Schwere Entscheidung: Fender oder Yamaha?

von yoyo, 02.02.08.

  1. yoyo

    yoyo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #1
    Hallo,

    ich möchte mir eine Westerngitarre zulegen. Habe zwei Gitarren im Blick und kann mich nur schwer entscheiden.

    https://www.thomann.de/de/yamaha_fs720sc_bl.htm

    http://www.music-town.de/cgi-bin/mt...ink&artnr=09.102.00147&order=&wkid=7940422758

    Die Fender hat laminierten Mahagoni Boden und Zargen. Bei der Yamaha steht nicht dabei, ob die laminiert sind.

    Welche der beiden ist denn vom Material her besser? Da ich erst seit ein paar Monaten spiele habe ich auch nicht so ein geschultes Gehör, deshalb wirds wohl schwer für mich sein nach dem Klang zu unterscheiden.

    Optisch gefallen mir beide gleich gut. Von Yamaha weiß ich, dass die Verarbeitung sehr gut ist. Bei Fender habe ich keine Ahnung, ob die Akustikgitarren von denen auch gut verarbeitet sind, jedenfalls wird dieses Modell in Korea hergestellt, was sich ja schon mal ganz gut anhört. Außerdem sind die drei Reviews unter Harmony sehr positiv ausgefallen.

    Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar. Für andere Vorschläge bin ich auch offen. Mein Buget beträgt ~ 250€

    yoyo :)
     
  2. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 02.02.08   #2
    zwei dinge möcht ich dir erstmal erklären:

    das ist eine aussage die so nicht stimmt. man kann die verarbeitungsqualität eines instruments nicht am namen der firma festmachen.
    grade im niedrigpreissektor gibt es eine sehr große qualitätsstreuung. da kann man glück haben, aber auch pech. und das hängt von jedem einzelnen instrument an
    (lies dir am besten auch mal den link in meiner signatur durch, da steht das noch ausführlicher)

    ääähm..also ich hab nix gegen koreanische instrumente, aber ein qualitätsmerkmal ist das nicht.
    korea als billiglohnland ist einfach für nen halbwegs günstigen preis verantwortlich. allerdings werden qualitätskontrollen bei amerikanischen, japanischen, deutschen instrumenten deutlich besser sein.


    so und jetzt noch mein lieblingstipp: geh in einen laden und fass die gitarren an.
    alles andere ist humbug und glückssache. und grade als anfänger kannst du bei einer internetbestellung nicht erkennen ob das instrument gut ist, weil dir einfach die ganzen vergleichsmöglichkeiten fehlen.
     
  3. xtray

    xtray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #3
    stimme Disgracer beim letzten Absatz voll zu. Ich wollte auch eine übers I-Net kaufen. Zum Glück bin ich dann doch in ein Fachgeschäft gegangen. Du kannst die in die Hand nehmen, anspielen und du siehst und hörst sie in natura. Das ist der große Unterschied.
     
  4. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #4
    Hallo
    Also beide haben Massive Decken das dürfte beim Klang wohl am ehesten ausschlaggebend sein, wobei natürlich hier auch die Dicke und die Leisten ne Rolle spielen.
    Bei Boden und Zargen finde ich es weniger wichtg ob Massiv oder nicht, in der Preisklasse eh nicht.(Guck dir die Ovations an auch sie sollen auch gut klingen ich lehne sie wegen der Form ab nicht wegen des Plastiks also wenn ich ein Paddelboot will kaufe ich mir direkt eins)
    Laminierte Gitarren müssen nicht schlecht klingen, haben sogar Vorteile zB sind sie weniger anfällig Risse zu bekommen, das gab bei meiner Fenix den Ausschlag sie überhaupt zu kaufen weil die eben auch in Festzelten ihre Gitarre stehen musste und ich sie auch mal bei Minusgraden im Koffer im Auto liegen habe.
    Generell aber ist ne Massive Decke schon besser, vorrausgestzt das Holz ist guter Qualität und langsam gewachsen.
    Da beide das haben würde ich in deinem Fall die Farbe entscheiden lassen, wenns nichts ist kannst du sie ja immer noch zurückschicken, richtig Grottig ist aber sicher keine von beiden.
    Gruß
    Hartmut
    PS der Tipp mit dem Anspielen ist natürlich völlig richtig gerade bei Akusikklampfen
     
  5. yoyo

    yoyo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #5
    joa, ich weiß dass ich die ausprobieren sollte. ;) danke für die tipps

    nur möchte ich meine entscheidung eingrenzen. da ich anfänger bin, wird wohl alles sehr ähnlich sein.

    so ich habe hier ne tanglewood gesehen mit massiver decke und boden. der preis ist verdammt verwirrend?! nur 222€. da kann doch was nicht stimmen.

    https://www.thomann.de/de/tanglewood_tw170as.htm

    Oh, hier eine Cort mit Fishman Tonabnehmer.

    https://www.thomann.de/de/cort_sfx1.htm

    Wäre einfach hilfreich, wenn mir jemand nen tipp geben könnte, welche der 4 gitarren am meisten bietet und auch vom material gut ist. möchte nicht am ende dasitzen, anspielen und doch nicht großartig unterscheiden können.

    danke im voraus
    yoyo
     
  6. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #6
    Hallo Yoyo
    Nochmal, Massiv ist kein Alleinqualitätsmerkmal, noch weniger bei Zargen und Boden, ich hatte mal ne Vollmassive aus Rumänien die war so Grottig das ich ständig am Nacharbeiten war Nicht nur was die Saitenlage anging, auch mit Holzleim war ich an Zargen und Decke mehrmals zugange, dafür Roch sie gut nach Wald und sie hat auch nur 80DM gekostet, das war vor ca 18 Jahren.
    Seit 8 Jahren habe ich ne Jumbo Western von Harley Benton, Massive Fichtendecke absolut Edel im Aussehen mit Preamp für 444 DM Koreaware, Super Mechaniken, Tonabnehmer mit 4 Band EQ, Stimmstabil, ich habe ihr von ersten Tag an dünne Saiten verpasst damit das so bleibt, sieht so Edel aus wie ne Takamine, will aber nicht Wissen wo sich Steg und Hals befinden würden wenn ich ihr nicht die dünnen Saiten verpasst hätte.
    Wichtiger als Massiv sind Merkmale wie Hals Korpusbefestigung, Verleimung des Grifbrettes, und eine Verleistung auf der Decke die die Decke klingen lässt und trotzdem dafür sorgt das der Steg auch nach 5 oder 1o Jahren noch an seinem Platz hängt und die Bespielbarkeit bleibt.
    Das alles wird dir zu diesen Modellen keiner sicher sagen können, wo ich aber einfach mal davon Ausgehe das Firmen wie Yamaha oder Fender ne Qualitätssicherung betreiben die solches Gewährleistet, was nicht heissen muss das es bei anderen Handelsmarken nicht so ist, nur haben die eben keinen Ruf zu verlieren, dann wird halt ein anderer Handelsnamen kreiert.
    Die zwei letzten von dir genannten Gitarren müssen nicht schlecht sein, die Dinge die ich nannte kannst du als Laie aber nicht beurteilen, auch ich sehe es erst im Laufe der Zeit ob da ordentlich gearbeitet wurde, auf der anderern Seite hält sich der Geldverlust in Grenzen.

    Beide Gitarren scheinen nen Jumbobody zu haben, will heissen breiter und tiefer, das Klingt absolut Super, wenn du eine solche Gitarre aber mal richtig lange und ausdauernd spielen willst wird das schnell lästig, zu Hause Freue ich mich über den vollen Jumbo Klang, aber auch nur weil eine komfortable dünne Westerngitarre zum Wechsel bereit steht.
    Wenn du zur Jumbo singen willst musst du disziplinerter Spielen was nicht bei allen Stücken vorteilhaft ist, und so brauchst du ne kräftige Stimme, dir selbst fällt das nicht auf, aber denen die dir gegenübersitzen.
    Gruß
    Hartmut
     
  7. ike clanton

    ike clanton Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #7
    moin,

    Tanglewood sind sehr gite instrumente. jeder den ich kenne und der eine Tanglewood spielt, lobt diese in den aller höchsten tönen.
    die Tanglewoods bei thomann sind deshalb so günstig, weil diese aus einer konkurmasse stammen. sie sind neu (laut thomann) und haben volle garantie.

    ich kann zwar die Cort und die Tanglewood (also die modelle die du hier beschreibst) nicht selbst vergleichen, spiele abe selber eine Tanglewood und ich hatte eine Cort. beides gute instrumente, ich persönlich würde aber der Tanglewood den vorzug geben. beide stammen übrigens auch china.
     
  8. *flo*

    *flo* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #8
    Hi
    Tanglewood - Cort
    als kleine Hilfe
    habe beide Gits schon angespielt, sind KEINE Jumbos, sondern Grand Auditorium Modelle,
    etwas leiser und nicht so voll als z.B. Jumbo oder Dreadnought
    Vom Klang ist die Tanglewood besser
    Bespielbarkeit die Cort etwas besser
    Qualität bei beiden wirklich gut für den Preis

    *Flo*
     
  9. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #9
    Hallo Flo
    Kennst du zufällig den unterschied zwischen Jumbo und Grand Auditorium (was die Ausmaße angeht)ich hätte die jetzt optisch für Jumbos gehalten, von Grand Auditorium habe ich noch nie was gehört wahrscheinlich mal wieder nen Trend verpennt :(
    Gruß
    Hartmut
     
  10. yoyo

    yoyo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #10
    Vielen dank! :great:

    Jetzt habe ich Zeit mal nachzugrübeln.
     
  11. *flo*

    *flo* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #11
    Hi Hartmut

    Unterschied ist hauptsächlich die Korpustiefe

    hier der Link zum vergleichen

    http://www.cort.ch/H_Acoustic.htm

    was sich naturlich im Klang auswirkt

    *Flo*
     
  12. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #12
    Hallo Flo
    Danke, die Bilder waren wohl wirklich Irreführend das sind dann schonmal 17mm weniger als die Jumbo hat, sah halt irgendwie für mich erstmal wie ne normale Jumbo aus.
    Gruß
    Hartmut
     
  13. *flo*

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    Erstellt: 04.02.08   #13
    @ yoyo

    nachdem ich aus eigener Erfahrung weiß wie schwierig eine Entscheidung bei der
    Riesenauswahl ist hier nochmals zwei Empfehlungen, wenn dich kleine Schönheitsfehler
    nicht stören:

    http://cgi.ebay.de/Tanglewood-TW-15...oryZ2385QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

    und

    http://cgi.ebay.de/IBANEZ-AEL55-CSE...ryZ84665QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

    beides gute Instrumente und recht günstig

    Ibanez: Tonabnehmer sehr gut, Klang warm aber nicht so "laut"
    Taglewood: klarer und kräftiger Klang

    bei beiden fand ich die Bespielbarkeit und Verarbeitung wirklich gut

    *Flo*
     
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