Probleme beim Begleiten einer Gitarre

  • Ersteller contessa
  • Erstellt am
@ jimmy ...

wenn es denn nur so einfach wäre ... die sache ist, deine ansicht ist ja nicht falsch, und kann gut und gerne von jedem benutzt werden, der ab und an von dem auf dieses instrument umsteigt, aber dem angehenden amateur- bis profi-musiker sollte man vorallem im anfangsstadium bereits sagen, dass es auch sehr viel drauf ankommt, seine trockenübungen zu machen ...
ich sage nichts gegen das "mal draufhauen" ( das mach ich selber ab und an gerne :D ), aber man sollte seinen übungsplan schon einhalten, wenn am ende was gescheites bei rauskommen soll
 
Ich würde dir zum üben empfehlen dir nen Kopfhöhrer aufzusetzen, deine Lieblingsmusik anzumachen und dann versuchen passende Grooves zu spielen. Am Anfang reicht ja erstmal Achtel auf der Hi-Hat, 1 + 3 auf der Basedrum und 2 + 4 auf der Snare. Dann anfangen zu variieren. Wenn das gut läuft kannst du besser mit anderen zusammen spielen, natürlich musst du irgendwann anfangen dir Techniken anzueignen und Theorie zu machen.
 
*seuftz* mensch, von den meisten sachen die Turisas da aufzählt, hab ich noch nichmal gehört geschweige denn sie schonmal gespielt. Aber ich wunder mich grad trotzdem was mir des hilft mich in den rhytmus der gitarre reinzufühlen, da man ja nich bei gleichmäßigen zählzeiten die seiten anschlägt, hat mir zumindest "meine" gitarristin so erklärt, trotzdem wollten wir dieses "zusammen zu nem metronom spielen" einfach mal ausprobieren, schadet sicher nich. aber dieses paradiddle, quintolen und so zeug, hilft des mir wirklich dabei so schlichte schlagzeugsachen zu einer band dazu zu spielen, die ich auch nachspielen kann, aber dann rhytmisch nich zum rest passt.
Was Turisa da aufgezählt hat ist schlichtweg quatsch, zumal er ja selber sagt das er noch nicht mal weiss was damit überhaupt gemeint ist. Quintolen zu den Grundlagen zu zählen ist doch ein wenig übertrieben, hier geht es doch erst mal um einfache Rock/Pop-Musik, wo kommen da denn Quintolen vor, und Möller und ungerade Takte sind auch verzichtbar, es gibt genug gestandene Drummer die ohne auskommen.

Es ist sicher so das ungerade Takte, rhythmische Skalen und komplizierte Rudiments das spielerische Vokabular, die Timingsicherheit und die Fähigkeit das Timing auf einem Puls zu variieren enorm erweitern, aber nicht in deinem Fall. Denn bei dir müssen erst ganz andere Grundlagen vorhanden sein damit dir diese fortgeschrittenen Übungen wirklich etwas bringen außer Frust. Du solltest einen Schritt nach dem anderen tun, und das heisst für mich erst einmal simple Rhythmen (ohne Fill-Ins) aus Stücken zu lernen die dir gefallen und nicht zu schwer sind (z.B. White Stripes, Ärzte, Toten Hosen, etc.), bis du diese halbwegs mitspielen kannst. Im Zusammenspiel mit der Gitarre kannst du dann einfach zum Metronom auf der Hi-Hat die 8tel durchspielen, 2+4 auf der Snare schlagen und versuchen die Bassdrum nach Lust und Laune reinzuspielen, um ein bischen die Koordination zu trainieren. Der nächste Schritt kann dann erst kommen, wenn du das erst mal beherrscht.
ich sage nichts gegen das "mal draufhauen" ( das mach ich selber ab und an gerne :D ), aber man sollte seinen übungsplan schon einhalten, wenn am ende was gescheites bei rauskommen soll
Ok, ich selbst habe auch einen Übungsplan, aber es gibt auch andere Beispiele und Sichtweisen. Wenn man ein paar Jahrzehnte zurückschaut gab es da diese ganze Education-Industrie noch nicht, es gab keine Lehrvideos, DVDs, ja noch nicht einmal besonders viele Bücher, und wenn waren die eher für die akademischen Musiker, nicht für den angehenden Rockdrummer bestimmt. Und Unterricht konnten sich auch viele nicht leisten. Trotzdem gab es aber phänomenale Drummer wie John Bonham, der nie Unterricht hatte, Ringo Starr, Michael Shrieve, etc., die einfach so gut wurden weil sie extrem viel gespielt, und nicht unbedingt nach profisportlich anmutenden Trainingsplänen gepaukt haben. Hat das etwa nichts gebracht?
Mann kann es mit dem reinen Grundlagentraining auch übertrieben bis es mit Musik kaum noch was zu tun hat. Erst vorletzte Woche war ich auf einer Funksession wo u.a. ein gefeierter Jungschlagzeuger aufgetreten ist. Technisch war der unglaublich gut, der kann auch sehr komplizierte Sachen wie Fuß-Ostinatos und dabei in ungeraden Taktarten mit den Händen drüberspielen und ist irre schnell. Hat es ihm was genutzt? Nein, nach 2 Stücken waren die Mitmusiker so genervt von dem Gefrickel das er höflich von der Bühne geschickt wurde. Der nachfolgende Drummer hatte sicherlich nicht diesselben Fähigkeiten, hat aber den standart Funkbeat solide rübergebracht und schon klang das Ganze viel besser.
 
Absolut richtig. Guter Beitrag!
 
*seuftz* mensch, von den meisten sachen die Turisas da aufzählt, hab ich noch nichmal gehört geschweige denn sie schonmal gespielt.
Brauchst Du auch nicht.
Aber ich wunder mich grad trotzdem was mir des hilft mich in den rhytmus der gitarre reinzufühlen, da man ja nich bei gleichmäßigen zählzeiten die seiten anschlägt,
Fragst Du Dich zu Recht.
trotzdem wollten wir dieses "zusammen zu nem metronom spielen" einfach mal ausprobieren, schadet sicher nich.
Schadet wirklich nicht, kann aber sein, dass es Dein Problem nicht löst.
Hier wär mal ein beispiel für so ein "schlichtes" Lied, das sich sicher bis auf ein paar zeilen nachspielen könnte, wenn ich mich in das lied reinfühlen könnte:
http://debil-tabs.kochfolie.de/Deutsch/D-Langweilig.txt
Ich denke, wir nähern uns möglicherweise dem Kern des Pudels.

Also: Alleine könntest Du das spielen, aber wenn die Gitarristin einsteigt, klappt es nicht mehr?

Also mir hat das zu Anfang viele Schwierigkeiten gemacht. Alleine konnte ich das, aber wenn ich mit jemandem zusammengespielt habe, habe ich nach kurzer Zeit genau das gespielt, was die auch gespielt haben - und bin dann natürlich auch immer wieder rausgekommen.

Und Deine Gitarristin hat Recht: das ist nicht Sinn der Sache. Sinn der Sache ist, dass beide eigenständig ihre Sache machen, aber so dass es sich ergänzt.

Das heißt, Du solltest - falls das das Problem ist - sehr auf Dich achten.
Und Du solltest mit wirklich einfachen Sachen wie Bumm - Tschak - also einem schlichten 4/4-tel mit einem Rumms Bassdrum und einem Schlag auf der Snear und vier Vierteln auf der Hihat anfangen. Und erst mal dabei bleiben.
Und Du solltest den Takt vorgeben.

Die Gitarristin sollte mit ganz einfachen Sachen anfangen.
Von mir aus die Vier Viertel mitbetonen.
So Sachen wie "Paranoid" eignen sich dafür.
Oder Smoke on the Water - wobei Du erst mal auf die triolische Spielweise auf der Hihat verzichten kannst und einfach stur Viertel oder Achtel durchspielst. Oder bei Smoke on the Water fängt die Gitarristin an - und Du betonst erst mal nur die 1 mit der Bassdrum. Dann kommt die snear dazu. Und dann erst die Hihat.
"Silver Machine" von Hawkwind ist auch so ein einfacher 4/4 mit durchgespielter Gitarre.

Es gibt noch tausend weitere songs, die eher darauf basieren, dass Gitarren und drums mehr oder weniger stark am gleichen Rhythmus bleiben.

Möglicherweise ist das jetzt nicht so der Aal für die Gitarristin - aber auf lange Sicht habt Ihr beide da mehr von.

Am besten hörst Du die songs auch mal über Deine Anlage zu Hause und machst einfach dazu Trockenübunge: Du lässt die Musik laufen, setzt Dich auf einen Stuhl, die Füße machen das gleiche wie beim drum und mit den Sticks spielst Du auf einem Übungspad.

Es geht nur darum, dass Du die Musik hörst, aber trotzdem Deinen Stiefel durchspielst.
Und wenn Du Dich verhedderst: Aufhören und Schritt für Schritt wieder einsteigen: entweder mit durchgehender Hihat oder zuerst mit Bassdrum und dann snare - je nachdem, was für Dich einfacher ist.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das funktioniert und Du mit der Zeit automatisch eigenständiger wirst und von da ab kannst Du mehr Feinheiten dazupacken.

Mal jetzt vorausgesetzt, dass in diesem Bereich Deine Hauptschwierigkeiten liegen.

x-Riff
 
De-loused schrieb:
Was Turisa da aufgezählt hat ist schlichtweg quatsch, zumal er ja selber sagt das er noch nicht mal weiss was damit überhaupt gemeint ist

ich entschuldige mich für meine ungenaue aussage:
Turisas schrieb:
viele sachen davon hab ich auch nicht gekannt oder kapiert, was damit gemeint ist ...

ich meinte damit, dass ich mittlerweile weiß was es ist und es auch spielen kann ( natürlich noch beschränkt ), aber im anfangsstadium auch überhaupt nicht wusste was damit überhaupt gemeint sein könnte ...
dass man quintolen und 7/8 usw. anfangs nicht braucht, ist ja wohl logisch, aber ich wollte auf die frage "was meint ihr denn so mit techniken und rudiments" nich mit dem standard-sülz "singles, doubles, paradiddle, triolen und das wars" antworten, sondern auch einen ausblick geben, dass man nicht ein paar jahre lang immer wieder die gleiche *piep* spielen muss um besser zu werden.

sonst stimm ich meinen "zwischenrednern" zu ...

grüße und erfolg!
Turisas
 
Hi Contessa,

was natürlich auch eine fundamental gute Idee wäre - mal vorausgesetzt, es ließe sich einrichten:
mit nem Bass zusammen zu spielen!

Das drum orientiert sich rhythmisch gesehen eher am Bass als an der Gitarre. Die Gitarre legt oft ihren Part über den Grundrhythmus drüber - eben über den Teppich, den Bass und drums legen.
Dabei ist der Bass in der Regel das Bindeglied zwischen drums und Gitarre. Fehlt das, wird es automatisch für die drums schwerer ...

x-Riff
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben