röhrenamp an endstufe?

von Rubbl, 17.04.05.

  1. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.05   #1
    ich hab mal an die obertechniker hier eine (dumme) frage:

    rein theoretisch, wäre es möglich an einen etwas schwachen röhrenamp eine brückbare endstufe anzuschliessen?
    so zu sagen als zusätzliche verstärkung. ich weiss nicht genau, wie das mit dem brücken geht, dachte aber, dass der ausgang des einen kanals an den input des zweiten kommt. damit müsste die endstufe ja einen hohen eingangspegel vertragen.
    auch klar dabei: man nutzt dann nur einen kanal (?)
    eine teurere alternative wäre eine powerbrake und dann in die endstufe, darauf habe ich aber eigentlich keinen bock, zumal es sich nur mal um die theorie geht.

    bin mal gespannt auf eure antworten :great:
     
  2. Aqua

    Aqua Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.04.05   #2
    Deine Erläuterung erscheint mir ein bißchen wirr, daher versuche ich es mal auseinander zunehmen:

    Du willst vom Ausgang des schwachen Röhrenverstärkers in den Input einer externen PA-Endstufe, um mehr Zunder auf die Boxen zu geben.
    Ist das so korrekt?

    Neben der Leistung, die der Input der externen Endstufe vertragen müsste, kommt noch das Problem der Impendanzanpassung hinzu. Der Input einer Endstufe ist hochohmig (zwischen 10 bis 20 Kiloohm) und der Output des Röhrenverstärkers eher niederohmig ausgelegt (16 bis 2 Ohm).
     
  3. Luggi

    Luggi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.05   #3
    DI Box dazwischenschalten!
     
  4. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 17.04.05   #4
    es geht nicht, sofern der röhrenamp keinen line oder DI out hat!

    aber selbst wenn kannst du diesen nicht ohne box betreiben, das bröt die röhren, und selbst wenn du 2 boxen hast, hat natürlich nur die eine röhrensound
     
  5. Rubbl

    Rubbl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.05   #5
    korrekt.
    ich hab mir schon gedacht, dass es ein problem gibt. wie funktioniert das dann eigentlich beim brücken von so ner endstufe?
    bin eben neugierig.
     
  6. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 18.04.05   #6
    beim brücken werden einfach beide endstufenblöcke zusammen gefasst, verstärken das gleiche signal und werden letztendlich summiert auf einen ausgang gelegt! sinngemäß arbeiten sie parallel, daher auch die doppelte mindestimpendanz...
     
  7. Norbert

    Norbert HCA Bass Amps/Elektronik HCA

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    Erstellt: 18.04.05   #7
    Hallo,

    also wenn ich Deine Frage richtig interpretiere, willst Du einen leistungsschwachen Röhrenverstärker mit einer Endstufe hochverstärken, so daß Dir der Röhrensound erhalten bleibt?
    (Brücken der Endstufe ist was anderes, hat mit dem hier nix zu tun, kommt im 2. Teil)

    das geht natürlich schon, wenn Du folgendes berücksichtigst:

    1. ein Röhren(end)verstärker darf nie ohne Last laufen, d.h. Du mußt die Leistung in einem Powerbreak oder , einfacher, in ein paar Hochlastwiderständen, die insgesamt 4 oder 8 Ohm haben, verheizen (ob der Soundunterschied Powerbreak/Widerstände für Baß so gravierend ist wie bei Gitarre mußt Du selbst beurteilen).
    Damit hast Du erst einmal eine ordnungsgemäße Belastung für die Röhrenendstufe sichergestellt.


    2. mit einem Spannungsteiler (kann Dir jeder ausrechnen), teilst Du die Spannung (ca. 27Veff bei 100W@8Ohm) von Lautsprecherausgang auf ungefährliche 1V (o,7... 1,4V je nach Endstufe) herunter und gehst auf den Eingang eines leistungsstarken Power-amps.
    Dann hast Deinen Röhrensound und kannst ihn mit einem Transistoramp so weit verstärken, daß Dir Dein Trommelfell platzt-oder Deine speaker ;-)

    Die Idee eine kleine Endstufe mit einem Trans-Amp hochzuverstärken ist ja nicht neu, läßt sich auch Warwick im ProTube und bei den neueren Modellen und H&K im Bassmaster seher gut bezahlen.


    Um Schmutzeffekten im Tiefbassbereich durch schlechte Stabilität des Netzteils im Röhrenvestärker vorzubeugen würde ich noch ein z.B. 40Hz low-cut einfügen, wenn der nachfolgende Amp nicht ohnehin sowas hat (fast jeder amtliche hat's). heißt auf gut deutsch: tiefere Frequenzen als z.B. die E-Saite, die ein in die Sättigung gefahrener Röhrenamp gerne bringt (wenn Netzteil und Schaltungsdesign nicht gut sind) werden gar nicht verstärkt und schützen Deine Speaker.


    Weil Du noch was vom Brücken geschrieben hast: Das bezieht sich jetzt nur auf den Endverstärker, hat mit dem, wie Du ihn fütterst nix zu tun.
    Irgendow auf der Rückseite gibts einen versenkten Schalter für normal- oder Brückenmodus. Mußt nur eine Boxen entsprechend anschließen. Gespeist wird der Amp dann nur über einen Eingang (meist den linken)

    Abgesehen davon: Ich lese hier immer wieder mit Brücken von Amps für Baßanwendungen: spielt Ihr alle so laut oder habt Ihr so schlechte Boxen?
    Ich habe neben viel, auch altem Röhrenequipment, auch einen sehr guten (Trans-)Amp, bin aber noch nie in Verlegenheit gekommen, den zu brücken. im Gegenteil, meist sogar im 8-Ohm-Betrieb (je Kanal) sehe ich im Jahr 1 oder 2 x das Limiter-lämpchen kurz flackern, obwohl wir auc mal mit 15 Mann auf der Bühne stehen und keine große PA haben...


    Gruß

    Norbetrt
     
  8. Rubbl

    Rubbl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.05   #8
    danke.
    jetzt hab ichs durchschaut.
    auf die idee mit der powerbrake bin ich ja schon gekommen..
    die spannung zu teilen ist ne gute idee.
    soweit zur theorie.
    eventuell komme ich darauf mal zurück.
     
  9. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 19.04.05   #9
    ... kommt immer darauf an, mit welchen Amp und welchen Boxen die Leute welchen Sound spielen. Wer einen 2x200W Amp und eine nicht allzu gut abgestimmte 15er-Box hat, dann aber mit Kompression und einem Boost von 15db bei 50Hz spielt, hat das Ende der Fahnenstange sofort erreicht.
     
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