schnelle oktaven mit links => ueble schmerzen

von lemato, 02.05.06.

  1. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.06   #1
    Hallo,

    ich haette mal ne Frage zur Spieletechnik schneller Oktaven. Bei mir ist das echt heftig, wenn ich die Pathetique spiele kriege ich waehrend der Oktaven in der linken Hand sehr schnell schmerzen im Unterarm und der ganze Arm verkrampft sich. Ist echt komisch. Ich hatte das frueher auch schon, und mein damaliger Klavierlehrer konnte mir nicht wirklich weiterhelfen (allerdings haette ich seinem Vorschlag den tiefen Ton abwechselnd mit kleinem und Ringfinger zu spielen auch ernsthafter folgen koennen). Es ist halt wirklich komisch. Ich hab fast 10 Jahre lang paussiert mit dem Klavier spielen. Jetzt fang ich wieder an, und die Schmerzen sind sofort wieder da, als haette ich nie aufgehoert. Muss ich vielleicht mehr auf die Armhaltung achten? Prinzipiell habe ich mit der linken Hand eigentlich keine Probleme beim Klavierspielen. Z.Bsp. die schnellen Laeufe in der linken Hand bei der Revolutionsetuede spiele ich absolut schmerzfrei. Muss ich die Oktaven vielleicht mehr as der Hand und weniger aus dem Arm spielen? Hat jemand ne Idee?
     
  2. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 02.05.06   #2
    Hi -
    klar:
    geh erstmal zum Arzt und lasse feststellen was das für Schmerzen sind bzw. welche Muskeln oder Sehnen da überbeansprucht werden. Und was der Arzt sagt, was Du dagegen tun sollst, das solltest Du auch tun.
    Typischerweise sind das Haltungsprobleme oder ist psychisch bedingt (Verkrampfung wegen zu hoher Konzentration o.ä.) - und das bekommt (wenn der Arzt zustimmt!) ein guter Klavierlehrer mittels Haltungskorrekturen und guten Inputs wie Du was Üben solltest (z.B. warmspielen!) typischerweise hin.
    Gute Besserung!
    ciao,
    Stefan
     
  3. Jan1980

    Jan1980 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.06   #3
    Sitzt Du aufrecht?

    Ziehst Du die linke Schulter hoch? Ist der Unterarm angespannt?

    Deiner Beschreibung nach scheinst Du zu verkrampfen. Du könntest die Stelle mal langsam spielen und versuchen, nach jedem Ton loszulassen, den Arm zu entspannen...

    Hast Du sonst noch irgendwelche Schmerzen?
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 02.05.06   #4
    Wie wäre es mit einer kleinen, lockeren drehbewegung des handgelenks bei diesem speziellen problem?
     
  5. Pianoclaudia

    Pianoclaudia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.06   #5
    ich sehs auch genauso wie jan 1980, du musst drauf achten, dass du nicht verspannst und wenns wieder wehtut, dann musst du sofort ne kleine pause einlegen und am besten den arm einfach mal an der seite runterbaumeln lassen, damit sich die verspannung löst...
    lass dich auch mal massieren.. hilft bestimmt auch ein bisschen weiter....
    aber wenn du so arg schmerzen hast, dann geh wirklich lieber mal zum arzt
     
  6. lemato

    lemato Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.06   #6
    danke mal fuer Eure Antworten. War diese woche tatsaechlich beim Orthopaeden (eigentlich wegen Schulter, aber hab dann gleich mal noch gefragt) und der meinte das waere nichts schlimmes und ich sollte mich einfach langsam steigern mit der Dauer. Dennoch irgendwie komisch... Mal ganz bloed gefragt, kommen bei Euch die schnellen Oktaven bei der Pathetique (oder vergleichbarem) hauptsaechlich aus dem Unterarm, dem Handgelenk oder den Fingern?
     
  7. Caylap

    Caylap Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.06   #7
    Also meiner meinung nach geht das am Besten wenn Finger und Handgelenk zusammen spielen...Dazu brauchst du ein Lockeres Handgelenk um die Finger mit einem Tremmolo zu unterstützen...Diverse übungen gibt es da auch....werde mal bei meinen Tips welche Posen bei gelegenheit...
     
  8. cordesavide

    cordesavide Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #8
    Eine gute Methode um bei solchen Passagen lockerer zu bleiben ist, die sich abwechselnden Töne nicht wirklich gleichwertig zu denken, sondern zu denken, dass der eine immer nur ein Vorschlag auf den anderen ist. D.h. du spielst quasi immer nur von oben nach unten oder immer von unten nach oben, je nachdem was dir besser liegt. Es ist nur ein bisschen anders gedacht, aber es führt automatisch zu mehr Lockerheit, während die Denkweise, abwechselnd einen Sprung rauf und einen runter zu machen zu Verkrampfung führt. Dieser Tipp stammt übrigens von Elisabeth Leonskaja und hat mir bei analogen Stellen sehr geholfen.

    Außerdem solltest du dir bewusst machen, dass die ganze Stelle in der Pathetique die du meinst, in Piano (!) steht (und auch die Crescendi und Sforzati dort im Rahmen von Piano stattfinden). Die linke Hand soll ja die Rechte auch nicht mit einem rollenden Donner zudecken, sondern nur einen Puls geben. Es reicht also, die Oktaven wirklich ganz leicht anzuschlagen, so dass fast keine Bewegung des Handgelenks und nur eine kleine Bewegung der Finger notwendig ist. Die Verkrampfung entsteht, wenn du diese Töne "hineinpresst". Lass sie stattdessen ganz leicht und luftig tremolieren. Und wenn es anfängt in irgendeiner Weise zu schmerzen, natürlich sofort aufhören und zumindest eine Pause machen.

    Hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.
     
  9. Pimboli

    Pimboli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #9
    Also ich denke, bei den Oktaven kommt die Bewegung hauptsächlich aus Fingern und Handgelenk - fast gar nicht aus dem Arm. Kann es sein, dass du deine Hand auf "Oktavhaltung" belässt, während du spielst, also praktisch die Finger in immer der gleichen Haltung und ohne sie dazwischen zu entspannen? Das würde meiner Meinung nach die Schmerzen erklären können, besonders dann, wenn du die drei mittleren Finger krampfartig hochziehst ;) und die Oktaven mehr oder weniger mit Daumen und kleinem Finger ausführst.
     
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