Riger / Gjallar / 2004 / CD

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Tracklist:

01. Zunft der Lügner
02. Eisenhagel
03. Böser Glaube
04. Brandschiff
05. Angriff
06. Siechtum im Glanze
07. Sold der Inbrunst - Einherjer
08. Schöpfer der Hetze
09. Spiegellos

Genre: Pagan Metal
Label: CCP-Records


Riger dürften wohl jedem etwas sagen der sich im Bereich Pagan Metal auch nur etwas auskennt. Ihr Debütalbum "Der Wanderer" zeichnete sich durch die eigenwilligen Keyboardpassagen von Roberto Liebig, der Stimme von Ingo und dem innovativen Gitarrenspiel aus. Auch mit "Hamingja" schlugen Riger in diese Kerbe bis mit "Des Blutes Stimme" die Keyboards gänzlich verschwunden sind. Auch stimmlich bewegte sich Ingo hier eher im Death Metal Terrain was diesem Album aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil, mit dem Titel "Auf die Ahnen!" ist Riger sogar ein ähnlicher Schachzug wie mit "Autodafe" gelungen. Doch kommen wir zu Gjallar:

Der mit "Des Blutes Stimme" eingeschlagene Weg wird hier konsequent fortgesetzt. Schon mit dem Eröffnungtitel "Zunft der Lügner" beweisen Riger ihr Vormachtstellung im deutschen Pagan Metal. Besonders gelungen ist hier auch der Text, welcher jegliche Vorwürfe diese Band in eine bestimmte Ecke zu drücken im Keim erstickt. Die Produktion ist zudem noch deathlastiger ausgefallen als auf "Des Blutes Stimme" und wird dem Konzept des Albums absolut gerecht. Songs wie "Eisenhagel", das für Riger typische "Böser Glaube" und das aufgrund seiner genialen Melodieführung hervorstechende "Brandschiff" rufen förmlich zum metallischen Ragnarok auf, denn hier wird den Nackenmuskeln der Krieg erklärt.

Auch auf Gjallar befinden sich die für Riger typisch ruhigen Passagen welche für Abwechslung und Spannung sorgen. Diese kommen besonders im schon erwähnten "Zunft der Lügner" und "Angriff" zum Vorschein. Dieses Album lebt aber zum Großteil von seinen hervorragenden Melodieführungen in Verbindung mit der nötigen Portion Aggressivität. Aus meiner Sicht ist hier nochmal eine Steigerung zu "Des Blutes Stimme" zu verzeichnen und beweist dass Riger auch ohne jegliches Drumherum guten Pagan Metal spielen können.

9/10
 
Matkra

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Schönes Review. Habe das Album erst einmal richtig gehört,
aber Riger haben - wie zu erwarten war - wieder ein tolles
Album geschaffen. Mir gefiel "Blutes Stimme" besser,aber
vielleicht muss ich mir "Gjallar" auch nochmal anhören. ;)
 
H

Hel

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Mir sagt Gjallar nicht sonderlich zu, recht unspektakuläre Lieder, die ziemlich ähnlich klingen, zu wenige mitreißende Melodien. Irgendwie geht mir der Gesang auch auf die Dauer auf die Nerven. Die Akustikteile bringen immerhin eine notwendige Abwechslung. Würde aber trotzdem noch 7 Punkte geben.

Da haben mir die Alben davor sehr viel mehr gefallen, vor allem "Der Wanderer" ist ein echtes Meisterwerk.
 
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Hel schrieb:
Da haben mir die Alben davor sehr viel mehr gefallen, vor allem "Der Wanderer" ist ein echtes Meisterwerk.

Hm, im Bezug auf "Des Blutes Stimme" gefällt mir Gjallar sehr viel besser. Es ist einfach durchgängig hörbar und weist gerade in der Produktion die nötige Härte auf. "Der Wanderer" ist schon wieder etwas ganz anderes und wohl das Meisterwerk schlechthin. Aber ich finde die Entwicklung von Riger nicht schlecht.
 
Sgt. Scatmark

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Hel schrieb:
Mir sagt Gjallar nicht sonderlich zu, recht unspektakuläre Lieder, die ziemlich ähnlich klingen, zu wenige mitreißende Melodien. Irgendwie geht mir der Gesang auch auf die Dauer auf die Nerven. Die Akustikteile bringen immerhin eine notwendige Abwechslung. Würde aber trotzdem noch 7 Punkte geben.

Da haben mir die Alben davor sehr viel mehr gefallen, vor allem "Der Wanderer" ist ein echtes Meisterwerk.

Sehe ich ähnlich.

Highlights wie "Wjerewulf" (was sowieso mein Lieblingsstück von Riger ist, alleine schon wegen dem Part ab 02:05 :eek:) fehlen m.E. irgendwie auf der Gjallar.
 
Kiview

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Auch ich muss zustimmen, Gjallar ist irgendwie recht durchschnittlich geworden.
Brandschiff ist ein Kracher, Eisenhagel is auch ganz gut, aber irgendwie haben die Lieder für mich kaum noch was besonderes.

Obwohl ich sagen muss, dass ich auch die alten Alben eigentlich bis auf ein par Highlights pro CD (die dann aber richtig genial waren) eher mäßig fand.
Aber allein wegen den Spitzentiteln, ist Riger trotzdem eine meiner Lieblingsbands^^
 
Quir

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Mal eine Frage: Ich habe früher einmal einen Thread zu Riger eröffnet, der nach paar Stunden von den Mods mit der Begründung geschlossen wurde, Riger würden rechtes Gedankengut verbreiten.

Was ist denn daraus geworden? :confused:
 
Matkra

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Quir schrieb:
Was ist denn daraus geworden? :confused:
Quir schrieb:
[...],der nach paar Stunden von den Mods mit der Begründung geschlossen wurde[...]

Vielleicht habe ich die Frage falsch verstanden,aber für mich
sieht es so aus,als hättest du sie selber beantwortet. :p
Achso: Riger sind definitiv nicht über die Maße rechts.
 
Naturkost

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Das kommt davon wenn man mal ein Review sucht, da fallen einem in der Übersicht noch ganz andere Sachen auf die man dann wieder pushen muss :D :eek:

Ein tolles Album!
Allerdings ist mir Des Blutes Stimme immer noch lieber, vorallem wegen dem Titel Track und Irminsul...

Auf Gjallar sind meine Lieblingstracks Zunft der Lügner, Böser Glaube und Schöpfer der Hetze...

Das album wirkt imho deutlich wütender, was wohl an den ständigen beschuldigungen von links, Riger wären Rechtsradikal , liegt. (wie ja deutlich in Zunft der Lügner und Schöpfer der Hetze zu hören ist)

Beim Gesang würde ich mir eher wieder Blutes Stimme verhältnisse in der Growl/Shout Aufteilung wünschen, imho wird auf der Gjallar zu viel gegrowled.

Auf jedenfall bin ich sehr gespannt was als nächstes kommt!
Und ich hoffe sie nochmal live zu sehen.. einmal reicht nicht;)

PS: Imho sind die "Keyboard Alben" lange nicht so gut wie die 2 neueren!
 

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