Richtiges Routing für Proberaum/Monitoring/Recording

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Hi Leute,

ich bräuchte ein wenig Input und Hilfe von erfahrenen X32 Nutzern, da ich unseren X32 Rack einfach mal richtig konfigurieren möchte und mir nicht ganz sicher bin und ein paar Probleme habe.
Zum Thema Recording habe ich schon mal einen Beitrag erfasst und genau hier bin ich nicht weitergekommen. Aber da alle andere Faktoren mitberücksichtigt werden müssen (Live Monitoring und Proben etc.) packe ich mal alles zusammen, nicht dass ich fürs Recording alles richtig konfiguriere, später jedoch Live Probleme bekomme. Vielleicht ist aber genau alles zu wollen und das mit einer Konfiguration genau das Problem und mein Verständnisproblem :unsure:
Genau deshalb bitte ich um etwas Unterstützung. Und vielleicht hat der Eine oder Andere auch generelle Tipps, was wir noch besser machen könnten. Schließlich lernt man ja nie aus!

Zu mir:
Ich komme aus der analogen Welt, traute mich nun aber doch mal in die Welt der digtalen Technik reinzuschnuppern und ich muss sagen, hätte ich bloß früher :).
Mit Recording habe ich nur als Musiker in Studios Erfahrungen sammeln können, selber habe ich nie was eingerichtet oder die DAW bedient. Auch hier ist es nun allerhöchste Zeit sich weiter zu entwickeln.
Live habe ich mich um die Technik gekümmert, aber wie gesagt, simpel und analog. Hier ist die digitale Welt doch noch Neuland für mich.

Equipment:
Da wir so einige Live-Auftritte planen (welche Musiker nicht), entschieden wir uns für das x32 Rack von Behringer mit der S-16 Stagebox. Kompakt zu sein, die Einstellungen per PC/Tablet/Handy vornehmen zu können (individuelles Monitoring), USB-Interface und dass wir unsere Monitorsettings für unser InEars immer dabei haben können, auch wenn wir von anderen Tontechniker und deren Equipment abgemischt werden. Somit sparen wir uns die aufwendigen Soundchecks und haben unseren gewohnten Sound. Wenn dass alles funktioniert wie wir es uns vorstellen, dann ist es einfach nur genial.:great:

Software: Windows 10, Pro Tools 11
Interface: X-USB-Interface

I/O:
Drums: 1-16
Instrumente/VOX: 17-32
Main Out: 1-2 (falls wir selber mal die PA stellen müssen ohne zusätzlichen Mixer)
Monitoring: 3-12
FX: 13-16 (Effecte wie Hall, Delay etc.)

Frage: Die Effekte funktionieren einwandfrei. Gibt es jedoch eine andere Möglichkeit die internen Effekte auf die Kanäle zu legen, damit die Ausgänge 13-16 nicht mit FX belegt werden? Somit könnten wir Kanäle 3-16 fürs Monitoring nehmen und bei 6 Musikern, könnte jeder einen Stereo Signal auf die Ohren bekommen.

Problembeschreibung:
1. Generelles Routing

Da ich bei diesem Thema noch ein wenig unsicher bin, würde ich gerne wissen, ob ich das Routing richtig vorgenommen habe. Manches funktioniert nicht, daher habe ich höchstwahrscheinlich Fehler drinnen, die ich irgendwie nicht beseitigt bekomme.

Zu erfüllende Voraussetzungen:
1.1 Proben:
Alle Instrumente sind abgenommen, und jeder hört sich und andere auf seinen Monitor. Das passt soweit.
1.2 Live: Für die Auftritte möchten wir einfach unseren Rack mitnehmen, auf die Bühne stellen und als Monitoring (für jeden individuell einstellbar) verwenden, mit dem Sound, den wir im Proberaum eingestellt haben. Natürlich vorausgesetzt das gleiches Equipment steht auf der Bühne.
1.3 Recording: Livemittschnitte und Proberaumrecording mit Einzelspuren, so das wir daraus ein schönes Album basteln können.

2. Live
Verständnisfrage: Angenommen es wird vom Veranstalter ein Mischpult x32 und ein Techniker zur Verfügung gestellt. Welche Grundvoraussetzungen müssen wir erfüllen, damit er unser Rack bei sich einspeist, so das wir unseren gewohnten Monitorsound haben. In paar Monaten steht unser erstes Gig an und ich bin ein wenig nervös, dass irgend etwas nicht hinhaut und wir am Ende ohne InEar blöd da stehen (hier habe ich leider noch Null Erfahrung). Auch verstehe ich noch nicht ganz, wie das alles angeschlossen ganz geschweige von geroutet wird. Gehen wir mit unserem Inputs einfach in unseren Rack (wie im Proberaum) und der Tontechniker für die Beschallung greift sich die Signale von unserem Rack ab?

3. Recording:
3.1 USB Recorder:
Ein schöne Möglichkeit bietet ja der USB Recorder an, um Proberaummitschnitte machen zu können. Hier haben wir nun aber folgendes Problem, welches ich auch nach Stunden/Tage/Monaten nicht beseitigen konnte. Aufnahmen funktionieren einwandfrei. Wenn ich allerdings die Aufnahmen abspielen lassen, hören es nur diejeniger über ihren InEars, die am X32 Rack über Out 3-8 angeschlossen sind. Die Bandkollen die physikalisch am S-16 Out 1-4 angeschlossen sind (Bus Channel 7-12), können die Wiedergabe der Aufnahme nicht hören. Wie bekomme ich das in den Griff?

3.2 ProTools
Dieses Thema habe ich schon mal in einem Thread behandelt, aber leider noch nicht gelöst bekommen. Wie geschrieben würde ich gerne auch dieses Problem lösen, aber hier drinnen mit behandeln, damit die oberen Faktoren (falls notwendig) mitberücksichtigt werden. Denn bei einem Gig muss alles funktionieren, am besten ohne hin und her routen wenn es geht, da einfach die routine fehlt.
Was funktioniert, ist, dass das Signal in ProTools ankommt. Sprich ich sehe es an der Spur und den Metern. Nun das Dicke Aber. Auch hier möchten wir das Aufgenommene über unsere InEars hören. Hören tun wir aber rein gar nichts. Ich gehe stark davon aus, dass auch dies ein Routing Fehler ist. Wohin muss ich in ProTools das Signal ins Pult schicken, damit jeder alle Kanäle hört? Da bin ich wirklich am verzweifeln und überfragt.

Blöde Frage
Im Netz konnte ich mir die Frage nicht beantworten. Was ist der Unterschied zwischen dem eingebauten X-USB und dem optionalen X-Live Interface. Sind das nur die SD Karten im X-Live oder gibt es auch funktionale Unterschiede?

Es ist doch einiges zusammen gekommen und ich hoffe dass ich hier ein paar Inputs erhalte, um die Probleme zu lösen und auch das Verständnis für die neue digitale Welt erhalte. :great:

Vielen vielen Dank schon mal und schöne Grüße
Argo

P.S. Bilder und die Scene als .txt habe ich mal mit angehängt.
 
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Die Effekte funktionieren einwandfrei. Gibt es jedoch eine andere Möglichkeit die internen Effekte auf die Kanäle zu legen, damit die Ausgänge 13-16 nicht mit FX belegt werden?
Servus,

das eine hat mit dem anderen erstmal nichts zu tun. Du kannst alle 16 Out (bzw +6 aux = 22) frei belegen mit was auch immer.
Somit könnten wir Kanäle 3-16 fürs Monitoring nehmen und bei 6 Musikern, könnte jeder einen Stereo Signal auf die Ohren bekommen.
dafür brauchst du 12 Mixbusses, dh das ist völlig unabhängig von deinen FX-Sends. Du kannst daher Bus 1-12 für 6x Stereo-IEM nutzen (unabhängig von den genutzten Outputs, wo du dafür natprlich auch 12 brauchst, welche du aber aufteilen kannst in z.b. 6 AuxOuts + 6 XLR-outs)

Angenommen es wird vom Veranstalter ein Mischpult x32 und ein Techniker zur Verfügung gestellt. Welche Grundvoraussetzungen müssen wir erfüllen, damit er unser Rack bei sich einspeist, so das wir unseren gewohnten Monitorsound haben.
Wenn man mal den Signalweg verstanden hat, ist das relativ einfach:
Die Signale gehen alle erst zum Monitormischer. an den Monitormischer hängt sich das FOH an und du musst dem Monitormischer sagen, welche signale es zum FOH schicken soll. Zurück, also von den outs des FOH ist das ein klein wenig schwieriger zu verstehen, aber auch diese Signale kannst du dann am Monitormischer und/oder an den Stageboxen ausgeben - wie das genau geht, ist aber ein eigenes Thema

Wenn ich allerdings die Aufnahmen abspielen lassen, hören es nur diejeniger über ihren InEars, die am X32 Rack über Out 3-8 angeschlossen sind. Die Bandkollen die physikalisch am S-16 Out 1-4 angeschlossen sind (Bus Channel 7-12), können die Wiedergabe der Aufnahme nicht hören. Wie bekomme ich das in den Griff?
Das ist nur ein Routingfehler - schaue ich mir später in deiner szene an.

EDIT: 1. Fehler in deiner Szene ist, dass du unter Cardout 17-32 signale aufnimmst, die es gar nicht gibt = du nimmst nur local 1-16 auf. Stelle hier dasselbe ein, wie unter INPUT und schon hast du alle 32 Signale in der DAW.
1645543599771.png


Wohin muss ich in ProTools das Signal ins Pult schicken, damit jeder alle Kanäle hört?
in der DAW müssen alle I/Os ident sein, also zb Spur1 = Input1 = output1, damit du einen VSC machen kannst. Auch darfst du für einen VSC natürlich die spuren in der DAW nicht bearbeiten. Im "normalen" Aufnahmemodus nimmst die DAW die Spuren postHA auf und gibt sie dann in einem VSC, bei dem dann alle Inputs im Pult auf CARDIN umgeschaltet werden, wieder ab. Auch das ist nur ein Routingproblem, wenns nicht funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen dem eingebauten X-USB und dem optionalen X-Live Interface.
X-USB ist die standartkarte, die "nur" per USB an den PC die Signale ausgibt und empfängt.
X-LIVE kann ZUSÄTZLICH die unter Cardout eingestellten signale auch auf SD-Karten aufnehmen und von dort wieder abspielen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

EDIT2 (nach Betrachtung deiner Szene):

- wieso nutzt du Bus1/2 als mains und nicht den mainbus??
- wieso nimmst du als Tappoint für Bus1/2 PRE EQ?? Das bedeutet, dass alles was du zu deinem Bus1/2 (zt deine mains) VOR dem EQ abgegriffen werden = alle EQ-einstellungen sind nutzlos!!
- wieso hast du alle FX volle Kanne auf den Monitoren?? Du hast zwar keine Signale in den Sends, aber wenn du dann dort welche reinlegst, dann verhallt, bzw -echot dir das die Signale ja völlig.

Zu deinem DAW-Abspielproblem. Konfiguriere dir unter "PLAY" die CardINs und schalte one-knob zwischen record und play hin und her. Record = die Livesituation - play = das Abspielen der aufgenommenen Signale:
1645544249531.png


dass wir unsere Monitorsettings für unser InEars immer dabei haben können, auch wenn wir von anderen Tontechniker und deren Equipment abgemischt werden.
Hierzu noch die Anmerkung, dass das im bestehenden Setup NUR mit einem M/X32 funktioniert. WENN der Techniker vor Ort ein anderes System/Mischpult nutzt, brauchst du analoge Splitter VOR deinem System.
 
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Wow, vielen vielen Dank für deine schnelle Hilfe und Erklärungen.
Ich bin gleich in unseren Proberaum gestürmt, um dein Input umzusetzen. Ganz habe ich es nicht geschafft, aber ich bin ein großes Stück weiter, Dank dir! Auch verstehe ich nun das Eine oder Andere besser.

Nun kamen jedoch auch neue Fragen auf.

Recording:
USB Recorder: Nun hören sich endlich alle.

ProTools: Dank deinen Tipps funktioniert auch das!

in der DAW müssen alle I/Os ident sein, also zb Spur1 = Input1 = output1, damit du einen VSC machen kannst. Auch darfst du für einen VSC natürlich die spuren in der DAW nicht bearbeiten. Im "normalen" Aufnahmemodus nimmst die DAW die Spuren postHA auf und gibt sie dann in einem VSC, bei dem dann alle Inputs im Pult auf CARDIN umgeschaltet werden, wieder ab. Auch das ist nur ein Routingproblem, wenns nicht funktioniert.
Sorry für die vielleicht blöde Frage, aber was bedeutet VSC und postHA? Gewisse Fachbegriffe scheinen mir noch zu fehlen. (Beim Googeln bekomme ich hier jeden Mist, aber wohl nicht das wonach ich Suche)
Was mir aufgefallen ist, ist dass alle Signale Post Fader in der DAW ankommen. Ich denke das ist nicht richtig. In der DAW macht doch nur Pre EQ Sinn, damit in der DAW die Spuren neutral sind und nach belieben bearbeitet werden können. Oder sehe ich das falsch? Wo stelle ich nun das zu sendende Signal auf Pre EQ um? Und was ist der unterschied zwischen Input und Pre EQ. Ich sehe, ich habe noch große Lücken, diese ich unbedingt schließen möchte.

- wieso nutzt du Bus1/2 als mains und nicht den mainbus??
Liegt wohl an meine altmodische Denkweise. An unseren Analogmischer hatten wir physikalische Main Out L/R und dann Out 1 - x fürs Monitoring.
Beim Rack gibt es ja die Main Outs nicht mehr. Daher habe ich Main auf Out 1 & 2 gelegt und automatisch BUS 1 & 2 als Main verwendet (wobei wir noch keine Anlage dran hatten). Aber stimmt, macht wenig Sinn. Ich habe nun Out 1 & 2 dem Main L / R zugewiesen. Bleibt nun der BUS 1 & 2 automatisch inaktiv? Oder denke ich wieder verkehrt.

- wieso nimmst du als Tappoint für Bus1/2 PRE EQ?? Das bedeutet, dass alles was du zu deinem Bus1/2 (zt deine mains) VOR dem EQ abgegriffen werden = alle EQ-einstellungen sind nutzlos!!
Ich glaube ich sehe den Wald vor lauter Bäume nicht mehr, dank den vielen Einstellungsmöglichkeiten. Wo siehst du genau dass BUS1/2 Pre EQ ist??? Wenn ich auf Outs gehe (bestimmt schaue ich falsch), sehe ich Post Fader. Natürlich würde hier ein Pre EQ Null Sinn ergeben.

- wieso hast du alle FX volle Kanne auf den Monitoren?? Du hast zwar keine Signale in den Sends, aber wenn du dann dort welche reinlegst, dann verhallt, bzw -echot dir das die Signale ja völlig.
Ebenfalls ein sehr guter Einwand. Am Schluss war ich einfach nur noch froh, dass ich nach langer Spielerei etwas Hall und Delay auf die Stimmen gebracht habe :biggrinB:
Das Thema werde ich als nächstes angehen und mich mit der FX Funktion auseinander setzen.

Tja, ein Analogmixer war einfach zu händeln. Doch die jetzigen Möglichkeiten mit dem X32 sind überwältigend - dafür Anfangs etwas unübersichtlich (zumindest für mich). Aber ich sehe, dass ich mir nun doch mal die Zeit nehmen muss um mich reinzulesen, um die genaue Funktionsweise zu kennen, zu beherrschen und vorallem um zu wissen, wo ich genau zu schauen habe ohne suchen zu müssen :biggrinB:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Hierzu noch die Anmerkung, dass das im bestehenden Setup NUR mit einem M/X32 funktioniert. WENN der Techniker vor Ort ein anderes System/Mischpult nutzt, brauchst du analoge Splitter VOR deinem System.
Genau diese Frage hatte ich vergessen zu stellen. Nun ist auch das geklärt und wird entsprechend im Technical Rider ergänzt
(y)
 
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aber was bedeutet VSC und postHA?
VSC ist dei Abkürzung für Virtual Soundcheck
Post HA heisst "direkt nach dem Head Amp", eigentlich direkt nach dem Preamp und dem AD-Wandler.
AD heisst Analog Digital, um da noch eine Abkürzung zu erklären.
Was mir aufgefallen ist, ist dass alle Signale Post Fader in der DAW ankommen
Wenn das Routing auf die Card Out so ist wie in den hier gepostet wurde, dann werden alle Signale direkt nach dem Eingang an die DAW gesendet, nicht Post Fader. Wie kommst du da drauf, das sie Post Fader sind?

Und was ist der unterschied zwischen Input und Pre EQ.
Input ist wieder direkt nach dem AD-Wandler und Pre EQ ist direkt vor dem EQ. Dazwischen kann, je nachdem was du im Kanal so eingestellt hast, das Input Delay, der Hochpassfilter (Low Cut), das Gate/Expander und wenn du das so willst auch der Kanal-Insert und der Kompressor sein. Die beiden letzten sind aber standardmäßig hinter dem EQ in der Bearbeitungskette.
Beim Rack gibt es ja die Main Outs nicht mehr. Daher habe ich Main auf Out 1 & 2 gelegt und automatisch BUS 1 & 2 als Main verwendet (wobei wir noch keine Anlage dran hatten). Aber stimmt, macht wenig Sinn. Ich habe nun Out 1 & 2 dem Main L / R zugewiesen. Bleibt nun der BUS 1 & 2 automatisch inaktiv? Oder denke ich wieder verkehrt.
Das X32 hat Ausgänge die frei zugeordnet werden können. Das passiert im Routing von Out 1-16 bzw den Aux Out. Du kannst also, wenn du es so willst Main LR auf die XLR Out 1-2 legen, üblicherweise sind die aber auf 7-8 (So stehts auch hinten über den beiden Buchsen). Aber das muss nicht so sein, das ist dir als Benutzer überlassen wie du es haben willst.
Doch die jetzigen Möglichkeiten mit dem X32 sind überwältigend - dafür Anfangs etwas unübersichtlich (zumindest für mich).
Na klar, du hast ja mit dem X32 ein Pult das so viele Möglichkeiten bietet wie ein analoges Pult in der Liga Midas Heritage oder so (was nicht heissen soll dass die auch klanglich genau auf der gleichen Höhe sind), und mehrere Schränke an Sideracks. Spätestens wenn du so ein analoges Setup gehabt hättest wäre es ziemlich gleich komplex und unübersichtlich. ;)
 
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moin, das meiste hat jetzt mfk schon beantwortet, deshalb nur noch ein paar Details:

Ich habe nun Out 1 & 2 dem Main L / R zugewiesen.
Gut. Wie schon oa kannst du jedem Output ein beliebiges Signal zuweisen.
Bleibt nun der BUS 1 & 2 automatisch inaktiv?
Nein, du hast dann im Moment Bus1/2 nur keinem Output zugeordnet. Da deine oa Zuordnung von den FX-sends zu den outs 13-16 ja überflüssig sind, kannst du entweder neu ordnen, also Bus1-12 auch den outs 1-12 zuordnen - die mains sind im großen Setup gern auf out 15/16, welche dann bei dir auf der stagebox lägen - oder du legst bus 1/2 auf irgendwelche freien outs. Wie du das machst und ob du diese outs gerne am Rack oder lieber an der Stagebox hast, kannst du frei entscheiden. btw: wichtig ist, dass die stagebox im Mode2 läuft, also die +8 im Display erscheint, damit du dort auch die outs 9-16 ausgibst!!

Wo siehst du genau dass BUS1/2 Pre EQ ist???
in den channelsends (und sorry, nicht pre- sondern postEQ - mein Fehler):
1645596695592.png


Wenn ich auf Outs gehe (bestimmt schaue ich falsch), sehe ich Post Fader.
dies ist auch richtig und betrifft nur die OUTputs! wenn du die fader nutzen willst - was ja auch normal ist, stehen die outputs alle auf Postfader - eben nicht zu verwechseln mit den channelsends.

Hier das Signalband des M/X32 mit den jeweiligen Tappoints. Aufgrund der Tatsache, dass du den Insert und den Kompressor jeweils auf pre oder post stellen kannst, verändern sich auch die tappoint. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass wenn du den Insert auf post stellst, dieser erst nach dem Tappoint "prefader" greift (2. screenshot).
1645597223837.png

1645597293796.png
 
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in den channelsends
Das wäre aber für einen typischen Aux Mix, z.B. für einen Monitor, wohl das richtige. Für einen Main-Mix-Ersatz wäre Prefader oder Postfader besser, da das dann den Kompressor mit einbezieht.
Aber da ja inzwischen der Main Mix wieder aktiviert wurde für den Gesamtmix, ist das, was am Bus 1-2 passiert nimmer so relevant, finde ich
 
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wäre Prefader oder Postfader besser, da das dann den Kompressor mit einbezieht.
aber abhängig davon, ob der Kompressor auf pre oder post steht. Die Aussage stimmt daher nur, wenn er auf post steht.
Aber das wird hier zu kleinkariert. Der TE steht eher noch beim Rohbau ;-)
 
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aber abhängig davon, ob der Kompressor auf pre oder post steht. Die Aussage stimmt daher nur, wenn er auf post steht.
Um korrekt zu sein, ist der Kompressor bei den beiden Tappoints pre fader oder post fader immer dabei. denn die Einstellung Pre oder Post für den Kompressor bezieht sich darauf ob der Kompressor vor oder nach dem EQ ist. Deshalb gibts auch Pre Fader und Post EQ. für Post EQ stimmt was du sagst, da ist mal der Kompressor dabei mal nicht.
Aber das wird hier zu kleinkariert. Der TE steht eher noch beim Rohbau ;-)
Da stimme ich dir voll und ganz zu.
 
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Vielen Dank nochmal für eure Unterstützung!

Wenn das Routing auf die Card Out so ist wie in den hier gepostet wurde, dann werden alle Signale direkt nach dem Eingang an die DAW gesendet, nicht Post Fader. Wie kommst du da drauf, das sie Post Fader sind?
Ich habe es gestern nur mal mit dem Mic getestet. Beim abspielen der Spur waren Effekte, Comp, und EQ drauf, wie im Mixer abgemischt.

Oder, was mir nun einfällt, wenn ich darüber nachdenke, habe ich wahrscheinlich wieder einen Denkfehler bezogen auf den Signalfluss.
Liege ich nun mit der Annahme richtig: Das Signal (Aufnahme) wird ja über die DAW wieder zurück in den Mixer geschickt. Über meinen BUS Kanal konnte ich wie gewohnt den Kanal - in diesem Fall Kanal Vox - regeln. Also geht das Signal von der DAW wieder im Mixer ganz vorne in die Signalkette rein, sprich Input, so dass eben die FX, EQ, Comp etc. anschließend greifen. Somit höre ich die Aufnahme wie gewohnt und direkt abgenommen über den BUS, in der DAW aber sind die Spuren "clean".
Oder liege ich mit dieser Annahme falsch.

üblicherweise sind die aber auf 7-8 (So stehts auch hinten über den beiden Buchsen)
Das ich das übersehen habe, dass es sogar so beschriftet ist. Vielleicht habe ich mich damals auch bewusst so entschieden gehabt, damit Main nicht zwischen den IEMs hängt durch den S16. Das ist schon eine Weile her.
die mains sind im großen Setup gern auf out 15/16, welche dann bei dir auf der stagebox lägen
Genau so werde ich es nun machen. Und den BUS von 1 aufwärts.

Spätestens wenn du so ein analoges Setup gehabt hättest wäre es ziemlich gleich komplex und unübersichtlich.
Sideracks hatten wir beim selber abmischen nie welche. Dementsprechend war die Handhabung easy, der Sound aber auch. Und wenn doch welche vom Veranstalter da standen, dann war zum Glück immer ein Tontechniker dabei :LOL:

in den channelsends
Fürs Monitoring wäre in unserem Fall eigentlich Pre Fader die richtige Option?

eben nicht zu verwechseln mit den channelsends.
Ist mir in der Müdigkeit tatsächlich passiert.

Das wäre aber für einen typischen Aux Mix, z.B. für einen Monitor, wohl das richtige. Für einen Main-Mix-Ersatz wäre Prefader oder Postfader besser, da das dann den Kompressor mit einbezieht.
Ok, das ist nun der nächste Denkanstoß. Warum auf den Monitor Post EQ und nicht Pre Fader gehen. Damit die volle Dynamik auf der "Bühne" bei den Musikern bleibt? Denn schließlich spielt/singt man ja entsprechend nach Gehör (Lautstärke/Anschlagsstärke).
 
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Also geht das Signal von der DAW wieder im Mixer ganz vorne in die Signalkette rein, sprich Input, so dass eben die FX, EQ, Comp etc. anschließend greifen. Somit höre ich die Aufnahme wie gewohnt und direkt abgenommen über den BUS, in der DAW aber sind die Spuren "clean".
richtig

Fürs Monitoring wäre in unserem Fall eigentlich Pre Fader die richtige Option?
auf jeden fall prefader, aber auch post EQ, pre EQ sind ja alles prefader. Es kommt eben drauf an, ob du einen post geschalteten comp mit am IEM haben möchtest oder nicht.

Ok, das ist nun der nächste Denkanstoß. Warum auf den Monitor Post EQ und nicht Pre Fader gehen. Damit die volle Dynamik auf der "Bühne" bei den Musikern bleibt? Denn schließlich spielt/singt man ja entsprechend nach Gehör (Lautstärke/Anschlagsstärke).
eben, das kann EIN grund sein, warum post EQ die bessere wahl ist. Ich gehe sogar noch weiter und gebe die NICHT-mikrofonierten Signale PRE-EQ zurück. Grund: ein Beispiel, der Gitarrist spielt über Kemper, Axe, Helix,...o.ä. und ich klaue ihm am Pult ordentlich die Höhen, weil mir das zu schrill klingt. Nun denkt aber der Gitarrist ggf, dass es ihm auf seinen Ohrhörern zuwenig Höhen sind und dreht diese noch weiter auf - das ganze wird ziemlich kontraproduktiv, deshalb sogar pre-EQ.
 
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Liege ich nun mit der Annahme richtig: Das Signal (Aufnahme) wird ja über die DAW wieder zurück in den Mixer geschickt.
Wenn du z.B beim Aufnehmen die Kanäle und die DAW mit den analogen Inputs vom Pult speist, dann wird das Signal direkt nach dem AD Wandler aufgenommen. Und dann beim Abhören diese Kanäle auf Card 1-16 umschaltest, dann geht das (unbehandelte) Signal von der DAW wieder in den Kanal zurück, an der selben Stelle, an der das analoge Signal beim Aufnehmen abgezweigt wurde. Also gehts da durch die Kanalbearbeitung und mit den Effekten usw. Das gabs bei den Analogpulte so auch wenn man von MicIn auf TapeIn umschaltet.
Warum auf den Monitor Post EQ und nicht Pre Fader gehen. Damit die volle Dynamik auf der "Bühne" bei den Musikern bleibt?
Das und weil mit einem Kompressor, vor allem bei klassischen Bodenmonitoren, die Gefahr einer Rückkopplung um einiges größer ist als ohne Kompressor. Bei analogen Pulten hat man diese Wahl of nicht, da der Insert-Punkt, also dort wo man einen Kompressor aus dem Siderack in die Kanalbearbeitung eingefügt hat, meist direkt nach dem Eingang war, ohne die Option ihn zu ändern.
 

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