Punkrock- Abenteuerkultur?

von Radio-Zombie, 20.05.07.

  1. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #1
    ich habe den Eindruck, dass es innerhalb der Punkrockszene besonders viele "Abenteurer" gibt, die meist mit dem Eintritt der Volljährigkeit keinerlei Interesse mehr an der Musik und Subkultur zeigen und von einem auf den anderen Tag dem Punk abschwören.

    habt ihr einen ähnlichen Eindruck, oder ist es eurer Meinung auch in anderen Szenen zu beobachten?

    Ist Punk nicht mehr "in"?^^
     
  2. _superhero_

    _superhero_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #2
    Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem man sich Gedanken über einen guten Job und einer angenehmen Zukunft macht, da ist dann meist Schluss mit Punk ;)
     
  3. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #3
    Du meinst Schluss im Sinne von "rumasseln"?^^

    Die Leute die mit mir noch auf Konzerte e.t.c gehen, haben ihr Leben im Griff und trotzdem noch genug Herzblut für Musik und Leute übrig.

    Generell den Siffpunker als Norm zu nehmen halte ich für überzogen, von den Leuten habe ich mich auch schon befreit (mental sowie freundschaftlich)
     
  4. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #4
    na, dann gehts ja bei dir auch langsam los. wenn es einem schon immer mehr um die musik als um die klamotten und die "szene" ging, bleibt man dabei. da kann man auch stinkreich werden und trotzdem noch auf konzerte gehen.
     
  5. molepunk

    molepunk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #5
    die szene ist eh kaputt... ich höre die musik schon seit gut 15 jahren und das gefühl von damals ist nicht mehr da... entweder sieht man auf konzerten nur asseln oder kiddies... schade...

    ich mein, ne nietenjacke trage ich auch nicht mehr aber ich liebe die musik, nur ist alles zur mode geworden und das nervt einfach!!!
     
  6. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #6
    Was hat das mit "in" sein zu tun? Ich hab mir die Haare bunt gefärbt und Asselklamotten angezogen weil mir das auf den Keks ging mit dem "du musst jedem Trend hinterherhumpeln". Diejenigen die es ausschließlich aus "coolness" Gründen, oder weil's gerade Trend ist tun sind diejenigen die dann ebensoschnell die Klamotte wechseln, zum Popper werden , in den Anzug schlüpfen oder sowas. Merkwürdig finde ich das man im TV oft irgendwelche dt. normalo Frauen über 30 sieht die sagen: Ich hör Punk (dann kommt meist das: Ohhhhaa das ist ganz böse, als Bewertung der Interviewer). Bei den Männern hört man eher: Ich war mal einer ;)

    Was nach mehr als 10 Jahren davon geblieben ist? Viel, ich halte nichts mehr von Komasaufen, und Drogenexperimenten, das ist die Sache die man mit zunehmendem Alter bestens lernen kann. Mit simplem uftaufta Rumprollpunk kann ich nichts mehr anfangen, ebensowenig mit Dauerpolitikparolendreschern oder Modepunk (Pop, oft übertrieben melodisch). Man lernt mit zunehmendem Alter recht gut was man wem abkaufen kann, was authentisch ist, da ist es egal ob ein Song aus 3 Powerchords besteht :D

    Abenteuer? Ja sicher, gäbe es das nicht in Szenen würde ich Klassik hören und mehr auf meinen Anzug als auf meine Einstellung achten. Punk zeichnet sich durch Individualität aus, das ist der Reiz daran, leider kapieren das viele nicht wirklich und so schwören sie dann schnell wieder ab weil sie glauben nur mit Springerstiefeln, Bondagehosen, Iro und entsprechendem Promillepegel wäre man "echt" (aus dem Teilbereich der Szene kenne ich wesentlich mehr "Aussteiger" als bei denen die sich dafür nie interessiert haben).

    Ja, das Phänomen "Aussteigen" gibt's auch in anderen Szenen, wenn Frau und Familie den Ton angibt ist beim Mann das "bekloppt" sein meist vorbei. Außer die Dame der Wahl steht selbst darauf, aber das ist gerade bei Punk eher eine zweischneidige Geschichte, Frauen sind und waren immer in der Minderheit, begeistern sich oftmals mehr für die Popschiene des Genres, wenn überhaupt. Wollen auch nicht mit dem Kopf gegen die Wand und anecken, aber das ist ein anderes Thema.
     
  7. molepunk

    molepunk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #7
    du redest mir ein wenig aus der seele...
     
  8. mrnouseforaname

    mrnouseforaname Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #8
    abgesehen davon, dass früher sowieso alles besser war, denke ich doch, dass die punk/hc-szene sich langsam wieder fängt. es gibt vermehrt wieder gute relevante bands, die auch was zu sagen haben, es gibt ne menge gute leute die sich tag für tag den arsch aufreissen und irgendwas auf die beine stellen, sei es konzerte zu organisieren, touren zu booken, polit. aktionen zu organisieren usw.
    es gibt ne menge junge bands die fernab vom mainstream sich den arsch abtouren usw. das problem an der "szene", wie halt in jeder szene: sie ist verdammt elitär. die standard-siff-deutschpunker sind vielleicht ein teil der szene, aber garantiert nicht deren kern...
    genau, konnte ich in meiner umgebung auch feststellen.
     
  9. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #9
    richtig! Mitgröhlsaufpunk mal neben Bands wie Chefdenker zu stellen kann einem gleich zwei total weit auseinanderklaffende Facetten des Punk zeigen.

    Wobei ein bisschen rumasseln mal Spaß machen kann und auch dazu gehört, es aber als Lebensinhalt anzusehen, dass habe ich schon mit Ende 16 abgelegt.
     
  10. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 21.05.07   #10
    Leute kann man auch ohne das (rumasseln) provozieren, mit krasser Meinung zum Beispiel, die habe ich mir bis heute bewahrt. Das übliche "herumgeprolle" gibt es in allen Jugendszenen, das zeichnet Punk aber nicht besonders aus.
     
  11. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #11
    das stimmt! Überhaupt eine Meinung zu haben erschreckt manche menschen die nach dem Schulabschluss das denken vergessen haben.^^

    macht schon spaß wenn alle sich über Chaoten beim G8-Gipfel in bester Stammtischmanier lustig machen und auf einmal platzt man mit fundiertem Hintergrundwissen dazwischen
     
  12. JUL

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    Erstellt: 23.05.07   #12
    beim stichwort Abenteuer im bezug auf punk fällt mir gleich dieses "schockieren" ein.
    Fängt ja schon beim outfit an, wobei das sicherlich heute niemanden mehr schockiert.
    Es wird einfach von vielen leuten benutzt sich auszutoben in der pubertät.
    Halt das rumpöpeln, ausziehen in der öffentlichkeit, öffentlich den darm entleeren, müllschlachten (z.b. beim force attack), sinnlos sachen zerstören alles schon miterlebt....
    In einem gewissen ALter aufjedenfall lustig aber viel tiefe hat das ganze nunmal nicht.
    Bei vielen bleibt da eine Einstellung bzw. gedanken mit tiefe verloren, wenn ich mal so urteilen darf:cool:
    Ich hab diese schockirerei nie gebraucht, sie geht mir zum teil auch regelrecht auf den sack. Wohl ein grund das ich mich schon früh mehr in der HC-szene zu Hause grfühlt habe.
     
  13. oldboy

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    Erstellt: 23.05.07   #13
    bin kein punk, war nie einer, wollte nie einer sein, aber in "meiner" HC-szene komme ich mir so unglaublich alt vor, das ich heulen könnte :(

    Anders zu sein bloss um zu schockieren stand nie zur Debatte, vielleicht fällt es daher leichter, in Ehren zu ergrauen ;)
     
  14. Alex47

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    Erstellt: 24.05.07   #14
    Klar, du kannst gerne in Ehren ergrauen - ich mahce es genauso und kann meistens nur den Kopf schütteln, über den Scheiß, den ich mir ankucken muss...

    Bin jetzt 32, spiele in ner HC-Band, und war zwischenzeitlich Punker, Metaller und HC-Dödel. Andererseits schockt mich halt auch net mehr viel!
     
  15. oldboy

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    Erstellt: 24.05.07   #15
    Altersverteilung meiner Band:
    3x 30+, 2+ mid20er zum Auffüllen der vakanten Positionen.

    Traurig, traurig :D

    Mal ein wenig pathetisch:

    Um die, die die Szene verlassen, wenn sie "erwachsen" sind und sich ausgetobt haben, ist es meist nicht schade

    true 'til highschool........
     
  16. Knup

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    Erstellt: 24.05.07   #16
    und für die edger true till 21 ;)

    btw ich sollt nicht mit steinen schmeißen

    meine band besetzung ist 4x19 + 1x18 :D


    wie schlecht ;/
     
  17. oldboy

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    Erstellt: 24.05.07   #17
    You waited long for 21.
    For me the fight has just begun.
    You get in clubs, drink alcohol,
    It makes you feel you're ten feet tall.
    I don't wanna grow up,
    I'm never getting old.
    I'd rather work from 9 to 5
    Than drink to stay alive.
    I'm gonna stay young until I die!
    You grew up fast, now you'll die soon.
    I'll never fucking be like you.
    You finish college, grab a wife,
    You're dead before you're 35.

    bitte sehr. und ja, ich lebe noch, trotz der o.g. magischen grenze :eek:
     
  18. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 24.05.07   #18
    Oldboy.. bis 45 ist noch jung ;) Und wenn dich auf Konzerten die Altersverteilung stört, hörst du wahrscheinlich nicht die richtigen (alten) Bands, ich war schon auf Punkkonzerten da war der Altersdurchschnitt bei ca. 35-40, da kam ich mir so jung wie früher vor als ich als 16 Jähriger zwischen Typen bei Konzerten betrunken habe die meine Eltern hätten sein können, das hat mich nie gestört, im Grunde mag ich das an der Rock Szene generell.

    So wie du es schilderst kenne ich's eher von den "erfolgreicheren", bis du in den 90ern auf ein Terrorgruppekonzert gegangen gab's dort einen bunten Haufen ziemlich extremer und schräger Typen unterschiedlichen Alters. 2001 oder so tourten sie dann mit US Poppunkverstärkung (Fatwreck) und das Publikum bestand nur noch aus insgesamt sehr jungen Skatern, und diesen Modealternativtypen die man ebenso bei einem Hiphop oder Emokonzert gesehen hätte.. die Stimmung war weg, ohne Frage.
     
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