Review Mesa DC-5

von De$tructeur, 23.06.05.

  1. De$tructeur

    De$tructeur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #1
    Das Grobe:

    Vorstufe: 6 12AX7
    Endstufe: 2 6l6 GC
    Kanäle: 2 + Boost im Cleankanal
    Regler: Gain, Treble, Middle, Bass, Presence, Reverb, Master pro Kanal und einmal Output Level
    Leistung: 50 Watt
    Zusätzliches: Graphischer EQ, der den Kanäen per Footswitch zugewiesen oder ausgeschaltet werden kann, Headphone- und Recordingoutput inklusive Silent-Recordingswitch, welcher ermöglicht, das Top ohne Box zu betreiben, Slavebuchse, regelbarer Effektweg.

    Cleankanal:
    Der Sound geht sehr in Richtung Fender und mit etwas mehr Gain wirds leicht englisch. Wie alles an diesem amp ist auch dieser Kanal mittenbetont und setzt sich gut durch. Kanal zerrt eigentlich erst, wenn man den Amp voll aufgerissen hat und Gain im Cleankanal mindestens auf 4. Aber wer den mal auf der Lautstärke gehört hat, will den Gainregler nicht weiter aufdrehn...nicht in nem mittelgroßen Raum (das bezieht sich auf die Lautstärke, nicht auf den Klang!). Charakter ist vorhanden, wie gesagt, man muss etwas dran rumdrehen, bin man nen Sound hat, der gefällt, aber es lohnt sich. Ich spiele mit ihm oft Opeth-mäßige und Red Hot Chillige Sachen und er meistert diese, sowie auch andere immer mit bravor, ok, Twäng kann er nicht wirklich vermitteln, aber dafür ist er auch nicht da. Der DC-5 reagiert wunderbar auf die PU-Einstellung, also hab ich den Neck-PU ziemlich weit unten und den an der Bridge weit oben. So kann ich in der Halsposition wunderbar warmen, jazzigen, bassbetonten Clean spielen, während ich in der Bridge-Position einen höhen- und mittenreichen Crunch habe, den ich mit dem Volumenregler der Viper regle. Zusätzlich kann man dann den Boost einsetzen, der mir schon fast zu gainhaltig ist und schöne AC/DC Rocksounds produziert.

    Overdrivekanal:
    Ooooh, ja, hier geht die Sonne auf, typische Mesazerre, aber durchaus variabel und zum Glück nicht allzu rectiklischeemäßig, sondern immernoch mittenbetont und sehr durchsetzungsfähig. Es sind fast Nu-Metalsounds ala Linkin Park drin, aber das will ich nicht, somit hab ich bei extremer Einstellung einen Nu-Metalsound, wie ich ihn gerne öfter hören würde, nämlich ausgewogen und mittig. Auch hier arbeite ich gerne mit den PUs. : Der Neck PU zaubert mir bei geringerem Gain schöne Stonersounds, während der Bridge PU hart alles wegreißt, was ihm in die Quere kommt. Da die Regler sich gegenseitig beeinflussen, ist es gerade in diesem Kanal schwer, einen Sound zu bekommen, der gut gefällt, aber mit Zettel und Stift geht das schon. Druck ist durchaus vorhanden, mir flattern jedesmal die Beinhaare und bei zu gutgemeinten Einstellungen beschwert sich der Bassist, dass ich ihm den Job wegnähme, aber der Dual Caliber ist bei humaner Einstellung seeeehr bandfreundlich, da ist auch der Basser glücklich.
    Matschig wirds nie, Palm-Mutes werden trocken und differenziert widergegeben, zudem ist überraschend wenig Grundrauschen vorhanden, auch nicht bei hohen Lautstärken.

    Der graphische und der parametrische EQ leben in Harmonie, nur muss man nach der kleinsten Bewegung einer der Beiden fast die gesamte Einstellung ändern, aber dafür bieten die beiden Regelmöglichkeiten eine unbegrenzte Toviielfalt, ohne den graphischen wäre der parametrische um ein vielfaches weniger wert und ohne den parametrischen wäre der graphische viel weniger wert, sie ergänzen sich perfekt und, da man den graphischen EQ an-und ausschalten kann, ergibt sich sozusagen ein weiterer Kanal.
    Die Regler sind sehr empfindlich und ändern viel am Sound, nach wenigen Millimetern in diese oder jene Richtung fällt mir immerwieder eine Band ein, mit der ich den Sound verbinde.
    Er bringt klar die Unterschiede der Gitarren, über die man ihn spielt, rüber, Spielfehler deckt er bei jeder Einstellung gnadenlos auf, ein guter Mentor.

    Der Hall könnte etwas intensiver sein, aber den benutze ich sowieso nicht oft, da ich den puren Sound bevorzuge.

    Fazit:

    Mesasound und Flexibilität für wenig Geld (650€ auf dem Gebrauchtmarkt).
     
  2. jukexyz

    jukexyz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #2
    :great: gutes Review! Nicht zu Subjektiv :)

    Welcher Amp ist der nachfolger des dc-50? der nomad? die f-serie?
     
  3. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #3
    Nachfolger ist die F-Serie, die ich aber für misslungen halte.
     
  4. blinkie

    blinkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #4
    hab den f-30 man in unserm musikladen angespielt, war ein klasse teil!
     
  5. -=Carlos=-

    -=Carlos=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #5
    Klasse Review! :great:
     
  6. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #6
    Schon, aber ich finde, dass die Dual Caliber Reihe einfach gelungener ist.
     
  7. AndyR

    AndyR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #7
    Nachdem letztens schon einmal jemand nach der DC-Serie gefragt hat und ich selbst einen DC-5 Combo habe (und drauf geantwortet habe), ist mir eingefallen, dass ich noch ein altes Prospekt habe, in dem die DC-Reihe beschrieben ist. Ich habe mir die Seiten aus eigenem Interesse nochmals rausgesucht, mal eingescannt und als Anhang beigefügt (hoffentlich kann man was lesen - wen es interessiert).

    Was mir aufgefallen ist (und ich mir vorher gar nicht bewusst war):
    - Clean-Kanal = Mesa Boogie MK 4
    - Lead-Kanal = Rectifier

    Demnach kann das Teil so schlecht nicht sein und mir war vor allem nicht bewusst, dass es den Rectifier schon seit mindestens Mitte 90ziger Jahre gibt (also schon lange vor NuMetal etc.)

    Übrigens das mit dem Hall ist wirklich wahr. Ist für mich allerdings egal - ich habe ihn nie benutzt, sondern immer stattdessen Multieffektgeräte.
     

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  8. the_paul

    the_paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #8
    92/93 müssten die irgendwann rausgekommen sein. den diezel VH-4 oder den bogner ecstasy gibts auch schon über 10 jahre.

    was den dual caliber betrifft: der recto-lead dürfte dann wohl der gleiche sein wie im triaxis, also der "vintage" (wobei der bekanntermaßen kein bisschen vintage klingt, sondern recht muskulös).
     
  9. cyanite

    cyanite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.05   #9
    Bei Ebay ist zur Zeit ein 93er Rectifier drin... Allerdings gab es ca Ende der 90er nen deutliches Update des Rectifiers, bei dem er einen Kanal dazu bekam und wohl stark gezähmt wurde, soundtechnisch.
     
  10. jazzz

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    Erstellt: 24.06.05   #10
    Ahhhhhhhhh, bitte.......hast du das schon mal selber gehört oder brabbelst du da einfach was nach???:screwy: :mad:



    Nix für ungut, aber diese Behauptungen die Mitnichten selbst belegt werden können, gehen mir einfach auf den A*sch! Ich hatte den 3 Kanal Rectifier und er war keineswegs gezähmt noch klang er "schlecht"! Anders als der 2 Kanaler, ja, aber nur in Nuancen und es ist immer noch der typische Rectifier!!!
    Bitte hört auf damit, einfach nur etwas nachzuplappern was man irgendwo mal in den Tiefen des Internets aufgegabelt hat :rolleyes:


    greetz
    jazzz
     
  11. explorer76

    explorer76 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #11
    Ähem... ich hatte schonmal die Möglichkeit nen neuen und nen alten 2-Kanal Recto gegeneinander zu spielen (ist schon ein Jahr oder länger her, aber egal) und ich fand den Unterschied bei wohlgemerkt gleicher Einstellung und gleicher Box schon extrem. Ich bin eigentlich kein Freund der Recto's ist nicht so mein Geschmack, aber der 2-Kanaler gefiel mir subjektiv besser als der 3-Kanal und damals hatte ich noch nichz so die Ahnung... Also da ist schon was dran, ist aber natürlich auch ne subjektive Sache und bei vielen sicherlich auch psychologisch bedingt.
     
  12. fiedel

    fiedel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #12
    Die F- Serie ist das Beste, was Mesa seit langem herausgebracht hat. Leider wird die Serie im Moment werbetechnisch fast verheimlicht, weil sie zu starke Konkurrenz aus eigenem Hause ist: Wer kauft sich denn noch einen (richtig) teuren Boogie, wenn Z.B. der F-50 schon alle feuchten Gitarristenträume erfüllt. Im Birdsanmoons- Forum sind die Dinger übrigens auch ganz hoch im Kurs und da sind die die Leute mit den Goldenen Ohren und dicken Brieftaschen. ;) Ich bin jedenfalls auch ein F-anatic. :D

    Gruß Fiedel!
     
  13. Grey

    Grey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #13
    Der neue Reihe ist gezähmt wenn man so will. Sie verfügt zwar über viel mehr gain, aber sie ist nicht mehr so sau-mäßig aggressiv. Die Regler sind jetzt viel ausgewogener als im alten, und er ist natürlich viel flexibler. Für Nu-Metal oder generell Metal eignet sich der alte aber definitiv besser. Ich habe immer den Traum gehabt mit den beiden Amps bi-Amping zu machen. 3 Kanal für normal Sounds und wenn ich alleine Riffs spiele den 2 Kanaligen.

    Zu deiner Anmache: Die Aussage ist belegt, und hättest du wirklich jemals die beiden gespielt, dann solltest du das wissen. Das der 3 Kanalige schlecht ist hat hier keiner behauptet. Ich spiel ihn und LRSeether liebt ihn auch.
     
  14. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #14
    Ich finde ja auch, dass es durchaus gute Amps sind, aber ich hätte als Nachfolger der Caliber-Serie doch etwas mehr erwartet.
     
  15. cyanite

    cyanite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #15
    Sorry, aber da hast du wohl was in den falschen Hals bekommen. Dass er gezähmt wurde, ist für mich Fakt, und enthält keine Wertung.
    Der (wohlgemerkt 3-kanalige) Mesa Triple Rectifier ist der Amp, der mir von allem was ich bis her gespielt und gehört hab, der, der mir persönlich am besten gefallen hat. Ich bin totaler Anhänger des glatten Rectifier Sounds, und werde meinen Engl auch sicher nicht "einfach so" verkaufen, sondern um mir meinen Sound-Traum - einen (3-Kanaligen) Rectifier - zu erfüllen.

    Entschuldigt bitte das OT, aber ich wollte das mal eben klar stellen.
     
  16. fiedel

    fiedel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #16
    Du vermisst vielleicht die vielen Einstellmöglichkeiten? Sieh es mal so: Aus den F- Amps kriegst du gar keinen miesen Ton raus. Einstöpseln und klingt... Du brauchst keinen Boogie- Führerschein mehr und hast immer sofort den Sound, den du bei nem Boogie erwartest. Versuch das mal bei nem Nomad! :cool:
     
  17. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.05   #17
    Ja, das stimmt auf jeden Fall, als ich den F-50 gespielt hab, hatte ich auf Anhieb nen guten Sound, beim Dual Caliber hat man eben etwas mehr Flexibilität und feinere Einstellungsmöglichkeiten.
    Ja, der Nomad ist echt böse, da sitzt man ein paar Stunden davor.
     
  18. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.05   #18
    Nächste Woche werd ich mal ein paar Bilder posten.
     
  19. fiedel

    fiedel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.05   #19
    ... n Schnipselchen Sound wär ja mal geil! :)
     
  20. De$tructeur

    De$tructeur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.05   #20
    Ja, kann ich verstehen, aber ich hab kein Mikro...wenn ich Glück hab, kann ich nächsten Monat ins Studio mit ihm, dann wird lustig aufgenommen. Um ne Idee vom Sound zu erhalten einfach Recti, Mark IV und F-Serie anspielen.
     
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