Schnelle Tonrepetitionen auf der Diskantseite

Exakter wären 2 Finger! Aber sie ermüden. Wie viele Finger Du einsetzt und in welcher Folge hängt vom Material ab.
@lil hat die Möglicheiten ja geschrieben.
Je mehr Finger, desto größer die Ausdauer, aber desto aufwändiger die Bewegung.
Am besten ist dann eben noch eine vorwärts-rückwärts-Folge, wie 2343 2343 oder 12345432 12345432

Deine 90 Grad Haltung vom Flamenco würde mich ja mal interessieren!

EDIT.
achso, jetzt weiß ich was du meinst.
Die Finger wagerecht auf der Tasten nebeneinander stellen.. warum nicht?
Wenns klappt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wurde alles schon gesagt.
Muss man ganz schön üben um es gleichmäßig zu bekommen, ist aber reizvoll.
Hier mein holpriger Ansatz.
Klangbutter, das Ding ist schwerer als gedacht. Zwei Schwierigkeiten sehe ich für mich:

1. Der Balgwechsel ist in dem Kontext total schwierig. Man verliert leicht den Rhythmus. Eventuell muss man dann doch eine Sechzehntel mal nicht spielen. Auf jeden Fall fliege ich zurzeit raus, wenn ich die Richtung des Balgs wechsele - egal mit welchem Fingersatz.

2. Lautstärkenänderungen sind laut Komponist notwendig, aber total schwierig, ohne die Gleichmäßigkeit der Sechzehntel aufzugeben, weil wir dafür den Balg stärker oder weniger stark ziehen oder drücken müssen. Bei diesem Stück ist das eine Wissenschaft für sich. Ich finde: Total schwierig.

Meine Anmerkung und Frage: Das mit dem Balgwechsel ist wichtiger. Klangbutter, hast du eine Idee, wie man den Balgwechsel in diesem Kontext kontrolliert?
 
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Du bist ja ganz schön dran - alle Achtung!

Im Video gehe ich ab 10:35 eigentlich auf genau dieses Thema ein.
Bei komplexeren Stücken ist es der Normalfall, dass es keine eindeutig gut geeigneten Balgwechselstellen gibt, weil irgendwie immer das Phrasenende einer Stimme von der Phrase einer anderen Stimme überlappt wird, oder weil es wie in Deinem Beispiel ein durchgängiges Geflimmer gibt.
(Deshalb liebe ich ja so den fast nicht vorhandenen Luftverbrauch bei Digigtalakkordeons!!!)

Es gibt eigentlich keinen Trick. Logischerweise muss man die Unabhängigkeit der lockeren Finger vom gleichmäßigen (bzw. dynamischen) Balgzug trainieren.

Als Übung am besten
1. mal nur rechts einzeln auf einem Ton repetieren, dabei stur im Takt bleiben und alle 2 Takte großes crescendo - und 2 Takte lang decrescendo spielen.
2. Bassfigur wieder dazu (aber ohne die komponierte harmonische Progression)
3. wieder alles wie im Stück notiert spielen.

Beim Wechsel selbst ist zu beachten, dass er präzise an einer Stelle ZWISCHEN zwei Tönen ausgeführt wird. Je schneller die Figur (also je kleiner die Zwischenräume) desto flinker muss sein.




Ich bevorzuge deshalb auch 1234 als Fingersatz, weil der Balgwechsel dann immer auf den starken Daumen fällt, der relativ kräftig und am präzisesten von allen 4 Fingern auf die Taste schlägt. Der Ruck im Balg von dem im Video die Rede ist, fällt also in Deinem Stück (bei meinem Fingersatz) auf den betont harten Daumen.
Das Ohr hat sich an diesen 4Taktmotor Rhythmus (pro Viertel) schon gewöhnt und kaschiert den Balgwechsel ganz gut.
 
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Eine Anwendung der Technik in der konzertanen Akkordeonmusik findet sich hier:

 
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Eine Anwendung der Technik in der konzertanen Akkordeonmusik findet sich hier:



Da zeigt sich mal wieder, dass wohl die ganze Welt voller extrem guter Akkordeonisten steckt, und ich der einzige Stümper bin (egal ob Knöpfe oder Tasten). Wie lange VOR der Geburt haben die schon angefangen zu üben ???? :weep:
 
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Wie lange VOR der Geburt haben die schon angefangen zu üben ???? :weep:

das wurde von Generation zu Generation vererbt!

.. Nee im Ernst:

Bei Klavier sieht man das ja noch viel deutlicher. Da fangen die Kinder oft schon mit 4 Jahren intensiv an zu üben. Da kommt natürlich was zusammen bis man erwachsen ist. Bei Akkordeon ist normal kein so ein Drill dahinter. Deswegen gibts im Vergleich zu Klavierspielern auch sehr viel weniger sehr gut trainierte Spieler.

Aber die Dinger kann man schon üben. Wenn man da jeden Tag ein paar Minuten Fingerübungen dazu macht, da merkt man nach ein paar Wochen schon eine sehr spürbare Verbesserung.

Aber weder komme ich auf die Idee mich am Klavier mit Alfred Brendel zu vergleichen, noch käme ich beim Akkordeon auf die Idee hier Mie Miki oder Stefan Hussong für mich als Maßstab zu nehmen. Ich höre die ganz gerne, weil es sehr lehrreich ist, wie man Musik macht, aber mich mit denen vegleichen, käme ich im Traum nicht auf die Idee!
 
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Da zeigt sich mal wieder, dass wohl die ganze Welt voller extrem guter Akkordeonisten steckt, und ich der einzige Stümper bin (egal ob Knöpfe oder Tasten). Wie lange VOR der Geburt haben die schon angefangen zu üben ???? :weep:
Horst,
da liegst du falsch. Du bist definitiv nicht der einzige Stümper, wir sind zumindest mal zwei, wenn ich mir das Video so ansehe.
Grüße aus dem Schwarzwald,
Bernnt
 
Zuletzt bearbeitet:
die Blätter sind ja voller Noten ganz schwarz. Da geht ja beim drucken der Toner aus.
Die Noten lassen sich sicher auf dem Akko "drücken" aber das würde ich dann nicht als spielen bezeichnen. Einfach nicht meine Liga.
Da hab ich lieber ein paar angeheiterte Leute um mich die man mit einigen stimmungsvollen Liedern erheitern kann, anstatt in einer alten Fabrikhalle zu rezitieren. . . meine ich. Trotzdem gilt dem jungen Mann meine vollste Bewunderung und Hochachtung.
 
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