Preisverhältnis Pickups zu Rest-Gitarre (Budget-Gitarre mit Premium-PUs geplant)?

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:popcorn2:
Die Statements auf Seite 9 sind wirklich unterhaltsam
Der Beweis ist die Fender Papp Gitarre:rofl::hail: Bitte mehr davon!
 
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:great:

Der SH-1 '59 am Hals aber schon ;)

Ich will aber eh nicht Dime klonen.

@poti: ich werde ja passive Humbucker gegen passive Humbucker tauschen und Telecaster oder ähnliches steht ebensowenig zur Debatte.
Falls das von Interesse ist, bzw. falls Du mit dem liebäugelst: Den habe ich mir in eine Yamaha Pacifica 6XX (Namesschema vergessen) einbauen lassen (mußte gefräst werden, weil da vorher ein P90 drin war).
Clean: Sweet as chocolate, phänomenal.
Gain: Dröhnende Bässe, Katastrophe.
Die Problematik war mir zwar bekannt, vor allem bezgl. Les Pauls, dachte aber, dass die Problematik durch die längere Mensur entschärft wird. Pustekuchen.
 
Hallo Lenny,

ja, dass ist immer so. Und die wichtigen Zeilen werden überlesen (müssen ja nicht meine sein). Ich bin der Meinung, dass der Begriff "hochwertig" eigentlich nur dazu da ist, hohe Preise zu rechtfertigen. Ich habe gerade vor 1h einen Tremonti Treble aus meiner DIY Les Paul ausgebaut und gegen diese hier ersetzt:

yibuy schwarz HBA E-Gitarre Double Coil Steg Hals Humbucker Tonabnehmer Set von 2


Zu beziehen ist das Paar über diesen großen Anbieter -über den sich alle aufregen, der mit dem kleinen A am Anfang- aus China bezogen. Waren zwei Wochen unterwegs. Triefen vor Wachse, sehen billig aus, aber der Stegpickup ist klanglich in der gleichen Gitarre vom Tremonti Treble kaum zu unterscheiden. Wer es nicht sieht und weiß, hört es nicht.

Mein PRS Tremonti Treble hat gemessen fast 17 kOhm, der Chinese knapp 15 kOhm. Bei der nächsten Probe werde ich mal sehen, was die Chinesen im Vollgasbetrieb so können. Bisher sehe ich keinen Grund, das Geld für Markenpickups noch einmal auszugeben. Wenn ich es schaffe, löte ich in meine Tremonti SE kurzfristig den passenden Treble ein und vergleiche. beide Gitarren wiegen übrigens nahezu gleich viel.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist nicht die Frage, welche Marke Pickups man einbaut, um eine Gitte zu pimpen, sondern schlicht, welche Eigenschaften er hat. Wichtig sind:
- Wicklungswiderstand
- Induktivität
- Saitenstärke
- Pleck

Was die kosten, ist im Grunde egal. Dem Magnetfeld ist es wumpe, aus welchem Magneten es kommt, Hauptsache, es bleibt konstant. Und mikrophoniearm sollten die Pickups sein. Wer Dämpfung will, muss die Dinger mit der Kappe nehmen (Achtung: bei Kappen rächen sich Verarbeitungsfehler sehr deutlich). Alles andere ist was für die Feinstofflichen oder das Marketing.
 
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Habe jetzt nicht alles davor gelesen aber hier meinen Senf für den OP

Also bezüglich Tonewood: (Die haben glaube ich sogar noch mehr solcher Videos)

Wegen dem Dimebucker-Set gehe ich mal davon aus, dass du metal machen willst.
Ich hab meine alte China-Strat ein bisschen aufgepeppt für insgesamt 300€:

- Seymour Duncan Invader(~100€)
Götoh Tremolo (~50)
-Kluson Mechaniken (~50€)

Rest ist rein Kosmetisch.


Die Gitarre ist aus Eiche, Griffbrett Palisander. Nach korrektem einstellen des Trusrods und der Saitenlage war ich komplett zufrieden mit der Gitarre. Der Invader macht Druck. Vom Sound her eindeutig höher in den Höhen veranlagt als meine LP. Ganz ehrlich mach einfach! Ich kann mit der Strat auch noch alles andere spielen und sich traditionell anhören lassen, da ich oben noch die beiden Singlecoils dringelassen habe. Im Mix bzw. in der Band hört sich das einfach an wie eine reguläre Gitarre, wenn mach auch dementsprechend bearbeiten kann. Bei der Strat in den Höhen ein bisschen was wegnehmen, bei der LP umgekehrt.

Am ende des Tages macht meiner Erfahrung nach nur Saitenlage den Unterschied zwischen einer guten und schlechten Gitarre. So ne billige Epiphone LP Special ist sogar mehr als ihr eigentlicher Preis wert, abgesehen von den Mechaniken und den fehlenden optischen Elementen ala Binding, coole Inlays etc..
 
Was für Amateure! Die hätten lieber irgendwelche Grafiken und Messwerte veröffentlichen sollen! Nur darauf kommt es schließlich bei der E-Gitarre an :D
 
Was man IMHO zum Video noch bemerken sollte:
1. Ein Laden, der hochwertige Bodies, Hälse etc. verkauft, wird schon von seiner Interessenslage her die Meinung "Tonholz spielt eine Rolle" begünstigen.
2. Wie schon oft zu diesem Thema bemerkt: Nur ohne Wissen, was da aktuell vorgeführt wird, sind solche "Tests" aussagekräftig. Sonst steht immer der Verdacht im Raum, dass man hört, was man hören will.

Was ich aus dem Video mitnehme: die Sound-Unterschiede zwischen verschiedenen Bodies sind (falls vorhanden) ziemlich gering. Was aber nicht heisst, dass die Unterschiede zwischen Gitarren gleicher Bauform von unterschiedlichen Herstellern bzw. unterschiedlicher Preisklassen auch gering sind. Von daher hilft das ganze IMHO bei unserem Thema auch nicht weiter.
 
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Ich habe nun nach meinem "Grübel-Post"
Als Mod bin ich mir auch nicht ganz schlüssig, was ich mit dem Thread machen soll, denn eigentlich wollte der TS doch nur...Biergarten-Charakter.......hmmmmmm........
bereits dreimal den Begriff Tonholz/Tonewood registriert, was mich jetzt dazu bewegt, den Thread endgültig in den Biergarten zu verschubsen :D.

LG Lenny (für die Moderation)
 
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Also in Sachen Glauben zähle ich auch zur Fraktion "der Sound kommt aus dem Pickup und den Saiten". Klar, auch aus den Fingern und der Elektronik. Holz sehe ich in Sachen Sound auch als Nebensache (zwischen 0-1%, also homöopathisch) an.

Mir erschließt sich trotzdem, warum eine gute Gitarre aus dem richtigen Material sein sollte und entsprechend Geld kosten muss. Ich finde es einfach sehr wichtig, dass die Bespielbarkeit, die Haptik, die Optik und die Verarbeitung richtig gut sind. Und das passende Holz kann da einfach mal einen riesigen Unterschied machen.

Und wenn das Material den Gitarristen zu einem besseren Spiel bringt, so hat es doch zumindest indirekt einen Einfluss auf den Sound.

Vielleicht trennen Tonewood-Vertreter auch einfach nicht zwischen direktem und indirektem Einfluss. Dazu gehört ja auch ein eher ingenieursgetriebenes Denken und weniger die kreative Herangehensweise.
 
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Mir erschließt sich trotzdem, warum eine gute Gitarre aus dem richtigen Material sein sollte und entsprechend Geld kosten muss. Ich finde es einfach sehr wichtig, dass die Bespielbarkeit, die Haptik, die Optik und die Verarbeitung richtig gut sind. Und das passende Holz kann da einfach mal einen riesigen Unterschied machen..

Wie beim Kleiderschrank, wenn der aus gutem Material (HolZ) ist, dann hält der länger, sieht besser aus und gibt mir ein besseres Feeling.
Nur es geht halt niucht unbedingt mehr rein als in einen aus billigstem Presssssspahn:evil:
 
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Naja, die Zeiten als Billig-Gitarren aus Presspan waren liegen aber auch schon ein bisschen zurück ;)
 
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Also in Sachen Glauben zähle ich auch zur Fraktion "der Sound kommt aus dem Pickup und den Saiten". Klar, auch aus den Fingern und der Elektronik. Holz sehe ich in Sachen Sound auch als Nebensache (zwischen 0-1%, also homöopathisch) an.

Dann müsste für dich ja jede Gitarre, die die gleichen Pickups, Saiten und Elektronik nutzt quasi identisch klingen. Ist dem so?
 
Ich hab jetzt nicht alle 10 Seiten gelesen, aber ich hab auch mal teurere Pickups in eine Billiggitarre gebaut.

Ich hatte 2008 eine Harley Benton 7-String gekauft, auf dem Thomann Kleinanzeigen (gibts die noch?) für 27€. Die damalige Siebensaiter von Harley Benton war ungefähr für den selben Preis zu haben wie die Harley Benton Progressive Series, aber deutlich schäbiger.

Aber es lag immer noch ne weite Preisspanne bis zur nächstbilligeren Gitarre (die Ibanez RG7321 war das glaub ich - die Gio RG7321 gabs noch nicht) die sieben Saiten hatte und wie eine K7 oder Apex aussah (ja, ich war jung). Daher war das dann erstmal die einzige Option. Und hey, 27€ ist geschenkt und es gab sogar ne CD des Vorbesitzers oben drauf.

Die klang also eher so mäßig. Hals eher C- als D-Shape und matschige Pickups.

Dann starb Les Paul.

Also saßen ein Kumpel und ich bei nem sommerlichen Bier (oder zwei) und überlegten, zu Ehren des Gitarrenbauers selber etwas herumzubasteln. Ich schaute im Netz und konnte einen 7-String Pickup von Seymour Duncan bei eBay schießen. Whoo!

Und so kamen zusammen:

  • Der Korpus + Hals der Harley Benton 7-String (27€)
  • Ein neuer Seymour Duncan Pickup (23€)
  • Neue Potiaufsätze (3€)
  • Die Elektronik einer einst mal umgebauten Fender Stratocaster (von meinem Kumpel) (umsonst)
  • Weiße Folie von meinem Zivi-Job (hab nen 0,5 x 1,0 m Bogen nehmen dürfen, hatten keine Verwendung mehr dafür) (umsonst)

Wir schalteten den Neck-Pickup von Harley Benton dann erstmal tot und bauten den Seymour Duncan zusammen mit der Fender-Elektronik ein. Der nun 5-Way-Switch (vorher nur 3-Way) ist zwar nicht komplett belegt - aber durch den nicht angeschlossenen Neck-Pickup ist quasi ein Killswitch entstanden. Auch nett. Und jetzt ist sogar der Pickup split-fähig. Das hatte ich vorher noch nie, so wie ich auch noch nie Single Coils hatte. Also eine nette Abwechslung :)

Die Folie kam dann auf den Kopf und ein Logo "White Rabbit" wurde mit Permastift verewigt. Dazu kam ein weißes Kaninchen auf den Body, unterhalb der Potis.

Und der Klang?

Sustain-mäßig eher mittelmäßig. Aber dafür mit einiges an Dampf und mit deutlich präsenteren Höhen (im Single-Coil- als auch im Humbucker-Modus).

Frage ist: Hat es sich gelohnt? Mit den günstig ersteigerten oder geschenkten Materialien schon. Aber hätte ich die vollen 100€ für den neuen Pickup zahlen müssen weiß ich nicht, ob sich das gelohnt hätte. Aber wie gesagt, die billig-Gitarren von vor zehn Jahren waren auch ganz anders als heute. Es ist (jedenfalls bei Harley Benton, Hausmarken & Co) deutlich schwerer geworden, mit Günstig-Instrumenten auf die Nase zu fallen. :)
 
Dann müsste für dich ja jede Gitarre, die die gleichen Pickups, Saiten und Elektronik nutzt quasi identisch klingen. Ist dem so?

Ergänze noch eine möglichst vergleichbare Brücke, Sattel, Bünde, gleiches Setup.. und lege keinen Wert auf das Sustain, dann ist dem so.

Es wäre ja auch traurig, wenn man die alten 50s-EGitarren mit ihren Klängen aufgrund fehlender bestimmter Hölzer nicht mehr nachbauen und hören könnte, während die Originale in irgendwelchen Sammlertresoren vergammeln.

Hier zwei Beispiele, die noch jenseits absoluter Genauigkeit liegen, weil eben auch die HW anders ist.
Bei diesem von AGL, der Meister glaubt lt. seinen Anmerkungen an Holzklang, ist vor allem eine Elektrikanpassung. Das Video vor dieser Modifikation ist im Konto auch vorhanden.


'58er gegen Historic 58er:



Ach ja, ich stimme Bassyst ausdrücklich zu: Man sollte ruhig Geld in die Hand nehmen, für eine höhere Qualität, bessere Verarbeitung, Authentizität (z.B. bei Replikas) und eine bestimmte Optik. Evtl. auch für Sammlerware, wer das Kleingeld dafür hat, dagegen spricht absolut nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube die Holzklangdiskussion ist ihr hier eher irrelevant (obwohl sicher interessant). Da geht es um Nuancen, selbst, wenn man wie ich weiß, dass es Unterschiede gibt.

Es geht aber offensichtlich um einen Dimbag-artigen Sound. Durch ein Dimebag Distortion gespielt kann man einen 80er Jahre Keyboard Akkustikgitarrensound nicht von einer PRS Private Stock unterscheiden.

Sehr wohl kann man aber die Verarbeitungsqualität und Spielbarkeit einer schlecht verarbeiteten Gitarre von einer besser verarbeiteten unterscheiden.

Insofern würde ich die 200 € für den Pickup in jedem Fall besser entweder für eine besser verarbeitete Gitarre oder ein Setup vom Spezialisten investieren.
 
Dann müsste für dich ja jede Gitarre, die die gleichen Pickups, Saiten und Elektronik nutzt quasi identisch klingen. Ist dem so?

Vereinfacht gesagt, JA, das glaube ich zu hören.

Aber ich glaube auch fest an den "indirekten" Einfluss des Materials und die daraus resultierende Spielqualität. Selbst Nuancen im Gewicht und Saitenabstand sind wichtig für meine persönliche Spielweise (ich hab z. B. eine Semiakkustik, auf der kann ich einfach nicht schnell spielen, obwohl es auf meinen anderen Gitarren kein Thema ist, dafür spiele ich die Akkorde göttlich, liegt aber auch am Bigsby).

Ich glaube eben nur, dass das Material der Gitarre <1% Sound macht. Aber das Material macht die Spielweise und die Spielweise ist wiederum maßgeblich für den Sound :).

Der von dir beschriebene Test lässt sich ja eigentlich auch gar nicht sinnvoll durchführen ... denn finde mal zwei Gitarren, die sich exakt gleich spielen lassen und aus völlig verschiedenen Materialien bestehen. Also Gewicht, Saitenlage, Halsbreite, alle Maße komplett gleich ... und dann mit den gleichen Pickups, der gleichen Elektronik, den gleichen Saiten etc. ausstatten. Dann einen Gitarristen auswählen, dem nicht sagen, welche Gitarre aus welchem Material ist. Und dann Blindhören :D.
 
Der von dir beschriebene Test lässt sich ja eigentlich auch gar nicht sinnvoll durchführen ... denn finde mal zwei Gitarren, die sich exakt gleich spielen lassen und aus völlig verschiedenen Materialien bestehen. Also Gewicht, Saitenlage, Halsbreite, alle Maße komplett gleich ... und dann mit den gleichen Pickups, der gleichen Elektronik, den gleichen Saiten etc. ausstatten. Dann einen Gitarristen auswählen, dem nicht sagen, welche Gitarre aus welchem Material ist. Und dann Blindhören :D.

Danke für die Antwort! Ein simplerer Test wäre doch eventuell Gitarren aus der gleichen Serie zu vergleichen. Also z.B. mehrer Gibson LP Studio gleichen Jahrgangs. Die müssten für dich dann ja alle gleich klingen... .
 
@clone Also ich finde ja, das Ergebnis zählt :D.

Im Laden suche ich Gitarren aus, die von der Bespielbarkeit her gut ist und die passenden Pickups hat.

Du kannst gerne die Gitarre nach dem Holz aussuchen. Am Ende nimmst du die Gitarre trotzdem in die Hand und spielst sie. Und falls sie trotz des richtigen Holzes nicht gefällt, wirst du sie auch nicht kaufen.

Wo ist also der Unterschied in unserer beider Herangehensweisen? Ich probiere vielleicht einfach mehr Gitarren aus, weil ich mich nicht auf ein Holz festlege. Vielleicht hörst du aber auch mal anderes Holz zur Probe und nimmst auch andere Gitarren in die Hand.

Schlussendlich würden wir sowieso nur ein Instrument kaufen, das uns auch gefällt. Man landet also mit beiden Ansätzen beim selben Ergebnis.

Und jetzt noch die Kurve zum Eingangspost (unerwartete Wendungen liebe ich):
Ich hab schon zwei Gitarren gekauft, bei denen ich die Bespielbarkeit genial fand, aber die Pickups grottig waren (mir hat das Geld für bessere Instrumente gefehlt). Ich hab mir vorher die Wunsch-Pickups bei anderen Gitarren angehört. Dann hab ich die Gitarren umgebaut und jetzt bin ich sowohl vom Sound als auch von der Bespielbarkeit angetan. Allerdings hatte ich die Gitarren schon jahrelang, bevor ich über einen Umbau nachgedacht habe und ich hätte mir sonst komplett neue Instrumente kaufen müssen (und die alten verkaufen / einmotten).

Wer also eine tolle Gitarre mit schrecklichen Pickups hat, sollte definitiv über einen Umbau nachdenken. Ich denke auch, wenn man mit einem glücklichen Händchen beim Kauf und handwerklichem Geschick gesegnet ist, kann man auch aus einer billigen Gitarre viel rausholen.
 

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