Selbstbauset sinnvoll?!

von ameisenfrisoer, 29.12.16.

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  1. ameisenfrisoer

    ameisenfrisoer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.16   #1
    Hallo Musikfreunde,

    wie es der Titel schon sagt geht es um ein Selbstbauset. Ich hatte mir auf einigen Websides welche angesehen, hängen geblieben bin ich bei Thomann mit der Harley Benton Electric Guitar Kit DC Style.
    https://www.thomann.de/de/harley_benton_eguitar_kit_sgstyle.htm

    Nun ist meine Frage, ist für den ersten Versuch ein Selbstbauset sinnvoll oder sollte ich gleich die Gitarre komplett von null aufbauen? Ich habe mich bisher noch nie mit dem Thema "selbstbau" auseinander gesetzt oder interessiert, daher dachte ich, mit so einem Set würde ich überhaupt einmal sehen, wie das alles verbaut ist. Vor allem, hätte ich wohl einen ersten Plan zur Hand, nach dem ich vllt danach eine Gitarre im ähnlichen Stil mit dann eigenen Teilen "erfinden" könnte. Vor allem, was haltet ihr von Selbstbausets, vor allem von diesem hier? Ich habe zwar die Suchfunktion im Farum benutzt aber nur einen Weihnachtswunsch zu dem Set gefunden.

    Dank und Grüße
    Matze
     
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  2. Seansy

    Seansy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.16   #2
    Ich habe mal ein Tele-Selbstbauset zum Geburtstag bekommen, und muss sagen dass die Verarbeitung der Teile wirklich gut war. Natürlich sind die Hardware und die Pickups nicht die Besten, aber als Einstieg, bzw. als Grundlage, kann so ein Set schon gut herhalten. Wenn du dir Zeit gibst und wirklich mit Mühe daran arbeitest, bekommst du mit Sicherheit ein brauchbares Instrument.
    Andererseits ist bei dem Preis nicht sooo viel verhaut.
     
  3. ameisenfrisoer

    ameisenfrisoer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.16   #3
    Ja, stimmt. Als ich die 89.- gesehen habe dachte ich mir auch, dass da evtl nicht soviel verloren wäre, wenns nix wird. Aber gerade der billige Preis hat mich, was später dann Klang und evtl die Qualität der Hölzer und Elektrik angeht, etwas nachdenklich gemacht.

    Wo hattest du dein Set gekauft?
     
  4. GeiGit

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    Erstellt: 29.12.16   #4
    Probiere es einfach aus!
    Du kannst dabei Deine ersten Gitarrenbau-Erfahrungen machen und später verschiedene Pickups und Schaltungen ausprobieren.
    Wenn Du handwerklich begabt bist wirst Du sicherlich Spaß, aber auch jede Menge Herausforderungen haben.
     
  5. Seansy

    Seansy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.16   #5
    Im Prinzip kannst du mit dem Set nichts falsch machen. Das schlimmste was passieren kann, ist dass du die Gitarre am Schluss an der Wand hängen hast und voller stolz sagen kannst: "Das war mein erster Versuch".
    Mein Set kam auch von Thomann und kann über die Verarbeitung des Halses und des Korpus nur gutes sagen. Da hat alles so gepasst wies es passen sollte, aber, wie gesagt, erwarte dir von der Hardware und den Pickups nicht zu viel. Adaptieren kannst du immer noch.
    Das Wichtigste: es macht viel Spass und man scheut sich später nicht mehr an einer Gitarre herum zu schrauben.
     
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  6. ameisenfrisoer

    ameisenfrisoer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.16   #6
    Super danke ^^ dann werde ich mir das wohl gleich morgen früh bestellen.
     
  7. stoffl.s

    stoffl.s Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.12.16   #7
    Ich würde sagen, bei dem Preis kannst du nicht viel falsch machen und Erfahrungen sammeln.
     
  8. Metaled

    Metaled Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.16   #8
    Gute Entscheidung.Das ist schon der sinnvollste Weg um mit Gitarrenbau anzufangen.Da hast du die Teile schonmal vor dir liegen und kannst dirviel eher und schneller mal einen groben Ünberblick verschaffen wie und warum das Ganze funktionriert.Es ist ja praktisch wie ein Puzzle-Baukasten.Und wenn am Ende alles passt und du drauf spielen kannst, hast du schonmal einiges an grundlegendem Wissen, das du auf jeden Fall brauchst wenn du komplett von Grund auf eine bauen willst.Ohne diese Erfahrung kannste es eigentlich vergessen eine Gitarre mal so von Grund auf zu bauen da es so dermaßen viele Kleinigkeiten gibt die man beachten muss......aber das wirst du sehen.Ich kann dir jetzt schon versprechen, ab und zu ist es zum verzweifeln, aber es macht einen rießen Spaß!!!!!Viel Erfolg.
     
  9. klangschale

    klangschale Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.16   #9
    Mit so'nem Bausatz (Tele-Style, €69,-) hat meine Instrumentenbastelei auch angefangen. Hab viel dabei gelernt und nun eine Gitarre, die ich sehr gerne spiele. Sind sogar die meisten "Originalteile" noch dran. Aber "nur" zusammenbauen, das kannst Du in einigen Threads auch lesen, wird wohl nicht funktionieren. Oft zwickt's hier und da, vorgebohrte Löcher stimmen nicht ganz usw. Ein bisschen handwerkichen Ehrgeiz braucht's meistens schon. Viel Spaß mit Deiner Einstiegsdroge...
     
  10. dongle

    dongle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.16   #10
    I'm bonedo test kommen die kits klanglich ja ziemlich schlecht weg.
    Das ist eher selten, dass die etwas so bewerten ;)
    Ich habe aber für die Zukunft auch mal Interesse an sowas. Weiß jemand, woran der schlechte Sound liegt? Kann man mit anderen pus was herausholen? Oder ist das doch das Holz (bzw. bei dem Preis sicher leider beides. .)
     
  11. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.16   #11
    Das ist halt die Frage, ob man für den ersten Versuch ein Set für 70 Euro kauft mit fragwürdigem Holz usw. oder einen Body aus besserem Holz für 150 Euro, einen besseren Hals für weitere 150 Euro usw. Man bekommt im Endeffekt das, wofür man bezahlt hat. Ein Body aus Linde kann den Sustain schnell killen. Da kann dann Sperrholz für Sustain besser sein, dafür aber eher höhenlastig. Erle und Esche für Fender-artiges bzw. Mahagoni für Gibson-artiges sind etablierte Hölzer, kosten aber mehr, weil eben am meisten nachgefragt.
     
  12. GeiGit

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    Erstellt: 30.12.16   #12
    Die PUs sind sicherlich nicht der Brüller... wie auch, bei dem Preis?
    Aber: Wie gut eine Gitarre klingt hängt auch stark am Bünde abrichten, Sattelkerben richtig feilen, einstellen, sauber zusammenbauen usw.
    Klar hat das Holz ebenfalls Einfluss, aber weniger wie die PUs und vorallem die Einstellung.
    Wer hat bei Bonedo das Kit zusammen gebaut? Kann er das gut?
     
  13. Kirschi

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    Erstellt: 31.12.16   #13
    Hallo,
    als Neuling mit 44 wollte auch mal eine Gitarre "bauen" und bin gerade mit einem Thomann St-Bausatz fertig geworden.
    Als Ahnungsloser bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Auf jedenfall war es spannend und hat Spass gemacht.
    Die Fräsungen für die PU's haben nicht gut gepasst, musste ein wenig nachfeilen. Ein paar scharfe Kanten an den Bünden..., die Tonabnehmer
    gegen Tonerider ausgetauscht.
    Grüsse
    IMG_20161231_082634735.jpg IMG_20161231_083006863.jpg
     
  14. Axel52

    Axel52 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.16   #14
    Hallo,

    so ein Selbstbaukit ist zum Lernen schon klasse. Aber möchtest Du den headstock sägen, schleifen und das Lackieren der Gitte Dir aneignen ? Für den gleichen Preis bekommst Du einen fertige Gitarre. Wie schon erwähnt, kannst Du die gesamte hardware vergessen. Also hier das Ganze mit besseren Teilen aufrüsten. So mach ich das z.B. auch.

    Hier mal eine fertige SG: https://www.thomann.de/de/harley_benton_dc_200_ch_student_series.htm

    Bastelarbeit hast Du hier genauso. Nur sparst Du Dir die ganze Arbeit mit dem Sägen, Schleifen und Lackieren. Nur mal so als Tipp. Was für ein Holz der Bausatz ist, kann man nicht nachlesen. Vllt. auch Pappel. Aber da würde ich persönlich nicht allzugroßen Wert drauflegen ( damit sind wir jetzt wieder bei der Holzfront gelanded :D, aber no comment).
     
  15. blechgitarre

    blechgitarre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.16   #15
    Ja, das ist schon erstaunlich, dass die Bausätze kaum billiger sind als vergleichbare Fertiginstrumente.
    Der Bausatz ist also nur was für begeisterte Bastler oder als pädagogisch wertvolles Lernspielzeug.

    Der Hals ist das schwierigste und am aufwendigste Teil der Gitarre. Ab 30 Euro gibts fertige Hälse bei Ebay. Wenn man noch Pickups und Mechaniken zuhause rumliegen hat ist ein Fertighals vielleicht ne Alternative zum Bausatz.
    So mache ich es.
     
  16. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.16   #16
    Ich habe bereits 2 T- Caster Bausätze von HB gebaut, die ich als Geschenk weiter gegeben habe. Die Verarbeitung war mehr als befriedigend und im Gegensatz zu den fertigen Instrumenten, der gleichen Preisklasse, hat man beim selber (zusammen) bauen ja die Kontrolle darüber, wie ordentlich es am Ende wird. Die Hardware ist natürlich nicht unbedingt von hoher Güte, aber hier kann man ja auch einiges tauschen... (Mechanik, PU, Elektrik)...
     
  17. ameisenfrisoer

    ameisenfrisoer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.16   #17
    Also ich habe mir jetzt mal das Kit bestellt, warte nur noch auf die Ware. Einige Vids auf YT habe ich auch zu dem Kit gefunden. Klanglich finde ich die jetzt nicht super, aber auch nicht schlecht. Liegt aber bestimmt auch daran, das alle über diverse Pedale und andere Effektgeräte spielen :rolleyes: aber egal, für mich geht es ja nicht um Klang oder so, sondern nur rein darum, überhaupt etwas in die Materie einzusteigen. Ich werde sie danach meinem Sohn schenken, als erste Gitarre wird die wohl reichen.
     
  18. nacrainter18

    nacrainter18 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.16   #18
    Ich habe mir genau diesen Bausatz vor 2 Jahren geholt, und herausgekommen ist meine Lieblingsgitarre. Und ja, sie klingt wie eine SG!

    Allerdings: nur mit Zusammenbau nach Anleitung wäre das Instrument nur mit viel gutem Willen als spielbar zu bezeichnen gewesen. Hier mein damaliges Protokoll der Mängel / von mir vorgenommenen Veränderungen:
    • Hals muss nachlackiert werden (zwischen Mechaniken 5. / 4. Seite und ggü. 6. Bund)
    • Metallplatte für Halsverschraubung muss angesenkt werden
    • Durchführungen für Bridge in Schlagbrett aufbohren (um nachträgliche Demontage Schlagbrett und ausreichend tiefe Saitenlage zu ermöglichen)
    • Bohrungen für Halsbefestigung im Korpus auf Schraubendurchmesser aufbohren (zog sich ursprünglich nicht fest)
    • Hohlraum zwischen Hals und Schlagbrett mit Furnier auffüllen
    • Oktavreinheit nur annähernd erreicht (Griffbrett Sattel - 12. Bund 4 mm länger als Paula, 12. Bund bis Steg gleich lang)
    • Abrichtung Bünde: 15. Bund S 1 - 5, 13. Bund D-Seite -> durch Einschlagen mit Hammer / Buchenrundstab
    • Elektronikfach-Abdeckung rundum anschleifen
    • Spannstab-Abdeckung ca. 1.5 mm kürzer schleifen
    • 1 Schraube für Schlagbrett ist defekt -> Schraube von Elektronikabdeckung genommen, Elektronikabdeckung mit eigenen Schrauben versehen
    • Schleifarbeiten Korpus:
      • Auflage der Abdeckung Elektronikfach ist 2 mm zu tief, mit Furnier aufpolstern
      • Macke am oberen Horn ganz vorne spachtel
      • Macke am unteren Horn ausschleifen
      • Komplettes Abschleifen des Porenfüllers, da nachlässig und nicht durchgängig aufgebracht
    • 1 Schraube für Spannstab-Abdeckung fehlt -> Rundkopf / Linsenkopf Kreuzschlitz 2,2 * 8 mm
    • Hals-Pickup war tot -> Thomann hat mir dafür einen Nachlass auf einen Marken-Pickup gegeben
    • Mechaniken drehen, Originalbohrungen für Fixierschrauben verschließen
    • Austausch Bridge wg. Schepperns
    • Erhöhung Halswinkel um ca. ½ Grad zur Erreichung eines ausreichenden Umlenkwinkels an der Bridge bei flacher Saitenlage
    • Potis ausgetauscht (kein vernünftiger Regelweg)
    • Toggle Switch ausgetauscht (Gewinde für Überwurfmutter kaputt)
    (Mechaniken, Tailpiece und 1 PU sind noch die Originalteile.)

    Die Liste klingt desaströs, aber gerade, weil ich mich mit so vielen Dingen beschäftigt habe, hatte ich viel Spaß und hänge jetzt an der Gitarre. Würde ich für meine Arbeit den Stundenlohn ansetzen, den meine Firma zahlt, wäre eine Gibson billiger gewesen - aber darum sollte es nicht gehen, wenn man einen Bausatz bestellt.
     
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