Porcupine Tree / The Incident / 2009 / 2CD

von Priceless, 26.08.10.

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  1. Priceless

    Priceless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.10   #1
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    Genre:
    Progressive Rock
    Label:
    Roadrunner Records
    Erschienen:
    11.09.2009
    Anzahl der Songs:
    14 (CD1) / 4 (CD2)
    Spieldauer:
    55:15 (CD1) / 20:35 (CD2)
    Anspieltipps: The Blind House, Great Expectations, Time Flies, Bonnie The Cat

    Musiker:
    Steven Wilson - Vocals, Gitarre
    Colin Edwin - Bass
    Richard Barbieri - Keyboard, Synths
    Gavin Harrison - Drums

    CD1: "The Incident"

    i. Occam's Razor (Instrumental) 1:55
    ii. The Blind House 5:47
    iii. Great Expectations 1:26
    iv. Kneel And Disconnect 2:03
    v. Drawing The Line 4:43
    vi. The Incident 5:20
    vii. Your Unpleasant Family 1:48
    viii. The Yellow Windows Of The Evening Train (Instrumental) 2:00
    ix. Time Flies 11:40
    x. Degree Zero Of Liberty (Instrumental) 1:45
    xi. Octane Twisted 5:03
    xii. The Seance 2:39
    xiii. Circle Of Manias (Instrumental) 2:18
    xiv. I Drive The Hearse 6:41

    CD2:

    1. Flicker 3:42
    2. Bonnie The Cat 5:45
    3. Black Dahlia 3:40
    4. Remember Me Lover 7:28

    Hallo und herzlichen willkommen zu meinem Review!

    Ich habe mich gewundert, dass noch niemand ein Review zu Porcupine Tree's 'The Incident' verfasst hat, also habe ich mir nach mittlerweile fast einem Jahr seit Erscheinungsdatum einmal die Mühe gemacht ;).

    Auf der ersten CD erwartet uns das 55-minütige 'The Incident', welches in 14 Abschnitte unterteilt ist, aber als Gesamtkonzept zu verstehen ist. Die zweite CD hält vier weitere Songs mit einer Spielzeit von etwa 20 Minuten für uns bereit, die nicht mehr zum eigentlichen Hauptstück gehören.

    Erster Eindruck

    Was uns der Herr Wilson da vorlegt, ist wieder einmal etwas völlig anderes als die vorherigen Alben 'Fear of a blank planet' oder gar 'Deadwing'. 'The Incident' funktioniert am Besten als Gesamtkonzept, ist deswegen auch auf einer separaten CD von den anderen Songs getrennt. Erst Vorfreude, dann: Nach dem ersten Hören war ich überrascht, verwirrt. Wo ist Porcupine Tree hin? Fast verängstigt. Viele werden ratlos zurückbleiben, damit nichts anfangen können - 'The Incident' funktioniert nicht durch einzelne Lieder, sondern durch das Gesamtkunstwerk. Dieses kann nicht oft genug erwähnt werden. Um es zu entdecken, muss man sich jedoch Zeit nehmen und sich intensiver mit dem Werk auseinandersetzen. Daher gibt es für den ersten Eindruck nur 6/10

    Texte, oder auch: Worum geht es in 'The Incident'?

    In 'The Incident' (etwa: der Vorfall) geht es um einzelne, aneinander gereihte 'Vorfälle', die das Leben des einzelnen Menschen bestimmen und innerhalb eines einzigen Augenblicks verändern können. Wilson bezieht seine Themen aus den Medien oder auch aus seinem eigenen Leben. So beschreibt etwa 'The Blind House' die Vorfälle um einen religiösen Kult in Texas, bei dem junge Mädchen ihr Leben lang gefangen gehalten werden; 'Kneel And Disconnect' zeigt uns den Moment, in dem Wilson seine Karriere in der Computerindustrie aufgibt und beschließt, professionell ins Musikgeschäft einzusteigen: (Kneel And Disconnect, Textprobe)

    Kneel and disconnect
    And waste another year
    Fill the application
    Start a new career


    Der Titeltrack 'The Incident' beschreibt einen Autounfall, den Wilson sah und bei dem ihm die Idee für dieses Stück kam: Das kalte, mechanische Wort 'Incident' wird benutzt für etwas, das unter Umständen sehr dramatisch, emotional, gar tödlich sein kann.

    Das längste Stück, 'Time Flies', beschreibt die Vergänglichkeit des Lebens; die Zeit scheint immer schneller voranzuschreiten. Alte Kindheitserinnerungen überschwemmen einen in nachdenklichen Momenten. Auch hier nimmt Wilson wieder Beispiele aus seinem eigenen Leben: (Time Flies, Textprobe)

    I was born in '67
    The year of 'Sgt. Pepper'
    And 'Are You Experienced?'
    Into a suburb of heaven
    Yeah it should've been forever
    It all seemed to make so much sense

    But after a while
    You realize time flies
    And the best thing that you can do
    Is take whatever comes to you
    'Cuz time flies


    Die Texte hängen (Im Gegensatz zur Musik) somit nicht unmittelbar zusammen, erzählen nicht eine große Geschichte, sondern erzählen uns von spannenden Punkten, Vorfällen, die im Leben wichtig sind ('landmark moments'). Wenn du die 5 wichtigsten Punkte deines Lebens benennen müsstest, welche wären es? 10/10

    Verpackung

    Standard 2CD-Hülle. Das Cover von 'The Incident' ist nicht gerade spannend, aber es ist auch nicht schlecht. Das Booklet ist sehr gut gestaltet, mit tollem Artwork von Lasse Hoile, der in enger Verbindung zur Band steht und ihre Musik (vor allem live sehenswert) visualisiert. Die Lösung mit 2CDs ist für 'The Incident' sicherlich gut, da es ein abgeschlossenes Werk darstellt, eine zweite CD mit 20 Minuten Spielzeit ist jedoch schnell durchgehört, zumindest in der normalen Stereoanlage. Auf dem Computer oder auf mobilen Playern ist dies natürlich kein Problem. 8/10

    Sound

    Wilson ist im Mix und im Mastering selbst am Werk, und was er fabriziert, kann sich hören lassen. Auf jeden Fall scheint er Modeling zu lieben, zumindest was die Gitarren angeht. Der Sound ist aber klar und differenziert, vor allem wichtig bei der komplexen Rhythmusarbeit von Schlagzeuger Gavin Harrison (den man auch übrigens gerne einmal bei Youtube eingeben darf, ausgezeichnet von namhaften Magazinen als einer der besten Progressive-Drummer). Selbst jetzt offenbaren sich immernoch ab und zu Sachen, die vorher nicht im Licht standen. Mehr möchte ich hierzu gar nicht sagen - 'The Incident' ist jetzt sogar in 5.1 und Vinyl erhältlich. 10/10

    Live-Erfahrung

    Auf der aktuellen Tour spielen Porcupine Tree das komplette 'The Incident' als erstes Set. Ich war am 02.12.2009 in Köln im Palladium und was soll ich sagen? Es hat mich absolut umgehauen. Selbst Stücke, die eher im Hintergrund bleiben auf der CD, kommen live unheimlich gut und wichtig für den Gesamtkontext herüber. Durch die großartigen Visualisierungen des Lasse Hoile (Tipp: Time Flies - Video auf Youtube, er hat auch Videos für Opeth gemacht) bekommt das ganze eine dermaßen hohe Intensität, dass ich nach dem letzten Stück 'I drive the hearse' fast Tränen in den Augen stehen hatte. Nach 10-minütiger Pause folgte dann das zweite Set mit anderen Stücken der Band. Insgesamt betrug die Spielzeit ca. 2:15. Wer Zeit und Geld (etwa 35 Euro) hat und Fan dieser Musik ist, das Konzert ist es definitiv wert! 10/10

    Track by Track Review

    Occam's Razor: Das Intro zu 'The Incident' fällt beim ersten Hören als sehr simpel auf, sind es eigentlich nur ein paar Anschläge auf der Gitarre, ein paar mal 'Rums - Rums - Rums', es ist jedoch für den Gesamtkontext nicht unerheblich und taucht später im Stück noch einmal auf. Vor allem live ein sehr guter Anfang. Analog zum Titel: Die einfachste Möglichkeit wird meistens übersehen - Man braucht kein kompliziertes Intro! 10/10

    The Blind House: Opeth-mäßiges Riff im 5/4-Takt, ruhige Strophen die in einen Chorus überleiten, der definitiv im Ohr hängen bleibt. (Free love...) Das ist definitiv Porcupine Tree wie man sie kennt. Zwischendurch eine dunklere Passage, um dann nochmal das Anfangsriff etwas verändert aufzugreifen und zu einem explosiven Abschluss zu bringen, toller Opener! 9/10

    Great Expectations: Kurzes Stück mit schöner Gitarrenmelodie. Ich würde dieses zusammen mit 'Kneel And Disconnect' und 'Drawing The Line' nennen, es scheint irgendwie wie aus einem Guss. Ein erster Lichtblick, der jedoch sehnsüchtig in die Vergangenheit schaut. 10/10

    Kneel And Disconnect: Tolle Harmonien (vor allem live sehr gut), eine hübsche Pianomelodie, die toll zu 'Drawing The Line' überleitet. 10/10

    Drawing The Line: Braucht etwas um sich aufzubauen, geht dann jedoch in eine fast pop-rockige, uptempo-Nummer über, die glücklich wirkt, bevor es zum etwas düsteren 'The Incident' übergeht. 9/10

    The Incident: Beginnt mit... wie kann man das beschreiben? Elektronischer Drumbeat mit Geräuschen, gesprochene Lyrics, surreal. Im Mittelteil starkes Gitarrenriff, tolle Drums, dieses löst sich dann in eine schöne Melodie auf (I just want to be loved...) Auch hier gegen Ende eher poppig. 8/10

    Your Unpleasant Family: Bariton-Gitarre und Orgelartige Synths zu Beginn lassen einen einzigartigen Sound entstehen, trotzdem wirkt das Stück relativ 'eingeschmissen'. Ob Wilson wohl schlechte Erfahrungen gemacht hat? (Your unpleasant family smashed up my car) Für diesen Incident gibt es von mir 7/10

    The Yellow Windows Of The Evening Train: Der Titel ist, denke ich, aus dem Stück 'Deadwing' (And from the yellow windows of the last train). Ein sehr schönes Bild, wie ich finde. Definitiv ein Stück zum herunterkommen, Seele entspannen, bevor es auf das fast 12-minütige 'Time Flies' zugeht. Auf jeden Fall gut für die Ohren. 7/10

    Time Flies: Das Herzstück des Gesamtkonzepts. Staccato-artig spielende Gitarre, ungewöhnliche Akkorde im 6/8-Takt. Bass und Schlagzeug nehmen sich diesem Gitarrenrhythmus an. Die verfliegende Zeit durch schnellere Gitarrenparts dargestellt, einfach ein tolles Stück. Im Mittelteil könnte es auch Pink Floyd sein, dunkel, atmosphärisch. 10/10

    Degree Zero Of Liberty: Eigentlich fast dasselbe wie 'Occam's Razor', passt an diese Stelle, muss aber hier nicht unbedingt sein. Dennoch eine gute Überleitung. 8/10

    Octane Twisted: Startet ruhig, schöne Melodien, dann unterbrochen von einem Gitarrenriff, dass in einen komplexeren Teil seitens Gitarre und Schlagzeug umleitet. Hier sind wir auch wieder bei den 'alten' Porcupine Tree's! 8/10

    The Seance: Hier gibt es eine Melodie, die mich immer wieder plagt (ab 1:22), denn diese will einfach nicht aus meinem Kopf. Tolle Stimmung, tolle Atmosphäre zu Beginn, auch durch den Text (Under gas light, the joining of hands...). Am Ende eine Überleitung auf der Akustikgitarre.10/10

    Circle Of Manias:
    Fast Meshuggah (naja vielleicht nicht ganz so ;)) -artiges Instrumentalstück mit krummen Takten, some heavy stuff. 9/10

    I Drive The Hearse:
    Schönes ruhiges Outro als Ballade. Viele scheinen sich hier zu beschweren, dass es nicht noch einmal einen 'Kracher' also Outro gibt, mir persönlich sagt diese Version sehr zu. 9/10

    -----

    Als wäre 'The Incident' ein Experiment gewesen, präsentiert uns die Band 4 'normale' Porcupine Tree's, auf die wir eigentlich, quasi als Fortsetzung der vorherigen Alben gewartet haben, jedoch befinden wir uns hier eher in Nähe der ruhigen Lightbulb Sun:

    Flicker: Steven Wilson selbst sagt, er habe hier 'Automatic writing' benutzt und habe noch keine Ahnung, worum es in diesem Song geht. Ein ruhiger Song, kann man sich definitiv anhören, ich finde ihn aber für Porcupine Tree nicht besonders genug. Da ist 'Black Dahlia' viel interessanter. 6/10

    Bonnie The Cat: Eigentlich ein Arbeitstitel und der Name der Studiokatze, entpuppt sich dieser Song als düster und gemein, super Drums, teilweise leicht verrückt und im Mittelteil etwas härter. 10/10

    Black Dahlia: Schönes Intro, das in einen wirklich tollen Song führt, ruhig, emotional, eine tolle Ballade. Es fließt zwar auch dahin, aber es interessanter, man hat mehr Lust weiterzuhören als bei 'Flicker'. 9/10

    Remember Me Lover:
    Ruhiger, langsamer Song mit tollen Harmonien und Melodien, der gegen Ende hin noch einmal einen ordentlichen Schub durch einen Heavy-Teil erhält, der sich trotz Ballade zuvor wunderbar einfindet. 10/10

    Fazit

    Definitiv ist 'The Incident' ein Album, für das man etwas mehr Zeit braucht, dann ist es jedoch ein absolutes Meisterwerk. Viele Ideen stecken darin, die jedoch nicht alle umbedingt vollständig ausgearbeitet werden ('Great Expectations' etwa hätte ein 5-Minuten-Song werden können). Insgesamt fällt auf, dass die teilweise unüblichen Taktarten gar nicht unbedingt auffallen (außer natürlich bei Circle Of Manias), das Album ist also relativ eingängig und längst nicht so düster wie etwa 'Fear Of A Blank Planet'. In sich geschlossen, melodisch und sperrig zugleich. 9/10



    Das war also mein Review, war doch mehr Arbeit als zunächst angenommen! ;) Ich werde in naher Zukunft noch mehr von Steven Wilsons Projekten 'reviewen', da ich diesen Mann für genial halte :eek:

    Liebe Grüße

    Priceless



    P.S.:

    Persönliche Trivia: Schaut euch mal den Text von 'The Blind House' an. Bevor ich wusste, worum es geht, war meine Interpretation wirklich, dass es um ein Bordell geht. :rofl: Ich meine, hallo?

    Free love / Feel love to all my sisters / Breathe out / Blind house / You don't need to know their secrets

    Dann noch Bring love to all my sisters und als letzte Zeile Feel loved xD
     
  2. Petruccis Son

    Petruccis Son Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #2
    Schöne Rezension! Gut gegliedert, alles abgearbeitet, was mir selbst einfallen würde.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich mit dem neuen Album des Meisters Wilson noch nicht ganz warm werde.. Es ist gut, klar, aber kein Meisterwerk für mich. Mehr als 6 oder 7 Punkte hätte ich nicht gegeben.

    Ich war auch auf einem Konzert (das in Leipzig), technisch war alles perfekt gespielt und der Sound war auch aller erste Sahne. Allerdings fehlte mir ein wenig das Gefühl, die Authentizität, die beispielsweise ein gewisser Neal Morse fünfzig mal besser auf die Bühne bringt.

    Ist natürlich subjektiv.
     
  3. Priceless

    Priceless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #3
    Hey,

    Ja, irgendwie scheint dieses ein zweischneidiges Schwert zu sein, auch im Internet was man so findet reicht von 4 oder 5 bis 10/10. Mir ist es denke ich auch nicht gelungen, 100% objektiv zu sein, aber ich habe mich auf jeden Fall darum bemüht.

    Wir sind gespannt auf das was kommt :great:

    Gruß Priceless
     
  4. detette

    detette Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #4
    mir hat das album auch erst nach 10 mal hören gefallen, aber dafür find ichs jetzt richtig gut, also ich würde locker 9/10 geben ;)
     
  5. No Mercy

    No Mercy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #5
    Super Review! *Bewert*

    Habe das Album heute erstanden, kannte es aber schon recht lange. Was soll ich sagen, ich finds gut :)
     
  6. dupree

    dupree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.10   #6
    @priceless Glückwunsch zu dem gelungenen Review!

    Ich hatte dieses Album auch mit Spannung erwartet und wurde zunächst lange Zeit nicht mit warm. Nach unzähligen Duchläufen aber nun hatte es gezündet. Ich würde es aber nicht als Meisterwerk bezeichnen wollen, es ist eher ein spezielles Album geworden.
    Vor den Fähigkeiten des Herrn Wilson kann man nur den Hut ziehen.

    Gruß
     
  7. Montefly

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    Erstellt: 11.11.10   #7
    Bei mir hat das Album ebenfalls seine Zeit gebraucht um mich endgültig zu begeistern. Es hat zwar für mich immernoch nicht den Stellenwert eines In Absentia erreicht aber ich muss sagen, es ist trotzdem ein sehr schönes Album.
     
  8. Lunarstrife

    Lunarstrife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.11   #8
    Mit dem PT Album habe ich mich am schwersten getan. Ich kann es noch nicht mal in Worte fassen, aber es dauerte seine Zeit bis es gezündet hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir gewünscht habe, dass The Incident in sich schlüssiger zusammenpasst und die einzelnen Lieder besser ineinander übergehen. Das gelingt, wie ich finde, nicht an allen Stellen.
    Dafür ist Black Dhalia für mich einer der besten PT Songs überhaupt. Die Melodie, und das Schlagzeug...Ein Traum :-)
     
  9. ProgPhil

    ProgPhil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.11   #9
    ich weis noch noch, dass ich mit einer totalen Vorfreude darauf gewartet hab diese CD in der Post zu haben. Dann SOFORT in meine Anlage, Kopfhörer auf und play gedrückt, augen zu. Mich haben die beiden CDs derart begeistert dass ich sie direkt ein zweites Mal gehört hab! ^^ Allerdings hab ich The Incident erst dann richtig als EINS wahrgenommen und die ganzen Wiederholungen und Variationen des Hauptthemas erkannt. Für mich steht das Album weit über In Absentia, allerdings ist In Absentia wesentlich homogener. The Incident ist für mich pure Kreativität. Ich wäre höchstwahrscheinlich unobjektivst gewesen und hätte überall eine 10/10 hingehauen...
     
  10. cpworld2007

    cpworld2007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.11   #10
    Sehr schöne Rezension!
    Mir gings genau so, der erste Eindruck war gut, "Blind House" und "Time Flies" sind mir aufgefallen, bei "Occam's Razor" die Instrumental-Sektion, aber viel mehr ist mir nicht im Kopf geblieben, und ich ging auch mit einem etwas trockenen Gefühl aus dem Album raus. Die zweite CD hab ich monatelang gar nicht wirklichh wahrgenommen, nur als Beilage zu dem Hauptwerk betrachtet, aus heutiger Sicht vollkommen zu Unrecht, allein "Bonnie, the Cat" ist (nicht zuletzt durch das geniale Drumming) ein Meisterwerk.
    Aber jetzt, gut 1 1/2 Jahre, nachdem ich mir die CD zugelegt hab, kann ich das Album nur zu meinen liebsten zählen. Immer wieder mal vergrabe ich mich unterm Kopfhörer, schließe die Augen und lasse das Werk auf mich wirken, ohne mich irgendwas anderem zu widmen. Denn nur so kommt es richtig genial, nebenher ist es hörbar, aber nicht wirklich geeignet. Allein wie die letzten knapp 2 Minuten des Abschlusstracks wirken, wenn man das Teil am Stück gehört hat - nie war Melancholie so wunderschön (außer vielleicht bei "Stop Swimming" von Stupid Dream).
    Auch mein Fazit: Durchweg geniales, sehr einnehmendes Werk! Grandios.

    LG,
    CP
     
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