Selbst zusammengestellte Gitarren, Nachteile?

von GuitarOfJustice, 12.02.20 um 22:43 Uhr.

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  1. GuitarOfJustice

    GuitarOfJustice Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.20 um 22:43 Uhr   #1
    Hallo zusammen

    Es gibt ja Webseiten und Shops die einem die Möglichkeit geben seine Gitarre selber zusammenzustellen (konfigurieren), welche sie dann herstellen und zusenden.

    Anbieter wie: Schecter, Fender, ESP, www.warmoth.com, www.haloguitars.com, www.balaguerguitars.com, www.aviator-guitars.com, www..com

    Vorteile sind klar, man kann je nach dem seine Traumgitarre zusammenschustern.

    Aber wie sieht es mit den Nachteilen aus?

    Sicher je nach Anbieter kann es sehr teuer werden. Aber gibt es noch mehr Nachteile?

    z.B. Fertigungsqualität? Materialqualität? Montagequalität? Extrem schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis (weil Einzelstück)?

    Hat jemand von euch schomal eine solche Gitarre sich konfiguriert und bestellt?

    Vielen Danke für die Feedbacks! Echt ein tolles Forum hier!

    Gruss
    Marc
     
  2. andiu

    andiu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.20 um 23:12 Uhr   #2
    Der größte Nachteil ist, dass Du für den Mist den du bestellt hast, selbstr verantwortlich bist :p
    Es gibt hier zig-Threads zu Gitarren- und Bassbauthemen, auch mit ganz oder teilweise vorkonfektionierten Teilen... was willst Du eigentlich mit dem Thread genau bezwecken?

    Aber die Sache ist ja nicht nur nachteilig: Wo ist der Vorteil in einem Selbstbau oder einer vorgegebenen Auftragsfertigung nach deinen Vorstellungen? Diese Frage stellst Du nicht.
     
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  3. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.20 um 23:16 Uhr   #3
    Na, das ist das eine CUSTOM ;) Deine UNIQUE Gitarre die es nur einmal gibt ;)

    Qualitativ sind die in der Regel TOP - Denn das ist ja deren Prestige Produkt ....

    Ob sich das für einen rentiert muss jeder selbst wissen ......
     
  4. GuitarOfJustice

    GuitarOfJustice Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.20 um 23:25 Uhr   #4
    Zur ersten Frage:
    Ich will wissen, ob diese Einzelanfertigungen was taugen. Welche Einbusse habe ich wenn ich ein Serienprodukt für 2000.- € kaufe oder eine einzelanfertigung für den selben Preis.

    Zur zweiten Frage:
    Doch ganz am Anfang von meinem Post:
    Sprich, wenn man so wählerisch ist, wie ich: in form, farbe und elektrik muss ich bei Serienprodukte so ca. 30% kompromisse(ca. 1/3 der gitarre gefällt mir was nicht perfekt), bei eigen konfiguirerter nur ca. 5%.


    Gruss
    Marc
     
  5. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.20 um 23:53 Uhr   #5
    Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile...

    passiert mir anscheinend ständig :
    eine G+L Strat von der Stange, 'tribute Serie', also obendrein noch billig... aber die beste Strat, die ich je in der Hand hatte... und in absolut nichts von den anderen Exemplaren desselben Models im Laden zu unterscheiden - klanglich eine Offenbarung (gegenüber dem Rest).

    Geplanter Verkauf eines Preci... Zutaten: zu schmaler Hals (irgendwo zwischen P und J Bass), Quarterpounder (vermutlich SDP-2) Pickups, die mit dem aufgeblasenen low-end und den übertriebenen Höhen... ergo wech damit.
    Aus Jux (quasi zum Abschied) die dünnen Thomastik JF 344 Schlabber-Strippen drauf und mal aufgenommen.
    Kinnlade unten geblieben und ich habe ihn behalten :D

    Billigste Walden Western in hässlichstem weinrot (149€), Sperrholz Decke irgendwas Mahagoni-artiges...
    Gleich d'Addario Chromes drauf und einen billigen Schalloch-PU rein, yessss.
    Die würde ich nicht für 1k € hergeben. Liegt elektrisch zwischen Archtop und Tele, akustisch ergänzt sie meine Martin OMCX perfekt.

    Die ist selbst auch so ein Sonderfall: das Ansprechen des Tons war sofort beeindruckend... und blieb es auch nach Anspielen aller Serie-X Modelle vor Ort. Selbst eine Lakewood für 2,5k € war schlicht langweilig dagegen...

    (zieh deine eigenen Schlüsse daraus) ;)
     
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  6. TurTur

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    Erstellt: 13.02.20 um 02:39 Uhr   #6
    So ist das.
    Maximaler Geldeinsatz hat nicht automatisch maximalen Klang zur Folge, eingetrübt noch durch
    unterschiedlichste Vorlieben. Dem Einen gefällt ein Klang, dem Anderen nicht.
    Man sieht es Hals, Body... etc. nicht an, wie sie, auch im Zusammenspiel, zu schwingen gedenken, welche Frequenzen am Ende ausgelöscht oder
    protegiert werden.

    Ein erfahrener Gitarrenbauer kann schon Einfluß nehmen, um gewünschten Klang zu erzielen,...
    ..aber eine Garantie kann auch er nicht geben, und wenn Du Pech hast, hat die Gitarre überhaupt
    keinen, wie auch immer gearteten, "guten Klang".

    Die Wahl hochwertiger Einzelkomponenten ist schon zielführend, ob die am Ende gut zusammenarbeiten....??
    Auch gesagt werden muß aber, dass am Ende viele, viele glückliche Gitarristen den Schritt nicht bereuen mußten.

    Ja, Wiederverkaufswert.
    Wenn eine Gitarre mit Fender o. Gibson auf der Kopfplatte aus dem Laden getragen wird u. schon 30% an
    Wert verloren hat, und das einen traurig macht,...lass es.

    Die Qualität der "Fabrikgitarren" ist heute so gut, und die Auswahl ist so vielfältig, da wird man sein
    Trauminstrument finden.

    Gute Nacht
     
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  7. Un!corn

    Un!corn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 03:05 Uhr   #7
    Nachteile gibt es doch zu Hauf!
    Man weiß erst wenn sie fertig ist, wie sie klingt, wie sie anspricht und wie sie sich anfühlt. Das kann ganz gewaltig nach hinten losgehen, gerade so ganz ohne Vergleich als Internetbestellung.
    Also ich finde das im Internet absolute Geldverschwendung, wenn man Geld nicht wie Heu hat.
    Anders sieht es in einer echten Werkstatt zum Hingehen aus, wo es Hälse und Korpususese :ugly: zum Anfassen gibt und man das Ganze exakt durchplanen kann...
    Es hat übrigens auch seinen Grund, warum viele Profis so viele Prototypen ihrer Signature Modelle haben und die auch stellenweise viel Bühne sehen. Damit's richtig passt, muss man eben Ausprobieren und Falschmachen, anderes wird es nichts. Und genau dafür fehlt den Normalsterblichen aber das Geld bzw der Einfluss.
    Da geh ich lieber in einen guten Laden und kaufe Stangenware, tausche Pickups und lasse umlackieren. Preis nimmt sich nicht viel, aber ich weiß, was ich habe.
     
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  8. KickstartMyHeart

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    Erstellt: 13.02.20 um 07:17 Uhr   #8
    In der Regel vor allem ein Wiederverkaufswert der (mehr oder minder stark) unter dem Gebrauchtpreis der Einzelteile liegt, weil es eben DEIN Trauminstrument ist:nix:.

    Dann natürlich, dass Du eventuell ins Blaue hinein zusammenstellst, was Du meinst, das klingen könnte. Am Ende hast Du vielleicht eine Krücke, die in dieser Kombinition nicht in Serie gegangen ist, weil es keinen Taug hat.

    Eventuell hast Du Glück und das Ding klingt traumhaft schön. Eventuell hast Du Pech. Auf jeden Fall wird es schwierig werden, so etwas jemandem zu verkaufen. Der Wertverlust ist höher als bei renommierter Stangenware.
     
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  9. DW23

    DW23 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:03 Uhr   #9
    Nachteile:
    1. Ganz klar, Du kannst nicht zwischen mehreren auswählen und musst am Ende des Tages mit dem einen Instrument leben. Wenn Dir daran was nicht passt, hast Du Pech gehabt.
    2. Wiederverkaufswert. Hier kommt es drauf an, wie bekannt der oder die Hersteller des Instruments/Parts sind. Hier gilt, umso exotischer desto schlechter kriegst Du das Teil wieder los. Ausnahme Du bist der nächste Gitarrensuperstar. Hier zieht ganz klar das Argument, Angebot und Nachfrage ;)


    Vorteile:
    1. Du kannst Dir zusammenstellen, was Du magst und brauchst, egal wie exotisch und außergewöhnlich das Instrument ausschaut und ausgestattet ist. Gibt es das Teil so nirgends von der Stange, musst Du null Kompromisse eingehen.
    2. Wenn Du die Gitarre selbst zusammenbaust, kannst Du sogar Geld sparen, behaupte ich. Denn bei Gitarren, hauptsächlich aus den westlichen Ländern, ist der Anteil für die Arbeitsstunden, die in solch ein Instrument fließen, nicht gerade gering. Das kannst Du selbst bringen. Wenn Du dir das Instrument bauen lässt oder lassen musst, zieht dieser Vorteil nicht.
    3. Ich behaupte auch, dass Du bei vielen Herstellern von Bodies und Hälsen die geringere Qualitätsstreuung hast als bei den großen Gitarrenherstellern(Spiegelt sich in en Preisen wider). Diesen Vorteil kannst Du aber durch den Nachteil 1 umgehen.
     
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  10. rmb

    rmb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:28 Uhr   #10
    Sich eine Gitarre beim Gitarrenbauer herstellen lassen, zähl ich mal dazu. Da scheint mir das grösste Problem zu sein, ihm zu vermitteln, was genau man sich da vorstellt, auf der einen Seite, auf der anderen, ob der Gitarrenbauer tatsächlich in der Lage ist, das umzusetzen. Ich hatte da Glück, alles gut gelaufen und ich bin hochzufrieden mit meiner Gitarre.
    da braucht man gar nicht daran zu denken, das sind individuelle Einzelstücke, nach seinem persönlichem Geschmack, als Verhandlungsbasis ganz schlecht, mMn..
    sicherlich nicht, bei den vielen sehr guten Gitarren von "der Stange", sind sowas wohl eher Luxusprojekte, aber man gönnt sich ja sonst nichts:).
     
  11. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:41 Uhr   #11
    @GuitarOfJustice

    In den Anfang 90ern habe ich eine Jackson CUSTOM machen lassen (die ich auch heute noch habe)

    Weshalb?
    Selbstverwirklichung. In der Zeit war ich Studiomusiker und in 3 Bands gleichzeitig und wollte für meine Heavy Band einfach mir was "besonderes" gönnen.

    Ja, die Gitarre ist toll, hat eine Flitzefinger Ultra Thin Griffbrett ist leicht und hat die Schalter so wie ich sie damals wollte.

    HEUTE:
    - Manchmal ist mir der Hals schon zu dünn, da ich gerne Paula Formen für Blues spiele, komme ich dann auf die Jackson, habe ich schon bald Angst den Hals abzurechen ;)
    - Die Schalter, oh mein Gott, was hatte ich mir damals dabei gedacht, völliger Unsinn, was für Schaltungen ich da einbauen lassen habe (kann zum Beispiel über Schalter jeden Pickup ausschalten) :rofl: So ein Quatsch im nachhinein
    - Lackierung, ja, ist was eigenes

    ABER:
    - Für 1/3 des Preises hätte ich fast exakt die gleiche Gitarre von der Stange bekommen , aber halt nur fast ;)


    Wenn Du das Geld hast und es PASSION ist, na weshalb nicht, dann lass Dir eine Gitarre so bauen wie Du sie möchtest.

    Ansonsten, spar Dir das Geld und hole Dir für einen Bruchteil des Geldes eine andere Gitarre oder mehrere M;()
     
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  12. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:44 Uhr   #12
    Sich eine Gitarre auf den Leib schneidern lassen ist natürlich attraktiv. Das passt (wahrscheinlich) wie angegossen, klingt (wahrscheinlich), wie gewünscht und ist ziemlich einzigartig.
    Das „(wahrscheinlich)“ ist das große Problem für mich an der Sache.
    Holz ist ein Naturstoff und da ist letztlich jedes Stück ein anderes. In einer gut sortierten Custom Shop Abteilung in einem Laden, hat man eine gute Chance, zumindest drei oder vier Gitarren vom gleichen Typ vergleichen und sich die „Beste“ herauspicken zu können. Die Unterschiede sind oft nur klein, aber merklich.

    Qualitätsstreuung kann man hier schwer voraussagen. Jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag. Natürlich nimmt jeder Gitarrenbauer für sich in Anspruch „höhere“ Qualität und „Handarbeit“ zu liefern, aber so leid es mir tut, da vertraue ich einer CNC Maschine mehr...
    Ambivalent auch das Thema „Beratung“. Da gibt es auch Leute von bis... Jemand der handwerklich großartige Instrumente bauen kann, ist IMO noch lange kein emphatischer Zuhörer, der einem genau das baut, was man haben möchte.
    Ein weiterer Nachteil dieser Art von Custom Gitarren ist, dass sie sehr schwer bzw. nur mit extremen Verlust wieder verkauft werden können.
     
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  13. Kluson

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:46 Uhr   #13
    Das ist nicht in jedem Fall so und abhängig davon, wie viel man günstiger im Vergleich zu einem CS Modell eines bekannten Herstellers wegkommt, wenn man bei einem kleineren Hersteller ein Instrument in Auftrag gibt.

    Drückt man den Verlust in Prozent aus, verliert man idR bei einem Marken CS Instrument meist weniger als bei einem kleinen Hersteller.
    Nimmt man den Betrag in Euro, gibt sich das oft gar nichts.

    Ich habe mir eine Tele zusammenstellen lassen. Liegt bei ca 1900-2000 €.
    Das vergleichbare Modell im Fender CS würde bei ungefähr 3500-4000 € liegen.

    Wenn ich meine verkaufen wollte, bekäme ich - ggf. auch in Einzelteilen verkauft - noch ca 1000 € ( also 50% Verlust = 1000 € Verlust )
    Verkaufe ich die CS von Fender, bekomme ich ca 2500-2900 € ( also ca 30% Verlust = 1000-1100 € Verlust )

    Der absolute Verlust bleibt also ungefähr der gleiche. Hierbei sind vielleicht Bolt-On Gitarren im Vorteil, denn Les Pauls lassen sich schlecht in einzelnen Komponenten verkaufen ...

    Aber die oft propagierte These, dass der Verlust bei CS Modellen bekannter Hersteller weniger Verlust gemacht wird, stimmt imho so nicht.
     
  14. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 08:59 Uhr   #14
    Doch. Sagst Du ja selbst.
    Es zählt halt der relative Verlust, denn nur der ist normiert. Der absolute dagegen nicht. Ganz einfach.

    EDIT: Sehe gerade, dass Du auch noch unterschiedliche Preisbasen miteinander vergleichst. Ich gehe davon aus, dass beide Gitarren im VK gleich viel kosten und ich beim Gitarrenbauer "mehr für mein Geld bekomme".
     
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  15. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 09:49 Uhr   #15
    Seit wann baut Warmoth Gitarren? Dort kann man doch nur die Teile bestellen?
     
  16. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.02.20 um 10:03 Uhr   #16
    Das ist natürlich eine wackelige Basis für diese Rechnung.
    In dem Falle wäre so eine "Partscaster" ein "No Brainer" und jeder der im im Fender CS kauft, verballert sein Geld.
    Dann sind wir aber schnell bei der unerqucklichen Diskussion, dass jede Gitarre, die mehr als 500€ kostet, völlig überteurt ist.

    Ich denke man muss hier schon von der gleichen Basis abspringen und wenn man versucht eine Sigi Braun für 4k€ zu verkaufen, wird das erheblich schnwieriger als eine Gibson CS R8
     
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  17. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.02.20 um 11:04 Uhr   #17
    Das letztere ist schon seit langem Diskussion...
    Aber so oder so, Partscaster sind tatsächlich schon lang sehr günstig herzustellen. Hatte letztens 2 Warmoths in der Hand, die waren der Wahnsinn, und ne 15k Fender, die war echt öde im Vergleich. Nicht per se schlecht, aber nichts was mit das Blut in den Willie schießen würde.

    Die eine Warmoth hätte ich für 700 kaufen können, würde ich ankommen würde ich mir tierisch in den Hintern beißen dafür.


    Bei Fender habe ich den Vorteil des Mojo namens und der relativen Wertstabilität, vor Allem aber die Möglichkeit das fertige Produkt zu testen bevor ich kaufe. Ich weiß 100%ig worauf ich mich einlasse. Das ist im Zweifel günstiger, als Bauexperimente...
     
  18. BeWo

    BeWo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 11:27 Uhr   #18
    Ein Bekannter von mir ist in einem Shop Guitar Tech (ist kein Zupfinstrumentenbauer) und baut in der Freizeit Warmoth Gitarren zusammen, kauft immer nur Body und Hals und lackiert auch selber. Also er ist von Warmoth begeistert (bis auf Preis und Import).

    Meine Erfahrung mit hiesigen (guten) Gitarrenbauern ist, dass die Instrumente durchgängig gut sind. Bei dem Preis erwartets du dir aber ein überragendes Instrument - und das hast du nicht immer. Wiederverkauf ist schwer. Kann ich aus Käufer- und Verkäufersicht bestätigen.
    Wollte zB lange eine Nik Huber. War ne Zeit lang "der" Gitarrenbauer. Optik Top, verarbeitung Top, aber nicht einmal eine dabei gewesen wo es die Armhäärchen gestellt hätte ...

    Kiesel ist gerade eine riesen Trendfirma in dem Bereich und da kann man recht viel CSn. Shop ist ein bissl blöd gemacht. Man muss sich erst eine Grundform raussuchen, dann kommst erst auf den Guitar Builder. Man darf aber nicht vergessen dass noch Import/Zoll dazu kommt und ist wie bei Auto. Basismodell ist unverschämt günstig. Dann klickst ein paar mal und schon steht da ein ganz anderer Preis ... Was noch dazu kommt, auch bei den PreAssambled Modellen genau lesen - Rückgabe nicht immer möglich. Bei CS soundso nicht.

    Man darf auch nicht vergessen, dass man bei einheimischen Gitarrenbauern seine Rechte durchsetzen kann. Bei Shops in den States ist das ein Akt - hab da meine Erfahrungen aus der Arbeit ...
     
  19. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 11:57 Uhr   #19
    Wofür man sein Geld ausgibt und ob man das für angemessen hält, will ich mit meiner Aussage überhaupt nicht berühren.
    Auch ob 2000 € für eine Partscaster oder generell eine Gitarre angemessen sind, ist für die Betrachtung des Wertverlustes nicht erheblich. Ich will nur auf die absolute Zahl des Verlustes hinaus.

    Bei meiner Tele habe ich im F CS nach einem Pendant geschaut, einfach weil es mich mal interessiert hat. Dort gab es eine Tele, die bis auf das Ahorn vs Rosewood Board identisch war. Es waren zwar dort Fender PUs verbaut und bei mir mit Absicht andere, aber ansonsten war in Bezug auf Holz, Quartersawn, Lack, leichtes Relic und sonstigen Features alles gleich.

    Die Preise beim Wiederverkauf sind auch leicht zu eroieren, denn für beides gibt es Beispiele in den Kleinanzeigen.
    Unterm Strich gibt sich die Verlustsumme nichts - es kann sein, dass die Fender ggf. schneller weggeht. Das fällt aber nur ins Gewicht, wenn jemand wirklich superdringend das Geld benötigt. Das wäre aber ein individueller Fall und ist imho unerheblich.

    Ich finde nur die Aussage, dass der Wiederverkaufswert / der Verlust bei "Nicht Marken Custom Modellen" per se so viel schlechter ist als bei Fender / Gibson. Ich finde einfach die Prozentangabe in diesen Fällen als keine aussagekräftige Größe.
    Meine Geldbörse lässt sich nämlich leider nicht mit Prozenten befüllen ;-)
     
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  20. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.20 um 12:00 Uhr   #20
    Und, schwubbeldiwupps, haben wir einen der Gründe, warum Musiker spätestens dann einen (hoffentlich ehrlichen) Manager haben sollten, wenn sie das erste richtige Geld verdienen:tongue:.
     
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