[Review] Alesis Q49 Midi Keyboard

von exoslime, 09.09.18.

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  1. exoslime

    exoslime Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.09.18   #1
    Liebe Musiker-Board Leser,

    Mein Midi-Keyboard Test geht in die nächste Runde, heute möchte ich euch daher das Alesis Q49 in Form dieses Kurzreviews vorstellen:

    01.jpg

    Vorgeschichte:
    Nach dem ersten Teil meines Tests, dem Acorn Masterkey 49, Review siehe hier
    https://www.musiker-board.de/threads/review-acorn-masterkey-49-midi-keyboard.682695/#post-8640383

    war das Alesis Q49 der nächste Kandiat auf meiner Liste.

    Zur Wiederholung, meine Anforderungen für das Midikeyboard lauten:

    - Anzahl der Tasten: 49 Tasten Minimum - 61 Tasten Maximum
    - Gesamtbreite zwischen 80cm und 100cm maximum möglich
    - die Tiefe sollte im Optimalfall etwa 20cm betragen, wäre aber auch im „Notfall“ bis 32cm möglich
    - Sehr wichtig ist mir ein traditionelles Mod und Pitchwheel, ich möchte keine Joysticks oder irgendwelche Touchcontroller oder Slider, und wenn dann nur zusätzlich
    - Optional wäre es toll wenn das Keyboard auch noch 4-8 zusätzliche Drehregler hat welche man in der DAW dann zu Funktionen anlernen kann (automatisches Mappen ist nicht notwendig)
    - USB Powered wäre ebenfalls toll da weniger Kabel am Schreibtisch zu verlegen sind
    - Midi In/Out nicht zwingend notwendig
    - Pads muß es nicht unbedingt haben.

    Das Alesis Q49 erfüllt all diese Anforderungen:
    Es ist ca 82x18cm gross, hat 49 Tasten, traditionelle Mod und Pitchwheel, einen Datafader, ist ist USB Powered und ist sehr leicht, es kann aber auch per 9V Anschluss betrieben werden und besitzt einen Midi Out Anschluss

    Lieferumfang:
    - Keyboard
    - Anleitung
    - Softwarepaket: Ableton Live Lite & Air Xpand!2


    Plug & Play:
    Gleich wie das Acorn Masterkey 49 ist das Alesis Q49 sehr leicht und handlich und passt daher ideal auf meinen Arbeitsplatz, dadurch das es USB Powered ist brauche ich nur ein Kabel zu legen und nicht wie bei meinem Roland Keyboard 2 Kabel (Midi Kabel und Stromkabel), weiters ist auf der Rückseite neben dem USB Anschluss auch noch ein Anschluss für einen Fusschalter.

    02.jpg

    Auf einen Ein/Ausschalter wurde hier verzichtet, das bedeutet, sobald das MidiKeyboard am USB hängt, ist es auch im Betrieb.

    An der Unterseite des Keyboards sind auch hier 4 Gummifüsschen angebracht die das Keyboard vor dem Verrutschen auf dem Tisch schützen.

    Da das Keyboard USB-Compliant ist, benötigt es keinen Treiber bei der Installation, einfach an mit dem USB Kabel an einen USB Port angeschlossen hat Windows (Win7, 64Bit) das Keyboard sofort erkannt und einen Midi Eingang bereitgestellt, in der DAW konnte ich diesen Midieingang dann sofort auswählen und meinem virtuellen Instrument zuweisen.

    Spielgefühl:
    Rein von der Haptik her macht die Tastur des Q49 im ersten Augenblick einen eher durchwachsenen Eindruck.
    Die Abstände zwischen den Tasten sind ungleichmässig, und die Tasten sind ziemlich laut und etwas klapprig, wenn man zb selber über Kopfhörer spielt mag einem das vielleicht nicht näher stören, aber sollte man in einem hellhörigen Haushalt leben, könnte das mitunter störend für Mitbewohner sein.

    Vom Spielgefühl her selbst finde ich dann die Tastatur gar nicht mal so schlecht,
    Die Dosierung der Anschlagstärke wird mMn gut übernommen und es ist leicht auch recht hohe Anschlagstärken in die DAW zu bekommen und leise Passagen ebenso.

    die Übergabe der Anschlagstärke fühlt sich für mich über alle 49 Tasten recht konsistent an und keine Taste sticht hier unangenehm raus.

    der Tastenwiederstand ist zwar etwas steif aber der Gegendruck ist in einem für mich noch noch annehmbaren Bereich

    Pitchwheel und Modwheel haben eine sehr schöne Grösse und sind in einem recht angenehmen Abstand zur Klaviatur positioniert
    Das Modwheel lässts sich vom Drehwiderstand her eher leicht drehen, aber keines der beiden Räder schlackert

    03.jpg


    Wenn man schräg in die Klaviatur schaut, kann man gut sehen das einige Tasten rausragen,
    07.jpg

    Beispiel ungleicher Abstand zwischen den Tasten:
    06.jpg


    Setup:
    Darüber befindet noch eine Setup und zwei Oktavumschalttasten und ein Data-Fader, also ein sehr minimalistisches Setup
    trotzdem kann man einiges einstellen, drückt man die Setup Taste, und dann die entsprechende Keyboardtaste kann man ua. die Funktion des Datafaders einstellen. Standardmässig ist der Datafader auf den Volume CC eingestellt
    einstellen, aber auch zb eine Transponierung einstellen.
    Auch kann man hier den Midikanal einstellen, über welchen das Keyboard seine Signale ausgibt.

    04.jpg

    05.jpg

    Alles in allem die wichtigsten Funktionen schön zusammen und einfach und intuitiv benutzbar.


    Fazit:

    Pro:
    - günstiger Preis
    - leicht und handlich
    - sehr übersichtlich und intuitiv zu benutzen

    Contra:
    - klapprige und laute Tasten
    - ungleicher Abstand zwischen den Tasten
    - kein Ein/Ausschalter

    Ich hoffe ihr fandet das Review interessant und hilfreich, über Kommentare, Kritik und Anregungen freue ich mich sehr.

    im nächsten Teil werde ich euch dann über das Icon iKeyboard 5X berichten

    lg
    exoslime
     
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