Polieren einer Schellack Gitarre

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Sehr geehrte Klassik-Foristen,
ich besitze eine wunderbare Schellack-Konzertgitarre, gekauft ca. 1976, gebaut von Yohei Nishino.
Über die Jahre sind ein paar oberflächliche Kratzer auf der Decke und am Boden hinzu gekommen, die würde ich gerne heraus polieren.

Habt ihr Empfehlungen, welches Produkt ich dafür verwenden kann und wie man es anwendet?
(ich habe letztes Jahr eine ziemlich herunter gerockte LES Paul im Bausatz bekommen und habe sie als Experimentierobjekt rundum mit Schellack bearbeitet und vorher an verschiedenen Holzstücken geübt; es ist ganz gut geworden, aber es war als Neuling eine Höllenarbeit).

Des weiteren ist je einmal die e1- und h2-Saite gerissen und hat unterhalb des Stegs zwei relativ tiefe Löcher in die Decke geschlagen (ca. 1mm tief). Kann man das reparieren? Oder soll ich die gesamte Überarbeitung lieber einem Gitarrenbauer überlassen, ich will sie auf gar keinen Fall "verhunzen"!

Dann gibt es noch eine hässliche Baustelle: Links am Griffbrett ist vor Jahren einmal die Decke gerissen. Ich habe das reparieren lassen, aber der Riss ist deutlich zu sehen, und wenn man mit dem Finger drüber fährt, spürt man einen Höhenunterschied. Was da zu machen ist, weiß ich gar nicht (oder so lassen, wie es ist)?

Auf der Rückseite (Boden) gibt es nur ganz minimale, oberflächliche Benutzerspuren. Was sollte ich da benutzen, um die einigermaßen weg zu polieren?

Vielen Dank für eure Erfahrungen und Hinweise,
herzliche Grüße von
Henry
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Hallo Henry,

Ich würde sie auf jeden Fall von einem Experten überarbeiten lassen. Der Riss neben dem Griffbrett gehört sauber ausgespant und wohl von innen neu verstärkt. Damit sollte auch der spürbare Höhenunterschied verschwinden.
Ich traue mir auch einiges zu, aber an meinem Lieblingsinstrument wäre es mir deutlich zu heikel selbst Hand anzulegen. Lieber ein paar Euro zusätzlich ausgeben und wieder richtig Freude daran haben. Dafür sind Fachleute da.
Es grüsst, Michael
 
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Ich hatte mir mal im Baumarkt Schellackpolitur von Clou gekauft und benutze das seit dem. Schön dünn aufpolieren sonst wirds schlierig.
Der Riss wirkt auf dem Bild eher offen. Sowas spahne ich aus mit entsprechend auf der Länge spitzt angehobelten Spähnen.
Ein Gitarrenbauer hat da vielleicht was auch farblich passendes.
Wenn nötig weite ich die Risse dazu etwas damit der Spahn auch überall rein geht.
Wenn da was reingeschmiert wurde muß das natürlich raus.
Die gerissenen Saiten haben das Holz gestaucht aber das Material ist noch da.
Solche Druckstellen kann man mit Wasser und Wärme (nasses Lappenstück u. Bügeleisenspitze) etwas zurückholen.
Für einen Gitarrenbauer dürfte das kein großer Aufwand sein.
 
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