Richtcharakteristik bei Marshall 412 Schrägbox

von Custom 24, 26.06.06.

  1. Custom 24

    Custom 24 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #1
    Hallo Allerseits!

    Ich habe eine 412er Marshallbox mit Greenbacks zugelegt. An meinem Hughes & Kettner Tube 100 und meiner PRS Klingt das Teil ja ganz gut aber irgendwie finde ich, hat die Box eine enorme Richtkarakteristik. Irgendwie stört mich dass. Mein Kumpel hat den H&K Tube 50 mit einer H&K 212er Bassreflexbox, auch 2 Greenbacks drinn und neigt, finde ich, weniger zu Bündeln als meine 412er Marshall.

    Was meint Ihr? Die Schrägboxen giebts ja fast von allen Herstellern. die klingen doch alle etwa gleich oder, sofern natürlich die selben Speacker eingebaut sind?
    Hat schon jemand mit Bassreflexöfnungen herumgetüftelt?

    Vielen Dank!

    Macurs
     
  2. Direwolf

    Direwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #2
    Auch mit den gleichen Speakern klingen nicht alle Boxen gleich. Vor allem wegen Volumen und untersch. Konstruktion.
    Bassreflexöffnungen werden an der Richtcharakteristik imho nicht so viel ändern, dafür aber den Klang.

    cu Direwolf
     
  3. Kramerama

    Kramerama Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #3
    Ne Bassreflexöffnung ist so ne Mischung aus würfeln und auprobieren.
    Du baust damit ja ein gestimmtes Gehäuse.
    Also einen Holzkasten mit ner eigenen Resonanzfrequenz, die im Bassbereich den Frequenzgang des Lautsprechers genau da pusht wo der in die Knie geht. Die Berechnung hab ich nicht vollkommen im Kopf, hat aber was mit dem längsten weg und dem Kürzesten Weg durch die Box zu tun von Zetrum der Schallquelle zum BR-Port. Die Interferenz der Laufzeiten ergibt dann ne Wellenlänge und damit ne Frequenz oder zumindest ein multiples davon.
    Irgendwie so war das. Jetzt kann man dann durch verändern der Länge des Rohres die F(Res) verändern.
     
  4. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #4
    Vergleich doch mal bei den Boxen, ob die Speaker von vorne oder hinten aufgeschraubt sind.
    Das macht nähmlich sehr viel aus, da ein Speaker, der von Hinten verschraubt ist,
    durch das Holz einen Hornvorsatz hat und somit weniger Energie zur Seite abstrahlen kann.

    cu :)
     
  5. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.06.06   #5
    Ich meine, dass alle 4x12er massiv bündeln. Ob die eine Box paar Nuancen mehr oder weniger hat, weiss ich jetzt nicht, hab ich so beim Rumtesten nie feststellen können.

    Wenn ich mich davorstelle, hatte bislang noch bei jeder Box bereits eine Bewegung von wenigen Zentimetern nach oben/unten oder zu Seite massive Klangveränderung zur Folge. V.a. in Punkto Höhen. Kniet man sich frontal vor die Box und stellt seinen EQ so ein, wie man es mag, dann sind, wenn man aufsteht, schlagartig immer alle Höhen weg. :)

    Deshalb klingts ja auch immer mistig, wenn kleine Bands mit Direktbeschallung arbeiten. Je nachdem, wo der Zuhörer steht, kriegt er Muff oder Kreisch. Deshalb nimmt man die Teile ja auch mit nem Mikro ab.

    An sich sind Gitarrenboxen mit mehr als einem Speaker nur nettes Monitoring von hinten. Für guten Sound zählt aber nur der eine Speaker, der dann an die PA geht. (bzw. bei Stereo-Setup zwei).

    Wenns ums Üben geht, kann man seine Box ja auf ne Kiste stellen, damit sie auf Ohrhöhe ist. Dann klingts schon besser.
     
  6. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #6
    wenn du ne box mit nöglichst wenig richtcharakteristik habn willst, solltest du ein hinten offene 1x12er nehmen und dahinter noch ne plexiglasscheibe oder ähnliches stellen. also so ca nen halben meter dahinter. dann haste ehct ne ideale klangverteilung im raum.

    man kann diese richtcharakteristig auber auch ganz massiv ausnutzen: wir habe die boxen so aufgestellt, dass sie auf einen punkt ca 5 meter vorm schlagzeug zielen. jeder von uns gitarristen steht also vor seiner box, und man kann sich selber sehr gut hören, hört den anderen aber auch noch in ausreichendem maße hören. und wenn man mal für ne stelle den anderen besser höären muss, geht man ebe dichter an diesen punkt, wo sich die beiden soundschneisen der boxen überschneiden. und da wir bei ausftritten immer ne PA haben, isses eh egal, wie der sound letztendlich verteilst ist, solnage wir nen guten bühnensound haben.
     
  7. Kramerama

    Kramerama Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #7
    Aber welcher wahnsinnige Livemischer fährt denn Stereo?
    Das wär ziemlich doof wenn man vor einer Box steht immer nur die Hälfte der Band zu hören...
    Mono is the only way in Livesituationen
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.06.06   #8
    Mit Stereo meinte ich nicht das PA-Setup, das in der Tat meist überwiegend Mono fährt (sanftes Panning mal ausgenommen), sondern das Gitarrensetup, von dem hier ja die Rede ist. Und da ist Stereo zwar etwas aufwendig, weil man von Effektgerät über Endstufe bis zur Box Stereowege braucht, aber es gibt genug Leute, die sowas machen. Wie anders würde ein Pingpong-Delay funktionieren :)

    Und dann mit zwei Kanälen ins Pult. Deshalb ist die Band als solche nach wie vor im großen und ganzen mono-gemischt, aber die eine StereoGitarre mit ihren Stereoeffekten kann trotzdem stereo verteilt werden.
     
  9. MichiSi

    MichiSi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #9
    Ich glaube, Ray meinte nur ein Stereo-Gitarren-Setup, wodurch dann auch nur die Gitarre stereo beim Publikum ankommt.
    Kann zum Beispiel bei einem Stereo-Chorus oder Ping-Pong-Delay nett sein, wobei sowas live eher selten ist.
    Bei zwei Gitarristen habe ich andererseits bei großen Veranstaltungen (also richtig groß, Hosen z.B.) schon öfter gemeint, eine leichte Stereoaufteilung der zwei Gitarren gehört zu haben.

    [Edit:] Da war er selber schneller. *g*
     
  10. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.06.06   #10
    Bietet sich ja auch an. Nicht unbedingt 100% links und rechts, dann kriegt man vor der jeweiligen Box wirklich nur noch einen Gitarristen mit. Aber so sanftes Panning in die jeweilige Richtung kann bei zwei Gitarristen nicht schaden. Zumindest die Zuhörer im Sweetspot haben dann echt netten Sound :)

    Bei Toms ist sowas ja auch üblich. Klingt ja auch klasse, wenn bei einem Trommellauf über 4 Toms der Sound von einer Seite über Mitte auf die andere Seite wandert. Für die beiden nach aussen gepannten Toms reicht ja auch ein halblinkes bzw. halbrechtes Panning, damit der Sound auch noch bissel aus der anderen Box kommt.

    Insofern ist so ein Mix eigentlich weder mono, noch stereo, sondern sowas halbe halbes dazwischen :D


    Irgendwie OT, fällt mir grad auf :o
     
  11. Custom 24

    Custom 24 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #11
    Sehr interresant. Habe da eine Hughes & Kettner Attax 412 Rockdriver Schrägboxe in aussicht, dessen Speacker von vorne geschraubt sind und so auch kein Heckdeckel hat. Ausserdem hat dieses Model eine art Samt, der wohl aufgespritzt wurde. Wenn H&K dies auch innwendig so angewandt hat, kann ich mir sogar vorstellen, dass diese gutmütiger klingt.

    Macurs
     
  12. Custom 24

    Custom 24 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #12
    Kannst ja die Schrägboxe immer noch auf die seite legen, dann deckst du einen breiteren abstrahlwinkel ab!:eek:
     
  13. Custom 24

    Custom 24 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #13
    Frage!! Denkst Du, das 412er Marshall offen gut klingt? Die Idee mit der 112er Box und der Plexischeibe finde ich gut!:great: :eek:
     
  14. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #14
    Es gibt ja auch noch die Variante der halboffenen Box. Mesa hat glaube ich sowas, da sind die oberen zwei Speaker frei, der untere Teil der Box ist geschlossen. Bin mir nicht ganz sicher, ob's Mesa war.

    Die Sache mit dem Plexiglas funktioniert auch bei einer geschlossenen 4x12er Box, nur davor. Von ClearSonic gibt's so Plexiglas-Panels passend für (u.a.) Gitarrenboxen. Verteilt auch den Sound besser im Raum, die Laserbeam-Höhen sind weg. Trotzdem sollte man einigen Abstand zur Box haben, unmittelbar daneben klingts nie gut mMn (auch nicht auf Ohrhöhe - AUA!)
     
  15. Custom 24

    Custom 24 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #15
    Genau! Habe noch eine Alte Ranger Gigant Box mit 2 RCF Hochtonhörner und 2 RCF Tieftöner die hinten halb offen ist. Klingt aber nicht sehr gut! Viel zu grell!.
     
  16. MAI

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    Erstellt: 26.06.06   #16
    Die Roadking Box. Muß man mögen. Paßt nicht für jedes Ohr und nicht für jeden Amp.
     
  17. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #17
    ...d.h. sie ist nicht das "beste aus beiden Welten"? Vom Konzept her ist's ja nicht so blöd irgendwie...
     
  18. RfC

    RfC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #18
    Ist auch nicht die einzige Box von Mesa mit geteilter Rückwand. Allerdings die einzige aus dem aktuellen Programm. Es gab noch welche vorher, die unten geschlossenes Gehäuse und oben komplett offen waren. Gabs auch als 2x12er, die wohl verbreiteter waren, jedenfalls sieht man die ab und an bei ebay.
    Von Brunetti gibts auch welche.
    Ich hab aber noch nie eine von denen gespielt. Vom konzept her finde ich es auch klasse. Allerdings scheint es sich halt nicht durchgesetzt zu haben. eine Ahnung warum. Vielleicht ist der Klang ja doch nicht so toll, wie man es "theoretisch" erwarten würde...
     
  19. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #19
    also: mesa hat halbofene boxen im programm, HoS auch, ENGL hatte auf jeden fall mal ne halboffenen 2x12 im programm, mehr fallen mir da auch nicht so spontan ein. diese halboffenen sachen sind eigentlich 2 boxen in einem gehäuse: eine geschlossene 2(1)x12er und eine hinten offene 2(1)x12er, die durch eine feste wand innen auch getrennt sind. hab so eine box leider noch nie spielen können, aber klingt bestimmt gar nicht schlecht... was wohl passiert wenn man das dann mit der konstruktion dieser behringer stereo-box kombiniert, wo die oberen speaker nach außen gewinket sind? vor allem weil bei halboffenen boxen i.d.R. die obere hälfte offen ist? aber ob man dadurch die probleme mit der phasenauslöschung in den griff bekommt? physik ist nun mal physik, und so ne 4x12er verhält sich nunmal ähnlich wie ein akustischer doppelspalt. gangunterschied ist eben gangunterschied...

    edit: hatte die 2. seite übersehen, mein post bezieht sich auf die posts nummer 14&15
     
  20. Custom 24

    Custom 24 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #20
    Nun ja, dem giebts wohl nichts mehr hinzu zu fügen, ausser das man solche Ideen bei den Schrägdinger besser bleiben lässt! Habe nämmlich noch keine davon gesehen, die Oeffnungen gehabt hätte. Muss wohl so sein!
    Die Frage ist, ob die 412er Schrägkisten unterschiedlicher Hersteller wie Peavey, Marshall, H&K, usw. alle die selben Klangeigenschaften aufweisen, da sie ja alle die gleiche Form haben und mehr oder weniger gleich gross sind. Oft sind die ja sogar mit den selben Speakern gespickt. Ich denke mal, dass die trotzdem alle etwas anders klingen, da sicher nicht jeder Hersteller das gleiche Holz verwendet um so ne Schrägboxe zu fertigen.

    Macurs
     
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