Rickenbacker

von tiefton70, 27.08.06.

  1. tiefton70

    tiefton70 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.06   #1
    An alle Ricki Fans
    Würde mir gern einen Rickenbacker zulegen.
    Meine Fragen:
    In wie fern gibt es Klangunterschiede zwischen den 4001 und den 4003, habe bis jetzt nur die Gelegenheit gehabt einen 4001 zu hören.
    Welche Unterschiede gibt es zwischen den neuen und den alten 4003?
    Habe jetzt 1,5 Jahre gespart und meine Schmerzgrenze liegt bei 1700 Euro würdet ihr mir einen gebrauchten oder einen neuen empfehlen? Welchen? Wenn gebraucht warum? Gibt es Jahrgänge die man meiden sollte?
    Wie gesagt, ich habe die letzten 1,5 Jahre jeden Cent zweimal rumgedreht um mir diesenTraum zu Erfüllen .
    Ja, die Suchfunktion hab ich benutzt!:)
     
  2. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.06   #2
    Also ich würde mir 'nen 4003er ab '84er Baujahr holen:
    + stärkere Halsspannstäbe
    + Intonation besser einstellbar (meinen 4000er krieg ich kaum oktavrein)
    -/o soweit ich weiß, haben die neueren Rics dickere Hälse, ist aber Geschmackssache

    Leider hab ich ausser mit meinem 4000er noch nicht viele Erfahrungen mit Rics sammeln können. Was mich ziemlich stört ist das große Loch um den Pickup, da renn ich mir immer den Finger an dem scharfen Rand. :( Aber es gibt ja auch Leute, die das PU-Cover nicht abnehmen. Ich brauch halt Platz.

    Gruesse, Pablo
     
  3. szem

    szem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #3
    Ich glaube, ein paar Inputs kann ich dir in Sachen 4003 geben.

    Ich würde auf jeden Fall versuchen, den Bass vor dem Kauf anzuspielen, also nicht "blind" online bestellen.

    Dies aus folgenden Gründen:

    1) Der Ric 4003 hat einen sehr eigenwilligen Sound, unverkennbar. Er faucht, näselt, hobelt sich durch jeden Mix, aber vor allem in den mittleren Lagen. Der Bassdruck ist schon da, aber auf eine punchigere Art, weniger von einer fetten Basis her. Ein Ric ohne einen kraftvollen Verstärker und guten Boxen zu spielen kann enttäuschend sein, du brauchst Grundlautstärke und Membrane, die Luft bewegen.

    2) Der Hals ist sehr dick, knüppelartig-rund. Sicher kein Flitzehals ... Muss man echt mögen bzw. man muss sich drauf einstellen ... Aber die Saitenlage kann schön niedrig eingestellt werden. Allerdings brauchst du dazu einen Spezialschlüssel (1/4 inch SAE), der Ric hat zwei Trussrods, deren Einstellschrauben nahe nebeneinander liegen. Ist eine Spielerei ....

    3) Deine Technik der rechten Hand sollte passen bzw. sich einstellen können. Spielst du mit Pick, ist es kein Problem, denn dann legst du den Handballen auf die Abdeckung des Treble-Tonabnehmers und hast so eine perfekte Position. Spielst du allerdings mit den Fingerkuppen, wirds schwieriger IMHO. Willst du den Chunky-Sound über dem Hals-PU, fehlt eine Daumenstütze, du kannst dir nur mit der Oberkante des Schlagbrettes behelfen und das ist nicht gemütlich. Will ich den schärferen Sound haben, stütze ich meinjen Daumen nach links (fast) gestreckt auf der Oberseite des Bridge-PU-Covers ab und greife zwischen Cover und Bridge in die Saiten. Das ist ungewohnt, aber es geht, schwieriger wird es dabei, wenn man auf der E-Saite schnellere Sachen spielen muss, weil mir die Stabilität in der Bewegungsachse durch den Konterpunkt Daumen abgeht.

    Das alles sind - wohlgemerkt - meine persönlichen Erfahrungen, es soll nicht apodiktisch für alle anderen auch gelten.

    Ein 4003er sieht IMO mördergut aus und ist mit keinem anderen Bass vergleichbar. Er ist aber auf jeden Fall ein "Love it or leave it"-Fall ...
     
  4. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #4
    Die drastischsten Unterschiede resultieren aus alten (Toaster + Horseshoe auf älteren 4001 und den Customshop-Reissues 4001V63 ab 1984 und 4001C64 ab 2002) vs. neuen high-gain PUs. Wenn einem letztere zu knallig sind, sollte man mal über die Saitenauswahl nachdenken... zu Not auch: Replacement PUs gibt es von Seymour Duncan und Bartolini (und Alembic :D).

    Was sich sicherlich auch spürbar auswirkt sind die verwandten Hölzer bzw. deren Qualitäten. Da sollte man doch mal nach Möglichkeit mehrere antesten.

    Soweit d'accord.

    Das soll schwanken. Die ganze neuen sollen dieselben Halsmaße wie die C-Serie haben.

    Pickguardian :D
     
  5. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #5
    Merci. Gefiel mir von der Optik nicht, aber nach der letzten Probe sollte ich nochmal darüber nachdenken.

    Gruesse, Pablo
     
  6. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #6
    Ja, die Mitten können je nach Instrument und Saiten warm, holzig (Werksaiten) bis böse knurrend, oder sogar beides (Thomastik-Infeld Powerbass auf C64), daherkommen. Und hat scharfe, knallende Höhen (s.u.) — es sei denn, wiegesagt, man läßt sich was einfallen. Im Prinzip kann man jazzbassartige Sounds erzielen, nur daß der Rick definierter artikuliert, allerdings weniger Punch — der aus Resonanz (dicke Stücke von sowas wie Pappel oder Erle beim Jazz) resultierenden Sorte — hat. Man kann da aber mit Saiten bishin zu Thomastik-Infeld Jazz Roundwound, die extrem auslenken, nachhelfen.

    Zumindest die alten & neuen 4001'er liefern (mit übrigens egal welchen PUs) durchaus auch genuinen Tiefbass (angemessene Verstärkung schon vorauszusetzen...), was nun — konstruktionsbedingt (Schraubhals) — gar nicht so das Ding von Fender ist, allerdings nicht den Tiefmittenkick eines Fender, oder gar die Kombination beider eines Gibson.

    Was so eine zeitweise Erscheinung ist, die durchaus i.Ggs. zur Tradition steht, denn zumindest die alten Serien-4001'er, deren Customshop-Reissues und nun die ganz neuen 4003'er haben flache Hälse mit D-Profil. Einen Bass mit baumstämmigen rundem C-Profil könnte ich gar nicht spielen :rolleyes:

    Ging mir spontan ähnlich :D So Anfang der 80er konnte man auch einfache verchromte Platten bei Rockinger und so kaufen. Allerdings ist schon irgendwo einzusehen, daß unter dieser Treppe nun der PU besser geschützt ist, und es gibt das ganze ja auch mit chromiertem Rücken, so daß es nicht so nach Plaste & Elaste aussieht.
     
  7. bullschmitt

    bullschmitt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #7
    Ich habe gestern bei epay eine Rick gesehen, da stand etwas von "speziellem" PU wo man(frau) diesen Bügel garnicht abmachen darf :confused:

    Bitte um eine kurze Erklärung :o
     
  8. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #8
    Das ist ein Horseshoepickup. Das ist ein Hufeisenmagnet, der über die Saiten reicht.

    Gruesse, Pablo
     
  9. tiefton70

    tiefton70 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #9
    Erst mal Danke für die Antworten

    Dann tentiere ich mehr dazu, mir einen neuen zu kaufen!

    Eine Frage hab ich noch der 4003 kostet neu um die besagten 1700 Euro, der 4001 bewegt sich bei 2100 Euro, woran liegt von den beiden neuen der Unterschied?
     
  10. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #10
    Einen neuen C64 oder C64S für so billig? :confused: Wo denn? <GAS-Attacke!!!!> Ich dachte eher, daß irgendsowas > 2 K€ die 4004'er liegen -? Falls Du die tatsächlich aber gemeint hast, das sind deutlich konservativer/solider klingende 90er Jahre Modelle, der Cheyenne mehr, der Laredo weniger, bzw. dessen ältere Versionen sogar noch weniger, weil die noch komplett aus Ahorn waren (incl. Griffbrett!!).

    Ja, also John Hall ist neulich mal damit 'rübergekommen, daß die neueren insofern Fakes sind, als die Magneten ganz normal in den Spulen im PU-Gehäuse unter den Saiten liegen, die Metallbügel nicht magnetisiert sind, sondern nur der Vintage-Optik dienen. Allerdings ist der Sound eben doch so nahe dran wie nur geht. Und die Bügel sind fest angebracht, die wird man also nicht so schnell los :D

    Übrigens soll es die demnächst mal als Ersatzteile zu kaufen geben, wenn die Gewährleistung für die ersten C-Modelle ausläuft. Kann man dann also auch auf 4003'er bauen :) Und es sind irgendwannmal neue Brücken angekündigt, so wenn man sich nicht zu Hipshot entschließen mag...
     
  11. Gnomine

    Gnomine Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.08.06   #11
    :cool: Das denkst auch nur Du! Wenn ich da mit der Flex rangeh, dann sind die schneller ab, als Du gucken kannst. :p

    *duck und ganz schnell wegrenn*
     
  12. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #12
    Soweit ich weis ist es physikalisch weitgehend egal, ob das Metall selbst magnetisch ist oder durch einen anderen Magneten magnetisiert wird. Ist ja bei ,,normalen'' PUs in der Regel auch nicht anders, nur selten sind da wirklich einzelne Stabmagneten verbaut.

    Ich finde es halt in meinem Fall etwas doof 'nen super 75er Wintäsch Bass zu besitzten und den dann derartig aufrüsten zu müssen, bis er für mich spiel- und einsetzbar wird.

    Ich hatte wirklich schon daran gedacht meinen gegen 'nen gebrauchten 4004er zu tauschen (falls das jemand macht), aber mit den Teilen hab ich noch weniger Erfahrungen. Und von der Optik finde ich die 4004er recht gewöhnungsbedürftig.

    Gruesse, Pablo
     
  13. tiefton70

    tiefton70 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #13
  14. palmann

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    Erstellt: 28.08.06   #14
    Ja, das sind halt unterschiedliche Bässe die unterschiedlich viel kosten. :)

    Gruesse, Pablo
     
  15. szem

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    Erstellt: 28.08.06   #15
    Entscheidend günstiger kriegst einen neuen in Europa kaum. Wenn du allerdings einen Ami-Bassisten kennst, dem du vertraust und der einen für dich in Amiland kaufen könnte, fährst du schon bedeutend billiger. Rickenbacker verbietet es seinen US-Händlern (so wie Gibson und Musicman auch), Geschäfte mit Adressen in Europa zu machen. So verhindern sie, dass ALLE europäischen Bassisten, die so ein teil haben wollen, in den USA einkaufen, was der aktuelle Dollarpreis ja ökonomisch sinnvoll machen täte. Spielt's aber nicht ... WTO schau oba!
     
  16. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.06   #16
    Stimmt auch wieder. Dann macht es nur umso mehr Sinn, die Bügel dranzulassen.

    Das sind ja keine drastischen und entstellenden Modifikationen, sondern welche, die Mankos des Basses ausbügeln, ohne dessen Charakter auch nur anzutasten zu gedenken.

    Die sieht man in dieser Hemisphäre leider selten :( Antesten würde ich sowas schon mal gerne, vor allem den 5-Saiter, nur blind bestellen mag ich den nicht :(

    Ihr wißt ja alle, daß mein technisches Verständnis in den letzten ca. 70.000 Jahren keine wesentlichen Fortschritte mehr gemacht hat. Was zum Henker ist denn nun eine Flex? Kann man damit Faustkeile bequemer bearbeiten?
     
  17. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #17
    Wär zumindest mal ein Anwendungsgebiet:
    Winkelschleifer - Wikipedia

    Gruesse, Pablo
     
  18. szem

    szem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.06   #18
    Flex

    das F.: legendäres Wiener Musik-Lokal am Donaukanal, super location, sensationelle PA

    die F.: Trennscheibe (Markenname, der Gattungsname wurde, wie Tixo oder Hoover)

    ;)
     
  19. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.08.06   #19
    Ach... nee, lieber nich', das sieht so gefährlich aus, da bleibe ich lieber bei meinen Steinen.

    Hört sich schon deutlich verlockender an :)
     
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