Signature-Modelle, Anniversary-Modelle, usw... was haltet ihr davon

Guvnor
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Servus,

mal ne Frage zum Thema Signature-Modelle und Anniversary-Modelle. Was haltet ihr grundsaetzlich davon; findet ihr das toll und habt ihr vielleicht selbst welche, oder findet ihr das affig und wuerdet euch sowas nie kaufen?

Und etwas spezieller gefragt: Wie findet ihr es, wenn solche Modelle offensichtlich als solche erkennbar sind?

Meine persoenliche Meinung: Ich kann verstehen, dass jemand vielleicht das Instrument seines Idols spielen moechte, aber ich persoenlich finde es irgendwie cooler, meine "eigene" Gitarre zu haben. Wenn die zufaelligerweise exakt der Gitarre meines Helden entspricht, nun gut, dann ist es eben so.

Was ich aber gar nicht verstehen kann, sind diese typischen Signature-Modelle, wo auch irgendwie vermerkt ist, dass es sich nun um ein solches Modell handelt. Beispielsweise ist auf der Ace Frehley Les Paul sein Gesicht auf der Kopfplatte (wobei ich das noch irgendwie aesthetisch finde; kaufen wuerde ich sie mir trotzdem nicht). Bei Anniversary-Modellen ist meist auch irgendwo ein Emblem zu sehen, z.B. bei der Gibson 120er Serie, dort ist im 12. Bund ein entsprechendes Inlay zu finden. Ich frage mich immer, wer sowas wirklich auf seiner Gitarre haben will. Dass ich vielleicht genau das Modell haben moechte; ja, das kann ich sehr gut verstehen. Aber will ich denn da irgendwo solch ein Emblem, einen Schriftzug oder ein entsprechendes Logo drauf haben? Will ich das Gesicht von Ace Frehley auf der Kopfplatte haben? Will ich nicht einfach nur das gleiche Instrument haben, und nicht eine - ich nenne es mal ueberspitzt formuliert so - Vergnuegungspark-Edition dessen? Moechte ich auf der Buehne jedem zeigen, wer mein Held ist (und im Vergleich automatisch wie ein "hoffnungsloser" Fanboy wirken, der niemals das erreichen wird, was sein Idol erreicht hat :D )?

Was ich dann noch viel weniger verstehen kann, sind diejenigen Signature-Modelle, die mit der Gitarre des Gitarristen ueberhaupt nichts zu tun haben. Ich erinnere mich an die Angus Young SG, die ein Tremolo hatte. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, jemals ein Foto von Angus Young gesehen zu haben, wie er eine SG mit Tremolo spielt. Geschweige denn einen Song von AC/DC gehoert zu haben, in dem ein Tremolo irgendwie notwendig gewesen waere. Warum wird sowas hergestellt und verkauft? Und wer kauft sowas? Kaufe ich mir dann nicht lieber exakt die SG, die Angus auch auf der Buehne spielt, die dann eben kein Signature-Modell mit Unterschrift und Emblem ist, aber dafuer auch dem entspricht, was mein Idol tatsaechlich spielt?

Sicherlich wird da jeder seine eigenen Empfindungen haben, aber ich bin daher auch gespannt auf Gegenmeinungen. Meine eigene duerfte klar sein; ich finde die Idee von Sonder-Modellen nicht schlecht, aber mir gefallen spezielle Kennzeichnungen wie Schriftzuege und Embleme nicht, und ueberhaupt nicht verstehen kann ich Signature-Modelle, die gar nicht dem entsprechen, womit der Gitarrist tatsaechlich auf der Buehne zu sehen ist.

EDIT: Hier noch illustrative Fotos:
http://cdn.mos.musicradar.com/images/Guitarist/379/gibson-les-paul-standard-neck-970-80.jpg
http://media.musiciansfriend.com/is...ickel-Hardware/517038000000631-00-500x500.jpg
http://photos1.blogger.com/blogger/3865/1712/1600/111acefrehleylespaul.jpg
 
Eigenschaft
 
Geldmacherei ...mal ganz nüchtern und so wertfrei wie eben möglich...
default_noexpression.gif
 
mir ist es ziemlich egal, ob signature oder nicht, solange ich beim spielen ein gutes gefühl habe. einzige ausnahme wären bei mir extrem "exotische" farben oder muster, die mich, auch wenn die gitarre ansonsten überzeugt, davon abhalten würden. die Schecter Gary Holt ist z.b. eine, die mir extrem gut gefällt. aber eben nicht, weil sie das signature modell von Gary Holt ist, sondern weil mich die gitarre an sich voll und ganz überzeugt.

was ich persönlich lächerlich finde ist so etwas wie z.b. diese Hendrix signature von Fender, wo man praktisch ne lefty genommen, und sie dann rechtsrum bespannt hat, damit auch rechtshänder mal in das "gefühl" eines Hendrix kommen können. völlig gaga in meinen augen.

interessant und auch irgendwo lustig finde ich signatures, die im laufe der zeit praktisch zum quasi standard werden. z.b. eine Gbson Les Paul kann man ja auch schon im etwas weiteren sinne als signature werten. oder, wenn man auch mal einen amp erwähnen darf, den Peavey 5150. auf den markt gekommen als Van Halen signature amp, heute einer DER standardamps im metal der etwas härteren gangart. war so sicherlich auch nie gedacht...

gruß
 
Ich habe mir meine Gitarren rein nach Spezifikationen, und in zweiter Linie nach Farben ausgesucht. Dass dabei die 2014er Les Paul ein 120 Anniversary Logo im zwölften Bund hat, war mir völlig egal, die Bespielbarkeit bei den erwünschten Spezifikationen gab den Ausschlag zum Kauf.

Mir ist egal, ob Signature oder Anniversary Modell, Hauptsache, der Gesamteindruck passt. Ein deutlicher Aufpreis für Signature oder Anniversary wäre aber eventuell ein Kriterium, das Instrument nicht zu kaufen.
 
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Sehe das ähnlich wie Pie-314.
Die Gitarre muss nach den üblichen Kriterien (zähle ich jetzt nicht alle auf) zu mir passen. Wenn das dann zufällig ne Signature ist, dann ist es eben so.
Was das rein Optische angeht so finde ich dass Signatures sowohl ein Anreiz als auch ein No Go sein können. Grundsätzlich bin ich mit meiner Meinung bei @Guvnor Es kann sehr schnell in Richtung Fanboy-Image gehen.
 
Die Gitarre muss mir "liegen". Stimmt der Preis, ist alles gut.
 
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Ich sehe es ähnlich - passt die Gitarre, bin ich zufrieden. Aber:
Ich mag eigentlich keine Signature-Modelle. Liegt sicher an meinem Streben, irgendwann mal 'meinen' Sound zu haben, und dann will ich da keine (zB) Eric Clapton SIgnature, die dazwischenfunkt :D - ich denke, ihr versteht was ich meine.
 
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Manche signature-modelle bieten besondere Features. Wer darauf Wert legt, wird dort bedient.
Aber viel interessanter ist es doch selbst zu modden.
 
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Okay und was sagt ihr zur Sinnhaftigkeit von Signature-Gitarren, die nicht einmal der Gitarre des Kuenstlers entsprechen?
 
Diese Signaturemodelle find ich blödsinnig. Ansonsten sind ja in einigen Modellen für den jeweiligen Künstler sinnvolle Features enthalten, die halt auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind. Wenn Sie mir auch Zusagen würden, hätte ich auch keine Probleme mir ein Signaturemodell zu kaufen.
 
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Ich halte den ganzen Signature-Kram auch für Blödsinn, aber es verkauft sich offenbar gut, sonst gäbe es nicht so viel. Anniversary Modelle find ich zB für Sammler OK.

Es gibt sogar zwei Gitarren, die ich richtig hübsch finde, wo mich aber der Signature-Charakter (unter anderem) vom Kauf abhält. Duesenberg Star Player Mike Campbell sieht Hammer aus, wäre bloß nicht die blöde Unterschrift ins Schutzblech graviert.


Und die Kurt Cobain Jaguar ist optisch auch genau mein Ding, nur hätte ich damit immer den Gedanken, wie ein Fanboy auszusehen.
Aber da steht wenigstens nicht irgendwo Kurt Cobain drauf.
Richtig bescheuert finde ich Modelle, bei denen die Abnutzungsspuren des Originals 1:1 nachgebildet wurden. Beispiel fällt mir gerade nicht ein, aber das fand ich wirklich albern.
 
Okay und was sagt ihr zur Sinnhaftigkeit von Signature-Gitarren, die nicht einmal der Gitarre des Kuenstlers entsprechen?
Da gilt gleiches wie oben geschrieben, daher wurscht :D
 
Ich habe drei Signature Gitarren und keine habe ich wegen des Signatures gekauft. Ich habe auch bei zweien nichts mit der Musik des signierenden am Hut.

Sie gefallen mir einfach.

:gruebel:
Obwohl, manchmal frage ich mich, ob jmenad der mich mit meiner Musicman JP6 sieht, denkt ich würde John Petrucci Zeug spielen (mach ich nicht).
 
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Mich persönlich würde z. B. Ein EVH Modell reizen ( Musicman oder Fender egal). Optik und Features gefallen mir einfach. Irgendwann werde ich mir eine kaufen. Deswegen bin ich aber noch lange kein Eddie :rolleyes:
 
In den 90er habe ich als damals mittelloser Schüler immer von der Gibson Jimmy Page Signature Les Paul geträumt, weil die mit ihrem ausgefuchsten Wiring so viele tolle Möglichkeiten bot.
Und heute kann meine "Von der Stange" Les Paul Standard das alles serienmäßig. :-D

Seither habe ich Signatur Modelle zwar mit Interesse verfolgt, beispielsweise die Jackson PC1 oder die Music Man Luke, aber wirklich haben wollte ich bisher kein Signature Gitarre mehr. Die normalen Modelle bringen auch so schon so viel zufriedenstellende Features und Auswahl. :)
 
Wie sieht es denn z.B. mit Amps oder Tonabnehmern aus?
 
Natürlich ist es in erster Linie Geldmacherei. Es nutzt dem Hersteller und dem Endorser.
Aber es gibt Ausnahmen. Manchmal -wenn auch selten- hatte der Endorser wirklich gute Ideen, deren Umsetzung
gerade dieses Modell spannend machen. Mir fallen allerdings spontan nur 2 davon ein: Les Paul + Gibson und
Steve Vai + Ibanez JEM.
 
Meine Meinung:
Jubiläumsmodelle sind - bei limitierter Auflage - eine bessere Anlage als jede Aktie.

Signature?
Absoluter Unsinn - nur weil irgend ein (möchtegern-) Star das Teil mal auf der Bühne für zwei Songs benutzt hat und dafür eine Kiste voll von den Dingern vom Hersteller geschenkt bekommt damit die seinen Namen auf das Instrument pappen können - muss das nix besonderes sein

Nur weil der Hersteller damit impliziert "damit klingst du wie (beliebigen Namen einsetzen)" kaufen solche Instrumente in erster Linie weniger erfahrene Musiker, die glauben damit ihren Sound aufzuwerten und ihrem Idol nachzueifern.
 
Ach netstalker, Du bist doch ein intelligenter Mensch. Musste das jetzt sein...?

Von wegen "für zwei Songs auf der Bühne benutzt". So ganz kurz aus dem Kopf spielen folgende Herren seit Jahren eigentlich IMMER (oder fast immer) ihre Signature-Gitarren, die wir in Kopie alle kaufen können: Vai, Satriani, Benson, Timmons, Metheny, Morse, Lukather, Petrucci, Clapton, Johnny Marr, Albert Lee, Santana, Grissom, Tremonti, Eric Johnson und viele andere mehr. Und auf jeder dritten Bühne gibt eine Gibson Les Paul, *das* Signature-Modell schlechthin. Und weisst das was? Diese Gitarren sind alles gut durchdachte Instrumente, sie spielen sich gut und sie klingen gut.

Viele Signature-Gitarren haben obendrein gewisse Features, welche man anderweitig nicht bekommt. Ich selbst schäme mich nicht zu sagen, dass ich sehr gern auf meiner (!) Steve Morse Gitarre spiele. Bin ich Steve Morse oder will ich es sein? Beides nein! Interessiert doch keine Sau, aber die Gitarre ist spitzenmäßig.

Jeder, der mal diesem Irrglauben aufgesessen ist, man würde EVH werden, nur weil man eine EVH spielt, hat sehr schnell seine Lektion gelernt. Na und? Hast Du immer die richtigen Gitarren gespielt? Sicher hast Du auch gesucht, Dich verirrt und das anderweitig gefunden.


Also, Signature-Gitarren grundsätzlich abzulehnen ist ja ok, sie aber nur als dummes Zeug, Geldschneiderei, Marketing-Betrug (oder was auch immer Du oder andere hier als Pauschalverurteilung fallenlassen) abzuwerten, zeugt wirklich nur von Unkenntnis.
 
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Also, Signature-Gitarren grundsätzlich abzulehnen ist ja ok, sie aber nur als dummes Zeug, Geldschneiderei, Marketing-Betrug (oder was auch immer Du oder andere hier als Pauschalverurteilung fallenlassen) abzuwerten, zeugt wirklich nur von Unkenntnis.
Dann beschreib doch mal, was an den geheimnisvollen Signature-Gitarren anders ist, als an der entsprechenden "normalen" Gitarre?
Der Stempel "Signature" und eine geheimnisvolle, andere Schaltung ode rein PU den man irgendwo anders genauso kaufen kann?
Solche Teile hab ich vor 40 Jahren schon selber getauscht - da brauch ich keine Signature die 30% teurer ist als das entsprechende Standard-Modell.
 

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