Sally (deutsche Indieballade)

von NoUse4aName, 24.06.08.

  1. NoUse4aName

    NoUse4aName Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.08   #1
    Hey, ein Lied mit dem völlig unausgelutschten (und zum Glück nur Arbeits-) Titel 'Sally', soll eine Ballade werden. Als Band machen wir relativ gutgelaunten, deutschen Indie mit nicht völlig nebensächlichen Lyrics. Klar ist ab und an viel Quatsch dabei von "Hilfe, sie hat mich verlassen!" bis zu "Heute saufen wir mal links rum.", aber irgendwo sind wir ja auch erst 20 - hier diesmal nicht.
    Ich denke, hoffe, das Thema des Lieds ist durch die Pointe zum Ende klar, möchte die auch nicht direkt vorwegnehmen, da der Text schon Wirkung aufbauen und umbrechen soll. Versuche derzeit von dem reim-dich-oder-ich-fress-dich wegzukommen, aber trotzdem noch etwas wohlklingendes aufzuschreiben und in der Richtung wär mir Kritik und Feedback auch am wichtigsten (inhaltlich allerdings genauso). Mit den "Chorus"-Parts/Breaks (Sally, ...) bin ich noch gänzlich unzufrieden. Die musikalische Unterlegung an den Stellen passt, der Text noch nicht.


    Weiß nicht warum sie es tat,
    aber Sally kam vorbei,
    redete die ganze Nacht,
    über dich und billigen Wein,

    Ich soll dich herzlich grüßen,
    schätze das hast du schon geahnt,
    wär ja nicht das erste mal,
    aber sie verlässt die Stadt
    -
    Sally, jetzt bloß keine Nacht drüber schlafen,
    sonst wirst du’s vielleicht anders sehen
    -
    Ich half ihr noch beim Sachen packen,
    irgendwie kann ich sie gut verstehen,
    immer wieder die gleichen Straßen,
    ich kanns auch schon nicht mehr sehen,

    Sie wollts dir selber sagen,
    doch dich zu sehen fällt ihr schwer,
    und sie will dir auch nicht weh tun,
    liebt dich immer noch so sehr
    -
    Sally, ich hoffe du rennst, kommst irgendwo an und lebst
    Renn, dafür ists noch nicht zu spät
    -
    Ich weiß genau warum sie es tat
    Und glaub sie würde gerne schreien
    zwischen all ihren Tränen,
    wirklich einmal weinen

    Vielleicht kommt sie diesmal weiter
    Bis an die Grenzen dieser Stadt,
    bevor sie wieder einmal umdreht,
    und sich fragt was sie da macht..
    -
    Weiß nicht wie oft ich hier schon saß, es ändert sich ja nichts
    Fragst du dich auch wie’s Sally geht? Wo immer sie jetzt ist,
    Ich red schon wieder viel zu viel, hoffe nur es stört dich nicht,
    Hier zum Abschied weiße Rosen – Scheiße, ich vermisse dich.


    Bei den Zwischenspielen stand übrigens vorher statt dem Sallykram:
    Weißt du noch, wie wir hier im Garten spielten,
    zwischen ihren Lieblingsblumen und fremden Blumenbeeten
    &
    Weißt du noch, wie wir hier im Garten spielten,
    hatten tausende von Waffen, nur halt ohne Projektilen

    Würd mich über Feedback freuen.

    MfG,
    Steffen
     
  2. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #2
    schöner Text, teilweise ungehobelt, aber mit viel Gefühl und Tiefgang.
    Da ist viel Raum für eigene Bilder und Gedanken und der Zugang zum Text gelingt sehr schnell.
    Der Leser/Hörer wird richtig reingezogen.
    Sehr gut gemacht, machmal haarscharf am kitsch vorbeigeschrammt, aber das geht ans Herz.
    Gut gemacht.
    Grüße
    willy
     
  3. NoUse4aName

    NoUse4aName Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #3
    Danke schön, das ist wohlklingendes Feedback - ich mag von allen meinen Texten den auch weit am meisten und der Rest der Band ebenfalls.
    Was meinst du mit ungehobelt? Ich glaub ich versteh dich da falsch, ist vielleicht ne Dialektsache.. meinst du noch nicht glattgeschliffen genug / braucht noch Feintuning?
     
  4. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #4
    na, dass was ich für die Strophen halte ist manchmal vom Fluss und von der Rythmik her mMn etwas unruhig.
    Ich hatte nicht direkt das Gefühl, dass der Text gut singbar ist.
    Ausserdem wird mal gereimt, dann wieder nicht, eher zufällig.
    Teilweise ist es auch ein wenig umständlich formuliert.
    Das ist aber alles marginal, denn die Atmo stimmt, und darauf kommt es an.
    Jetzt muss man die musikalische Umsetzung abwarten, um über textliches Feintuning sprechen zu können.
    Grüße
    willy
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.07.08   #5
    In Anlehnung an willypanic:

    Ich bin ja auch kein direkter Freund von Reimen überall, aber in der ersten Strophe beispielsweise würde sich da durchaus was anbieten:
    die letzte Zeile beispielsweise so:
    über dich und wie es/alles sei

    x-Riff
     
  6. NoUse4aName

    NoUse4aName Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #6
    Ah gut, dachte "ungehobelt" im Sinne von "unverschämt", so ists klarer. Also ich muss dazu sagen, dass ich an vielerlei Stellen bewusst keine 'reinen' Reime (ohje, das ist in Deutsch lange her) verwendet habe, denn ich möchte das Lied nicht zu einem fröhlichen Mitsingsmashhit machen, sondern eine eher bedrückende, einengende Stimmung erzeugen und allgemein nehme ich meine Art zu texten eher aus dem Gebiet HipHop, da mich diese Art mit Worten zu spielen sehr geprägt hat - d.h. weniger Bindung an feste Strukturen und mehr Fokus auf "wohlklingendes", egal ob es direkt reimt oder nicht - ich denke, bzw kann nur hoffen, dass es wenigstens manchmal funktioniert.

    x-Riff: Damit hast du leider genau mein Lieblingsbild aufgegriffen :p Mir gefällt diese Vorstellung, sie steht in der Tür, klagt sich aus und dazu eine Flasche billigsten Wein um den Kummer zu ertränken.
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.07.08   #7
    Alles klar: dann bleib dabei!
    Mir war nur dran gelegen, deutlich zu machen, in welche Richtung meiner Meinung nach das Feedback von willypanic geht.

    x-Riff
     
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