Problem mit Fistelstimme

von coscienza, 20.12.05.

  1. coscienza

    coscienza Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.05   #1
    Hi,

    dank euch bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass mein Problem in einem automatischen Abrutschen in die sogenannte Fistelstimme besteht.
    Jetzt wollt ich euch darum bitten mir kurz zu erklären worin der technische Unterschied zwischen Fistelstimme und Sprechstimme besteht, damit ich einem Abrutschen vorbeugen kann.
    Vielleicht hättet ihr tipps für mich wie ich in meinem normalen Stimmbereich bleiben kann.

    Danke
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 20.12.05   #2
    Mit Fistelstimme ist allgemein meisten Falsett gemeint, oft verwechselt mit der Kopfstimme. Also diese hohe Stimme, als würde ein Mann versuchen, wie ein Mädchen zu klingen. Das abrutschen in die "Fistelstimme" passiert Jungs in der Pubertät beim Stimmbruch oft unkontrolliert (ich weiss, nicht bei Dir, weil Du bist schon 23). Hat mit der "Sprechstimme" eigentlich nur was zu tun, wenn Du auch in der Fistelstimme sprichst.

    Beipiele für Fistelstimmen: Jimmy Summerville, Prince manchmal, Philip Bailey.

    Du hast bereits in einem anderen Thread danach gefragt, wie Du dem vorbeugen kannst. Dort wurden Dir schon einige Antworten gegeben.

    https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=94259

    Haben Dir die Tipps nicht gefallen oder warum stellst Du die gleiche Frage nochmal?
     
  3. coscienza

    coscienza Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.05   #3
    das Problem ist, dass ich den technischen Aspekt nicht verstehe. Vielleicht denk ich wirklich zuviel drüber nach. Ich habe nie verstanden, und leider hat mir keiner die Antwort draufe gegeben, wo die Stimme entsteht, was muß ich anregen um eine schöne, starke umfangreiche Stimme zu bekommen, welche Muskeln muss ich aktivieren... bzw. wie schaff ich es das Zwerchfell zu verwenden... . Die Frage ist ganz banal, aber was muß ich spüren um eine kraftvolle Stimme zu erreichen?
    Ich hoffe du verstehst jetzt meine Frage.
    Das Problem dass ich in die Fistelstimme abrutsche, resultiert daher, dass ich möglichst dynamisch klingen wollte... , was in erster linie mit der Fistestimme am leichtesten funktionierte... , leider weiß ich jetzt nicht mehr wie ich das volle Potential meiner Stimme auszuschöpfen lernen kann... .

    Danke
     
  4. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 21.12.05   #4
    Ich verstehe Dein Problem. Doch wie schon häufig hier im Forum erwähnt, gibt es für manche Probleme keine Instant-Lösung. Wenn die Tipps aus Deinem ersten Thread nicht wirken, dann solltest Du also dringend Gesangsunterricht nehmen. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, denn wie es scheint hast Du überhaupt keine Kontrolle über Deine Stimme.

    Bist Du eigentlich ein Mädchen oder ein Junge? Dieser Aspekt ist auch nicht ganz unwichtig für Deine Frage.
     
  5. coscienza

    coscienza Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.05   #5
    Ja, das wäre die beste Lösung... . Ich denke aber, dass ich vor allem meine Frage falsch formuliert habe. Ich wollte eigentlich nur wissen wie die Fistelstimme physikalisch funktionert, was da im Körper anders ist, als bei der Bauchstimme... , den dann weiß ich woran ich arbeiten sollte. Wenn mir also jemand erklären könnte wie die Fistelstimme physikalisch funktioniert, wäre das sehr nett.
    Ich bin ein Junge... .

    Danke für die Mühe
     
  6. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 21.12.05   #6
    Wenn ich in die Falsett- oder Fistelstimme gehe, merke ich eine Art "Zu- oder Umklappen" von irgendetwas, was ich nicht benennen kann, oberhalb des Kehlkopfes im hinteren Rachenraum. Auch den Ton spüre ich dann etwas weiter "hinten" als mit normaler Stimme. Hast Du schonmal im FAQ-Bereich nachgesehen? Da steht eigentlich zu jeder Art der Stimmbildung alles Mögliche plus massenhaft nützliche Links. Dort findest Du dann auch Bilder mit Querschnitten von Organen und die Bezeichnungen.

    Oder gib in die Suchfunktion die Begriffe: Randstimme, Falsett oder Kopfstimme ein (Letzteres ist zwar ein falscher Begriff, wird aber dennoch häufig so genannt). Es gibt schon jede Menge Threads, die sich damit beschäftigt haben.
     
  7. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.12.05   #7
    Wenn ich es mit dem vergleiche, was ich bei mir "Koloraturlage" nennen will (also über der "normalen" Kopfstimme) - bin ja offensichtlich ein Mädel - fühlt es sich bei mir ganz ähnlich an, wie bei Antipasti.
    Bei mir klappt irgendwas undefiniertes in der Gaumengegend. Wobei ich dann noch festmachen kann, dass sich auch die Resonanz eher nach hinten und oben verschiebt. Wohlgemerkt die Resonanz, nicht der Ton selber.
     
  8. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 21.12.05   #8
    Richtig, das triffts besser... scheinbar wird durch dieses "Zu/Umklappen" der Resonanzraum so verengt oder die Stimmlippen so verdichtet, dass so ein hoher kleiner Ton entstehen kann. Aber das ist jetzt wirklich nur Spekulation und wurde von anderen hier schon häufig besser beschrieben.
     
  9. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.05   #9
    Hallo coscienza,
    die Fistelstimme, das sog. Falsett(o), ist beim Mann die "falsche Stimme", daher der Name (falso=falsch). Vereinfacht gesagt entsteht sie dadurch, das die Stimmbänder für den Luftdruck zu locker sind und wie eine Flöte "überblasen", ein Oberton des beabsichtigten Tones entsteht.
    Abhilfe ist zu schaffen durch Gesangsübungen, mit denen Du trainierst, die Stimmbäbder richtig "zu spannen". Der Wechsel zwischen Vollstimme und Falsett während des Singens heißt in den Alpen "Jodeln" ;-)
     
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