Probleme mit Koordination

von slaith, 22.04.08.

  1. slaith

    slaith Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #1
    hallo leute,

    ich spiele seit ca. 2 jahren drums, ohne jemals einen lehrer gehabt zu haben!
    mein problem ist eigentlich ganz einfach, wie kann ich meine linke hand besser koordinieren, dass sie besser mit der rechten zusammenspielt. hab in der sufu nichts gefunden...hoffe ihr könnt mir helfen ;)
    lg slaith
     
  2. Timá

    Timá Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #2
    Wenn du mienst, dass die beiden Hände gleichzeitg kommen sollen, kann man nur sagen, ganz langsam anfangen und die Bewegung aufnehmen und nie wieder vergessen. Dann mit der Zeit immer schneller werden!
     
  3. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.04.08   #3
    Wilkommen on Board!

    Genau, dass ist die Frage. Willst du beide auf einen Punkt bringen?! Dann ist es einfach, spiel einfach beide auf den Punkt zusammen. ;)


    ----1 + 2 + 3 + 4 +
    HH: x x x x x x x x
    -B: x - x - x - x -
    -S: - - x - - - - -


    Sowas zum Beispiel. Du spielst die HH (HiHat) durch gehen in Achteln und spielst da zu Viertel in der B(Bass), auf 2 und 4 kommt eine S (Snare) dazu.

    Das sind so die Grundübungen mit denen ich sowas angefangen und eingehenst geübt habe.

    Wenn du die Unabhängigkeit üben willst, dann kann ich dir Folgendes sehr ans Herz legen. Und zwar den versetzen Paraddidle mit Händen und Füßen. Vorweg, fals der Paraddidle dir nichts sagt. Das ist ein Wechselspiel mit der rechten und der linken Seite. Und zwar so:

    R L R R L R L L

    Das ist der klassische Paraddidle. Den gibt es natürlich in alle mögliche Variationen. Üben erstmal eine ganze Weile. Mit den Händen sowie mit den Füßen. Das kannst du auch wunderbar ohne Sticks mit den Händen auf den Oberschenkeln klopfen.
    Nun kommt die Übung zur Unabhängigkeit. Bei dieser Übung spielen die Hände entgegengesetzt der Füße, bzw. die Füße spielen entgegengesetzt der Hände, ganz wie man es sehen will. Das sieht dann so aus:


    Hände: R L R R L R L L
    -Füße: L R L L R L R R


    Das schaffte eine ganze Menge Koordination und hilft dir und abhänhig voneinander zu spielen.

    Ganz außen vor natürlich immer folgende Übung niemals vergessen. Das ist ein reine Elemtarübung der Hände (kann natürlich auch mit den Füßen/mit dem Fuß begleitet werden).

    Und zwar der Wechsel zwischen Paradiddle, Single und Doublestrokes. Das schreibe ich nun nicht auf, sondern zeige dir lediglich folgendes Video.

    http://www.drummerworld.com/Videos/joemorellokiller.html

    Im Video ist alles zu sehen und die Handsätze stehen drunter. Die Übung ist extrem für jeden Schlagzeuger und Marchingdrummer. Jeden Tag 10 Minuten üben und es bringt dir jede Menge.

    Apropos lass dich vom Namen Killer Exercises nicht ablenken. So schwer ist sie nicht. ;)
     
  4. Limerick

    Limerick helpful and moderate Moderator HFU

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    Erstellt: 23.04.08   #4
    Da sagst du es in meinen Augen selber: Genau das ist das Problem. Nach zwei Jahren denke ich, hat so jeder Selbständige das rausgekitzelt, was es rauszukitzeln gibt/gab. Sprich: Wer sich selbst Schlagzeug beibringt wird nach spätestens dieser Zeit an seine kreativen Grenzen stossen.
    Noch dazu beschreibst du ein Problem, welches eigentlich nach zwei Jahren ausgemerzt sein sollte. So überlege ich mir, was du dir alles beigebracht hast. Und vor allem: wie! Ob richtig oder falsch kann ich so nicht beurteilen. Für Übungen in Sachen Kreativität, Rudiments und Unabhängigkeit ist an dieser Stelle denke ich mir zwingend ein Lehrer nötig!
    Denn du kannst denke ich mir nach diesem Stand nicht mehr erwarten, dass du dir Neues nur noch durch lesen und recherchieren (Ob Internet, Bücher oder CDs) aneignen kannst, da dir schlicht und einfach die Optik, also das passive Zuschauen und Beibringenlassen eines Lehrers einfach fehlt. Zudem kannst du nicht fragen oder nachhaken, wenn mal etwas nicht klappen sollte. Ergo: Klappt mit der CD oder den Beschreibungen in Büchern oder hier im Internet mal was nicht, wird die Übung beiseite gelegt und man widmet sich dem was man bereits kann.

    Jetzt wird es Zeit, dass dich jemand fordert und vor allem: Fördert! Mein Rat also an dich: Schau dich, wenn dir das Schlagzeugspiel am Herzen liegt, nach nem Lehrer um. So dumm und hinderlich es vielleicht klingen mag. Aber es ist wichtig! Das hat nichts mit Stolz oder fehlendem Talent zu tun, wenn man sich einen Lehrer beizieht.

    Aber genau der kann jetzt helfen, wo es nötig ist, und kann dort weiter Tipps und Stoff vermitteln, wo es bei dir und deiner Kreativität Grenzen gesetzt hat.
    So werden auch solche Fragen nicht mehr auftauchen und du wirst in die verstrickte und komplizierte Welt der Finger- und Fusstechnik eingeführt, in welcher du ohne Ausswärtige Hilfe nicht mehr weiter kommen und schlicht keine Chance mehr hättest.

    Sollte das mit dem Lehrer eine Überlegung von dir sein (was isch schwer hoffen will), so wende dich hier an uns oder recherchiere mal in einem von unzähligen Lehrerthreads hier im Forum. Denn wir können dir das Schlagzeugspiel nicht beibringen! Drummerworld, youtube und Stickcontrol auch nicht.


    Alles Liebe,

    Limerick
     
  5. Gast 2834

    Gast 2834 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.08   #5
    Ja, ein Lehrer (ein Richtiger aber, der's auch supigenau gelernt hat) wär wohl das Beste.

    Solche Sachen hab ich am Anfang geübt indem ich viele Sachen mit Vierteln machen sollte.
    Z.B. HiHat oder Ride läuft in gemütlichen Vierteln und nun sollst du auf die Viertel(n) haargenau Bassdrum- bzw. Snare-Schlägel platzieren.

    Z.B. sowas
    Code:
    x---x---x---x---     x---x---x---x---
    ----s-------s---     s---s---s---s---
    b-------b-------     b-------b-------
    
    was dir halt so einfällt aber echt nur Viertel, damit du auch genau hören (und sehen) kannst, was deine Gliedmaßen machen.

    Richtig den Gliedmaßen (z.B. linke & rechte Hand) zugucken wie sie die Bewegung (SYNCHRON!) machen. Vielleicht auch beide Hände nur auf der Snare (damit hast du schonmal nicht den Höhenunterschied Snare/Hihat... PS:Hierzu mal Snareteppich weg... das Geschnarre verfälscht dir zunächst nur eher das Hörbild.).
    Und genau hinhören: Wenn beide Schläge exakt synchron kommen klingt das auch "kompakter", mehr so "wupp" oder "fopp"...(es heißt, das klingt so, wegen irgendwas, mit Frequenzauslöschung durchs exakt zeitgleiche entfalten der Schallwellen...blabla).
    Sind die Gliedmaßen nicht gleichmäßig, klingts eher "krr" oder "pfss".
    Bei Flams ist das gewollt, aber beim normal gerade Gespielten klingts eher nach schlampig gespielt.

    Versuch mal zuhören, ob du die beschriebenen Sounds unterscheiden kannst.
    Und mach einfache Dinge mit Vierteln... tatsächlich stur so easy "Kindergartenbeats"... und genau auf deine Bewegungen und das beschriebene Klangbild achten.

    EDIT:
    Ein Lehrer (wie gesagt, möglichst mit Ahnung) kann dir auch genau "dieses Hören" beibringen.
    Das muss man auch irgendwie erst lernen um guten Klang von schlechtem Klang zu unterscheiden. Das ist schwer wenn man nur sich allein als prüfenden Zuhörer hat.
    Indem er die sagt "nee"... "ja, besser".. oder dann mal "ja, genau so" bringt er dir auch bei, auf was du hören musst.

    EDIT2:
    Na jedenfalls und wenn du DAS dann voll drauf hast, kannst du die linke Hand unabhängig machen, indem du EIN FESTES (zunächst einfaches) HiHat-Bassdrum-Pattern spielst und darüber beliebige Notenleseübungen auf der Snare dazuspielst.
     
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