Problem mit Schlagzeug-Aufnahmen

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NagNukes

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Hey,
wir haben bei unseren Aufnahmen ein Problem und ich hoffe, jemand kann uns weiterhelfen.
Eigentlich bin ich nur Gitarrist, hab' also nicht viel Ahnung von Recording, Mix und Mastering, aber weil mir was an unseren Aufnahmen liegt und sich sonst keiner drum kümmert, informier ich mich mal ein bischen ;)

Zum Problem:
Bei den Schlagzeugaufnahmen wurden für dir Crash-Becken 2 Overhead-Mics verwendet, HiHat hatte ein eigenes Micro. Dazu waren noch 2 Raummicros an.
Allerdings ist beim Mix dem Tontechniker aufgefallen, dass die HiHat viel zu laut auf den Overhead-Spuren zu hören ist, die Crash Becken jedoch zu leise sind. Dasselbe bei den Raummicros.
HiHat Spur ist schon draußen, dennoch ist sie im Verhältnis zu den Crashs viel zu laut.
An was könnte das liegen? Und viel wichtiger ... kann man da was machen?
Mit dem EQ haben wir schon den Frequenzbereich der HiHat gesucht und gedämpft, allerdings nimmt man da die andern Bcken auch mit.

Greetz Andy
 
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Navar

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Eigentlich gibt es daran nicht viel zu retten... mit nem EQ kommt man da nicht weit, Blech ist Blech ob nun HiHat oder Crash, die haben ähnliche Frequenzbereiche. Du könntest versuchen (und ich sag es nur ungern, weil es mir eigentlich selbst wiederstrebt) mit nem Kompressor zumindest alles etwas gleichmäßiger zu bügeln. Damit zerstörst du dir allerdings die wichtige Beckendynamik und das klingt nicht gut. Das zählt eindeutig zu "Verschlimmbesserung". Man könnte auch noch hingehen die Crashes noch mal einzeln als Samples aufnehmen und dann in mühevoller Kleinarbeit zur bestehenden Aufnahme dazu frickeln...
... aber in der Zeit kann mans auch fast gleich nochmal einspieln...

Fehlerquellen wie pico schon sagte: Mikrofonierung (Position, Auswahl der Mikros) oder ein Drummer der auf die HiHat zimmert wie irre und die restlichen Becken streichelt...
 
pico

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wenn Du die Aufnahme noch retten musst, vielleicht die Spuren der Raummikros kopieren und dort mit EQ das Blech rausfiltern - also Bass,Toms und Snare wegblenden.
 
Dark Seven

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Man könnte auch noch hingehen die Crashes noch mal einzeln als Samples aufnehmen und dann in mühevoller Kleinarbeit zur bestehenden Aufnahme dazu frickeln...
... aber in der Zeit kann mans auch fast gleich nochmal einspieln...

Oder man probiert es mit dem KTDrumTrigger-Plugin, einem Drum VSTi (z.B. SuperDrumFX) und Samples. Wenn man nicht die eigenen Samples nimmt, wird's wegen der Raumanpassung allerdings auch eine hübsche Fummelarbeit.
Voraussetzung ist, dass Euer Techniker mit MIDI umgehen kann. Wenn er allerdings wirklich so unfähig und nicht bereit ist, sich um die Lösung des Problems zu kümmern ("Eigentlich bin ich nur Gitarrist, hab' also nicht viel Ahnung von Recording, Mix und Mastering, aber weil mir was an unseren Aufnahmen liegt und sich sonst keiner drum kümmert, informier ich mich mal ein bischen"), würde ich überlegen, ob ich ihn nicht um den Job erleichtere.

MfG
 
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NagNukes

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Naja, das wird auch das letzte Mal gewesen sein, dass wir was mit ihm zusammen gemacht haben, hatten schon im Dezember alles eingespielt. Aber weil die Zeit recht knapp wird (brauchen die Aufnahmen für Bewerbungen, etc.) und keiner Lust hat nochmal bei 0 anzufangen, versuch' ich nun halt ' Weg zu finden, das irgendwie noch zu retten.
Das mit den Raummikros könnte man versuchen, auch wenn die Snare wohl schwer zu dämpfen sein wird, weil sie ziemlich hoch klingt (Stahlkessel eben).

Für den Vorschlag von dir, Dark Seven, fehlen mir definitiv die Kenntnisse ;), aber ich kann's ja mal drucken und dem Techniker zeigen.

Ach und noch 'ne Frage zur Tiefenstaffelung (über Reverb - Predelay und Höhencut):
Sind Kick und Bass da außen vor oder legt man da in der Regel auch 'nen Reverb?


Danke schonmal!

Greetz Andy
 
pico

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Aber weil die Zeit recht knapp wird (brauchen die Aufnahmen für Bewerbungen, etc.) und keiner Lust hat nochmal bei 0 anzufangen, versuch' ich nun halt ' Weg zu finden, das irgendwie noch zu retten.

sorry - da stellt sich mir die Frage, wie ernst ihr das ganze nehmt...
 
Dark Seven

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Für den Vorschlag von dir, Dark Seven, fehlen mir definitiv die Kenntnisse ;), aber ich kann's ja mal drucken und dem Techniker zeigen.

Die MIDI-Spuren zu erstellen ist - insofern das Audiomaterial (also das, was ihr aufgenommen habt) einigermaßen ordentlich ist - sehr simpel. Mit Hilfe der Filter des Triggerplugins filtert man die Schläge heraus, die man als MIDI-Spur haben will. Liegen die Becken frequenzmäßig allerdings nah zusammen und kommt dann auch noch die HiHat dazu, gestaltet es sich tatsächlich schwieriger. Wenn's gar nicht geht, kann man aber noch nach Gehör vorgehen (ohne Trigger-Plugin).


Ach und noch 'ne Frage zur Tiefenstaffelung (über Reverb - Predelay und Höhencut):
Sind Kick und Bass da außen vor oder legt man da in der Regel auch 'nen Reverb?

Nein, definitiv nicht. Bei Live Gigs befinden sich Bass und Kick ja auch nicht "außerhalb des Raumes". ;) Bei modernen Metalproduktionen steht die Kick schon weit vorne, ich würde sie jedoch (mit Hilfe von etwas mehr Raumanteil) immer hinter den Gesang stellen.

MfG
 
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NagNukes

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D.h. Höhencut und PreDelay ähnlich wie bei Snare? Sorry, aber wirklich Ahnung hab ich nicht ;)
Schockiert mich nur, dass unser Tontechniker auch ned mehr davon weiß oder wissen will ...

Hab's mir aber auch gedacht, die Kickdrum hat irgendwie nicht in den Mix gepasst... beim Bass ist mir das nicht unbedingt aufgefallen, aber danke für die Antwort!
 
Dark Seven

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D.h. Höhencut und PreDelay ähnlich wie bei Snare? Sorry, aber wirklich Ahnung hab ich nicht ;)
Schockiert mich nur, dass unser Tontechniker auch ned mehr davon weiß oder wissen will ...

Am einfachsten ist es, eine Effektspur mit einem Reverb-Plugin zu erstellen und alle Spuren über den Sendweg dort mal durchzujagen. Über den Mixregler (der des Sendweges, auch "Wet/ Dry" genannt) regelt man den Effekt- und damit Raumanteil der Spur.
Bei Bedarf kann man noch einen zweiten Raum (-> Effektspur) mit gleichen Einstellungen bzgl. Nachhall, Predelay, Raumgröße erstellen, den Hi Cut erhöhen und somit einen Raumanteil erreichen, der eine Spur noch ein Stück weiter nach hinten stellt. Alternativ geht es aber auch mit einem EQ.

P.S.: Euer Techniker ist ein seltsamer Vogel. ;)
Mit welcher Software habt Ihr aufgenommen? Gegebenenfalls könntet Ihr über Fremdmixing nachdenken.

MfG
 
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Aufgenommen wurde mit Pro Tools LE soweit ich weiß ... und ja, darüber haben wir auch schon nachgedacht ;)
Weiß nur nicht, ob er uns die Projekte so einfach gibt.
 

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