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Optima 1747-12 EL 12-String-Set
Optima 1747-12 EL 12 String Set*
*
Preis: 38 Euro (Stand: Juli 2026)
Vorgeschichte
Schon länger spiele ich auf meinen sechssaitigen Steelstring-Gitarren die Optima 1747L (vgl. https://www.musiker-board.de/threads/review-optima-1747l.704520/#post-8935409). Als der erste Saitenwechsel für meine Duke GA-PF-Cut-Solid-12 (vgl. https://www.musiker-board.de/threads/review-duke-ga-pf-cut-solid-12.756517/#post-9775032 ) anstand, habe ich dem Optima 1747-12 EL 12 String Set natürlich eine Chance gegeben. Inzwischen nutze ich diese Saiten rund anderthalb Jahre auf der Duke. Per Default sind auf der Duke GA-PF-Cut-Solid-12 Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze drauf. Vor allem zwei Gründe haben mich bewogen die Optima 1747-12 EL zu probieren: Keine Nanopartikel (umweltfreundlicher) und ‚Made in Germany‘ statt USofA.
Hersteller
Die Optima Musiksaiten GmbH blickt auf über 100 Jahre Geschichte zurück: 1920 in Markneukirchen gegründet, war das Unternehmen lange als Maxima bekannt, bevor es in Optima umbenannt wurde. Seit Juli 2024 produziert Optima wieder am Ursprungsort – in einer modernen, autarken und CO₂-neutralen Halle in Markneukirchen.
Mit der Übernahme der Lenzner Musiksaiten Leonhardt GmbH (2015) festigte Optima seine Verbindung zum Vogtland. Heute fertigt das Unternehmen ausschließlich in Deutschland und bietet ein Vollsortiment für alle Instrumente an.
Optima erfand in den 1960ern die Vergoldung von Saiten – eine Technologie, die Korrosion verhindert, die Optik aufwertet und durch das zusätzliche Gewicht des Goldes einen kräftigeren, runderen Klang erzeugt. Berühmt sind die 24K Gold Strings, die unter anderem Brian May spielt, und zu deren Familie auch der hier vorgestellte Saitensatz gehört.
(vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Optima_Musiksaiten, Stand: 13.7.2026)
Verpackung
Die Saiten kommen einzeln in Papierbriefchen. Der Satz selber ist dann in einer Plastikhülle verpackt. Hier würde ich mir aus ökologischen Gründen eine Umverpackung aus Pappe wünschen.
Thema Gold
Gold ist kein unproblematischer Rohstoff. Auch wenn die tatsächliche Menge des verwendeten Goldes bei diesen Mengen doch sehr gering ist, soll es nicht unerwähnt bleiben, dass man mit der Nutzung dieses Produkts seinem ökologischen Fußabdruck keinen Gefallen tut. Hinzu kommen Probleme wie Kinderarbeit bei der Goldgewinnung. Ich habe keine Hinweise darauf gefunden, dass Optima bei der Herstellung auf recyceltes Gold zurückgreift, was eigentlich kein Problem sein sollte. Dies wäre tatsächlich eine deutliche ökologische und sozialverantwortliche Aufwertung für dieses Produkt. Wer sich in die Thematik der Goldgewinnung aus ökologischer und sozialer Perspektive einlesen will, dem sei als Startpunkt folgendes Dokument empfohlen: https://www.regenwald.org/files/de/gold-fakten-download.pdf (Stand: 12.7.2026)
Saitenstärken
Das 'w' steht jeweils für umwickelte Saiten. Sowohl die Bezeichnung der Saiten auf der Verpackung, als auch bei Thomann* sind leider teilweise falsch, was die Benennung der tatsächlich umwickelten Saiten angeht. Hier ist die korrekte Übersicht:
E: .010/.010
B: .013/.13
G: .009/.020w
D: .0012/.28w
A: .017/.037w
E: .026w/.045w
Spielgefühl
Das Spielgefühl ist klasse. Allerdings kann ich hier nicht wirklich auf einen intensiven Vergleich mit den ursprünglich aufgezogenen Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze anstellen. Diese waren ja ab Werk drauf und kamen, nachdem die Duke bei mir eingezogen war, recht schnell runter. Zudem habe ich gegenüber Nanoweb-Saiten Vorurteile; ich mochte beschichtete Saiten noch nie leiden.
Klang
Der Wechsel auf die Optima 1747-12 EL lohnt sich! Klanglich gewinnt die Optima 1747-12 EL gegenüber der Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze an der Duke GA-PF-CUT-SOLID-12. Die Gitarre wird im positiven Sinne etwas zahmer, erwachsener oder edler. Die Höhen verstehen es wundervoll zu schimmern. Auch für die 1747-12 EL gilt, was ich schon zu der 1747L schrieb: ‚Interessant ist, dass sich die Klangentwicklung genau umgekehrt verhält wie ich es von anderen Saiten kenne. Unmittelbar nach dem Aufziehen dachte ich: „ist ok, aber irgendwie auch nicht so der Hit“. Aber nach zwei bis drei Tagen entfalteten sie dann ihren vollen Klang.’ Allerdings überraschte mich dieser Effekt nicht mehr so wie noch vor Jahren - überrascht hätte mich eher, wenn dieser Effekt bei dem 12er-Satz nicht eingetreten wäre.
Fazit
Das Optima 1747-12 EL 12-String-Set ist eine lohnende Wahl für alle, die Wert auf deutsche Handwerkskunst, nachhaltige Produktion und einen ausgewogenen Klang legen. Die Saiten überzeugen durch ihr angenehmes Spielgefühl und einen edlen, ausgewogenen Klang. Ein großer Pluspunkt ist die Abwesenheit von Nanopartikeln, was die Saiten umweltfreundlicher macht als viele beschichtete Alternativen. Zudem punktet Optima mit ‚Made in Germany‘ und einer CO₂-neutralen Produktion – ein starkes Argument für umweltbewusste Musiker. Kritikpunkte bleiben das Gold und die Umverpackung aus Plastik: Obwohl die tatsächliche Menge gering ist, wirft die Verwendung ökologische und soziale Fragen auf. Hier wäre der Einsatz von recyceltem Gold ein wünschenswerter Schritt. Ebenso wäre eine Umverpackung ohne Kunststoff wünschenswert.
Optima 1747-12 EL 12 String Set*
Preis: 38 Euro (Stand: Juli 2026)
Vorgeschichte
Schon länger spiele ich auf meinen sechssaitigen Steelstring-Gitarren die Optima 1747L (vgl. https://www.musiker-board.de/threads/review-optima-1747l.704520/#post-8935409). Als der erste Saitenwechsel für meine Duke GA-PF-Cut-Solid-12 (vgl. https://www.musiker-board.de/threads/review-duke-ga-pf-cut-solid-12.756517/#post-9775032 ) anstand, habe ich dem Optima 1747-12 EL 12 String Set natürlich eine Chance gegeben. Inzwischen nutze ich diese Saiten rund anderthalb Jahre auf der Duke. Per Default sind auf der Duke GA-PF-Cut-Solid-12 Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze drauf. Vor allem zwei Gründe haben mich bewogen die Optima 1747-12 EL zu probieren: Keine Nanopartikel (umweltfreundlicher) und ‚Made in Germany‘ statt USofA.
Hersteller
Die Optima Musiksaiten GmbH blickt auf über 100 Jahre Geschichte zurück: 1920 in Markneukirchen gegründet, war das Unternehmen lange als Maxima bekannt, bevor es in Optima umbenannt wurde. Seit Juli 2024 produziert Optima wieder am Ursprungsort – in einer modernen, autarken und CO₂-neutralen Halle in Markneukirchen.
Mit der Übernahme der Lenzner Musiksaiten Leonhardt GmbH (2015) festigte Optima seine Verbindung zum Vogtland. Heute fertigt das Unternehmen ausschließlich in Deutschland und bietet ein Vollsortiment für alle Instrumente an.
Optima erfand in den 1960ern die Vergoldung von Saiten – eine Technologie, die Korrosion verhindert, die Optik aufwertet und durch das zusätzliche Gewicht des Goldes einen kräftigeren, runderen Klang erzeugt. Berühmt sind die 24K Gold Strings, die unter anderem Brian May spielt, und zu deren Familie auch der hier vorgestellte Saitensatz gehört.
(vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Optima_Musiksaiten, Stand: 13.7.2026)
Verpackung
Die Saiten kommen einzeln in Papierbriefchen. Der Satz selber ist dann in einer Plastikhülle verpackt. Hier würde ich mir aus ökologischen Gründen eine Umverpackung aus Pappe wünschen.
Thema Gold
Gold ist kein unproblematischer Rohstoff. Auch wenn die tatsächliche Menge des verwendeten Goldes bei diesen Mengen doch sehr gering ist, soll es nicht unerwähnt bleiben, dass man mit der Nutzung dieses Produkts seinem ökologischen Fußabdruck keinen Gefallen tut. Hinzu kommen Probleme wie Kinderarbeit bei der Goldgewinnung. Ich habe keine Hinweise darauf gefunden, dass Optima bei der Herstellung auf recyceltes Gold zurückgreift, was eigentlich kein Problem sein sollte. Dies wäre tatsächlich eine deutliche ökologische und sozialverantwortliche Aufwertung für dieses Produkt. Wer sich in die Thematik der Goldgewinnung aus ökologischer und sozialer Perspektive einlesen will, dem sei als Startpunkt folgendes Dokument empfohlen: https://www.regenwald.org/files/de/gold-fakten-download.pdf (Stand: 12.7.2026)
Saitenstärken
Das 'w' steht jeweils für umwickelte Saiten. Sowohl die Bezeichnung der Saiten auf der Verpackung, als auch bei Thomann* sind leider teilweise falsch, was die Benennung der tatsächlich umwickelten Saiten angeht. Hier ist die korrekte Übersicht:
E: .010/.010
B: .013/.13
G: .009/.020w
D: .0012/.28w
A: .017/.037w
E: .026w/.045w
Spielgefühl
Das Spielgefühl ist klasse. Allerdings kann ich hier nicht wirklich auf einen intensiven Vergleich mit den ursprünglich aufgezogenen Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze anstellen. Diese waren ja ab Werk drauf und kamen, nachdem die Duke bei mir eingezogen war, recht schnell runter. Zudem habe ich gegenüber Nanoweb-Saiten Vorurteile; ich mochte beschichtete Saiten noch nie leiden.
Klang
Der Wechsel auf die Optima 1747-12 EL lohnt sich! Klanglich gewinnt die Optima 1747-12 EL gegenüber der Elixir Nanoweb Light 80/20 Bronze an der Duke GA-PF-CUT-SOLID-12. Die Gitarre wird im positiven Sinne etwas zahmer, erwachsener oder edler. Die Höhen verstehen es wundervoll zu schimmern. Auch für die 1747-12 EL gilt, was ich schon zu der 1747L schrieb: ‚Interessant ist, dass sich die Klangentwicklung genau umgekehrt verhält wie ich es von anderen Saiten kenne. Unmittelbar nach dem Aufziehen dachte ich: „ist ok, aber irgendwie auch nicht so der Hit“. Aber nach zwei bis drei Tagen entfalteten sie dann ihren vollen Klang.’ Allerdings überraschte mich dieser Effekt nicht mehr so wie noch vor Jahren - überrascht hätte mich eher, wenn dieser Effekt bei dem 12er-Satz nicht eingetreten wäre.
Fazit
Das Optima 1747-12 EL 12-String-Set ist eine lohnende Wahl für alle, die Wert auf deutsche Handwerkskunst, nachhaltige Produktion und einen ausgewogenen Klang legen. Die Saiten überzeugen durch ihr angenehmes Spielgefühl und einen edlen, ausgewogenen Klang. Ein großer Pluspunkt ist die Abwesenheit von Nanopartikeln, was die Saiten umweltfreundlicher macht als viele beschichtete Alternativen. Zudem punktet Optima mit ‚Made in Germany‘ und einer CO₂-neutralen Produktion – ein starkes Argument für umweltbewusste Musiker. Kritikpunkte bleiben das Gold und die Umverpackung aus Plastik: Obwohl die tatsächliche Menge gering ist, wirft die Verwendung ökologische und soziale Fragen auf. Hier wäre der Einsatz von recyceltem Gold ein wünschenswerter Schritt. Ebenso wäre eine Umverpackung ohne Kunststoff wünschenswert.
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