Raum in Raum Holzgestell

von Donald1000, 04.03.08.

  1. Donald1000

    Donald1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #1
    Hey!

    Da ich wahrscheinlich einen Raum mieten werde, der sich in einem Wohnhaus befindet werde ich diesen Schalldicht machen müssen. Werde einen Raum in den Vorhandenen Raum bauen. Habe mich schon schlau gemacht bezüglich des aufbaus etc.

    Der aufbau einer Wand:

    Wand / Glaswolleplatte / Rigipsplatte

    Und damit ich die Glaswolleplatten und die Rigipsplatten irgendwie befestigen kann muss ich ein HOLZGESTELL bauen, das nicht mit der Wand verbunden sein darf bzw. nur wenig...

    MEINE FRAGE: Wie montiere ich dieses Holzgestell ohne es direkt mit der Wand zu verbinden?

    Ich hätte mir gedacht mit längeren Schrauben oder so, dass ich noch nen Abstand lassen kann, bitte helft mir!
     
  2. LX84

    LX84 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #2
    100% schalldicht kriegst du einen bandproberaum sowieso nicht in einem normalen wohnhaus...

    der optimalfall ist, dass das gestell bzw der "holzraum" gar keine verbindung mit den wänden und decke hat, sondern in sich hält, und nur auf wenigen absorbern am boden aufliegt.
     
  3. Donald1000

    Donald1000 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #3
    Ja schon klar, das heißt dieses Holzgestell sollte in sich halten? Also das hab ich noch nicht gehört, hab immer gedacht es wird halt über schrauben mit gummimuttern oder so befestigt...
     
  4. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #4
    NEIN NEIN NEIN!!! NIE NIE NIEMALS - WIRKLICH NIEMALS ---> Also NEVER!! die Konstruktion mit Schrauben oder ähnlichem mit der Originalbausubstanz verbinden oder andere starre Verbindungen produzieren (zb mit Kabelrohren, usw)!!!!

    Damit würdest du dir eine Schallbrücke bauen (Körperschall!) der dir allen Aufwand zunichte machen würde!

    Bereits eine(!) starre Verbindung kann die ganze Konstruktion ad absurdum führen.
     
  5. Donald1000

    Donald1000 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #5
    alles klar! danke
     
  6. Darian-Wolz

    Darian-Wolz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.08   #6
    Ich vermute mal Stark LX84 meint mit "in sich halten" das die wände des inneren raumes von allein zusammen halten und nicht von ausen gestützt werden müssen. (Mensch blöd zu erklären^^)

    Beispiel.

    Stell dir vor du baust deinen "inneren Raum" auf einer wiese^^
    Da sollte es auch "in sich halten" weil du da keine wände hast an denen du deine
    Wände stützen könntest.


    Hab hier schon gelesen das es ein User auf Autoreifen gestellt hat.

    Hoff ich konnte bissl Helfen:-)

    Schönen Montag Abend noch!

    Darian Wolz
     
  7. Donald1000

    Donald1000 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.08   #7
    is mir jetzt schon klar!

    verbindungen über mineralwolle /glaswolleplatten sind erlaubt?!
     
  8. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #8
    Ja, da kannst du zB die Konstruktion draufstellen.

    Zwischen deinen 'neuen' Wänden und der Originalwand solltest du aber unbedingt ein paar cm Luft lassen, weil Luft (oder auch versch. Gase) natürlich die beste Feder darstellen im Gegensatz zu Flüssigkeiten oder Festkörpern. Aber du kannst halt schlecht den Raum schweben lassen. ;) -Drum muss unter dem Boden aureichend elastisches Material liegen um den Schwingungen die Energie zu entziehen.
     
  9. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #9
    Bitte, wie meinst du das? :screwy:

    Vom Prinzip her ein komplettes Holzgestell, dass in sich stabil ist und keine Verbindung zu den Nachbarwänden / Decke hat. Stehen tut das Holzgestell nicht auf dem Boden sondern auf mehreren Gummi- / Filzabsorbern, so dass es genaugenommen schwimmt. :great:

    Auskleiden kannst du das Holzgestell mit Platten, die so schwer wie möglich sind. Eigentlich sind Gipskartonplatten zu leicht, d.h. mindestens die Platten doppelt und versetzt am Rahmen befestigen.

    Problem: Du müsstest dir sicher dann noch etwas mit der Belüftung einfallen lassen. Das einfachste wäre 20 min Probe - Pause und lüften - weiterproben... :D

    Wäre dann die Frage, ob sich der ganze Aufwand lohnt ober ob es irgendwo Proberäume zum anmieten gibt (Kosten zum Vergleich mal gegenrechnen)

    Viel Erfolg

    Gruß
    Primut​
     
  10. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #10

    ...sagte ich doch eben vom Inhalt her...

    liest du die Beiträge nicht?

    ABER:


    Man muss nicht unbedingt die Konstruktion auf Gummimatten aufbauen. (Sylomer usw is alles ziemlich teuer). Im Lowbudgetbereich tuts Minralwolle auch. -In ausreichender Dicke und vernünftiger Dichte -je nach der Masse des Raumes.

    Warum? - Das was du als 'schwimmen' bezeichnest ist nix anderes als dass der Raum mit all seiner Masse auf einer Feder -dem elastischen Element auf dem der Boden samt Aufbau ruht- liegt. Masse-Feder-Prinzip.

    Und dieses Prinzip ist variabel. -Je nach verwendeten Materialien hat es halt einen anderen Wirkungsgrad.
     
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  11. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #11
    Ich denke auch dass vollflächig unterlegter Raum weniger schallüberträgt als ein auf wenigen Gummifüßen stehender. Der Grund ist dass man bei einem vollunterlegtem Raum ein weicheres/nicht so dichtes Material nehmen kann, welches wiederrum weniger Schallüberträgt als dichtes Gummi.
     
  12. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #12
    Yes, genau so ist es.

    Je kleiner die elastische Fläche auf der die gleiche Masse ruht ist, desto höher wird der Druck darauf, umso dichter muss damit das Material sein und damit sinkt der Wirkungsgrad mit dem so ein System der Schwingung die Energie entzieht.
     
  13. mircooo

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    Erstellt: 05.10.10   #13
    Ein handwerklich begabter Kumpel (Saxophon) hat solch eine Raum-in-Raum Übezelle in sein 13m²-Zimmer gebaut.

    Der Raum stand nicht, wie ich bisher überall so las, auf Gummi-Entkopplern, sondern wurde von ihm an ehemaligen Fahrradschläuchen aufgehängt.

    Funktionierte wunderbar. Inwiefern sich dieses Hänge-Prinzip für einen größeren Raum umsetzen läß, kann ich nicht abschätzen. Müsste doch auch möglich sein.

    Alles Gute, Mirco :)
     
  14. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.10   #14
    Ganz ehrlich, ich würde es sein lassen. Selbst professionelle Konstruktionen (die mal eben auch so viel Kosten wie das Haus drumherum) sind nicht komplett schalldicht, bei irgendeinem Holzlatten/Gips/Autoreifen-Konstrukt gehe ich mal von einem zweifelhaften Erfolgt aus.

    Der Aufwand ist steht imo in keinem Verhältnis zum eher zweifelhaften Nutzen.


    Lieber einen Raum weiter außerhalb mieten wo es laut sein darf.
     
  15. mika

    mika HCA - Raumakustik HCA

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    Erstellt: 05.10.10   #15
    Was bedeutet für dich Schalldicht?
    Mit einem einigermaßen passenden budget (NEIN, man muss kien Millionär sein)und genug Raumhöhe ist es selbst für heimwerker kein problem STC Werte von weit über 80db zu realisieren. Man muss nur die richitge person planen lassen, und eine saubere ausführung gewährleisten können.
    Der begrenzende Faktor ist meistens nur die Bodenbelastbarkeit und die Raumhöhe.

    Irgendwelche Räume aufuhängen würde ich allerdings nir machen. Es wird höchtens mal ein Deckensystem über isoclips abgehängt, aber mehr auch nicht.
    Wände und Boden lagern auf einen gut einfedernden Material ausreichender dicke.

    cheers
    Mika
     
  16. mircooo

    mircooo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.14   #16
    Wenn der Nutzen aber im Besonderen darin besteht, zu Hause üben zu können, lohnt es sich.

    Ich frage mich, ob ein vollflächig unterlegter Raum-im-Raum weniger Trittschall überträgt, als ein aufgehängter und somit nach unten hin 'schwebender' Raum-Im-Raum. Denke da an's Schlagzeug.
     
  17. Cosch

    Cosch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.14   #17
    Hi, ich habe so einen Raum bei mir im Keller mit 10er Balken und langen selbstschneidenden Schrauben gebaut. Die Innenwände haben 3cm Abstand zu Decke und Wand, zum Boden ist die Konstruktion mit doppeltem Schaumstoff für die Entkoppelung von Trockenbauwänden unterlegt. Seitliche Stabilität wird durch die Gipskartonplatten erzielt, daher sind alle Questreben eher als Hilfkonstuktion zu sehen. Gedämmt ist mit Steinwolle. Beplankt mit doppelt 12,5mm Gipskarton. Als Tür ist eine Balkontür eingebaut. Hier ein paar Fotos:
    IMAG0027.jpg IMAG0030.jpg IMAG0032.jpg IMAG0035.jpg IMAG0037.jpg IMAG0043.jpg IMAG0052.jpg IMAG0065.jpg IMAG0074.jpg IMAG0074.jpg
     
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  18. Beregron

    Beregron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.14   #18
  19. Cosch

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    Erstellt: 27.04.14   #19
    Den Blog hab ich damals auch gelesen und noch viele andere, um so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Wichtig ist neben der Entkopplung und Masse der Innenwände und des Bodens (wenn der nicht, wie bei mir, im Altbaukeller, direkt auf dem Erdreich ruht) auch, dass man auf Dichtigkeit achtet. Am Ende muss man sich entscheiden was technisch und preislich machbar ist. Meine Konstruktion liegt bei ca. 2000.- Euro für 13m². Der Wirkungsgrad ist für meine Hobby-Punkband mit 2 Gitarren u. Bass (einen Drummer gibt es noch nicht) sehr gut. Das ganze hat meine Erwartung sogar übertroffen, da ich mich doch für eine eher kostengünstige Version entschieden hatte.
     
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