Preisunterschied zw. Dreadnought + Jumbo

von donnosch, 11.10.07.

  1. donnosch

    donnosch Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.10.06
    Zuletzt hier:
    17.12.14
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    40
    Erstellt: 11.10.07   #1
    Hi,

    da ich z.Z. auf der Suche nach 'ner günstigen Westerngitarre bin, halte ich öfter mal im Forum und bei den einschlägigen Shops Ausschau, was so in Aussicht ist bzw. was hier so empfohlen wird. Dabei ist mir aufgefallen, dass mir die Jumbo-Form wohl besser zusagen würde, weil ich auch gerne mal fingerpicke und oft gelesen habe, dass die Jumbos dafür wohl den passenderen Klang hätten. Allerdings findet man im Gegensatz zu Dreadnought-Gitarren kaum massive Decken im unteren Preissegment. Wenn ich mir da die BR R11 oder Cort Earth 70 ansehe, die für unter 200€ eine massive Decke bieten, frage ich mich, wo die entsprechenden Pendants aus dem dickeren Bereich sind. Da findet man z.B. noch für 300€ von Yamaha GA-Formen ohne massive Decke.
    Also frage ich mich

    1. Woher kommt dieser Preisunterschied?
    2. Suche ich falsch? Also wo findet man günstige Jumbos mit massiver Decke?
    3. Stimmt meine Annahme, dass die dicken Schwestern den wärmeren Klang haben bzw. allgemein besser zum Fingerpicking passen?
     
  2. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

    Im Board seit:
    18.10.06
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    4.969
    Ort:
    Dortmund
    Zustimmungen:
    1.243
    Kekse:
    47.175
    Erstellt: 11.10.07   #2
    zu
    1. also da ne jumbo größer ist als andere gitarren (deswegen auch der name..) wird natürlich auch mehr holz benötigt, was dann prinzipiell mehr kostet

    2. man findet gitarren normalerweise in einem laden, wo man sie umbedingt anspielen sollte! günstige jumbos mit massiver decke gibbet echt nicht viele. nach schneller suche hab ich spontan mal die CORT SFX-1 NT gefunden, kann allerdings nix zum klang sagen..

    3. nein, man kann grade bei gitarren überhaupt nicht so pauschalisieren. ob eine gitarre im endeffekt warm klingt hat nicht umbedingt mit der korpusform zu tun, ebensowenig ob sie sich fürs fingerpicken eignet. ich finde z.B. jumbos zum fingerpicken eher ungeeignet, eben weil sie so groß sind und der rechte arm immer so hoch hängt (aber ich bin auch nicht grad der riese..)

    mein tipp: lös dich völlig von solchen vorurteilen. das sind allerallerhöchstens tendenzen. sowohl das "jumbos sind toll zum fingerpicken" als auch "massive decken sind immer toller". es gibt genauso gitarren mit massiver decke die "!§$% klingen. da haben sie dann nämlich 200€ in die massive decke gesteckt und dann war kein geld mehr da für den rest der gitarre...
    also tu dir selbst den gefallen und such dir kein instrument im internet nach der optik aus, sondern geh in nen echten laden, nimm das ding in die hand und dann hörst du ob das gut klingt, du siehst ob die gitarre die du da mitnehmen kannst sauber verarbeitet ist, du fühlst ob die saitenlage okay ist, ob das griffbrett angenehm in der hand liegt. das sind alles dinge die übers netz einfach nicht gehen. und meiner meinung nach sind das die totschlag argumente beim kauf einer gitarre. die optik macht nix am sound ;-)
     
  3. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    02.06.07
    Zuletzt hier:
    20.11.13
    Beiträge:
    5.762
    Ort:
    Neuss
    Zustimmungen:
    43
    Kekse:
    14.196
    Erstellt: 11.10.07   #3
    wenn man bedenkt, dass auf eine verkaufte jumbo wahrscheinlich 50 dreadnaughts kommen, und mittlerweile der eine oder andere hersteller jumbos mangels nachfrage aus dem programm genommen hat, dann geh mal davon aus, dass die jumbo im vergleich zur dreadnaught teurer ist (wohlgemerkt unter ansonsten gleichen voraussetzungen), weil niedrigere stückzahlen eines shapes i.d.r. höhere produktionskosten pro artikel bedeuten.

    das mit dem wärmeren klang vergiss mal. wenn fingerpicker auf andere formen als dreadnaught gehen, und das wäre wohl eher eine 000 oder OM, dann deshalb, weil das handling leichter und - eventuell (!) der klang akzentuierter ist.

    allerdings nur "wenn"...

    groetjes
     
  4. Götz

    Götz Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.07
    Zuletzt hier:
    27.07.15
    Beiträge:
    529
    Zustimmungen:
    139
    Kekse:
    5.521
    Erstellt: 11.10.07   #4
    Im Buget Bereich kann ich dir die Tennessee J150 empfehlen, die hab ich selbst auch. Massive Decke, Knochensattel, brauchbarer Preamp fürs Live Spiel, nicht zu dicker Lack, der das Schwingen der Decke nicht zu sehr beeiträchtigt und trotzdem strapazierfähig ist... alles in allem eine Super Gitarre für das Geld, die ich auch schon oft zu Gigs mitgenommen habe und bis jetzt fanden alle die sie gehört (oder auch mal selbst angespielt) haben ziemlich gut. Für Live und Kneipengigs seh ich irgendwie nicht ein, meine 1000 Euro Yamaha mitzunehmen. Nur gibts die nicht überall, die wirst du wohl im Netz bestellen müssen, z.b. hier: http://ymak.de/shop/product_info.php?products_id=5965

    Die gibts auch ohne Abnehmer und in Naturfarbe:
    http://ymak.de/shop/product_info.php?products_id=5967

    Musst mal ein bischen gucken, vielleicht gibts die auch irgendwo noch günstiger. Wie gesagt, ich hab die seit ca. 2 Jahren und kann sagen das die für den Preis echt rockt. Aber das die jetzt besser fürs Picking geeignet wäre kann ich so jetzt nicht bestätigen. Ich hab noch noch ne andere günstige Gitarre, ne Yamaha FG 720 (kostet so um 260 Euro) und die ist vom Sound her fast identisch, da bringt die Jumbo Form auch nicht mehr als ne normale Dread.
     
  5. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    1.207
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    167
    Kekse:
    798
    Erstellt: 11.10.07   #5
    Ich kenne jetzt nur die Yamaha Fg 350. Die lässt sich schon gut bespielen, aber den Klang fand ich etwas ´egal`, zwar nicht schlecht aber ohne Charakter, bisschen wie Plastik/Blech.
    Vermutlich ist die FG 720 da eher noch egaler, oder?
     
  6. Götz

    Götz Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.07
    Zuletzt hier:
    27.07.15
    Beiträge:
    529
    Zustimmungen:
    139
    Kekse:
    5.521
    Erstellt: 11.10.07   #6
    Kann sein, weiß ich aber nicht, weil ich die FG-350 noch nie gespielt habe. Die FG 720 klingt imo ein bischen basslastig, hat aber auch schöne Höhen. Dafür kommen die Mitten nicht so durch wie bei anderen Modellen. Halt son bischen HIFI. Aber gut genug für den Anfang alle mal und besser als viele andere Modelle die bis jetzt in der Hand hatte so in der Preisklasse bis 400 Euro.
     
  7. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    1.207
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    167
    Kekse:
    798
    Erstellt: 11.10.07   #7
    Ja, sicher. Yamaha ist sicher eine solide Empfehlung für den Einstieg... . :)
     
Die Seite wird geladen...

mapping