The Psychedelic Avengers / ...And The Curse Of The Universe / 2004 / CD

von My_Friend_Jack, 15.08.05.

  1. My_Friend_Jack

    My_Friend_Jack Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.05   #1
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    Label: Fünfundvierzig


    Der Anblick des Albumcovers wirft einige Fragen auf: Ein Perry-Rhodan Hörbuch? Der Soundtrack zum Anhalter Film? Ein Weltraum-Ballerspiel; Space Invaders 3-D vielleicht?
    Obwohl all diese Antworten falsch sind, sind sie genaugenommen allesamt richtig. Lesen wir dazu den Klappentext:

    'This is the first psych-o-phonic in-head science fiction b-movie für inner-eye listening pleasures, which is being transvisualized via the soundtrack of your very-own imaginary space, psych, teen, mutant, love, trash, porn, noize sci-fi movie'

    In der Tat sind die 16 Tracks des Album sehr abwechslungsreich (was nicht zuletzt auf die schiere Menge der beteiligten Künstler zurückzuführen ist) und lassen durch unterschiedlichste Soundwelten tatsächlich ein beinahe kinoartiges Hörerlebnis entstehen.

    Gleich der erste Track erinnert mit seinen Rückkopplungen und tiefen Gitarren-Sounds eines startenden Raumschiffs stark an selige Hawkwind-Zeiten & auch die Assoziation mit einigen Kyuss Titeln kommt nicht von ungefähr -> Klasse Spacerock.

    Andere Titel hingegen kommen mit sphärischen Klängen daher, Echos, die in der Ferne verschwinden, weißem Rauschen, Laserblitze und hämmernde Beats einer Weltraumschlacht und und und? akustische Hyperraumflüge in ferne akustische Welten sozusagen. Ungewöhnlich, aber interessant. Freunde der frühen Pink Floyd dürften sich angesprochen fühlen.

    Dazwischen ist jedoch immer wieder auch eingängigeres Material zu hören. Ruhige Gitarren gehören ebenso dazu wie melancholische Klavierklänge. Natürlich stets 'alienartig' untermalt, fügen sie sich sehr angenehm in das Gesamtkonzept eines imaginären Soundtracks ein.
    Track 8 sei hierfür erwähnt. Ein Song, an Surf-Musik der 60's angelehnt, den man sich durchaus in einer lauen Nacht an einer Bar (nicht nur auf der Erde) vorstellen kann. Oder Track 10, eine Radiosendung eines interstellaren DJs, der einem während einer dieser kalten und einsamen Interstellaren Nächte Gesellschaft leistet.
    Oder Track 15, 'The Curse Of The Universe' ein trauriger Akustiksong mit Ohrwurmqualitäten (u.A mit Sebastian Horn von den Bananafishbones)


    Am Ende bleibt ein durchweg positiver Eindruck zurück. 'The Psychedelic Averngers And The Curse Of The Universe' ist ein vielschichtiges Album, daß ein bischen Zeit braucht, bis man den Zugang gefunden hat, den Hörer aber dafür mit einer farbenprächtigen akustischen Reise belohnt, wie man sie selten zu hören bekommt.

    Das Album entführt einen mit Witz und Charme und viel Phantasie in eine Welt, irgendwo zwischen Cyberpunk und Radkappen-Ufos alá Ed Wood.

    Tracklist:

    Part I

    1.In which the mighty Silver Wing leaves the solar system, starts its old, tremendous metagrav drive and jumps into hyperspace

    2.The sub-techmeric wave reaches the Nimbus system

    3.A dreadful suspicion

    4.A daring escape through the asteroid fields of the Jugon

    5.The discovery of the lost transdimensional time-space vortex on the iceplanet of Vistar 7

    6. In which young space pilot Lex Hunter finds out that a beta booster sound system, two teenage psycho nymphs from Bebulas 5, three orgasmatron pills and zero gravity can make a pretty good party

    7.Trapped beneath the silverdome of the undead teenage lesbian mutant vampire queens from Veneris Prime


    Part II

    8.Mistress Saya

    9.The Decterian factory planet of Kraam Crezuum

    10.An ordinary evening on board of the Silver Wing on one of those cold and lonely interstellar nights

    11.Inside a Bruzzceegurian kitchen strange things can happen to a man with short legs

    12.The wedding of the Zygmeterian princess Liliane the 2nd


    Part III

    13.Past the red suns of the Nerverian Nebula, beyond whom only loneliness lies

    14.In which the Decterian Blood Demons take bloody revenge

    15.The curse of the universe

    16.In which death has silver wings


    Laufzeit: ca. 76 min.

    Mitwirkende:

    Anders Becker from the Mandra Gora Lightshow Society
    funkster t-xc9 missullis
    Timo Lommatzsch
    On Trial
    Sebastian Horn from the Bananafishbones
    Liquid Sound Company
    e.stonji
    Colour Haze
    Vibravoid
    Al Kelsner
    Intrauterin Alliance aka baze.djunkiii + Homebass
    Paul Lamb from Burnt Noodle
    Sula Bassana
    Matmopshere
    Cactus Cooper
    Lunatic's Head
    Cyman Lee
    Jay & Kay
    The Electric Pimp
    U17
    Alia X. Navarro de la Paz
     
  2. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.05   #2
    Das klingt ja ordentlich schräg.... da sollte man fast einmal reinhören :rolleyes: Bei Titeln wie "Trapped beneath the silverdome of the undead teenage lesbian mutant vampire queens from Veneris Prime" kann man da gar nicht so falsch liegen, oder? Wie geil.

    Weißt du, ob das ein einmaliges Projekt oder eine richtige Band ist?
     
  3. My_Friend_Jack

    My_Friend_Jack Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.05   #3
    Schön schräg halt. Im positivem Sinne :D

    Ein zweiter Teil ist in Arbeit. Auf der Website steht mehr darüber.
     
  4. oiz

    oiz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #4
    Eine richtige Band ist das nicht, ein einmaliges Projekt aber auch nicht... wie Kottan schon sagte, wird an einer zweiten Scheibe gearbeitet.

    "Wir wollen auch diesmal wieder die Genre- und Stilgrenzen sprengen. Ja, es ist sogar zwingender Bestandteil des Projekts, dass an jedem Song mindestens zwei total unterschiedliche Bands oder Künstler zusammenarbeiten."

    Ich muss sagen, ich freu mich schon total, denn die erste Scheibe überzeugt voll und ganz: jeder Künstler gibt dem Trip seinen ganz eigenen Charakter und somit wird eine unglaublich facettenreiche aber immer stimmige Atmosphäre geschaffen, die es vermag den Hörer in ganz andere Welten zu treiben.

    Wem Song Nummer 1 taugt, der sollte schleunigst mal in Colour Haze reinhören, die sind es wirklich wert und werden nicht umsonst als der beste deutsche Psychrock-Act gehandelt (im "Untergrund" natürlich, versteht sich ja von selbst ;>).
    Aber auch Vibravoid, die Liquid Sound Company, Sula Bassana und die ganzen anderen sind definitiv einen Spin wert!

    Insgesamt ein Top-Album, das mir sicher noch den einen oder anderen Ausflug in die Weiten des Alls bescheren wird :-)
     
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