Problem mit Hochtöner bei Leslie-Klon

von oliisinthehouse, 08.05.05.

  1. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.05   #1
    Hallo,

    ich habe ein Problem mit meiner Echolette Me III (Orgelkabinett):

    Immer wenn ich ein tiefes Bb auf meiner Nord Electro spiele fängt der Hochtöner an zu knistern. Wenn ich den Ton gedrückt halte, wird das Knistern immer lauter und endet mit einem Knall. Nach einem Weilchen geht es aber wieder. Aber wenn ich das Bb wieder spiele passiert das gleiche.:confused:

    Habt ihr so etwas schon mal erlebt??? Das merkwürdige finde ich ausserdem das der Hochtöner knistert wenn ich einen tiefen Ton spiele. Kann das irgendwie mit den Vibrationen, die vom Basslautsprecher kommen zusammenhängen?
    Kann mir jemand helfen?

    Danke und Gruss
     
  2. organbilly

    organbilly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.05   #2
    Hi,

    das gleiche hatte ich bei meinem Leslie 253.
    Da knisterte bei verschiedene Tönen immer der Hochttöner
    im oberen Rotor auf einer Seite.
    Mir blieb nichts anderes übrig, als ihn auszuwechseln.
    Der Spieker war durch Klipping abgschossen. :evil:

    Gruss/Hartmut
     
  3. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.05   #3
    Hallo,

    danke erst mal für deine Antwort. Jetzt weiss ich auf jeden Fall, dass ich nicht der einzige bin mit diesem Problem.
    Ich war heute noch mal im Übungsraum um noch das Leslie noch mal auszutesten. Bei diesem Orgelkabinett hat es etwas ähnliches wie ein Equalizer, der das Verhältnis zwischen dem Hoch- und Tieftöner regelt. Ich hab dann mal den Hochtöner ganz zugedreht und gechaut was passiert. Es kam da zwar kein Ton mehr heraus aus dem Hochtöner, wenn ich aber wieder ein tiefes Bb spielte, fing das Knistern wieder an.
    Wie ist das möglich?:confused: Lässt diese bestimmte Frequenz das Membran des Hochtöners vibrieren?
    Dann habe ich auch mal das Umgekehrte versucht (Hochtöner aufgedreht und Bass ganz geschlossen). Das komische war dann, dass aus dem Hochtöner ein glasklarer Klang herauskam, ohne jegliches Knistern oder so.
    Beim Hochtöner handelt es sich um einen Druckkammertreiber.

    Kann mir da jemand weiter helfen? Ist der Hochtontreiber wirklich defekt?

    Danke für Antworten
     
  4. organbilly

    organbilly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.05   #4
    Hi,
    wie Du das beschreibst, hört es sich nach defektem Bauteil im Verstärker
    an. Röhre, Transistor oder ä. Teste das doch einmal und lass es durchmessen.
    Der Lautsprecher wird m. Erachtens nicht defekt sein.

    Gutes Gelingen.

    Gruss/Hartmut
     
  5. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.05   #5
    Hallo, danke für die Antwort.

    Aber ich blick da irgendwie nicht durch. Bei diesem Echolette Orgelkabinett sind der Hochtonteil und der Bassteil gtrennt und haben auch getrennt Verstärker (je 80 Watt). Wenn ich nun den Verstärker für den Hochtonbereich völlig zudrehe und dann immer noch dieses Knistern aus dem Horn kommt, kann das doch kaum am Verstärker liegen? Es handelt sich um einen Transistorenverstärker. An defekten Röhren liegt es also auch nicht.
    Vor kurzer Zeit habe ich auch den Bassmembran auswechseln müssen und da hat ein Fachmann gerade alles noch überprüft. Er meinte es sei alles in einem guten Zustand.
    Wenn ich einen tiefen Ton um das Bb spiele, knistert und knallt es beim Hochtöner, dass es einem fast das Trommelfell zerschmettert.:screwy:

    Da ich in Elektronik eigentlich nicht so viel Ahnung habe, hoffe ich noch auf ein paar weitere Antworten.
     
  6. Manned

    Manned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #6
    Wenn das Teil für Hoch- und Tieftöner getrennte Verstärker hat, muß irgendwo vorher eine aktive Frequenzweiche sitzen. Vielleicht hat ja die einen Treffer. Ich würde mal versuchen, die Crossover zu überbrücken, d.h. mit einem sehr leisen und hochtonhaltigem Orgelsignal direkt auf die Hochtonstufe zu gehen. Dann siehst Du, ob´s immer noch knistert oder nicht !

    Andere Möglichkeit: Du hängst den Hochtöner vom Verstärker ab und gehst mit irgendeinem (schwachen !) Signal eines anderen Verstärkers (Stereoanlage ?) direkt drauf. Oder umgekehrt, Du hängst irgendeinen Lautsprecher (z.B. eine Stereobox) an den Hochtonverstärker des Leslies - alles natürlich in fliegender Verdrahtung und bei minimalen Lautstärken !
    Auf diese Weise muß sich doch feststellen lassen, ob das Geknistere oder Geknalle aus der Elektronik oder aus dem Speaker selber kommt !

    Manne
     
  7. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #7
    Hallo Manned,

    danke für deine Antwort.
    Bei geringer Lautstärke funktioniert alles ohne Probleme. Nur wenn ich ein bisschen Gas gebe, tritt dieses Problem auf. Wenn ich nur über den Hochtöner spiele funktioniert er auch bei hohen Lautstärken einwandfrei. Es gibt nur Probleme wenn ich Töne um das tiefe Bb spiele.

    Aber ich werde mal deine Tips befolgen und schauen was passiert. Wenn ich nichts herausgefunden habe, bleibt mir wohl nichts anderes mehr übrig als ein Gang zum teuren Fachmann.:(
    Danke und Gruss
     
  8. .Jens

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    Erstellt: 17.05.05   #8
    Die Verstärker sitzen aber im Leslie-Gehäuse, ja?
    Dann hätte ich einfach den Verdacht, dass beim tiefen(!) Bb irgendeine Gehäuseresonanz getroffen wird, die den Verstärker "durchschüttelt" und da einen kleinen Wackelkontakt "zum Leben erweckt". Vielleicht mal ohne Signal (Verstärker für HT an) einfach mal das Gehäuse abklopfen, ob es durch mechanische Vibrationen auch schon kracht...

    Jens
     
  9. Orgelmensch

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    Erstellt: 17.05.05   #9
    Das ist bei den Nachbauten ein häufiges Problem...manche Teile sind im wahrsten Sinne zusammengeschustert...schlechte Schraubungen, mies geleimt etc.
    Ich hatte 5 Stück von den Dingern, irgendwann brummen, knistern, rattern etc die alle!!!
    Ich habe in den letzten zwei Jahren ein Allsound und ein Solton zerlegt!

    Bei mir waren es allerdings immer eher die Basstöner...

    Entweder der Motor selber klappert o.ä. oder die Frequenzen bringen irgend ein Teil in Schwingung, was man dann evtl. nicht mal findet...

    Furchtbar die Teile...
     
  10. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #10
    Hallo,

    danke für die hilfreichen Antworten. Wisst ihr auch gerade, wo diese losen Teile am häufigsten anzutreffen sind (Verstärker, Kabelverbindungen usw.)?

    Es liegt also eurer Meinûng nach nicht am Hochtontreiber selbst? Wäre eigentlich einleuchtend, weil er je einwandfrei funktioniert, wenn der Bass zugedreht ist.

    Dann werde ich das Teil mal aufschrauben und ein bisschen klopfen gehen. Hoffe, dass sich da was finden lässt.

    Gruss
     
  11. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #11
    Die Schrauben an den Bodenplatten, wo die Rotorteile festgemacht werden...würde meine erste Idee sein!!!
     
  12. Manned

    Manned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #12
    Mir fällt noch etwas ein:

    hat das Echolette Leslie einen Rotosonic-Tiefmitteltöner ? (das sind die Teile, wo ein Tieftonlautsprecher nicht in eine rotierende Trommel strahlt, sondern sich selbst in einer Röhre um die eigene Achse dreht. Bei diesen Teilen muß das NF-Signal ja über einen Schleifkontakt an den Speaker geführt´werden. Dabei kann es zu ähnlichen Effekten kommen. Ich hatte das vor 25 Jahren mal an einem Dynacord Leslie, als regelmäßig nach ein paar Stunden Kracher und Aussetzer kamen. Wie sich später herausstellte, hat sich die Kontaktfeder, die auf die vertikale Achse drückt und darüber den Kontakt herstellt, sich mit der Zeit erwärmt und ausgedehnt hatte und der Anpressdruck damit zu schwach war, um das Signal zu übertragen.
    Check mal, ob es sich um einen Rotosonic-Lautsprecher handelt !

    Manne
     
  13. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.05.05   #13
    Ich dachte eigentlich erstmal an Klopfen von aussen. Wenn drinnen klopfen, dann bitte nur mit einem isolierenden Teil (Holzkochlöffel z.B.). Es gibt im Innern etliche Teile (Motoren, Trafos etc.) die Netzspannung führen!

    Also dann: gut klopf...

    Jens
     
  14. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #14
    Hallo zusammen,

    ich war heut Abend noch mal im Übungsraum, um ein bisschen herumzuklopfen. :)
    Ich schraubte das Orgelkabinett auf und schaute mich dort drinnen mal um. Die beiden verstärker sind in der Hinterwand des Basteils eingebaut. Ich das mal rausgenommen und ein bisschen ran rumgeklopft (natürlich nur ganz sanft). Da kam nicht viel dabei raus.
    Dann gab ich dem Leslie wieder Strom, liess aber die Rückwand draussen, lehnte sie nur an. Orgel rein und spielte...

    ...und ein Orgelklang, wie ich ihn schon lange nicht mehr aus diesem Leslie gehört habe, erfreute meine Ohren.:great:
    Kein Knistern, kein Knaksen, kein Rauschen, kein Knallen und kein irgendwas!!!
    Dann schraubte ich alles wieder zusammen und all diese Nebengeräusche waren wieder da.:confused:
    Wieder aufgeschraubt und wieder ein sauberer Klang.:great:

    Die Vibrationen des Basslautsprechers sind also so stark, dass sie die ganze Rückwand zum Beben bringen! Ich fragte mich nun wie ich diese Vibration wegbringen könnte. Da es ja ging, als die Rückwand nur angelehnt war, versuchte ich mal sie mit weniger Schrauben und ein bisschen weniger stark zu befestigen. Als ich das Kabinett wieder anworf, war der Klang wirklich bedeutend besser. Ich beliess es nun dabei und suche dann irgendwann eine professionellere Lösung.

    Hat jemand eine Idee, wie man die Verstärker den Vibrationen entziehen kann (ohne, dass man sie gerade ausbaut)???

    Danke für eure Antworten
     
  15. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #15
    Probier mal die Kontaktstellen mit irgend so einem Bitumen-Zeug aus dem Baumarkt zu "polstern", "Isolieren", so daß es keine direkten Kontakt mehr gibt.
    Haben so das Problem bei einem Fender Bassman behoben!!!
    Muss flexibles Material sein!
     
  16. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 18.05.05   #16
    Bitumen stinkt wie Sau..... (bin ehemaliger Autoschrauber) - wie wärs mit "Rutschstop-Aufklebern" - also diesen Moosgummiartigen Velcro-Teilen, die gibts auch im Baumarkt (--> meist bei Schrankfüsschen) und Polstern vorzüglich jede Vibration weg.

    ciao,
    Stefan
     
  17. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #17
    Stinkt wirklich, aber wir waren danach einen Tag nicht im Raum, haben danach gelüftet...war erträglich.
    Geht schon und es hält super!!!
    (Ich rieche schlimmer :D )
     
  18. organbilly

    organbilly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #18
    Hi,

    ich würde, überall wo die Rückwand aufliegt, diese mit Tesa-Fensterdichtung von
    der Rolle (aus dem Baumarkt) unterfüttern, die Schrauben fest anziehen

    und Ruhe is.:great:

    Bitumen, Silikon oder ähnliches verklebt Rückwand und Gehäuse.
    Vielleicht muss es ja noch einmal aufgemacht werden?

    Aber gut, dass nicht mehr kaputt war.

    Gruss/Hartmut
     
  19. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.05.05   #19
    Die Rückwand der Vibration zu entziehen, behebt ja nun aber nicht das Problem. Es scheint mir doch so, als gäbe es da irgendwo einen Wackelkontakt (gealterte Lötstelle, korrodierte Steckverbindung, Röhren(?)-Sockel o.ä.), der durch die Vibrationen das Krachen verursacht.
    Also den Verstärker mal checken (lassen). Bei ausgeschalteter Stromzufuhr mal alle Stecker und gesteckten Bauteile/-gruppen aus- und wieder einstecken, ggf. mit Alkohol reinigen. Nach (k)alten Lötstellen suchen, ggf. nachlöten usw.
    Das Problem muss sich doch finden lassen...

    Jens
     
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