Saxophonabnahme

von saxy, 03.08.04.

  1. saxy

    saxy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.04   #1
    Hallo zusammen,
    ich habe folgendes Problem:
    Ich spiele in unserer Band mein Saxophon über ein LCM 89 von SD-System. Dieses Mikro klingt zwar sehr gut, nimmt aber unheimlich Schall vom Schlagzeug und den Gitarren auf. Desweiteren ist es relativ Rückkopplungsempfindlich. Die Problem ist leider durch verstellen der PA-Boxen oder ähnliche Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen, weil wir einen kleinen Proberaum haben und auch sonst fast nur auf kleinen Bühnen spielen (Clubs, Pubs) und dadurch alle sehr eng beieinander stehen.
    Inzwischen möchte ich auch lieber über ein kabelgebundenes Mikro auf einem Stativ spielen. Bin ich doch etwas flexibler was die Dynamik angeht.

    Inzwischen habe ich mich versucht im Internet schlau zu machen und die letzten Stunden in diesem Forum verbracht, was auch schon ziemlich informativ gewesen ist. Ich bin der Meinung, dass ein dynamisches Mic unempfindlicher gegen Rückkopplung ist, insbesondere wenn es sich um eine Super- oder gar Hyperniere handelt. Aufgrund einiger Aussagen in diesem Forum habe ich folgende Mics ins Auge gefasst:

    Beyerdynamic TG-X 61
    AKG D 3800 MS
    EV N/D967
    evtl. Shure Beta 57A

    Vielleicht würde ich mir sogar das Beyerdynamic M99 für knapp 300 Euronen kaufen, wenn ich wüsste, dass dies Micro die Lösung ist. Reizen tut mich dabei der umschaltbare Frequenzverlauf.

    Ich habe versucht mich bei Thomann schlau zu machen. Der Fachmann sagte, dass das von mir geschilderte Problem bekannt sei, dass die von mir genannten Mikros allerdings, außer das Shure, alle Vocal-Mikros wären und für die Saxabnahme nicht geeignet sind. Warum kann ich denn mit einem Gesangsmikro nicht auch ein Saxophon abnehmen??? :confused:
    Die technischen Daten (z.B. Frequenzverlauf) eines Instrumentenmikros sind nicht viel anders als die eines Gesangsmikros. Habe ich mich tagelang im www herumgetrieben um mir eine kleine Auswahl an Mikros zusammen zu stellen, bin ich letzten Endes total verwirrt.

    Kann mal jemand versuchen mich endlich schlau zu machen?????? :(

    Ich wünsche euch viel Erfolg dabei ;)

    Thomas
     
  2. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.08.04   #2
    Der Frequenzverlauf ist ja immer nur für die Hauptrichtung angegeben. Wichtig ist aber auch selbiger für den Seiteneinfall und die Dämpfung für die anderen Richtungen (aus der ja die anderen Instrumente kommen).
     
  3. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 03.08.04   #3
    Hallo Saxy,

    warum kein Gesangsmikro für Sax nehmen: Gesangsmikros sind für "Nahbesprechung" entwickelt worden. Wenn man in einiger Entfernung - und seien es nur 30 cm - ein Gesangsmikro bespricht (bespielt) so fehlen die tefen Frequenzen.
    Vom Prinzip her kann man aber durchaus auch ein "Gesangsmikro" für Sax-Abnahme nutzen.

    Dennoch wirst Du mit einem "Instrumenten-Mikro" bessere Ergebnisse erzielen.

    Wegen der Richtcharakteristik - da sind nun wieder 2 Anforderungn die sich gegenseitig stören. Für ein Blasinstrument würde ich generell eine Niere empfehlen (da supernieren dazu neigen zischeliger zu klingen) für eine hohe Rückkoppelfestigkeit wäre eine Superniere wiederum besser.

    Um ein detaillierteren Sound hinzubekommen würde ich aber zu einem Kondensator-Mikro neigen. Das kommt aber wieder darauf an, was für Musi Du machst.
    Dennoch würde ich mal zu einem SM94 - oder etwas günstiger PG81 - raten.

    Viel Erfolg
     
  4. saxy

    saxy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.04   #4
    Wow, das ging ja schnell!
    Hm, ist ja interessant! Dann werde ich mich nochmal umschau´n!
    Ich habe bisher nur über zwei Kondensatormics gespielt. Einmal über ein C419 von AKG und eben über das LCM. Beide male hatte ich starke Rückkopplungen! Deswegen bin ich Kondensatormics gegenüber ein wenig vorsichtig. Neulich spielte ich über mein altes Sennheiser e835, welches wirklich einfacher in der Handhabung war.

    Ich war der Meinung, dass das dynamische Mic etwas natürlicher, etwas wärmer klingt. Das SD-System ist etwas transparenter, etwas strahlender, setzt sich etwas mehr durch. Kann man das so sagen?
    Meine Erfahrungen, die ich mit den beiden Kondensatoren gemacht habe (Rückkopplung), kann natürlich auch daher kommen, dass beide Klippmikros sind. Sind Klippmicros empfindlicher als die größeren Brüder auf einem Stativ?
    In einem Musikladen hat man mir für meine Zwecke ein AKG C1000 empfohlen! Wie sieht´s damit aus?

    Ach ja, wir machen übrigens funk! Und verdammt, Gitarrenamps können ganz schön laut sein!

    Gruß
    Thomas
     
  5. 00Schneider

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    Erstellt: 03.08.04   #5
    Das geht schon. Schau dir mal die ganzen Jazzfestivals im Fernsehen an, da lässt sich von SM 58 bis Neumann TLM 103 wirklich alles finden. Na ja, fast alles.
    Aber aus den von Jürgen beschriebenen Gründen ist ein Instrumenten-Mik vorzuziehen. Gerade wenn du mit der Distanz als Effekt arbeitest.

    M99 ist da sicherlich eine gute Lösung. Von Shure gibt's da das SM7 (nicht 57), kostet hierzulande nur fast das doppelte, genauso wie das RE-20 von EV.

    RE-20 ist eigentlich die "State-of-the-Art" Lösung. Wobei das SM7 nicht viel schlechter sein soll, das M99 aber etwas.

    Ausprobieren hilft, gerade wenn du soviel für ein Mik ausgibst. RE 20 sollte eigentlich der ein oder Verleiher im Programm haben.

    Das C1000 würde ich nicht nehmen, für den Preis gibt es wesentlich bessere Mikrofone.
     
  6. saxy

    saxy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.04   #6
    Danke für die Infos!!!

    Ich glaube, Candy Dulfer spielt auch ab und zu in ein SM58!

    An das RE 20 habe ich auch schon gedacht. Ein Bekannter (Profisaxophonist) hat das Teil und würde es mir mal leihen. Ich kann es dann mal auf Herz und Nieren testen. Allerdings wollte ich eigentlich nicht ganz so viel ausgeben. :eek: Mal schau´n!

    Also kann ich auch das Beyerdynamic M99 im Auge behalten!?!? :)

    Ich habe auf der Shure-HP keine Infos über das "SM7" gefunden! :confused:

    "Das C1000 würde ich nicht nehmen, für den Preis gibt es wesentlich bessere Mikrofone."
    Z.B. das SM94??? :confused:

    Gruß
    Thomas
     
  7. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.08.04   #7
    Wer will, kann von mir ein mp3 bekommen, wie ein Sax über ein AT 4047 klingt. Ist aber sicher auch nicht das Richtige für den Bühneneinsatz.
     
  8. 00Schneider

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    Erstellt: 03.08.04   #8
  9. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 04.08.04   #9
    Hier war letzen Abend ja tichtig was los. Also noch ein paar Kommentare von mir:

    Ja - SM7B! Genial geeignet für Sax. Ein Gehimtipp - aber leider recht teuer - deshalb habe ich es auch nicht schon oben empfohlen. Dynamisches Mic mit Nierencharaktersitik. Eigenlich entwickelt zur Nahbesprechung für Radiosprecher bsw.
    Dadurch klingt das Mikro sehr warm. Auch ich nutze das Teil immer, wenn ich Sprache aufnehme.

    Für Instrumentenabnahme absolut geeignet wenn man einen warmen sound haben will. Sei es e-Gitarre oder auch Sax.

    @engieer-Jürgen: ich bin ein wenig verwundert: in einem anderen Thread wetterst Du gegen Klangvergleiche mit mp3 und hier bietest Du wiederum ein mp3 an ... aber um mal ein Gefühl für den Sound zu bekommen ist mp3 sicherlich oki.

    Besten Gruß
     
  10. saxy

    saxy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.04   #10
    Hallo,
    vielen Dank nochmal!

    Ich habe gehört, der Jürgen gibt `ne Runde SM7 aus? Wo kann ich es mir abholen??? :D

    Mal im Ernst: Ist mir doch ein wenig zu teuer! Nach erneuten Nachforschungen habe ich folgende Mics zum Antesten auf meiner Liste:

    1. Beyerdynamic M99
    2. Shure SM94
    3. Shure PG81
    4. Shure Beta 57A (mehr aus Neugierde)
    5. EV RE20 (zwar sehr teuer, aber wenn es das Wert ist)

    Würde da jemand die Liste erweitern???

    Das RE20 scheint ja wirklich eins der Besten zu sein! Habe aber gerade bei musik-service gelesen, dass das M99 sehr nah an das RE20 heran kommt. Und das für 200 Schleifen weniger!!! :confused:

    Allerdings kenne ich kein Laden im Ruhrpott wo man Mikros testen oder gar leihen kann! Hat da jemand einen Tipp???

    Gruß
    Thomas
     
  11. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 04.08.04   #11
    "ich bin ein wenig verwundert" Das stimmt natürlich. Ich hätte aber auch das wav noch verfügbar.
     
  12. saxy

    saxy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.04   #12
    Hallo,
    was haltet ihr vom AE5100 von audio-technica???

    Gruß
    Thomas
     
  13. saxy

    saxy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.04   #13
    So, habe inzwischen zwei Mikros fest im Auge!

    Einmal das dynamische M99 von Beyerdynamic!!! :great:

    Und den Kondensator von Rode NT3!!! :great:

    Bekomme ich von jemandem Zustimmung???
    Ist diese Auswahl gescheit???

    :great: :( :great: :( :great: :(
     
  14. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 13.08.04   #14
    gescheite Wahl - wirst sicher glücklich damit
     
  15. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 13.08.04   #15
    Wenn Du Dein Sax mal zu Hand hast, dann könntest Du DIES hier mal ausprobieren. Würde mich mal interessieren, ob das geht.

    Saxophon umstimmen

    P.S. hatte gestern eine Sax-Aufnahme mit einem seeeehr bekannten Musikus: Er schört auf SM-57 für Liveübertragungen, konnte sich aber von mir überzeugen lassen, daß mein 103er aus Distanz + ein KM von der Seite (Klappen) besser klingt :) Ist aber ein Busgetfrage: das 57er ist schon gut und preislich wohl kaum zu schlagen.
     
  16. Waldgichtel

    Waldgichtel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.05.08   #16
    Guten Abend zusammen,

    entschuldigt dass ich diesen alten Thread wieder ausgrabe. Bin aber derzeit auch auf der Suche nach einem passend Micro für mein alt-sax.

    Jetzt würde ich evt. günstig an ein gebrauchtes sm7b rankommen. In diesem Thread hier geht es doch um live einsatz wenn ich das richtig verstanden habe? Lese ich nun aber diverse Produktbeschreibungen zum sm7b ist hier die rede von studioeinsatz. Daher die Frage, ist das mic überhaupt für den live einstaz geeigenet?

    Schönen Abend noch.

    Toni
     
  17. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 14.05.08   #17
    Hallo Toni,

    selbstverständlich kann das SM7B auch für Live Einsätze genutzt werden.

    grüße
     
  18. Scherthan

    Scherthan PM AKG

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    Erstellt: 14.05.08   #18
    Im Grunde unterscheidet man häufig zwischen Anclipmikrofonen und "konventionellen" Mikros.

    Im Falle von Anclipmikros kämen bei Sennheiser zwei Modelle in Frage:
    e608, dynamisch, Superniere, warmer und leicht jazziger Sound
    e908 B, dauerpolarisiertes Kondensatormikro, Niere, vergleichsweise neutraler Klang.

    Bei "Stativ-" Mikrofonen ist das MD421 sehr beliebt für die Abnahme von Blasinstrumenten

    Grüße
    Stephan
     
  19. Waldgichtel

    Waldgichtel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.08   #19
    Vielen dank für die schnellen Antworten :).
    Werde es demnächst mal ausprobieren können :) Bin gespannt :).

    Toni
     
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