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Im Edirol-Interface sitzt aber nur hinter dem XLR-Eingang ein Mikrophonvorverstärker. ...
Hallo,
zunächst danke ich für die Klarstellung.
Wie bereits gesagt, steht dem Kauf eines Mikrofonkabels mit XLR-Anschlüssen nichts im Wege.
Der Vorteil, 160 Euro auszugeben für Recorderman-Technik leuchtet mir nicht ein, weder für Anfänger noch für Fortgeschrittene.
Wenn man das Gerät ohnehin alleine aufnimmt (ohne Störgeräusche durch Mitmusiker), dann kann man auch alle anderen Stereo-Aufnahmeverfahren erfolgreich einsetzen, die zudem teilweise noch den Vorteil haben, das Gerät in der räumlichen Verteilung natürlicher abbilden zu können und dass die Kleine Trommel bei Recorderman etwas schief liegt, was wiederum für die meisten Ohren etwas ungewöhnlich sein dürfte, das sollte man vielleicht auch nicht unerwähnt lassen, bevor man diese Mode (und für mich -Krankheit) als Standard empfiehlt.
Für 160 Euro kann man zwei billige und klanglich ganz nette Mikrofone kaufen oder ein schon richtig nettes. Ob man die Klangqualität der räumlichen Aufteilung oder umgekehrt opfert, ist Geschmackssache. Auch das sollte man aber vielleicht nicht unerwähnt lassen.
Und zu guter Letzt: bei aller Begeisterung für die Preise aus Fernost sollte man auch deren Gegenwert nicht vergessen. Bei der Endkontrolle kommen aus China üblicherweise recht unterschiedliche Produkte in den Handel. Das ist bei traditioneller Endkontrolle von traditionellen Unternehmen mit Fertigung im nahen Süden oder Norden nicht so extrem. Über den Service nach dem Kauf könnte ich auch noch ein bisschen lobhudeln, aber das führt dann doch zu weit. Letztendlich kann es sich aber auch im Preis niederschlagen.
Von den Arbeitsbedingungen, den Folgen für die Binnenwirtschaft und dergleichen wollen wir ebenfalls nicht sprechen.
Und dass man für den Raum unbedingt ein Kondensatormikrofon bräuchte, ist bestenfalls ein Ideologie, aber keinesfalls belegbar.
Immerhin werden ja Billigkondensatoren mit echten Kondensatoren gerne in einen Topf geworfen, Hauptsache Kondensator und dynamische Mikrofone sind ja sowieso aus der Mode, aber wenn man nicht unbedingt auf sägende Höhen steht, die im Ohr schmerzen, dann kann ein gutes dynamisches Mikrofon wesentlich angenehmer sein als ein billiger Back-Electret-Kondensator.
Wenn man für rund 111 Euro ein Mikrofon erwerben will, dass für alles geeignet sein soll, wird es aber so oder so nicht ganz einfach.
Das SM 57 ist zwar für die ein oder andere Anwendung der Standard, definitiv tatsächlich nicht für eine Aufnahme eines kompletten Schlagzeugs. Kompromissfrei geht das nicht. Ob die MXL-Dinger für E-Gitarre taugen und vor allem warum mag der Experte erläutern. Ich hätte da (theoretische) Bedenken.
Grüße
Jürgen