Rickenbacker Bässe - Qualitätsprobleme?

von clone, 20.10.07.

  1. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    1.207
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    167
    Kekse:
    798
    Erstellt: 20.10.07   #1
    Mal ne Frage zu den Rickenbacker Bässen. Irgendwie fällt mir auf, dass ziemlich viele gebrauchte Rics starke Schäden (Brüche und Risse, vor allem in den Hälsen) haben. Einmal abgesehen davon, dass es immer heißt, es würde Sound und Bespielbarkeit nicht mindern, aber gibt es da Probleme (mit der Hölzern?) bei den Rics bezüglich der Verarbeitungsqualität?
    Mir kommt es zumindest so vor, als wenn andere Vintagebässe nicht in dieser Häufung stark beschädigt sind... .
     
  2. LP/SG-David

    LP/SG-David Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.05
    Zuletzt hier:
    25.07.14
    Beiträge:
    1.081
    Ort:
    Kärnten/Österreich
    Zustimmungen:
    14
    Kekse:
    2.075
    Erstellt: 20.10.07   #2
    Ich glaube viel eher, dass das Problem die zwei Trussrods sind, an denen viele Hobbybastler rumfummeln und sich dann wundern warum der Hals plötzlich um wahrsten Sinne des Wortes ein D-Profil hat :D
    Wie gesagt, die 4003er Bässe haben 2 Halsstellstäbe, und ich könnte mir vorstellen dass so manch einer an den Bass geht, den ersten bei vollem Saitenzug anzieht bis es knackst und dann das selbe mit dem zweiten macht, dann würde es mich nicht wundern.
     
  3. HomerS

    HomerS Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.07.05
    Zuletzt hier:
    29.07.14
    Beiträge:
    683
    Ort:
    Dresden
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    617
    Erstellt: 20.10.07   #3
    ...dann würde aber der Spannstab brechen und nicht der Hals. Nein, mit Ricks ist so alles ok, einziges Problem ist, dass die bis vor einigen Jahren sehr unbeliebt waren und deshalb zu Spottpreisen gebraucht gehandelt wurden. Folglich waren sie nicht nie Luxus-Bässe wie heute, sondern eher Bastlerobjekte und Arbeitstiere
     
  4. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.01.05
    Zuletzt hier:
    26.11.16
    Beiträge:
    6.277
    Zustimmungen:
    139
    Kekse:
    15.597
    Erstellt: 20.10.07   #4
    Die Rickenbackerhälse des 4000er und des 4001er (bis Mitte der 80er) sind problematisch. Es kommt häufig vor, dass durch falsche Verwendung der Halsspannstäbe sich das Griffbrett von dem Hals hebt. Bei diesen Modellen sind die Halsspannstäbe nicht so ausgelegt, dass sie die Krümmung des Halses verändern sondern nur halten können.

    Das typische Prozedere für alte Rickenbacker Instrumente sieht so aus, dass man die Saiten löst, dann die Halsspannstäbe löst, den Hals in die gewünschte Biegung bringt und die Halsspannstäbe wieder festzieht. Das dies einiges an Erfahrung und einiger akrobatische Verrenkungen bedarf, kann man sich leicht vorstellen. Wenn man die Halsspannstäbe wie von anderen Bässen gewohnt einfach nur anzieht, bekommen diese eine zu starke Spannung, ihre Biegung wird zu groß und das Griffbrett geht aus dem Leim oder reißt, weil die Stäbe gegen das Griffbrett drücken.

    Mit den 4003ern sollte dieses Problem behoben sein, seit diesem Zeitpunkt funktionieren die Halsspannstäbe wie bei anderen Instrumenten auch. Es kann auch sein, dass einige späte 4001er schon die modernen Halsspannstäbe haben, das müsste man aber mal genauer recherchieren.

    Gruesse, Pablo
     
  5. BassShuttle

    BassShuttle Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.08.06
    Zuletzt hier:
    10.10.16
    Beiträge:
    842
    Ort:
    Düsseldorf
    Zustimmungen:
    46
    Kekse:
    919
    Erstellt: 21.10.07   #5
    Außerdem sind Rickenbacker meißt sehr alte Instrumente und es hat Stil :D ;)
     
  6. clone

    clone Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    1.207
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    167
    Kekse:
    798
    Erstellt: 21.10.07   #6
    Das ist ja sehr interessant (wirklich!), aber die Schäden sind wirklich Brüche im Hals, da wo die Hand liegt, nicht auf dem Griffbrett. Jetzt nur von der Optik des Bruches her erinnert mich das immer an Kaminholz, das falsch getrocknet wurde... .
     
  7. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.01.05
    Zuletzt hier:
    26.11.16
    Beiträge:
    6.277
    Zustimmungen:
    139
    Kekse:
    15.597
    Erstellt: 21.10.07   #7
    Also, ich hab ehrlich gesagt so etwas noch nicht gesehen und ich habe mich eine zeitlang für gebrauchte Ricks interessiert. Doch, ich meine einmal hatte jemand im Rickressource Forum einen restaurierten Bass gepostet, bei dem der Hals gerissen war. War allerdings wieder verleimt worden und wohl wieder in Ordnung.

    Gruesse, Pablo
     
Die Seite wird geladen...

mapping