[Review] the sssnake M-Studio Multicore-Kabel

von unixbook, 13.06.18.

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  1. unixbook

    unixbook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #1
    Billig aber nicht den Preis wert…

    Produktbezeichnung:
    the sssnake M-Studio Multicore-Kabel

    [​IMG]

    Hersteller: unbekannt

    Unter dem Label the sssnake lässt Thomann billige Kabelwaren produzieren. Diese sind dann auch nur bei Thomann erhältlich. Wo und von wem die Herstellung erledigt wird vermag ich nicht zu sagen.

    Preis: 49 €

    Spezifikationen:

    4x XLR female in der Stagebox
    4x 6,3 mm Klinke female (Buchse) symmetrisch in Stagebox
    4x XLR male auf der Kabelpeitsche
    4x 6,3 mm Klinke male (Stecker) symmetrisch auf der Kabelpeitsche
    Länge: 10 m

    Anwendungszweck:

    Solch relativ kurze Multicore-Stageboxen mit verhältnismäßig wenigen Kanälen werden i.d.R. für Subgruppen auf der Bühne oder für recht überschaubare Mischarbeiten mit kleinen Besetzungen genutzt.

    Für genau solch einen überschaubaren Aufbau brauchte ich eine Stagebox: Zwei Gitarren, drei Gesangsmikrofone und eine akustische Stompbox, also zusammen sechs Kanäle sollen zum Mischpult übertragen werden. In umgekehrter Richtung sollen zwei Monitorkanäle vom Mischpult zur Bühne laufen. Das Mischpult (ein Peavey PV 8, vgl. https://www.musiker-board.de/threads/review-peavey-pv-8-usb.636964/) hat vier XLR- und zwei Klinkenbuchseneingänge. Die Ausgänge sind als Klinkenbuchsen ausgelegt.

    Das the sssnake M-Studio ist das einzige mir bekannte Multicore-Kabel, welches ab Werk die von mir gewünschten Spezifikationen erfüllt. Zudem ist es ausgesprochen günstig. So gab ich ihm eine Chance.

    Verpackung:

    Das Produkt kommt in einem Pappkarton. Peitsche und Stagebox sind noch man in einem Plastiktütchen eingewickelt. Das Kabel ist ebenfalls noch mal gesondert in Plastik eingewickelt.

    Aufbau und Verarbeitung:

    An einem Ende befindet sich die Stagebox. Hier sind auf zwei Seiten die vier XLR-Buchsen (female) und auf der anderen Seite die vier 6,3 mm Klinkenbuchsen (symmetrisch) zu finden. Während die Flächen der Stagebox aus Blech gefertigt sind, sind die Front und das Ende aus Kunststoff.

    IMG_20180613_124031_edit.jpg IMG_20180613_124040_edit.jpg IMG_20180613_124049_edit.jpg

    Ich weiß nicht, wer wann was mit dieser Box gemacht hat, aber sie kam bei mir mit einem Schaden an, der auf heftige Gewaltanwendung deutet. Sowohl die Produktverpackung als auch der Karton von Thomann waren vollkommen unauffällig. Der Schaden muss also bereits vor dem Verpacken entstanden sein. Keine Ahnung, wer die Dreistigkeit besitzt, sowas dann an den Händler und damit an den Kunden durchzureichen.

    IMG_20180613_123952_edit.jpg

    Ganz gut gefällt mir der Knickschutz aus Metall am Ausgang des Kabelbaums aus der Stagebox. Das wirkt wirklich tauglich.
    Am anderen Ende des Kabels befindet sich die Peitsche mit vier XLR-Steckern (male) und den vier 6,3 mm Klinkensteckern (symmetrisch).

    IMG_20180613_124102.jpg

    Und hier das nächste Problem. Ich testete alle acht Kabel durch und stellte dabei fest, dass auf einer Leitung eine Verbindung zwischen Masse und negativer Phase bestand. Das soll ja so nicht sein, daher schraubte ich mal den entsprechenden XLR-Stecker auf und wurde bezüglich der Ursache schnell fündig. Hier berührten sich die beiden Kontakte. Aber auch sonst sieht die Lötarbeit hier eher nach den ersten Versuchen meines fünfjährigen Sohns aus als nach wirklicher Qualität.

    IMG_20180613_123814_edit.jpg

    Das passt ganz gut zu der Qualitätsanmutung der verwendeten Klinkenstecker. Gruselig, dass es sowas überhaupt gibt.

    Zur Ehrenrettung des Produkts kann man vielleicht vorbringen, dass bereits der Namensteil „M-Studio“ suggeriert, dass es sich hier nicht um ein Produkt für die Bühne handelt. Auch kann natürlich jedes noch so gute Produkt mal fehlerhaft sein. Vielleicht hatte ich also einfach nur Pech mit dem mir gelieferten Exemplar. Allerdings erscheint mir das Gesamtbild derart schlecht, dass ich bezweifeln mag, dass Pech hier eine hinreichende Erklärung liefert.

    Fazit:

    Das geht zurück, keine Frage. Und hierfür möchte ich auch keine Ersatzlieferung haben, denn mein Grundvertrauen in dieses Produkt ist inzwischen gleich Null. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass eine Ersatzlieferung ohne Beschädigungen bei mir ankommt, so bleiben doch die billigsten Stecker dran und auch die Lötarbeit wird kaum grundsätzlich besser sein.

    „You get what you pay for…“ Vielleicht ist es wirklich nicht möglich, zu diesem Preis auch nur ansatzweise akzeptable Qualität zu liefern. Aber es muss auch nicht viel mehr kosten. Wie das geht, werde ich in einem bald folgenden Review vorstellen. So stay tuned!
     
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  2. chrisderock

    chrisderock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #2
    Ich hatte zweimal die Version mit 8x XLR. Die haben mit als Subsnake eigentlich gute Dienste geleistet. Kann aber auch sein dass die von Woanders kommen (also von nem andern Hersteller. SSnake steht ja überall drauf). Ist schon ein paar Jahre her.
     
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  3. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #3
    Yepp, typisches Produkt, um das Marktsegment der "Gibt-es-das-nicht-auch-billiger-Kundschaft" zu bedienen. Und übrigens danke für Deine Mühe beim Checken. :great:
     
  4. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #4
    Einerseits ja, andererseits aber eben auch das einzige Kabel was ab Werk mit der Bestückung 4x XLR und 4x Klinke kommt. Zumindest konnte ich nix dergleichen sonst finden.
     
  5. mix4munich

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    Erstellt: 13.06.18   #5
    Bei Cordial und sicher auch bei Sommercable kann man sich seine MultiCores nach eigenen Spezifikationen anfertigen lassen, mit Sicherheit in ordentlicher Qualität. Allerdings landet man dann auch genauso sicher in einer anderen Preiskategorie.
     
  6. Basselch

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    Erstellt: 13.06.18   #6
    Hallo,

    ich benutze ein ähnliches MuCo, allerdings mit 4 x XLR und 15 m Länge, beim live-Recording. Da ich stets pfleglich damit umgehe, bislang keinerlei Probleme, bis auf die XLR-Stecker, von denen mir nach immerhin mehrjähriger Nutzung bei einem Einsatz beim Abbau gleich fünf zerbröselt sind. Die waren innen drin allerdings sauber gelötet, insofern typische "Qualitätsprüfung durch Kunde" ;) im Vergleich zum hier vorgestellten Fall. Ich habe dann einfach alle 8 Stecker durch ordentliche Switchcraft ersetzt und seitdem ist Ruhe. Für wirklich rauhen Alltagsbetrieb würde ich allerdings auch die Ausführung eines der "Platzhirsche" im Kabel-Bereich vorziehen. Hantiert man ausschließlich selbst damit und hat keine wie hier in Bildern gezeigten Ausfälle, kann man aber durchaus damit arbeiten...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  7. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #7
    Bei Adam Hall geht das offensichtlich auch. Nur anscheinend nicht als Einzelstück.... Genau in die Richtung geht meine Spur für die bessere und dennoch günstige Lösung. Stay tuned!
     
  8. C_Lenny

    C_Lenny Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 13.06.18   #8
    Das ist natürlich ein NoGo. Deine weiteren Erfahrungen machen dann natürlich diesen Schluss
    nachvollziehbar.

    Meine eigenen Erfahrungen sehen "etwas" anders aus. Selbst mit dem Zugeständnis, dass es sich um ein "low-budget-no-pro" Teil handelt, hatte ich dieses MC einige Jahre in meinem Musikkeller ohne Probleme im Einsatz. Nach "Aufrüstung" (x32/digitale stageboxen/Cat5 etc.) hatte ich's verkauft und es erledigt beim Käufer (nähere Umgebung) immer noch seinen Job. Nun ist festverlegt gegenüber on-the-road natürlich ein himmelweiter Unterschied und bei ständigem Ein-/Ausbau hätte ich auch was anderes genommen. Afair konnte ich aber in der Konfektionierung (Löten, Zugentlastung etc.pp) nichts bemängeln, was man unter Berücksichtigung des P/L-Verhältnisses bejammern müsste ;).

    You get what you pay for - bei mir hatte das "gereicht" :).

    LG Lenny
     
  9. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #9
    Naja, ich gehe nicht davon aus, dass eine mögliche Ersatzlieferung auch mit solch einem Schaden bei mir ankäme. Aber warum sollte ich auf bessere Lötarbeit hoffen?

    Scheinbar haben andere User bessere Erfahrungen gemacht. Allerdings sind diese Erfahrungen wie es scheint auch schon etwas her. Bei mir entsteht der Verdacht, dass Thomas vielleicht früher hat woanders produzieren lassen.
     
  10. Roki1954

    Roki1954 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.18   #10
    Ich habe auch das gleiche Teil seit gut zwei Jahren im Proberaum im Einsatz. Es wird (sowohl am Mixer als auch an der "Stagebox") oft aus und eingesteckt, weil der Mixer zum Gig geht oder weil einer der Musiker sein (Mikro- od. Instr.-)Kabel aus dem Proberaum mitnimmt.
    Ebenfalls bisher keine Probleme.

    Vielleicht hast Du einfach nur Pech gehabt.
     
  11. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.18   #11
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