Schalldämmung für Klavier im Wohnzimmer

von Frunsch, 13.11.16.

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  1. Frunsch

    Frunsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #1
    First of all: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtige Rubrik für meinen Beitrag gewählt habe; falls nicht, sorry und bitte verschieben.

    Also: Ich bin vor kurzem aus einer Wohnung mit Teppichboden in eine mit Laminatfußboden umgezogen und stelle nun fest, dass mein Klavier (ein akustisches Klavier mittlerer Größe) in der neuen Wohnung deutlich lauter und höhenreicher klingt als in der alten. Dem möchte ich gern ein wenig zu Leibe rücken, zum einen aus Rücksicht auf meine Nachbarn, zum anderen, weil ich es so auch selbst ein wenig anstrengend finde. Am Wohnraum selbst möchte ich eigentlich nichts machen (es soll da nicht so aussehen wie in einem Übungsraum oder Studio), sondern am liebsten am Klavier selbst. Meine Idee ist nun, das gute Stück von innen mit Dämmmaterial wie z.B. unter

    http://www.schaumstofflager.de/scha...mstoff-100cm-x-50cm-x-1cmhellgrauklebend.html

    beschrieben zu dämmen. Frage dazu: Ist das sinnvoll, oder gibt es andere, bessere Möglichkeiten, den Klang ein wenig leiser und höhenärmer zu bekommen?

    Vielen Dank im voraus!
     
  2. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.11.16   #2
    Um die Nachbarn zu schonen, solltest Du das Klavier auf schalldämmende Klavierunterstzer stellen, die das Klavier vom Fußboden entkoppeln und somit die direkte Schallübertragung unterbinden. Es gibt günstige und teurere. Ob die sich in der Auswirkung unterscheiden, weiß ich nicht. Dies sind die günstgen.


    Um den Raumklang zu verbessern, solltest Du zuallererst versuchen, hinter dem Klavier eine Schalldämmung anzubringen Der Resonanzboden ist das Element, das den Klavierklang verstärkt. Mit einer Dämmung zwischen Resonanzboden und Wand kann man schon sehr viel erreichen. Ob eine Isolierung am Ober- und Unterrahmen im Klavier etwas bewirkt, habe ich noch nie ausprobiert, den größeren Effekt wird man aber wahrschenlich durch Isolierung hinter dem Klavier erreichen. Bei mir steht da die Besuchermatratze. :D

    Ansonsten sind glatte Wände, glatte Fußböden, glatte Decken und Fensterglas immer die Faktoren, die den Klavierklang im Raum zu schrill machen. Wenn diese Wände dann auch noch parallel sind, gibt es sogar unschönes Flattereche. Teppiche (z.B. auch direkt unter dem Klavier), Möbel (Bücherregale an den Wänden), Vorhänge am Fenster können da einiges verbessern. Es müssen ja nicht gleich Tonstudio-Schaumstoffnoppen sein. Diese Maßnahmen bringen aber nicht allzuviel für den Nachbarn.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  3. Anowon

    Anowon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #3
    Hallo
    Also der tipp mit dem Schaumstoff hinters klavier und die Untersetzer, ja auf jedenfall machen um den klang etwas zu dämpfen.
    Allerdings würde ich weniger etwas in das klavier rein machen an Schaumstoff gerade hinter den oberrahmen.. ( bewegliche Mechanik).
    Im Unterrahmen ist meist mehr platzt aber da ist natürlich das Gestänge der Pedale, also auch aufpassen.

    Am besten ist wenn du am Instrument was verändern willst du holst deinen lieblings Klavierbauer und lässt ihn bei der nächsten Stimmung das Instrument etwas anders Intonieren (weicher zb.).

    Grüße
    Anowon
     
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  4. notenspatz

    notenspatz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #4
    Hallo und guten Abend, habe mich gerade angemeldet und lese ab und zu mal im Tastenbereich. Spiele selber seit 5 Jahren Klavier.
    Ich beschreibe ich mal meine Erfahrung mit dem "Leise machen wollen" auf.
    Mein yamaha U1 war mir etwas zu laut für mein Zimmer (dass yamaha nicht zu den leisen Klavieren zählt ist mir bewusst) und so stattete ich es mit Noppenschaumstoff dahinter und etwas dünnerem Noppenschaumstoff hinter dem Oberrahmen aus. Es half tatsächlich. Und jetzt kommt das "aber" von meiner Seite aus. Eine ganze Zeit spielte ich so und nach Monaten nahm ich das ganze Gedöns mal wieder raus und da merkte ich erst, den Riesenunterschied in Bezug auf den Obertonreichtum, der ging nämlich durch den Schaumstoff flöten. Seitdem spiele ich wieder ohne und lasse zusätzlich oben den Deckel auf. Schalldämmende Untersetzer sind bei mir auch drunter.
    Leider ist Hamburg von München reichlich weit wech, sonst würde ich Dir die Schaumstoffe mal zum Ausprobieren geben.
    Ansonsten folge ich dem Vorredner mit dem Nachintonieren. Und es ist auch eine Frage der Gewohnheit an den neuen Klang.
    Viel Spaß noch

    Viele Grüße notenspatz
     
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  5. Frunsch

    Frunsch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.16   #5
    Vielen Dank für eure Ratschläge!

    Ein Hinweis: Das Klavier steht bei mir nicht vor der Wand, sondern seitlich an selbiger, "in den Raum hinein". Und das möchte ich aus mehreren Gründen auch nicht ändern. Die Anregung, das gute Stück von hinten zu dämmen, habe ich jetzt mal testweise dergestalt umgesetzt, dass ich eine dicke Wolldecke dahintergehängt habe. Leider klingt es vor dem Klavier (also dort, wo ich beim Spielen sitze) immer noch ziemlich laut.

    Ich werde mal ein paar andere Sachen ausprobieren. Teppich unters Klavier, Vorhang vors Fenster, whatever. Falls ich noch mal Fragen habe, melde ich mich noch mal. :)
     
  6. Gast 2351

    Gast 2351 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.16   #6
    Und wenn du das zeitkritische Spielen auf ein anderes Gerät verlagerst, z.B. so eins?
    https://www.kirstein.de/Stagepianos/Roland-FP-30-BK-Stagepiano-schwarz.html

    Viele andere Klavierspieler machen das so.

    Das käme für dich in keinem Fall infrage?
     
  7. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 18.11.16   #7
    Gute Idee, weil eine plüschige Einrichtung den Klang tatsächlich verbessert. Die ist vielleicht nicht hübsch, verhindert aber Reflexionen und verkürzt Echos. Hier ein Artikel zum Thema.
     
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