Rough Mix "Hallelujah", bitte um Kritik und Tipps zum Optimieren

Cerno
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Den Song hatte ich bereits in einer mit Plugins getöteten Version an anderer Stelle eingestellt.

Auf Anraten von @omnimusicus (vielen Dank dafür!) hier jetzt der rough mix mit der Bitte um Kritik und Hinweise, wie man daraus etwas machen könnte.

Ich hoffe der Private Link funktioniert (haha, Private Link zu General Questions in Sachen meiner Major Issues...)

 
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Ah - das ging ja schnell 🤓
 
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Ja, ich bin allerdings nicht deinem Vorschlag gefolgt (mit Vocals), sondern hab das instrumental eingestellt.
 
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Den sakralen Singsang am Anfang würde ich übrigens nur einmal machen, also dass die anderen Instrumente schon nach 22 Sekunden (statt erst nach 44 Sekunden) einsetzen.
Ansonsten öhhhm... ich find die Mischung in der Rohfassung gar nicht mal so übel? Vielleicht sind aber auch meine Ohren schon kaputt :D
Das kickdrum bzw. die gesamte Percussion würd ich ein mju lauter machen, ansonsten Gitarre, Bass und Chor im Hintergrund klingen für mich eigentlich von der Mischung her soweit ganz ok
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Ja, ich bin allerdings nicht deinem Vorschlag gefolgt (mit Vocals), sondern hab das instrumental eingestellt.
Passt schon
 
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Ja, der Mix gefällt mir schon viel besser ;). Im Prinzip ist ja alles da, Bass, Drums, Keys, Gitarren. Alles klar zu hören.

Bevor wir weitermachen (habe auch grad nicht viel Zeit) noch ein paar Fragen:

Du hast ja neue Monitor-Boxen, wenn ich es noch recht weiß. Wie gefällt Dir der rough-mix bei Dir ?
Ist es Dir zu matt, brummlig ? Oder ist es einigermaßen ausgewogen ?

Am ehesten würde ich bei den Drums weiter machen. Wie sind die entstanden und wieviel Einfluß hast Du auf die einzelnen Trommeln ? Also alles in Einzelspuren oder zusammen, wieviel EQ ist z.B. für die Kickdrum möglich ?

ich persönlich würde ja Kick und Snare nochmal deutlich lauter machen (oder Gitarre/Bass/Keys leiser). Der Beat ist das Rückgrat im Song und der muß für mich "durchziehen", aber da gehen die Geschmäcker ja gerne auseinander.
Ich würde der Snare mehr Bumms in den tiefen Mitten und etwas (in Worten: "wenig" ;)) Hall geben.

Und wie sind die Gitarren entstanden ? Echter Amp, Modeller oder Software-Amp ?
 
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Ja, der Mix gefällt mir schon viel besser ;). Im Prinzip ist ja alles da, Bass, Drums, Keys, Gitarren. Alles klar zu hören.
Puh - da bin ich aber erleichtert, dass meine Ohren doch noch nicht hinüber sind 😌
 
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Der Mix klingt mir etwas zu muffig, da fehlen mir die Höhen. (was ich bei der Bearbeitung dann immer völlig übertreibe)

Die Drums sind alles Einzelspuren. Das Schlagzeug ist auch nicht echt, sondern VST (MT Powerdrumkit 2).
HiHat und Overheads sind mir noch zu leise, bei BD und Snare empfinde ich das gar nicht so. Da fehlt mir eher das Knackige, nicht die Lautstärke. Ebenso bei den Toms.

Im Rough Mix höre ich dafür die "Streicher" besser raus, das gefällt mir eigentlich.

Gitarren laufen über Software-Amp (Amplitube4, Engl Powerball Emulator), da ich im Wohnzimmer aufnehme, und mir beim echten Amp die Nachbarn einen guten Tag wünschen würden...

Der Bass läuft auch durch einen Software-Amp.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Den sakralen Singsang am Anfang würde ich übrigens nur einmal machen, also dass die anderen Instrumente schon nach 22 Sekunden (statt erst nach 44 Sekunden) einsetzen.

Ja, das ist auch so ein Ding bei mir. Ich liebe es Intros in die Länge zu ziehen. Der absolute Youtube Killer
 
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Insgesamt recht ausgewogen, aber ich glaube das Schlagzeug hat hier noch das meiste Potenzial!

Meine Monitore sind derzeit weggepackt aber sowohl übers Notebook als auch über Inears konnte ich eigentlich keine Cymbals hören. Vielleicht empfindest du es deshalb als matt und dumpf? Wenn ich das richtig gehört habe sollte da schon Hihat da sein. Die konnte ich aber nicht wirklich hören.

Insgesamt ist das Schlagzeug für meinen Geschmack etwas zu "Midi". Also zu gleichmäßig und der Sound klingt auch etwas platt. Das mag am VST liegen. Ich kenne das leider nicht, daher kann ich das nicht beurteilen wie viel man da rausholen kann. Ist da bei der Drumprogrammierung etwas Variation drin was Lautstärke und Timing angeht?
 
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So, mal kurz etwas drübergeschaut ... Den Versuch ganz ohne alles fand ich auf jeden Fall mal lohnenswert.
Die Instrumente gehen alle im Prinzip, jetzt kann's an die Feinarbeiten gehen.
Und mit Lautstärke alleine kann man auch schon ziemlich viel machen.

Wie @smello auch meint, klingt das Schlagzeug an sich schon etwas flach, Marke "Alleinunterhalter" ;). Vielleicht finden sich dort noch andere Drumsounds. Aber man kann auch mit dem jetzigen Sound arbeiten.
Für mich dürften Gitarren und Keys nochmal etwas leiser werden, dann kommt das Schlagzeug besser durch.
Die Kickdrum für sich hat sattes low-end, die kann man so lassen, nur eben lauter.
Ich selbst will gern jede einzelne Kickdrum hören (und spüren). Das kann ich am besten testen, indem ich ganz, ganz leise abhöre und darauf achte, welches Instrument am schnellsten unhörbar wird, wenn ich dann noch leiser mache.
Auch bei extrem leisem Hören will ich dann immer noch den Beat erkennen können. Das ist für mich ein gutes "Meßverfahren".

Die Snare ist mir etwas zu dünn, da kann man aber ein wenig drehen.
Und Hihat und Becken auch ruhig lauter (waren die überhaupt an ?).

Die Gitarren sind mir persönlich zu hochmittig angelegt. Die kleben später auch gerne den Mix etwas zu.
Wenn Du da noch was machen willst: Ich würde weniger Gain nehmen, hohe Mitten um die 3kHz etwas raus, dafür tiefere Mitten etwas mehr (3 db sind da schon viel) und etwas die Höhen anheben, so daß es noch nicht nervt.

Ich habe einen kurzen Ausschnitt mit etwas Hall versehen und mit Ozone 8 "laut gemacht". Nur wenige Änderungen mit dem Equalizer. Interessehalber habe ich bei Sekunde 32 - 40 die Snare viermal rausgezogen, mit einem EQ etwas tiefer gemacht (bei 150 Hz etwas reingedreht) und breiten Hall draufgelegt.
Das darf ruhig knallen, nach meinem Geschmack.



Du kannst ja nun vergleichen, wie sich dieser Ausschnitt zu Deinen Tracks verhält. Die Höhen habe ich ein wenig angehoben, aber im Gesamtmix kann man da nicht allzu viel machen. Da müßte man schon an die Einzelspuren ran. Höhen müssen aber insgesamt schon noch rein, nur nicht allzu viel.

Zum Arrangement: Das Intro finde ich von der Länge her schon passend. Es sind mir nur ein paar unpassende Töne bei Gitarre/Bass aufgefallen.
Bei Sekunde 14 (und an allen ähnlichen wiederholten Stellen) spielt der Bass ein C, die Gitarre aber D (Powerchord).
Bei Sekunde 44 spielt der Bass ein F, dann ein G. Die Gitarre dagegen D und E.
Da sonst Gitarre und Bass ziemlich unisono spielen, fällt mir das unpassend auf. Die Töne sind einfach unentschieden. Entweder konsequent unisono oder absichtlich auseinander, aber dann richtig und auch wieder konsequent, würde ich sagen. Jetzt ist es halt "irgendwie".

Vielleicht bringt Dir das hier etwas.
 
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Nächster Versuch. Ich habe natürlich nicht alle Tipps gleichzeitig befolgt.

 
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Jo, soweit ich hören kann ist es nun transparenter und satter.
Ich meine, die richtige Richtung. Ich verstehe auch mehr Text, meine ich zumindest.

Wie geht's Dir jetzt mit dem Sound ? Tipps von anderen zu befolgen muß ja nicht zwangsläufig zu eigener Zufriedenheit führen ... ;)
 
Cerno
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Schwierig zu sagen. Hatte mich an den "alten" Sound gewöhnt, und jetzt klingt es mir fast zu zahm.
 
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Hi :hat:

Das geht schon ganz in die richtige Richtung, finde ich.

Ich hab mal den Rohmix runtergeladen und versucht rein zu machen, wo mMn noch was rauszuholen ist.
Ich schreib jetzt mal gar nicht was ich gemacht hab, erstmal abwarten obs überhaupt gefällt... Ich kann dir dann schon genauer sagen, was ich gemacht hab, und warum.

äähmmm, naja wer Artefakte findet, darf sie behalten. :D Die sind leider bei der Bearbeitung entstanden, und muss man sich einfach wegdenken:D Mit den Originalspuren geht das besser, und ohne Artefakte....


PS: Die Sologitarre wollte ich eigentlich nicht so breit machen, sollte in er Mitte bleiben, jedoch ging es nicht anders, da ich die Solo- und Rhytmusgitarren nicht separat bearbeiten konnte....
 
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Moin,
ich kann das im Moment nur über mein Smartphone anhören.
Da klingen die Drums ziemlich geil. Dafür matscht eine Rhythmusgitarre sehr, klingt nach massivem Phasereinsatz.
Muss mir das nachher Mal über richtige Boxen anhören.
Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für deine ganze Mühe, die du dir mit mir machst.
 
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Gerne:)

Dafür matscht eine Rhythmusgitarre sehr, klingt nach massivem Phasereinsatz.
Ich weiss was du meinst. Das ist hauptsächlich der Bass. Da hab ich massiv eingegriffen um ihn sägen zu lassen, damit er nicht so zahm klingt. Daher: Denk dir das weg. Machst du den selben Eingriff in der Einzelspur, wirds nicht Phasen. Das ist nur so weil vom Zerlegen der Spuren bereits Artefakte vorhanden waren, die ich dann mit Verzerrer und Kompressoreinsatz unfreiwillig massiv verstärkt hab. Mir wars wichtig zu zeigen, dass wenn man die Gitarre zu zahm findet, dies oft am Bass liegt, gar nicht an der Gitarre. Im Rock/Metal bildet Bass und Gitarre meistens eine Einheit, die ineinander verschmiltzt, daher muss mMn bei verzerrter Gitarre auch der Bass eine ordentliche Portion Verzerrung bekommen, ansonsten klingt der Bass schnell dumpf, weil zu wenige Obertöne im Bass, im Verhältnis zur Gitarre.

Aber du hast recht: Auch die Gitarre "phast" etwas, wenn auch viel weniger als der Bass, und es klingt nicht ganz so kaputt, mehr nach einem Choruseffekt als nach Artefakten.. Aber auch das war unfreiwillig. Nicht zu verhindern:D Grund: Die Gitarre war Mittig im Panorama. Die wollte ich aus der Mitte weg haben, damit der Gesang Freiraum bekommt, und zugleich den Mix breit macht. Ich habe daher eine "Pseudodopplung" gemacht, und nach hart rechts/links gepannt. Also ich hab die Spur kopiert, und die Kopie 12ms verzögert, und paar wenige Cents im Pitch variert. Natürlich ist das keine Echte Dopplung, aber ich hatte keine echte Dopplung, also musste ich was generieren. Die Phasenverschiebungen machen auch ziemlich genau das was ein Choruseffekt machen würde. Auf der Gitarre fand ich es nicht mal störend, aber dennoch ein ungewollter Nebeneffekt.
Auch hier: Wenn du eine echte Dopplung machst, passiert dieser Effekt nicht, es sei denn, man legt absichlich ein Chorus drauf. Daher: versuch dir den "Phaser" einfach wegzudenken...
 
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So, Mittagspause genutzt um das mal über Boxen anzuhören.
Da hört man direkt, dass das Phasen vom Bass kommt.
Hört sich ziemlich geil an, wenn man die Voraussetzungen bedenkt, unter denen du das gemacht hast.
Am besten gefällt mir die Sologitarre, die hat so einen brillanten Klang bekommen. Wie machst du das? Nur über EQ, oder ist da noch was anderes?
Und ja, die Dopplung macht es deutlich aggressiver als vorher, nicht mehr so zahm. Hatte ich mich nicht getraut, da bereits 3 Gitarren drin sind. Macht es aber richtig gut. Und 12ms hätte ich mich auch nie getraut, aber ja, wow.
 
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Also, mal der Reihe nach: Was hab ich genau gemacht? Das wird jetzt ein längerer Text^^

Den Rohmix von Post #1 runtergeladen und mit RX8 in 4 Stereo-Spuren zerlegt: Vocals, Bass, Percussion, und "Other"

bereits das hat zu einigen Problemen geführt.
Vocals: Chor wurde nur Teilweise erkannt, der andere Teil insbesondere der Hall des Chors, wurde der Gitarre zugeordnet :nix:

Bitte jetzt nicht erschrecken, wie kaputt die separierten Spuren klingen:D
Ich mach einfach mal kurze Schnipsel rein.

So klingt der Chor extrahiert, wie gesagt, was hier an Hall abgehackt wird, geht dann auf der Gitarrenspur weiter, und fällt kaum auf, wenn man es zusammen anhört. Dennoch: Optimal ist anders:

Das klang für mich viel zu dumpf. Ist in den unteren Mitten sehr Energiereich, nimmt zu viel Platz ein.

Bei 520Hz und bei 650Hz hab ich je 24dB abgesenkt. Ja, 24dB, also eigentlich komplett raus genommen. Vermutlich brauchst du nicht ganz so viel raus zu nehmen, denn wenn ich die Gitarrenspur zuschalte, kommt der Chor in diesem Frequenzbereich wieder hoch, wegen der Übersprechungen vom zerlegen...
Angehoben habe ich 5dB bei 200Hz, 2dB bei 3.4kHz, 5dB bei 5.6kHz (breitbandig), und 8dB bei 8.8kHz.
Ein Multibandkompressor der die angehobenen Höhen wieder etwas kontrolliert.
Danach ein Exciter. Nochmal zusätzliche Obertöne..

Ich fand, diese Präsenz ist nötig, damit der Chor nach vorn kommt, ohne zu viel Energie einzunehmen.

Klingt dann bearbeitet so:


Weiters, der Bass klingt unbearbeitet so:

Wie schon angekündingt, der klingt für mich zu brav, denn lass ich jetzt mal so schön sägen:D
Hier etwas komplizierteres Vorgehen.
Mal vorneweg: Wenn ich ein Verzerrer auf ein Bass packe, dann niemals den Bassbereich. Den will ich sauber, unverzerrt, sonst drückts am Ende nicht so schön:D

Daher: Bassspur kopiert. Bei einer Highpass bei 200Hz, bei der anderen Lowpass bei 200Hz. Damit ich diese Frequenzbereiche unabhängig voneinander bearbeiten kann.
Mal angefangen bei der Spur unterhalb 200Hz, die klingt allein so:

Hier hab ich bei 100Hz 5dB angehoben und ein Kompressor, der das Ganze in der Dynamik zusammenstaucht.
Mir fehlt immernoch das was Druck macht, daher mit dem Logicinternen "Subbass"-Plugin eine Subharmonische dazu generiert. Klingt dann so:

Die Subharmonischen, hab ich absichtlich erst nach dem Kompressor hinzu gefügt, das soll ruhig dynamisch bleiben, sonst mag das die Kick nicht so, wenn ihr dauerhaft was ins Gehege kommt.

So, nun zum Frequenzbereich über 200Hz, klingt unbearbeitet so:

Mit EQ Präsenzen rausgearbeitet, bei 1kHz 15dB und bei 2kHz 16dB angehoben. Bei 370Hz 10dB abgesenkt, und bei 500Hz 7dB rausgenommen. Zudem mit LowShelf unterhalb 390 Hz 6dB abgesenkt.

Da kommt auch schon der "Phaser" zum Vorschein:D
Mit Distortion:

Ich hätte lieber mehr Verzerrung drauf gepackt, hab ich aber unterlassen, da die Artefakte sonst noch viel stärker hervortreten würden...
Nochmal EQ:

Abgesenkt: 250Hz 8dB, 540Hz 12dB
Statisch angehoben, und gleichzeitig dynamisch abgesenkt bei 1.3kHz 4dB und bei 4.1kHz 10dB
Ein Exciter um extra Obertöne zu generieren, und dann noch ein Kompressor.

Jetzt stören mich die Anschläge noch etwas.. Ich möchte ja das Sägen raus arbeiten nicht den Anschlag. Daher mit einem Transientshaper die Attacks voll linksanschlag weggedreht, und Sustain rechtsanschlag aufgedreht. (Wichtig: Transientshaper steht am Anfang der Signalkette. Erstes Plugin. Jedoch hatte ich erst jetzt das verlangen das Sägen noch mehr raus zu arbeiten..^^)
Klingt dann so:

So und jetzt müssen die Spuren mit den zwei Frequenzbereichen wieder zusammen kommen.. Dazu hab ich beide auf ein Bus geschickt.
unbearbeitet:

Hier hab ich bei 80Hz 4dB abgesenkt (wegen Maskierung der Kick, macht nur im Zusammenhang mit der Kick Sinn)
und bei 210Hz 3dB abgesenkt, und bei 3kHz 5db angehoben. Weils noch zu dumpf klang.

Jetzt ein Kompressor der das ganze zusammenbackt. Kein normaler Kompressor. Der MV2. Der beinnhaltet ein Aufwärtskompressor. Macht also nicht laute Stellen leiser, sondern leise Stellen lauter.
Viele Predigen: Aufpassen, nicht überkomprimieren. Naja, also beim Bass seh ich das ganz anders, der muss konstant sein, für ein stabiles Fundament, nix Dynamik. :D Daher all die dynamikeinschränkenden Massnahmen..

Dann nochmal mit EQ ran:
1.4kHz 5dB abgesenkt (wegen Gitarrenmaskierung)
800Hz 5dB angehoben. Hicut alles über 3.6kHz abgeschnitten.



So, das war mal Chor und Bass.. Es ist schon spät, morgen dann gerne noch die Erklärung zu den Drums und Gitarren:)
 
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Ausgeschlafen, nun Teil 2, Gitarren und Drum:)

Rhytmusgitarren unbearbeitet:

Hier fällt mir auf, dass was hoch gespielt ist subjektiv lauter klingt als das Tiefe. Daher mit Lautstärkeautomation diese Stelle 2.5dB abgesenkt. Ich finde das macht die ganze Gitarre druckvoller, weil sich unser Gehör das als Lautstärkereferenz nimmt, was am meisten raus sticht. Wenn ich das nun absenke, kommt im Verhältnis dazu alles Andere hoch. (Das rhytmisch tief Gespielte, fette, was im hoch Gespielten nicht vorhanden ist)
(Diese Automation ist in der Kette ganz am Ende, aber zur Veranschaulichung möchte ich das gerne jetzt schon rein machen, da das ziemlich wesentlich ist, wie die folgende Bearbeitung wirkt..


EQ:
Bei 300Hz 6dB abgesenkt (mulm), Bei 430Hz 6dB abgesenkt (nasaler Klang)
Präsenzen angehoben, bei 1.5kHz (ziemlich breitbandig) um 7dB.
Harshness dynamisch und schmalbandig rausgenommen bei 2780Hz (Gainreduction liegt so ca bei 10dB.) Und bei 3740Hz nochmal das selbe. (GR so um die 7dB)
Highcut bei 10kHz (Den kannst du dir vermutlich sparen, hab ich hauptsächlich wegen er Artefakte gemacht. Ausprobieren)
Ein Highshelf, alles über 3kHz um 5dB angehoben.
Lowcut bei 90Hz


Nun zur Pseudodopplung. Wie gesagt, das war nur Abhilfe. Eine echte Dopplung wäre viel besser:) Ich erläutere trotzdem kurz, denn das Meiste kannst so auch auf einer echten Dopplung anwenden.

Spur kopiert, hart L/R gepannt, und links eine Verzögerung von 12ms. Und beide auf ein Bus geroutet, damit ich die Dopplungen gemeinsam weiterbearbeiten kann.
Klingt so:

Echt gruselig diese Kammfiltereffekte, das nenn ich mal echte Phasenprobleme. Daher bei sowas unbedingt mit einem Pitchshifter eine Seite paar wenige Cents höher pitchen, die andere Seite etwas tiefer. Dann ist dieser Kammfiltereffekt nicht statisch, sondern in Bewegung. Wie ein Chorus halt:)
(Übrigens: hier ist auch gut der "Haaseffekt" zu hören. Die Gitarre klingt als ob sie von rechts kommt, obwohl sie rechts/links exakt gleich laut ist. Das ist wegen der Verzögerung auf der linken Seite. Man nimmt das Signal von da wahr, welches zuerst bei Zuhörer ankommt. Aber das nur so nebenbei:) )

Und sofort ist die Welt wieder in Ordnung:) Aber naja wie gesagt, zielführend find ich den Choruseffekt eigentlich nicht auf der Rhytmusgitarre. Ist halt ein durch dieses Prozedere entstandener ungewollter Nebeneffekt, der bei einer echten Dopplung nicht auftreten würde...

Weiter gehts auf dem Bus mit der gemeinsamen Bearbeitung:
EQ: bei 106Hz breitbandig 5dB angehoben. 180Hz 3dB angehoben. 630Hz 6db abgesenkt. 4dB angehoben bei 860Hz. Und nochmal radikal Harshness raus bei 2760Hz 11dB, bei 4075Hz um 6dB und bei 5kHz um 7dB abgesenkt.
klingt so:


Das klingt mir noch zu dumpf. Aber das wollte ich nicht mit einem parametrischen EQ machen. Dafür hab ich den SSL-Channel EQ verwendet, der kann das besser:) Geht auch mit anderen EQs, aber die klingen schnell mal schrill wenn man so hart eingreift.
15dB angehoben bei 8kHz, und 5dB angehoben bei 10kHz.
klingt so:


So und nun noch der passende Raum dazu. Das wurde nur anteilmässig dem bearbeiteten Signal hinzugemischt:

Das ist eine Mischung aus einem Plate Hall (3.2 Sekunden Ausklangzeit), und einer Konzerthalle (5 Sekunden). Predelay bei beiden 40ms.

Bearbeitetes Signal und Raum zusammen:



Die Sologitarre wurde genau gleich bearbeitet, da diese ja mit der Rhytmusgitarre auf einer Spur verschmolzen war, wars nicht möglich diese separat zu bearbeiten. Was jedoch bei der Sologitarre noch hinzu kommt, ist ein Delay. Per Automation immer nur dann dazu gefahren, wenn die Sologitarre spielt.

Selbige Bearbeitung wie oben, nur andere Stelle im Song:


Nun, eigentlich wollte ich die Sologitarre ja nicht breit haben. Im der Mitte des Panoramas ist sie viel besser fokussierbar, und da an der Stelle nicht gesungen wird ist auch Platz vorhanden im Mix. Das war im Mix nicht möglich, weil sonst die Rhymusgitarre an dieser Stelle plötzlich auch verschmälert wird, und die will ich ja breit. Da das hier zur Demonstration der Sologitarre unwichtig ist, möchte ich anders als im Mix, ohne die Pseudodopplung weiter verfahren.

Klingt dann so:

Bei der Sologitarre vermisse ich jetzt aber diesen ungewollten Choruseffekt, klingt mir zu statisch und zu wenig 3-Dimensional, daher diesmal mit Absicht ein Chorus:


Und nun noch das Delay, was nur die Sologitarre per Automation bekommen hat:

Dieses Delay ist wie auch der Raum, nur Anteilmässig dem bearbeiten Signal hinzugemischt. Zusammen klingts so:

Im Mix würde ich dieses Delay vermutlich per Sidechain ducken. Also immer wenn die Sollogitarre zu spielen beginnt, wird das Delay etwas unterdrückt, und wenn sie aufhört zu spielen kommt das Delay hoch. Das müllt weniger zu. Das war hier nicht möglich. Die Rhytmusgitarren verunmöglichen ein triggern. Man bräuchte die Sologitarre komplett einzeln.


So das wars mal zur Gitarre.. Fortetzung folgt nach einer Pause:D
 
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Zum Schlagzeug:
Unbearbeitet:


EQ:
breitbandig 3dB angehoben bei 230Hz (das dickt die Snare ein wenig an.)
Dabei wurde jedoch die Resonanz der Snare zu sehr angehoben, daher schmalbandige Absenkung um 2dB bei 215Hz.
570Hz um 4dB abgesenkt. 1460Hz um 2dB angehoben.
Dann kam noch ein Exciter hinzu, paar Obertöne, und ein Kompressor.
klingt dann so:


Dann der Raum:
Dazu hab ich Send-anteile an ein Bus geschickt. Damit der Effektanteil da separat behandelt werden kann. Hier wollte ich ein richtig schmutzig klingender Raum kreieren.
Plate Hall mit 3.2 Sekunden Ausklangzeit. :

Das hab ich dann durch ein Distortion-verzerrer geschickt:

Das klingt etwas mufflig. Daher EQ bei 500Hz 5dB abgesenkt, bei 5.9kHz 7dB angehoben.

Dann möchte ich den Anschlag nicht so sehr hören, sondern dass der Hall langsam anschwillt und eigentlich der Ausklang hervorgehoben wird. Daher Transientshaper: Attack auf linksanschlag rausgedreht, Sustain ca 2 Uhr-stellung.

Der lange Ausklang wird nun stark hervorgehoben, das will wieder kontrolliert werden, damits nicht zumüllt. Daher ein Gate, das den Ausklang nach einer gewissen Zeit abwürgt. (In the Air Tonight/Phil Collins hat mit den Trick "Gated Reverb" 1981 komplett neue Massstäbe gesetzt, wie ein Drumkit klingen kann;) )
Um das Triggern des Gate besser einstellen zu können, hab ich ein Sidechain-gate genommen. Das Triggersignal ist das trockene Schlagzeug, nicht der Raum. Da sind wesentlich bessere Triggerimpulse vorhanden, als in der Raumspur.
Ich hab jetzt grad bemerkt, dass der Trigger nicht auf jede Snare geöffnet hatte im Mix oben. Mein Fehler. Hab ich nun korrigiert:

Klingt noch etwas mufflig, daher nochmal EQ:
Absenkung um 6db bei 240Hz. Breitbandig angehoben bei 850Hz



Der Raum wird nun zusammen mit der Drumspur auf ein Bus geroutet:

Nun fehlts mir noch etwas an Impact. Mehr knallen soll es;) Daher mit Transientshaper Attack etwas angehoben:

Und nun noch ein klein wenig Bandsättigung, um das ganze zu verschmelzen, und nochmal zu verdichten.



So das wars.

Lass mich eins noch sagen: Es führen viele Wege nach Rom. Das war halt mein Weg;)
 
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So, Wochenende ist Familienzeit. Daher eben erst richtig durchgelesen und Beispiele angehört. Ziemlich geniale Anleitung.
Ich werde versuchen, das diese Woche alles mal auf den Einzelspuren nachzuvollziehen.
Klingt dann wahrscheinlich etwas anders, da Schlagzeug auf verschiedene Spuren sauber aufgeteilt ist (VST drums machen's möglich...) Deshalb aber vermutlich leider alles etwas zu präzise getimed und zu unlebendig. Ok, also auch da noch weitere Nachbearbeitung notwendig, die du natürlich nicht vorgenommen hast. Aber das nur am Rande.
Jedenfalls ganz ganz vielen Dank für die ausführliche Anleitung. Mal sehen, ob ich Rom finde :biggrinB:
 
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