Hi,
so weit alles richtig und gut. Praktisch fallen mir folgende Übungen ein, wobei es zwei Ziele gibt:
1) exaktes Tempo halten > mit Metronom üben
2) Unabhängigkeit von Händen und Füßen
Zu 2) würde ich folgendes vorschlagen:
a) Du spielst in langsamem Tempo Viertel oder Halbe auf der Hihat, den typischen vier-viertel-Snearschlag und dann spielst Du darunter schnelle bassdrumfiguren. Immer die Hände weiter spielen lassen und Pausen lassen bei den bassdrumfiguren. Unterschiedliche Figuren üben (achtel, sechzehntel, triolisch).
Dann kannst Du schon mal die Füße unabhängig von den Händen einsetzen.
b) Du fängst mit den bassdrumfiguren an und spielst darüber unterschiedliche Begleitungen auf HiHat und snear. Immer die Füße weiter spielen lassen, bei den Händen Pausen machen und unterschiedliche Begleitungen drüber setzen.
Wenn Du das auf der Reihe hast, bist Du aus dem Gröbsten raus. Fang mit einfachen Figuren an, fang in einem langsamen Tempo an - hier ist Unabhängigkeit und Sauberkeit wichtiger als Geschwindigkeit - Geschwindigkeit kommt mit der Zeit, wenn Du Dich aber von Anfang an Unsauberkeiten gewöhnst, wirst Du in jeder Geschwindigkeit unsauber spielen ...
Das Schöne ist: diese Übungen kannst Du auch "trocken" machen, da es ja wesentlich auf die Koordination/Unabhängigkeit ankommt - und die Schaltungen dazu befinden sich im Kopf. Da muss sich was bewegen. Und das geht auch ohne sticks und drum. Das geht auch vor dem Fernseher, das geht auch, wenn Du Musik hörst, das geht auch in der U-Bahn. Nimm dabei aber Rücksicht auf andere Leute: selbst wenn es nicht laut ist, kann es andere tierisch nerven ...
Natürlich ist es insgesamt wichtig, dass Du die Grundlagen drauf bekommst. Ob das, was Du realisieren willst, unbedingt dabei an erster Stelle steht, weiß ich nicht so wirklich. Wenn Du aber sowieso einen Stil spielen willst, bei dem das wichtig ist, dann kann das schon mit auf das Lernprogramm, denke ich.
Herzliche Grüße
x-Riff