Review H&K Edition Blonde

von Gammelpeter, 23.11.06.

  1. Gammelpeter

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    Erstellt: 23.11.06   #1
    Review

    H&K Edition Blonde

    Der Edition Blonde ist ein Transistorverstärker mit 50 Watt.
    Er ist mit einem 12" Rockdriver Junior Speaker bestückt und verfügt über einen Clean und einen Lead Kanal.
    Es gibt einen Effekteinschleifweg, einen Anschluss für einen Footswitch zum Umschalten der Kanäle, einen Kopfhörer-Anschluss, und natürlich einen Instrument-Input.
    Die Klangregelung erfolgt über einen 3-Band EQ den sich beide Kanäle teilen.
    Die Lautstärke der beiden Kanäle zueinander regelt man über den Volume Regler, während der Master-Poti für die Gesamtlautstärke zuständig ist. Dazu gibt es noch einen Reverb-regler.
    Insgesamt ist die Bedienleiste sehr übersichtlich und erklärt sich eigentlich von selbst.

    Clean-Kanal:
    Schöner direkter Sound, allerdings nicht allzu variabel. Die EQ-Regler zeigen deutlich Wirkung. Allerdings ist der Sound nicht wirklich weich.
    Wenn man den Verstärker lauter dreht neigt er (mit Humbuckern) leider auch schnell dazu, anzuzerren.

    Lead-Kanal:
    Der Lead Kanal ist das eindeutige Plus des Verstärkers. Er klingt leicht angezerrt gut und reagiert schön auf Anschlagstärke. Dreht man den Gain-Regler auf, entfaltet sich ein schöner, ausgewogener Rock-Sound ohne klirrende Höhen. Nimmt man etwas an Mitten heraus entwickelt sich gar ein astreiner Metalsound. Auch Palm Mutes matschen nicht, sonder kommen druckvoll rüber. Rückkopplungen halten sich bei großer Lautstärke in Grenzen und sind kontrollierbar.

    Der Federhall ist nichts besonderes, aber ein nettes Extra, das insbesondere dem Clean-Kanal etwas mehr Tiefe verleiht.

    Ich besitze den Amp jetzt seit ca. 6 Jahren und kenne ihn eigentlich von vorne bis hinten. Im Stich gelassen hat er mich nie, obwohl ich ihn auch öfter bei hoher Lautstärke im Proberaum benutzt habe. Natürlich geht der Verstärker in einer Band an seine Grenzen, aber es ist durchaus möglich.
    Getestet habe ich ihn mit meiner Ibanez RG, meiner Dean Baby-V und meiner Fenix Strat.
    Hatte den Amp einmal an eine 1x12er Celestion Vintage 30 angeschlossen. Der Sound war ähnlich, allerdings insgesamt etwas weicher.

    Farbe: hell-gelb (creme) mit dunkelroter Frontbespannung.
    Der Amp wird nicht mehr hergestellt. Neupreis lag damals bei 550 DM.
    Es gibt noch fast baugleiche Amps in anderer Farbe: Edition One, Edition Surf, Edition Silver. Die Edition Silver Serie hat noch zusätzlich einen Einschleifweg für einen CD-Player.

    Fazit: Solider Übungsamp mit vernünftigem Clean-Channel, aber vor allem überzeugendem Lead-Channel. Nachteil ist die gemeinsame Klangregelung für beide Kanäle.Für Jam-Sessions durchaus geeignet, wer aber einen Verstärker für den Proberaum sucht sollte sich doch weiter umschauen. Insgesamt gutes Preis-Leistungsverhältnis.

    8/10 Punkte
     
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