welchen Einfluss hat die verschiedene Stärke der Folien auf die Funktion der Ventile,
Je dünner das Ventil desto, weniger Masse. Je weniger Masse desto weniger Kraft ist notwendig um das Ventil zu beschleunigen - sprich es kann schneller öffnen
Je dünner das Ventil, desto weniger Biegesteifigkeit hat es, desto leichter öffnet es sich. Es ist also weniger Druck notwendig um das Ventil zu öffnen , oder andersrum bei gleichem Druck wird das dünnere Ventil weiter öffnen.
Wird das Ventil allerdings zu dünn, dann verliert es irgendwann seine Eigensteifigkeit und schlabbert dann nur noch rum und ist im Prinzip nicht mehr sinnvoll verwendbar. Das muss nicht sofort eintreten, dass kann auch erst im Laufe der Zeit passieren.
Hängt aber auch von der Ventilgröße ab, wann die zu schlabbern beginnen. Deshalb haben viele Kunststoffventile ja auch noch Versteifungslagen, die den hinteren Teil des Ventils noch zusätzlich stützen.
Wie dünn ist zu dünn? - keine Ahnung! Die Kunststoffventile , die ich in Verwendung habe, haben eine Foliendicke (Dicke der einzelnen Folienlage) von 0,03 bis 0,05 mm. Die Lederventile in meiner Sammlung haben eine Dicke von 0,6 bis 0,9 mm ( Alle Ventiltypen ganz normal käufliche Serienteile).
grundsätzlich gilt: je weiter ein Ventil öffnet desto obertonreicher wird das übertragene Frequenzband. Je weniger das Ventil öffnet , bzw. je weiter das Ventil auf den Zungenspalt aufgeklebt wird, desto grundtöniger wird der klang ... bis hin zu dumpf und muffig. Ob die Ventile auf den Spalt aufgeklebt werden oder nur auf dem Zungenfuß hängt auch vom Ventiltyp ab - Kunststoffventile haben meist ein Loch eingestanzt und können deswegen so aufgeklebt werden dass die praktisch den Zungenspalt nicht überkleben. Bei Lederventilen bleibt gar nichts anderes übrig als n Stück weit auf den Zungenspalt zu kleben. Mit der Folge dass die Oberfrequenzen etwas beschnitten werden - was etliche als "wärmer" empfinden. ( kann man mit Kunststoffventilen natürlich auch genauso machen... und klingt dann auch genauso!) was einem besser gefällt, ist Geschmackssache.
noch n bisschen weiter aufgeklebt klingts aber dann schnell in Richtung muffig bis dumpf!
ggf. auf den Frequenzshift zwischen ventiliert und unventiliert?
da tut sich auf jeden Fall was. Ich habe mal an einem Ventil Vergleiche angestellt. Und habe zwischen ventiliert und unventiliert bis zu 4 Cent Unterschied gemessen. Wirkt sich also auf jeden Fall aus. Und je nach Verstärkungslagen und wie die gestuft sind kann sich das entsprechend auch auf die Tondrift auswirken.
Egalisierte Stimmzungen funktionieren also nur solange perfekt solange die genau das Ventil drauf haben mit den zusammen dei Stimmzungen egalsiert wurde... wird das Ventil gewechselt, ist unter Umständen die Arbeit für ´n A*** ... äh, muss eventuell nochmal egalisiert werden...