit ich das mal anhören kann.
Was macht sie? Singt das genauso tief wie ich! Also sag ich ihr, sie soll eine Oktave draufsetzten, was kommt: einmal grausames gequietsche,das noch schlimmer klingt als bei mir und dann stille...

Ich hab mich jetzt also mal mit dem Thema beschÀftigt und allerlei Popsongs durchgehört. Dabei ist mir aufgefallen, das die ganzen PopsÀngerinnen genauso tief singen wie die MÀnner! Oder adersherum, diese ganzen RŽnŽB sÀnger singen wie die eunuchen, also genauso hoch wie Frauen! (naja vielleicht ne terz drunter)

Ich habe also mal eine "untersuchung" durchgefĂŒhrt.

1.Man nehme I believe I can fly von R-Kelly gesungen, und lasse mit einem Pitchshift Plugin das Material kĂŒnstlich um eine Oktave hochrechnen.

Ergebnis:Der Gesang klingt so wie wenn Whitney Houseten die höchsten töne, die ĂŒberhaupt noch fĂŒr sie drin sind mit Pfeifstimme singt....

2. Man nehme das gleiche Material und verschiebe mit einem speziellen Plugin nun den Formanten etwas nach oben.

Ergebnis: Es klingt als ob eine Frau singt....

Auch wĂŒrde das endlich erklĂ€ren, warum alle mĂ€dels mit unausgebildeten stimmen immer die Songs von Britney spears einigermaßen mitsingen können, wĂ€hrend wenn ein Mann mit unausgebildeter stimme versucht einen Pop-Song, den auch im Original ein Mann gesungen hat, es ganz grausam klingt...
Diese ganzen Opern-Tenöre singen ja auch immer alles so tief, als ob ein Schaaf bölkt...

Singen diese ganzen RÂŽnÂŽB eunuchen also genauso hoch wie Frauen?
Kann das sein?


Auch ein paar selbstexperimente mit meiner Stimme sprechen dafĂŒr: Wenn ich ein paar Backgroundchöre fĂŒr einen Song bastel und ich kohle sparen will, dann sing ich die Sopran und alt stimmen mit -im falsett. Wenn man das etwas unaufĂ€llig bei mischt, und es im Hintergrund zu den Lead-Vocals lĂ€uft fĂ€llt kaum auf, das ein typ sopran und alt im falsett singt, und gar keine frauen mitgesungen haben....

Genauso kann ich bequem alle songs von z.B. Britney Spears in Originaltonhöhe mitsingen, halt nur im ziemlich quĂ€kig klingendem falsett, was bei meiner unausgebildeten stimme natĂŒrlich eher bescheiden klingt...

Singen also Pop-SĂ€nger genauso hoch wie Pop-SĂ€ngerinnen? Oder ist es im algemeinen eine Fehlannahme, das Frauen eine Oktave höher singen können als MĂ€nner, sondern nur eine Terz? Haben MĂ€nner im algemeinen eine grĂ¶ĂŸere Range?:screwy:

vielleicht kann mich mal jemand aufklÀren...

gruß
musicmacher
 
Eigenschaft
 
Singen diese ganzen RÂŽnÂŽB eunuchen also genauso hoch wie Frauen?
Kann das sein?
Jein :D
Aaaalso - theoretisch singen Maenner ne Oktave tiefer als Frauen. So, nu kommt das aaaaaber:
ein tiefer Alt (oder auch so mancher tiefe Sopran :rolleyes:) kommt genauso tief wie ein Tenor hochkommt ;) Maenner scheinen lieber im Falsett oder wie immer Ihr das nennt zu singen, so richtig tiefe Stimmen (aka Bass) sind da genauso selten wie bei den Frauen hohe Stimmen (aka {hoher} Sopran)

Ich als inzwischen eigentlich Mezzo, sitzend aber im Alt des Chores, hab auch schon, wenn's Not tat, beim Tenor ausgeholfen. Eine Chorkollegin letztens durfte auch das Tenorsolo singen, dieser Kelch ging an mir vorueber ;) Und sie war gut.

Bei den Popsongs singt normalerweise jeder in der Lage, die ihm/ihr am genehmsten ist; da anscheinend Frauen Bruststimme bevorzugen (ausser sie seien gedrillte Klassikerinnen), Maenner aber scheints doch lieber Kopfstimme (es sei den...?) treffen sich die beiden da gerne mal.
Auch ein paar selbstexperimente mit meiner Stimme sprechen dafĂŒr: Wenn ich ein paar Backgroundchöre fĂŒr einen Song bastel und ich kohle sparen will, dann sing ich die Sopran und alt stimmen mit -im falsett.
Den Alt glaub ich Dir unbesehen, den Sopran muesstest mir schon vorsingen :p
Wenn man das etwas unaufÀllig bei mischt, und es im Hintergrund zu den Lead-Vocals lÀuft fÀllt kaum auf, das ein typ sopran und alt im falsett singt, und gar keine frauen mitgesungen haben....
Siehe afaik Boney M....
Genauso kann ich bequem alle songs von z.B. Britney Spears in Originaltonhöhe mitsingen, halt nur im ziemlich quĂ€kig klingendem falsett, was bei meiner unausgebildeten stimme natĂŒrlich eher bescheiden klingt...
Eros Ramazotti z.B. find ich ne recht angenehme Lage. Tina Turner scheints auch :D
Singen also Pop-SĂ€nger genauso hoch wie Pop-SĂ€ngerinnen?
Jein :D Aber oft.
Oder ist es im algemeinen eine Fehlannahme, das Frauen eine Oktave höher singen können als MĂ€nner, sondern nur eine Terz? Haben MĂ€nner im algemeinen eine grĂ¶ĂŸere Range?:screwy:
Nope. Nur ist der Raum, in dem sich die Stimmen ueberdecken, imho recht gross. Und der Komfort-Bereich...
Wenn Du von Oktaven redest, solltest Du vielleicht besser Sopraene zu Tenoeren packeln und Alts zu Baessen.
vielleicht kann mich mal jemand aufklÀren...
Aaaalso, da sind die Bluemchen und die Bienchen... SCNR
 
Auch wĂŒrde das endlich erklĂ€ren, warum alle mĂ€dels mit unausgebildeten stimmen immer die Songs von Britney spears einigermaßen mitsingen können,

Afaik wird Britnea nach oben gepitcht, um klein-MĂ€dchenmĂ€ĂŸig zu klingen. Denn mit elf hatte sie noch eine voluminösere und "erwachsenere" Stimme als mit zwanzig. Kein Wunder, dass die Dame heutzutage am Stock geht.

Diese ganzen Opern-Tenöre singen ja auch immer alles so tief, als ob ein Schaaf bölkt...

Das mĂŒsste ich erst hören. Ein Tenor, der tief blökt wie ein Schaf, ist mir gĂ€nzlich unbekannt.

Singen diese ganzen RÂŽnÂŽB eunuchen also genauso hoch wie Frauen?
Kann das sein?

Sie singen recht hoch, das stimmt. Besonders diese Boygroup-Typen. Ich schÀtze, hier treffen sich die Lagen. Ich kann mich aber auch tÀuschen und es liegt immer noch eine Oktave dazwischen.
 
Bei den Popsongs singt normalerweise jeder in der Lage, die ihm/ihr am genehmsten ist; da anscheinend Frauen Bruststimme bevorzugen (ausser sie seien gedrillte Klassikerinnen), Maenner aber scheints doch lieber Kopfstimme (es sei den...?) treffen sich die beiden da gerne mal.
Im Großen und Ganzen passt das so leider nicht ;)
Die meisten LaiensĂ€nger-MĂ€nner *hassen* ihre Kopfstimme genauso stark, wie LaiensĂ€nger-Frauen. Weil bei beiden (aus den gleichen GrĂŒnden) nur quietschende heiße Luft kommt.
Da beide Geschlechter mit der Bruststimme sprechen, ist dieser Stimmbereich jedem AnfÀnger vertrauter.

Dass sich Tenöre (die dann in der Kopfstimme singen) deutlicher gegen's Band-GefĂŒge durchsetzen und daher hĂ€ufiger im Radio zu hören sind, liegt auf einem andere Blatt. Und
Das ĂŒbrigens ist auch einer der GrĂŒnde, wieso die Radio-SĂ€ngerinnen im betont tiefen Brustregister singen, wo sich die Kopfstimmen-Jungs rumtreiben. Da haben sie einen Frequenzbereich fĂŒr sich.
"Frau in Kopfstimme" geht einfach schon zu stark in den Bereich der verzerrten E-Gitarre, "Mann in tiefer Bruststimme" kann sich schon mit dem Bass beißen.

Tenor-Kopfstimme und (tiefe) Frauen-Bruststimme liegen tatsÀchlich auf gleicher Tonhöhe. Da ist keine Oktave mehr zwischen.

Zwischen Sopran und Alt ist ĂŒbrigens in der Regel ein Abstand von einer Quarte, nicht von einer Oktave ;) Der Tenor kommt dann noch eine Quarte tiefer, und der Bass dann nochmal eine.
(okay, wenn wir Griffel spitzen mĂŒsste man von 'nem Tritonus reden...)
 
Im Großen und Ganzen passt das so leider nicht ;)
Die meisten LaiensĂ€nger-MĂ€nner *hassen* ihre Kopfstimme genauso stark, wie LaiensĂ€nger-Frauen. Weil bei beiden (aus den gleichen GrĂŒnden) nur quietschende heiße Luft kommt.
Da beide Geschlechter mit der Bruststimme sprechen, ist dieser Stimmbereich jedem AnfÀnger vertrauter.

Da hattse recht. Das entspricht zumindest dem, was meine GL sagt: Die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde beim Lehren ist - besonders bei MĂ€nnern - jene fĂŒr die eigene Kopfstimme zu öffnen.

Und die Erfahrungen mit den AnfĂ€nger-Hörproben hier an Board sprechen ja auch dafĂŒr...

...
 
Hallo !
Wenn man bedenkt, dass viele Popsongs im Bereich der kleinen und eingestrichenen Oktave gesungen werden (und da oft nur im mittleren Bereich), dann wird klar, dass sowohl eine Frauen- als auch eine MÀnnerstimme sie bewÀltigen können.
Die klassische Einteilung der StimmfÀcher macht imho bei Contemporary ohnehin nur begrenzt Sinn.
schöne GrĂŒĂŸe
Bell
 
Guten morgen, mensch, das hat ja wieder antworten gerieselt hier, erstmal danke dafĂŒr!

Ok klar, die klassikerinnen singen noch n bisserl höher, aber ich glaube nicht das es eine ganze Oktave ist.
Das will ich hören, das eine OpernsÀngerin "I believe I can fly" eine Oktave höher singt, und zwar ohne in die Kopfstimme zu gehen (bzw. ohne das man hört das es die kopfstimme ist)

Auch das mit dem bölkendem schaf war vielleicht ein bisserl ĂŒberspitzt formuliert, aber der stevie wonder singt schon etwas höher, als der quasthoff, oder ist Quasthoff bass?

Noch ein Beispiel dazu: Stevie Wonders: You are the sunshine of my life: Da singt er fĂŒr seine verhĂ€ltnisse noch recht tief (teilweise z.b. bei 1:03 muss er sich richtig bemĂŒhen den tiefen ton noch zu kriegen.) hat er wahrscheinlich gemacht, weil sonst die backgroundchöre zu hoch geworden wĂ€ren, hört man teilweise, das die frauen da schon an der oberkante zur Kopfstimme sind. Aber trotzdem kann bei disesem "tiefen" song, bei 0:29 bequem ein Frau mitsingen. In diesem Fall wird sie wohl nicht eine Oktave höher gegangen sein, weil man sonst hören wĂŒrde, das sie schon im Zenit ist, was man ja eher im letzten Chorus, und nicht im ersten verse erwartet :)

Edit: Au man ich bin so blöd jetzt hab ichs verstanden...Is doch alles richtig mit der Oktave höher...Stevie sing einfach die ganze zeit in der Kopfstimme, und presst bei dem tiefen Ton diesen auch noch eben in diese, deshalb klingt der so tief, obwohl er es garnicht ist...

Jetzt hab ichs geschnallt: Also die RŽnŽB fuzzies jodeln die ganze zeit in der Kopfstimme herum, wÀhrend die MÀdels ganz relaxed in der Bruststimme singen...


gruß

musicmacher
 
Klassische SÀngerinnen singen *immer* in der Kopfstimme. Immerimmerimmer. Und da kommen die, wenn man das Pfeifregister dazunimmt, in Höhen, das glaubst Du nicht. Hören willst Du "I believe I can fly" eine Oktave höher dann aber glaub ich wirklich nicht :D

Quasthoff ist Bariton, afaik sogar Bass-Bariton. Definitiv kein Tenor.

Aber freut mich, wenn's angekommen ist ;) Genau, die Jungs jodeln da oben, die MĂ€dels singen locker unten.
 
Edit: Au man ich bin so blöd jetzt hab ichs verstanden...Is doch alles richtig mit der Oktave höher...Stevie sing einfach die ganze zeit in der Kopfstimme, und presst bei dem tiefen Ton diesen auch noch eben in diese, deshalb klingt der so tief, obwohl er es garnicht ist...

Auf die Gefahr hinauf wieder Zores zu ernten, weil diese Theorie nicht ganz unumstritten ist, aber ganz stimmt das nicht... Das was du bei den "Jungs" mit Kopfstimme meinst, ist tatsĂ€chlich die Mischstimme, ein Übergangsbereich zwischen Brustregister und Falsett. Frauen haben ebenfalls diesen Bereich.
Er fÀngt etwa ab dem b an und geht bei Tenören bis zum c'', bei einem Bass nur bis zum fis' wobei etwa ab dem dis' (Passagio) das Falsett im MischverhÀltnis die Oberhand gewinnt.
Soprane und Mezzos singen, wie Ice schon sagte, fast ausschließlich in diesem Mischbereich und darĂŒber hinaus, weil die Ă€ußere Kehlkopfmuskulatur bei Frauen stĂ€rker ist als die Innere und sie daher mehr Kraft und Ausdruck im Falsett haben.
MÀnnliche OpernsÀnger singen zwar ebenfalls in diesem Mischbereich aber vor allem darunter, da bei ihnen die innere Kehlkopfmuskulatur stÀrker ist, und daher das Brustregister ausdrucksstÀrker und krÀftiger ist.

Ausnehmen wĂŒrde ich von dieser Regel bei den Frauen zB Shirley Bassey, da sie tatsĂ€chlich wie ein Bariton singt; bzw bei den MĂ€nnern Mika oder die Scissor Sisters, da die schon erhebliche Passagen im reinen Falsett singen...
 
ach deshalb klingt das immer so dĂŒnn und kraftolos wenn klassikerinnen versuchen Pop zu singen....Die singens einfach ne Oktave zu hoch :)
Man man man.... Is das alles kompliziert...

Aber jetzt fÀllt mir auch auf, was ich immer falsch gemacht habe:Ich dachte immer das Falsett und Kopfstimme das selbe sind, aber wenn ich es jetzt endlich richtig verstanden habe:

MĂ€nner: Bruststimme-> Kopfstimme -> Falsett
Frauen: Bruststimme-> Kopfstimme -> Pfeifstimme

?

Bin ich also in echt ein Bass und garkein Tenor? Kann ich deshalb alles immer nur eine Oktave tiefer mitingen, und wenn meine Stimme vernĂŒnftig klingt, ist es fĂŒr andere immer noch zu tief (bzw. viel zu hoch je wie mans sieht)?
Ach je is das n sch. und ich wunder mich die ganzen Jahre was mit meiner stimme los ist....

Kann man gegen diese behinderung was machen? Oder geht da nix mehr in richtung Tenor?

gruß

musicmacher
 
ach deshalb klingt das immer so dĂŒnn und kraftolos wenn klassikerinnen versuchen Pop zu singen....Die singens einfach ne Oktave zu hoch :)
So kannst Du das nicht sagen... Klassik-SĂ€ngerinnen haben da oben einen Druck und eine Kraft, den ein Pop-Prinzesschen niemals hinbekommen wĂŒrde. Ob Dir das klanglich liegt ist eine andere Baustelle.

Man man man.... Is das alles kompliziert...
Das ist sogar noch viel komplizierter. Nach der Definition, die ich gebrauche sind Falsett und Kopfstimme genau das gleiche. Weil der mÀnnliche Kehlkopf eben doch nicht anders gebaut ist, als der weibliche.

Reduzieren wir's mal auf das physiologische. Da gibt es drei Möglichkeiten.
- Vollstimme (die gesamten Stimmlippen schwingen) - die wird gemeinhin als Bruststimme gehandelt.
- Randstimme (nur die RĂ€nder der Stimmlippen schwingen noch) - das wird bei der Frau immer als Kopfstimme bezeichnet. Es gibt Leute, die diese Schwingung beim Mann als Falsett bezeichnen, andere wĂŒrden dem widersprechen. (...wobei ich mich dann frage, was'n Falsett sein soll...)
- Pfeifstimme (sozusagen das Flageolett auf den StimmbĂ€ndern) - wie genau dieser Ton zustande kommt ist trotz Kehlkopfspiegelungen nicht hinreichend geklĂ€rt. Entweder pfeifst Du durch eine winzige Öffnung der Stimmlippen oder es entsteht eine halbwegs kontrollierbare Luftverwirbelung an den Stellknorpelchen, oder beides.

Die berĂŒhmte Mischstimme ist physiologisch nicht nachweisbar. Klassische SĂ€ngerinnen benutzen die Pfeif- und die Randstimme, deren Schwingung sich zu den RĂ€ndern hin je tiefer sie kommen immer mehr erweitert. Vollstimme wird im klassischen Bereich von Frauen nur außerordentlich selten gesungen.
Contemporary-SĂ€ngerinnen benutzen tendenziell die Vollstimme und arbeiten ĂŒber den Rufmodus und stĂ€rkere Stimmband-Spannung, gehen vielleicht noch in einen recht weit schwingenden Randstimm-Bereich, lassen aber die schmale Randstimme oft weg.

Welches Stimmfach Du bist können wir ĂŒber ein Internet-Forum leider nicht feststellen... da solltest Du Dich mal auf ein oder zwei StĂŒndchen zu einem Gesangslehrer begeben. Der kann Dir nicht nur nĂŒtzliche Tipps zum Singen geben sondern Dich tendenziell auch einordnen.
 
ja nein so war das nicht gemeint, respekt vor den klassischen sÀngerinnen, das kann auch sehr schön klingen, nur ist es haltoft ziemlich grausam, wenn die dann versuchen pop zu singen.
Genauso wie du richtig sagst, umgekehrt, die Popprinzesinnen, haben einfach keinen druck da oben, und wenn die klassik machen, klingt das auch nicht....Sind nun mal zwei verschiedene Welten...

Ne hab eben einfach mal die vocal-ranges bei wiki nachgeschlagen....Ich bin wohl ein bass, aber im prinzip is mir das auch wurscht, ich will ja gar nicht singen, sondern nur wissen, in welcher tonart ich popsongs schreiben muss damit menschen mit normaler stimme und nicht so einer verkrĂŒpelten wie ich sie hab das singen können :)

gruß

musicmacher
 
Ich weiß nicht, ob das jetzt zu spĂ€t kommt, aber ich habe mir gerade Dein Anfangsposting noch mal durchgelesen und mir dĂ€mmerte etwas.

Wenn Du den MĂ€dels eine Passage vorsingst, die von diesen in der Bruststimme gesungen werden soll, musst Du auch in Deiner Bruststimme singen und umgekehrt. Das ist dann zwar im Notensystem nicht der gleiche Ton, aber man nimmt nicht nur den Ton, sondern auch das Stimmregister ab, das einem zugesungen wird.
(ist ĂŒbrigens auch ein hĂ€ufiger Fehler von unerfahrenen Chorleitern)
Wenn Du die gleiche Note singst, die das MĂ€del dann singen soll, dann kann das nicht klappen. (Du Falsett, sie Bruststimme)
 
Hi,

mit den Registern definiert ja auch jeder anders.

Wenn es aber im weitesten Sinne "brustig" klingen soll (was es bei Pop / Rock ja meist soll), dann singen Frauen nur etwa eine Terz bis eine Quarte höher als MĂ€nner. Das kommt natĂŒrlich noch auf die jeweiligen SĂ€nger an, aber eine Quarte ist eine gute Faustregel.

Gruß,

SingSangSung
 
mit den Registern definiert ja auch jeder anders.

Ja und nein.... Mittlerweile, seit den spĂ€ten 80ern, ist man sich einig, dass es nur 2 Haupt- Register und deren Überlappungsbereich gibt, egal ob bei Mann oder Frau. Dabei unterteilt sich das Brustregister in ein leichtes modales und ein schweres modales Register (abhĂ€ngig vom SchwingungsverhĂ€ltnis der Stimmlippen und Öffnungszeiten der Glottis). Eine einheitliche Bezeichnung dieser Unterregister gibt es nicht.
Ähnlich ist es mit Falsett und Pfeifenregister. Das Pfeifenregister schaltet sich ein, sobald die innere Kehlkopfmuskulatur zu schwach wird, die Stimmlippen alleine zu spannen und daher, wie in der Mischstimme auch, wieder die UnterstĂŒtzung der Ă€ußeren Kehlkopfmuskulatur benötigt. Auch hierfĂŒr gibt es keinen fachlichen Terminus. Ich kenn sogar ein Buch, das vom Pfeifregister als Kopfstimme spricht, die ĂŒber dem Falsett liegt.
Einig ist man sich aber ĂŒber die Physiologie hinter den Prozessen:

Brustregister: leicht und schwer modal - haupsÀchlich innere Kehlkopfmuskulatur
Falsett: reines Falsett und Pfeifenregister - haupsĂ€chlich Ă€ußere Kehlkopfmuskulatur
BrĂŒckenbereich: Brustregister und Falsett arbeiten gemeinsam - innere und Ă€ußere Kehlkopfmuskulatur

Dazwischen kann man technisch etwa alle 5 Töne ein neues Unterregister ermitteln, das durch die unterschiedlichen SchwingungsverhĂ€ltnisse der Stimmlippen entsteht. Auch hierfĂŒr gibt es keine eindeutigen Fachbegriffe.

Das Problem ist, dass viele Lehrer noch das unterrichten, was ihnen von ihren Lehrern beigebracht wurde, und jene das ĂŒbernommen haben, was deren Lehrer einst einmal gelehrt haben. Da ist man schon mal schnell auf dem Wissensstand der vorigen Jahrhundertwende... Deswegen gibt es so viele Verwechslungen.
 
Tenor-Kopfstimme und (tiefe) Frauen-Bruststimme liegen tatsÀchlich auf gleicher Tonhöhe. Da ist keine Oktave mehr zwischen.
Na siehste, darauf kam's mir an :) *Warum* genau die Jungs die Kopfstimme verwenden und die Maedels die Bruststimme, war mir eher egal :redface: aber stimmt, von Komfortbereich kann man dann bei den Jungs ned wirklich sprechen.
Zwischen Sopran und Alt ist ĂŒbrigens in der Regel ein Abstand von einer Quarte, nicht von einer Oktave ;) Der Tenor kommt dann noch eine Quarte tiefer, und der Bass dann nochmal eine.
Ecco. Macht fuer Sopran - Tenor ne Oktave und eine fuer Alt - Bass ;) So war das gedacht...
(okay, wenn wir Griffel spitzen mĂŒsste man von 'nem Tritonus reden...)
Nuja, so pingelig muess ma auch wieder nicht sein :D Dann gibt's ja noch die ganzen Stimmen, die sich sonstwas drum scheren, was fuer nen Umfang sie haben sollten ;)
Hallo !
Wenn man bedenkt, dass viele Popsongs im Bereich der kleinen und eingestrichenen Oktave gesungen werden (und da oft nur im mittleren Bereich), dann wird klar, dass sowohl eine Frauen- als auch eine MÀnnerstimme sie bewÀltigen können.
Die klassische Einteilung der StimmfÀcher macht imho bei Contemporary ohnehin nur begrenzt Sinn.
ACK
Klassische SĂ€ngerinnen singen *immer* in der Kopfstimme. Immerimmerimmer.
<schmoll> Und was bin dann ich? :p
ach deshalb klingt das immer so dĂŒnn und kraftolos wenn klassikerinnen versuchen Pop zu singen....Die singens einfach ne Oktave zu hoch :)
Aeh, noe. Es klingt imho weder duenn, noch kraftlos. Nur unpassend manchmal.
Bin ich also in echt ein Bass und garkein Tenor? Kann ich deshalb alles immer nur eine Oktave tiefer mitingen, und wenn meine Stimme vernĂŒnftig klingt, ist es fĂŒr andere immer noch zu tief (bzw. viel zu hoch je wie mans sieht)?
Ach je is das n sch. und ich wunder mich die ganzen Jahre was mit meiner stimme los ist....

Kann man gegen diese behinderung was machen? Oder geht da nix mehr in richtung Tenor?
BEHINDERUNG?! Bass?! Oh Jung! Was Du bist, kann der/die GL feststellen, hat Ice ja schon geschrieben. Der/die kann Dir ggf auch beibringen, die Kopfstimme zu nutzen. Und den fiepsigen Tenor aus Dir holen, wenn Du einen hast und das unbedingt willst <kopfschuettel>
Aeh, es gibt wirklich auch gute, kraftvolle Tenoere, bevor ich noch gehaut werde :redface:
Wenn Du den MĂ€dels eine Passage vorsingst, die von diesen in der Bruststimme gesungen werden soll, musst Du auch in Deiner Bruststimme singen und umgekehrt. Das ist dann zwar im Notensystem nicht der gleiche Ton,
sondern ziemlich genau ne Oktave drunter <fg> ;)
Kann man sich eigentlich drauf konditionieren, dass ein Chorleiter das falsch gibt? Ich glaub naemlich, dass der unsere das schon richtig gibt auf dem Klavier, aber ich hab oft Probs, die richtige Oktave zu nehmen. Wenn er singt, geht's.
 
Kann man sich eigentlich drauf konditionieren, dass ein Chorleiter das falsch gibt? Ich glaub naemlich, dass der unsere das schon richtig gibt auf dem Klavier, aber ich hab oft Probs, die richtige Oktave zu nehmen. Wenn er singt, geht's.
Auf dem Klavier geben sie's alle richtig - also so wie es auf dem Notenblatt steht. Soll man ja auch.
Gegenfrage: Kannst Du im Gesangsunterricht einen Ton vom Klavier abnehmen?
 
Auf dem Klavier geben sie's alle richtig - also so wie es auf dem Notenblatt steht. Soll man ja auch.
Gegenfrage: Kannst Du im Gesangsunterricht einen Ton vom Klavier abnehmen?
Da schon, ja. Ich ueberleg grad, ob ich mich da nicht auch schon mal in der Oktave verhaut hab, aber in letzter Zeit nicht (mehr).
 
Das Ganze basiert darauf (hach, jetzt werden wir OT und technisch), dass sich bei jedem gesungenen Ton, den Du hörst auch dann die StimmbÀnder mitbewegen, selbst wenn Du ihn gar nicht singst.
Der Kehlkopf ist integraler Bestandteil des "Stimme-hören" Systems.
Du hörst in dem Moment nicht nur die Tonhöhe, sondern viel stÀrker die Mechanismen dahinter, weil die beim Sprechen einen Teil der nonverbalen Kommunikation ausmachen. Deswegen muss man einen Ton immer im passenden Mechanismus vorsingen, nicht in der exakt passenden Tonhöhe.

Unser Dozent hat uns das mit der Oktav-Verschiebung ĂŒbrigens sehr plastisch an uns selbst (also am Lehrgangschor) vorgefĂŒhrt ;)

Es ist verflixt viel schwieriger, den exakten Ton abzunehmen, der einem ĂŒber Kreuz vorgesungen wird... Das haben wir in einer Pause bei einem d' getestet und... ehm... sind... ehm... gescheitert.
 
Hm das mit den Registern, die man genauso vorsingen soll, wie sie gesungen werden sollen ist ein interessanter aspekt...

Aber in diesem fall war es wirklich so, das die nummer bei ihr entweder an der Unterkante der Bruststimme, oder der absoluten Oberkante der Kopfstimme lag, also beides nicht besonders erstrebenswert,wĂ€hrend die tonart fĂŒr mich genau richtig war...

Das is ja das Problem, ich krieg ja meine 3 Oktaven, nur liegen die Register bei mir irgendwie anders, und zwar so, das so ziemlich alle Popsongs fĂŒr mich so ungĂŒnstig liegen, das ich sie entweder nur wie Heino, oder wie Dieter Bohlen singen kann.Halt nur nicht, so wies klingen soll und wenn ich nen Song so schreibe, das es fĂŒr mich hinhaut, gehts den anderen so wie eben beschrieben....

Naja, hauptsache ich weiß jetzt bescheid :) Wenn ich den song so schreibe, das ich ihn nicht vernĂŒnftig mitsingen kann, dann ist er in einer Tonart, der Menschen mit gesunder Stimme behagt:great:

danke fĂŒr euren input

musicmacher
 

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