The Psychedelic Avengers / ...And The Curse Of The Universe / 2004 / CD

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Label: Fünfundvierzig


Der Anblick des Albumcovers wirft einige Fragen auf: Ein Perry-Rhodan Hörbuch? Der Soundtrack zum Anhalter Film? Ein Weltraum-Ballerspiel; Space Invaders 3-D vielleicht?
Obwohl all diese Antworten falsch sind, sind sie genaugenommen allesamt richtig. Lesen wir dazu den Klappentext:

'This is the first psych-o-phonic in-head science fiction b-movie für inner-eye listening pleasures, which is being transvisualized via the soundtrack of your very-own imaginary space, psych, teen, mutant, love, trash, porn, noize sci-fi movie'

In der Tat sind die 16 Tracks des Album sehr abwechslungsreich (was nicht zuletzt auf die schiere Menge der beteiligten Künstler zurückzuführen ist) und lassen durch unterschiedlichste Soundwelten tatsächlich ein beinahe kinoartiges Hörerlebnis entstehen.

Gleich der erste Track erinnert mit seinen Rückkopplungen und tiefen Gitarren-Sounds eines startenden Raumschiffs stark an selige Hawkwind-Zeiten & auch die Assoziation mit einigen Kyuss Titeln kommt nicht von ungefähr -> Klasse Spacerock.

Andere Titel hingegen kommen mit sphärischen Klängen daher, Echos, die in der Ferne verschwinden, weißem Rauschen, Laserblitze und hämmernde Beats einer Weltraumschlacht und und und? akustische Hyperraumflüge in ferne akustische Welten sozusagen. Ungewöhnlich, aber interessant. Freunde der frühen Pink Floyd dürften sich angesprochen fühlen.

Dazwischen ist jedoch immer wieder auch eingängigeres Material zu hören. Ruhige Gitarren gehören ebenso dazu wie melancholische Klavierklänge. Natürlich stets 'alienartig' untermalt, fügen sie sich sehr angenehm in das Gesamtkonzept eines imaginären Soundtracks ein.
Track 8 sei hierfür erwähnt. Ein Song, an Surf-Musik der 60's angelehnt, den man sich durchaus in einer lauen Nacht an einer Bar (nicht nur auf der Erde) vorstellen kann. Oder Track 10, eine Radiosendung eines interstellaren DJs, der einem während einer dieser kalten und einsamen Interstellaren Nächte Gesellschaft leistet.
Oder Track 15, 'The Curse Of The Universe' ein trauriger Akustiksong mit Ohrwurmqualitäten (u.A mit Sebastian Horn von den Bananafishbones)


Am Ende bleibt ein durchweg positiver Eindruck zurück. 'The Psychedelic Averngers And The Curse Of The Universe' ist ein vielschichtiges Album, daß ein bischen Zeit braucht, bis man den Zugang gefunden hat, den Hörer aber dafür mit einer farbenprächtigen akustischen Reise belohnt, wie man sie selten zu hören bekommt.

Das Album entführt einen mit Witz und Charme und viel Phantasie in eine Welt, irgendwo zwischen Cyberpunk und Radkappen-Ufos alá Ed Wood.

Tracklist:

Part I

1.In which the mighty Silver Wing leaves the solar system, starts its old, tremendous metagrav drive and jumps into hyperspace

2.The sub-techmeric wave reaches the Nimbus system

3.A dreadful suspicion

4.A daring escape through the asteroid fields of the Jugon

5.The discovery of the lost transdimensional time-space vortex on the iceplanet of Vistar 7

6. In which young space pilot Lex Hunter finds out that a beta booster sound system, two teenage psycho nymphs from Bebulas 5, three orgasmatron pills and zero gravity can make a pretty good party

7.Trapped beneath the silverdome of the undead teenage lesbian mutant vampire queens from Veneris Prime


Part II

8.Mistress Saya

9.The Decterian factory planet of Kraam Crezuum

10.An ordinary evening on board of the Silver Wing on one of those cold and lonely interstellar nights

11.Inside a Bruzzceegurian kitchen strange things can happen to a man with short legs

12.The wedding of the Zygmeterian princess Liliane the 2nd


Part III

13.Past the red suns of the Nerverian Nebula, beyond whom only loneliness lies

14.In which the Decterian Blood Demons take bloody revenge

15.The curse of the universe

16.In which death has silver wings


Laufzeit: ca. 76 min.

Mitwirkende:

Anders Becker from the Mandra Gora Lightshow Society
funkster t-xc9 missullis
Timo Lommatzsch
On Trial
Sebastian Horn from the Bananafishbones
Liquid Sound Company
e.stonji
Colour Haze
Vibravoid
Al Kelsner
Intrauterin Alliance aka baze.djunkiii + Homebass
Paul Lamb from Burnt Noodle
Sula Bassana
Matmopshere
Cactus Cooper
Lunatic's Head
Cyman Lee
Jay & Kay
The Electric Pimp
U17
Alia X. Navarro de la Paz
 
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Das klingt ja ordentlich schräg.... da sollte man fast einmal reinhören :rolleyes: Bei Titeln wie "Trapped beneath the silverdome of the undead teenage lesbian mutant vampire queens from Veneris Prime" kann man da gar nicht so falsch liegen, oder? Wie geil.

Weißt du, ob das ein einmaliges Projekt oder eine richtige Band ist?
 
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Schön schräg halt. Im positivem Sinne :D

Ein zweiter Teil ist in Arbeit. Auf der Website steht mehr darüber.
 
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clemens schrieb:
Das klingt ja ordentlich schräg.... da sollte man fast einmal reinhören :rolleyes: Bei Titeln wie "Trapped beneath the silverdome of the undead teenage lesbian mutant vampire queens from Veneris Prime" kann man da gar nicht so falsch liegen, oder? Wie geil.

Weißt du, ob das ein einmaliges Projekt oder eine richtige Band ist?

Eine richtige Band ist das nicht, ein einmaliges Projekt aber auch nicht... wie Kottan schon sagte, wird an einer zweiten Scheibe gearbeitet.

"Wir wollen auch diesmal wieder die Genre- und Stilgrenzen sprengen. Ja, es ist sogar zwingender Bestandteil des Projekts, dass an jedem Song mindestens zwei total unterschiedliche Bands oder Künstler zusammenarbeiten."

Ich muss sagen, ich freu mich schon total, denn die erste Scheibe überzeugt voll und ganz: jeder Künstler gibt dem Trip seinen ganz eigenen Charakter und somit wird eine unglaublich facettenreiche aber immer stimmige Atmosphäre geschaffen, die es vermag den Hörer in ganz andere Welten zu treiben.

Wem Song Nummer 1 taugt, der sollte schleunigst mal in Colour Haze reinhören, die sind es wirklich wert und werden nicht umsonst als der beste deutsche Psychrock-Act gehandelt (im "Untergrund" natürlich, versteht sich ja von selbst ;>).
Aber auch Vibravoid, die Liquid Sound Company, Sula Bassana und die ganzen anderen sind definitiv einen Spin wert!

Insgesamt ein Top-Album, das mir sicher noch den einen oder anderen Ausflug in die Weiten des Alls bescheren wird :)
 

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