Probleme mit Lyrics zu singen

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Hallo allerseits :)

Ich hab ein Problem mit meiner Stimme. Wenn ich ganz normal singe, ohne Lyrics einfach nur ein Vokal oder ein La dann geht meistens alles ganz gut und ich kann meine Stimme auch recht gut kontrollieren. Beim Vokal "u" klappts besonders gut, mit dem komm ich sogar noch ein bisschen höher als wenn ich irgend eine Silbe singe (find ich seltsam) und ich piepse auch nicht vor mich her. Aber sobald es dann dran geht einen Text zu singen geht die komplette Kontrolle regelrecht flöten, alle Kraft verschwindet und manchmal klingts sogar so als würde sie irgendwie abbrechen oder fängt an zu schwächeln und das Ton halten geht noch schwerer. Woran könnte das liegen? Was mach ich falsch? Ich poste hier nochmal die beiden Beispiele, wenn das okay ist (hab leider keine besseren Videos momentan zur Verfügung aber es sind eigentlich kaum Effekte drauf) ich hoffe ihr könnt etwas damit anfangen und mir helfen. Das wäre super nett.

http://www.youtube.com/watch?v=3g42z_cscJg&feature=channel_video_title hier erstmal Greensleeves. In den ersten beiden Zeilen vom Gesang wird glaub ich am besten klar was ich meine.

Und nun etwas wo ich nur mit La und "u" singe.
http://www.youtube.com/watch?v=xYh_N-RWCXs&feature=relmfu

Letzteres war für mich deutlich einfacher zu singen als Greensleeves. Das Problem hab ich hauptsächlich in der Kopfstimme. Im Brustregister gehts einigermaßen irgendwie hat sich das größtenteils erledigt als ich mich intensiver mit der Kopfstimme beschäftigt hab...

Ich würde mich freuen wenn ihr mir helfen könntet.

Alles liebe Merry
 
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Erst mal: Schöne Musik machst du.

Bei Greensleeves hört man, dass du insbesondere bei engeren Vokalen wie i und e zu machst, weswegen du dich schwerer tust. Es klingt, als ob der Ton in deinem Mund steckenbleiben würde. Kann es sein, dass du beim Singen nur eine kleine Mundöffnung machst? Deswegen Mund auf! Mehr in die Tiefe als in die Breite öffnen. Forme mit deinem Mund also eine Null 0. Vielleicht hilft es dir bei i ein u oder ü zu denken.
Dann übst du den Song passagenweise mal nur mit den Vokalen. Das heißt, du lässt die Konsonanten komplett weg. Also statt "Greensleeves was all my joy" "i-i-o-o-a-a-oi" Wenn es dann ohne Anstrengung klappt, nimmst du die Konsonanten wieder dazu. Du musst jedenfalls davon wegkommen nur auf u und la zu singen. Das muss mit allen anderen Buchstaben auch gehen.
 
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Vielen, vielen Dank!

Du hast recht, ich trau mich meistens beim singen nicht den Mund richtig auf zu machen. Ich hab meistens Angst, dass meine Stimme anfängt zu kratzen. Das tut sie manchmal nämlich gern... Kein Wunder, dass da dann nichts richtiges bei rumkommt. Die Übung die du mir vorgeschlagen hast hört sich sehr gut an, ich werds ausprobieren. Dankeschön :)
 
Mehr in die Tiefe als in die Breite öffnen. Forme mit deinem Mund also eine Null 0. Vielleicht hilft es dir bei i ein u oder ü zu denken.

Gilt diese Mundöffnung auch im Pop oder nur in der Klassik? Mir hilft die irgendwie nicht besonders, mir kommt es vor, dass die Töne dadurch steckenbleiben, deswegen zeige auch schon mal die Oberzähne und mache auch in die Weite bisschen auf, wäre dies jetzt falsch? Ich sehe ja viele klassische Sängerinnen mit dem Kiefer nach unten und kreisendem Mund singen, aber irgendwie klappt es bei mir so schlecht :rolleyes:

@MerryBerry eine schöne Stimme hast du und wirklich toll komponiert das Stück! :great:
 
@Piarose87 Dankeschön :)

Mich würde die Antwort auf die Frage auch mal interessieren. Ich weiß zwar absolut nicht ob ich Pop oder Klassikgesang mache aber es wäre mal interessant zu wissen ob das einen Unterschied macht!
 
Sorry, dass ich jetzt erst antworte. War zwei Wochen lang weg in Indonesien.
Hmm, ob man das auch in der Popmusik macht? Kommt drauf an, was jetzt mit Popmusik gemeint ist. Geht es ums Belting dann natürlich nicht. Ansonsten denke ich, bevorzugt man auch die vertikale Mundöffnung (außer in der Tiefe) sowohl in Pop als auch in Folk. Ich meine sogar, dass Frauengesang im Celtic und Irish Folk verglichen mit Pop recht nah an der klassischen Technik ist. Nur dass man mit kürzerem Ansatzrohr und weniger Kuppelklang singt (wer das jetzt nicht verstanden hat, einfach überlesen ;)), die hohen Töne also schlanker gesungen werden.
Obere Zahnreihe zeigen mache ich auch in der hohen zweigestrichenen Lage, aber nicht in der Mittellage. Dass der Mund in der Höhe auch ein wenig breiter wird, kann auch sein. Die Öffnung in die Vertikale bleibt trotzdem erhalten. Schau dir einfach mal ein paar Topopernsängerinnen an. Da werden bei den ganz hohen Tönen manchmal Grimassen gezogen (war da nicht in dem anderen Thread was von "glücklich-doof" die Rede?) :D Wie es sein sollte, hat Tonja dort bereits toll beschrieben.
Beim Belting ist das aber wieder alles ganz anders. Merryberry braucht aber auch kein Belting für diese Art von Musik.
 
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@ Vali: Ja zum Glück brauch ich kein Belting XD Ich würde damit glaub ich auch nicht zurecht kommen ich kann ja nicht mal richtig laut singen beim Belting würd ich mir wahrscheinlich übel was kaputt machen... Ich hab aber seit kurzem festgestellt, dass ich jodeln kann und damit bin ich sehr glücklich :) Wenn jemand klassichen Gesang erlernt (oder praktiziert) kann man dann trotzdem Belten lernen? Würde das überhaupt Sinn machen? Die beiden Techniken sind doch recht unterschiedlich...

Die Folk Sparte geht wirklich schon ziemlich stark in den klassischen Gesang über, das hört man auch recht oft bei den mittelalterlichen Sachen. Aber das Ganze klingt meistens nicht so "voll" wie richtiger klassischer Gesang.

Ich hab es übrigens ausprobiert und mit meinem Mund eine 0 geformt und Voila! Es hat super geklappt. Meine Stimme klingt schon ein bisschen freier und seitdem hab ich auch nicht mehr so den Horror vor den Höhen :D Dankeschön nochmals! Der Tip war echt super! Ich hab viel mit den Vocalen und Konsonanten geübt und seitdem ich das Jodeln entdeckt hab ist der Übergang vom Brust zum Kopfregister weicher geworden und er bricht nicht mehr so schnell ungewollt ab. Ich hab durch die Übungen richtig Kontrolle in meine Stimme gekriegt :D
 

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