Richtige Position der Boxen (aktiv/passiv) - Monitorboxen

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Hey Leute,

bei uns in der Schule findet bald wieder das alljährliche Weihnachtskonzert statt. Die Planungen laufen bereits ;). Wir haben recht überschaubares Equipment. Von der Beschallung her, stehen uns zwei aktive und zwei passive Boxen zur Verfügung. Es handelt sich um eine kleine Sporthalle mit geiler Akustik durch Holzverkleidungen.
Nun bin ich mir bei der Position der Boxen nicht sicher. Die letzten Jahre standen die aktiven an der Bühne (Richtung Publikum) und die passiven haben von hinten zur Bühne beschallt. Physikalisch gesehen totaler sch***. Aber mir ist bisher nichts besseres eingefallen. Habt ihr Tipps wie ich die Boxen besser positionieren kann?

Die Bands haben sich schon letztes Jahr beschwert das sie keine Monitor-Boxen haben, hab damit auch noch nie wirklich gearbeitet...

Wär für jeden Tipp dankbar da sich dieses Konzert von den anderen abheben soll!
:D

Gruß Schultechniker ;)
 
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Ohne eine genaue Liste des vorhandenen Equipments und eine genauere Beschreibung der Location, kann man dir hier nicht helfen.
 
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Naja... viele Möglichkeiten hast du mit dem bissl Holz ja nicht.

Zwei Boxen an den vorderen Bühnenrand Richtung Zuhörerschaft und zwei Richtung Band als Monitore.
Wie man letztere dann positioniert, hängt von der Besetzung auf der Bühne und der Art der Boxen ab. Tendenziell würde ich Richtung Sidefills gehen - also die Monitore auf Stative an die vorderen Ecken der Bühne und von dort im 45° Winkel die Bühne ausleuchtend hinstellen.


domg
 
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Ich unterschreib das mal vom onk. So würde ich das auch machen.
 
So also hier sind Bilder: https://www.dropbox.com/sh/bxeiut15uy7zhtk/37u7ODO5IB 200m² Grundfläche und die Bühne hat 17m²; wir haben 180 Zuschauer und am engsten wird es auf der Bühne wenn Bass, Sänger, Schlagzeug, Sax, Geige, A-Gitarre und Piano drauf sind. Boxen sind folgende: 2x Mackie SRM450 und 2x Wharfedale Pro LA-15 Entschuldigung für das Layout, irgendwie funzt die "Enter"-Taste nicht^^

- - - Aktualisiert - - -

Danke an "der onk", hilft mir schon einmal weiter. Gibt es was besonderes zu beachten wenn ich mit Monitorboxen arbeite?
 
Wenn das mit der Sidefill-Aufstellung für alle o.k. ist, würd ich's auch so machen. Es ist natürlich ein Kompromiss, der allen Musikern dient.

Allerdings haben bei eurer Besetzung mindestens der Sänger und als nächstes A-Git. und Piano (falls elektron.) das größte Problem, wenn sie sich nicht richtig hören (was bei dem Kompromiss passieren kann). Wenn das der Fall ist, würde ich probieren, ob es etwas bringt, wenn eine der beiden Monitore als Bodenmonitor verwendet und nur mit dem dort benötigten Signal gespeist wird (genug Aux-Wege hast du?). Vielleicht könnten sich den auch 2 Leute (Sänger + A-Git.?) teilen. Deine Boxen haben ja alle Monitorschrägen und die Aufstellung hängt dann von der Bühnensituation (Platz) und den Mikros (Charakteristik) ab, das probierst du am besten aus.

Ich würde das in Ruhe vor dem Konzert mit der Band zusammen testen, vor allem bei realistischer Lautstärke. Gerade Leute, die nicht gewohnt sind, mit Monitor zu arbeiten, schätzen das gerne zunächst falsch ein. Beim Soundcheck hören sie sich erstmals einigermaßen und finden das natürlich laut genug, aber wenn's dann richtig losgeht, reicht das bei weitem nicht.

Gruß,
der Trommelmuckl
 
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Tacho!

Was für Musikmaterial soll denn überhaupt wieder gegeben werden?
Rock
Pop
Folk
Akustik
Klassik
...

Bei Rock/Pop ist die Anlage doch sehr sehr sehr dünn. Da ist schiffbruch vorprogrammiert.

Generell würde ich nur das nötigste auf die Anlage geben, also Vocals, akustische Instrumente. Damit hat man Headroom und Platz im Mix. Wenn da ein Drumset rumsteht, dann nur die Kick drauf legen, wobei das ohne Sub schon seltsam tut. Instrumente mit Verstärker, also E-Gittarre, Bass, evtl. Keyboard mit eigenem Amp müssen sich dann entsprechend anpassen. Das Sax wird wohl laut genug sein, bei der Geige würde ich mal hören ob sie durchkommt. Für den Drummer gilt dann die dicken Stecken in der Tasche zu lassen und eher zu dünnem bis sehr dünnem Holz zu greifen. Das trägt mitunter auch zu einem besseren und kompakteren Sound bei.

Ich würde nun gar die schlechteren Boxen (Wharfedale - wie schrecklich) nach vorne nehmen. Am EQ, falls einer vorhanden ist ansonsten muss der Kanal EQ halt zweckentfremdet werden, kann man doch sehr viel tricksen, damit auch solches Material einigermaßen erträglich spielt. Die Mackies würde ich - wie schon vorgeschlagen - entweder als Sidefill auf die Bühne drehen oder die Band so stellen, dass die Rhythmussektion auf der einen Seite steht und da eben die eine Box als Sidefill eindrehen und die Solisten auf der anderen Seite platzieren und hier die verbleibende Box als Floormonitor nutzen. Dann kann man auch ganz gepflegt zwei Monitorwege fahren, sofern das das Pult überhaupt kann.

Effekte bitte nicht auf die Monitorwege legen und auf dem Frontsystem dezent einsetzen, sonst matscht es nämlich auch.
Für den oder die beiden Monitorwege würde ich mir in jedem Fall einen mind. 15-Bänder EQ zumieten, falls keiner da ist. Einfach um etwaige Feedbacks zu bedämpfen.

Dann erstmal die Band spielen lassen, damit die Amps entsprechend stimmig eingestellt werden und der 1. Sidefill dazu passend eingestellt wird. Dann die Solistenseite in Betrieb nehmen und auch hier erst mal nur den Monitorweg einrichten. Damit hat man schon mal den Sound der Bühne. Nun würde ich die Solisten auf das Frontsystem schieben und zwar soweit, dass die auch vorne sind. Dann die restlilchen Band (hatte ich schon erwähnt, dass hier weniger mehr ist?!) dazu schieben, so dass das ganze in sich harmoniert und stimmig ist. Die Soloinstrumente und vor allem die Vocals sollten definitiv vorne sein. Es bringt nichts, wenn nur die E-Gitarre am Sägen ist und der Bass dröhnt.

Ich denke damit sollten dann alle, in anbetracht des zur Verfügung stehenden Materials, zufrieden sein.
Ansonsten würde ich anfragen, ob nicht der Förderverein oder die Schule selbst ein paar Euronen locker macht, damit man sich evtl. einen Sub und noch 1-2 Monitore zumieten kann. So teuer wird das nicht werden und würde alles ein wenig entspannen. Oder man mietet sich ein komplettes, kleines Frontsystem und nutzt die eigenen LS als Monitore. Dabei würde ich die besseren dann wieder den Solisten zuweisen.

Grüßle,
michael
 
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Wow, erstmal danke für die ausführlichen Antworten ;) Bin eigentlich absoluter Amateur, hab das aber trotzdem die letzten Jahre gut auf die Reihe bekommen mit meinen Jungs. Jetzt kommt aber wahrscheinlich eine typische Amateurfrage: Warum die Mackies als Monitor und nicht die Wharfedale??? Hoffe das wir vorm Konzert noch einen neuen Controller bekommen, leider aus Geldmangel ein Behringer SX (war das einzige in unserer Kategorie), damit müsste sich das trotzdem halbwegs realisieren lassen. "Improvisation ist das halbe leben"!!!
 
Nur durch Improvisation lernt man dieses Handwerk auch wirklich, oder meinst du auf prof. Bühnen geht es anders zu. Die Fragen und Probleme sind dieselben, nur die Kisten und der Aufwand ist größer.

Warum die schlechteren Boxen als Front...
Ganz einfach: An der Front kann ich deutlich mehr verdrehen und anpassen in diesem Fall, ohne dass es z.B. koppelt. Bei eurer konstellation sollten die Musik das best mögliche Signal bekommen, da nur so ein gutes Zusammenspiel gewährleistet ist. Wenn sich die Musiker und vor allem die Sänger schlecht oder gar nicht hören, dann strebt alles irgendwann gegen Unbefriedigend. Wenn dann noch ein gutes Frontsystem da ist, dann hört man jeden Fehler und das ist dann auch für das Publikum doof. An einen "schlechten" Sound nach draussen gewöhnt man sich sehr schnell und ich behaupte mal, dass die wenigsten es überhaupt hören, ohne nun einen direkten Vergleich zu haben.

Anders beim Monitor. Hier muss zwingendersmassen eine gutes System stehen, denn sonst - wie schon erwähnt - hören sich die Musiker nicht und können daher auch nicht zusammen spielen, was ja aber der Fall sein soll.

Des weiteren denke ich, dass die Mackie gerichteter, besser in der Auflösung, also einfach präziser ist als der andere Hamsterkäfig.

Reicht das mal so als Erklärung?
 
Neben den bisher gemachten Empfehlungen und Hilfen der Fachleute hier nur einmal so als kleine Anregung:
Du bist doch vermutlich immer noch mit dieser Veranstaltungsreihe "beauftragt", nicht wahr? Und wenn ich mir da so die geografische Gegend anschaue (Blankenfelde), dann gibt es da im Berliner Einzugsgebiet doch unzählige VA-Services, u.a. DIESEN. Wäre es evtl. eine Überlegung, dort einmal vorzusprechen, um Rat zu bitten, ggfs. unter Berücksichtigung des vorhandenen Equipments zuzumieten, oder sogar eine technisch versierte Person für den Abend/Planung "einzukaufen"? Soooo kostspielig ist das u.U. gar nicht, und Du könntest der Schulleitung auch ein "professionelles" Konzept unterbreiten ;). Nebenbei kannst auch du davon nur profitieren/lernen.
Es ist doch sicherlich allen, auch der Schulleitung, an einem guten Gelingen dieser wichtigen Veranstaltung gelegen, so dass die bekannterweise immer erst als leer bejammerten Kassen bei entsprechender Überzeugungskraft vielleicht doch nicht ganz so leer sind :D.
Wie gesagt, nur als Tipp; ansonsten ist den bisher getätigten Ausführungen meine Vorposter nichts hinzuzufügen:)!

LG Lenny

LG Lenny
 
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