"Silent" Konzertgitarre/PU mit Stahlsaiten ... Welche Saitenmarke???

Freudi
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Hallo,
ich habe sehr günstig eine "Angel Lopez" EC3000CBK
https://www.thomann.de/de/angel_lopez_ec3000cbk.htm
bekommen und kann klanglich mit dem "Nylon Sound" nichts angangen.

Mir ist klar und bewusst, dass auf eine Konzertgitarre keine Stahlsaiten gehören,
aber ich meine, gerade bei dieser Gitarre kann man es machen, vom mechanischen Standpunkt her.

Die "Ankel Lopez" hat einen massiven Korpus,
einen geschraubten Hals mit gebogenen Bundstäben
und einen Halsstab zum einstellen.
Die einzig mögliche Schwachstelle könnte die Brücke sein?

Um die Stimmung besser einstellen zu können und hier auch mehr Stabilität zu bekommen
habe ich stabile geschlossene "Schaller" Mechaniken aus meinem Fundus montiert.

IMG_2655.jpg
IMG_2664.PNG


Ich habe als erstes diese Saiten probiert.
https://www.thomann.de/de/pyramid_acoustic_silver_set.htm
die sind klanglich eigentlich ok gewesen aber die B und hohe E Saite war mir zu dünn (weich) vom spielgefühl.

Jetzt habe die getestet:
https://www.thomann.de/de/pyramid_304100_akustik_saitenset.htm
Diese Saiten habe ich seit Jahren auf einer anderen Konzertgitarre (meine Camping Geige) da sind sie auch o.k.
aber auf der "Angel Lopez" behomme ich keinen vernunftigen Klang zu stande.
Sie gefallen mir hir gar nicht.

Genutzt wird die Gitarre mit einem "Fender Acoustasonic 15" meist nur als Akkord Spiel

Meine Frage nun, hat jemand einen Tip für mich?
Weiche Stahlsaiten mit wenig Zug?

was ist mit denen?
https://www.thomann.de/de/gewa_konzertgitarrensaiten_654507.htm
allein die Verpackung schreckt mich etwas ab.

https://www.thomann.de/de/thomastik_kf110_classic_s_set.htm
hier ist der Preis sehr hoch, wenn die aber brauchbar wären würde ich das ausgehen?

Sehr dünne E Saiten?
z.b. https://www.thomann.de/de/ernie_ball_2225.htm
keine Ahnung ...?
die dünnen 08er Saiten werden sich warscheinlich deutlich in die Kunststoff mechanicken schneiden?


Nochmals... hat jemand einen Tip?


Gruß
Freudi
 
Hallo,
ich spiele auf allen meinen Hopf und Framus Konzert- und Parlorgrößen die Orphee TX Saiten aus China. Diese Saiten liegen sowohl vom Klang, als auch vom Spielgefühl zwischen Nylon und Stahl. Vollerer und dafür weniger brillianter Klang und selbst bei einem 11er Satz ein weiches Griffgefühl. Ich hab diese Saiten hier schon mehrfach empfohlen und es würde mich interessieren, ob die überhaupt mal jemand getestet hat ....
 
was ist mit denen?
https://www.thomann.de/de/gewa_konzertgitarrensaiten_654507.htm
allein die Verpackung schreckt mich etwas ab.
Exakt für deine Zwecke sind solche Saiten gemacht, probier sie aus.
Kann aber sein, dass du ähnliche Eindrücke hast wie bei deinem ersten Versuch:
Ich habe als erstes diese Saiten probiert.
https://www.thomann.de/de/pyramid_acoustic_silver_set.htm
die sind klanglich eigentlich ok gewesen aber die B und hohe E Saite war mir zu dünn (weich) vom spielgefühl.
Die Saiten müssen natürlich insgesamt alle dünn sein, weil sonst der Zug für einen Nylon-Hals zu hoch ist.
Du wirst deshalb eine Nylon-Gitarre NIE zu einer richtigen Western machen können.
Aber du bekommst eine Gitarre mit eigener Note, weniger für kräftiges Stumming aber gut für entspanntes Picking.
Auch für Stubenmusi - wie es die Bergfee impliziert.
Versuche für deine Angel Lopez eine eigene Nische zu finden, wenn es mit Nylon nicht passt.
 
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Hallo,
ich spiele auf allen meinen Hopf und Framus Konzert- und Parlorgrößen die Orphee TX Saiten aus China. Diese Saiten liegen sowohl vom Klang, als auch vom Spielgefühl zwischen Nylon und Stahl. Vollerer und dafür weniger brillianter Klang und selbst bei einem 11er Satz ein weiches Griffgefühl. Ich hab diese Saiten hier schon mehrfach empfohlen und es würde mich interessieren, ob die überhaupt mal jemand getestet hat ....
Hallo, die TX würde ich testen weollen, welche Stärke verwendest Du ? 9er 10er oder 11er?
 
Hallo, die TX würde ich testen weollen, welche Stärke verwendest Du ? 9er 10er oder 11er?
Ich hab mal mit 10ern angefangen, aber inzwischen sind fast überall 11er drauf, weils noch besser klingt und immer noch gut spielbar ist. Allerdings sind meine Gitarren auch für Stahlsaiten ausgelegt. Bei Framus mit einem Halsstab und die Hopf haben einen Hals aus Schichtholz und eine etwas kürzere Mensur. 10er sollten auf jeden Fall gehen denn die Fächerbeleistung von Konzertgitarren ist sehr zugstabil. Bei Balkenbeleistungen kann man schon mal leichte Beulen hinter dem Steg sehen. Bei dem hab ich auch noch nie Probleme gehabt. Allerdings wirst du keine optimale Intonation mehr haben, da die Stegeinlage ja nicht schräg verläuft wie bei Stahlsaiten üblich. Da muss man beim Stimmen Kompromisse eingehen ... Und noch was: beim Aufziehen nicht dehnen !
 
nicht Dehnen... warum?
 
nicht Dehnen... warum?
Wenn man Saiten über ihre Normalspannung hinaus dehnt, verändert das die Struktur des Metalls. Man dehnt ja oft bis die Saiten nicht mehr nachgeben ... Aber das heisst ja, dass die Elastizität weg ist, und damit auch das weiche Spielgefühl. Wären gedehnte Saiten sinnvoll, würden die Hersteller sicher vorgedehnte Saiten liefern. Ein weiterer Effekt ist, dass die Saiten nun ewig halten und sich meine Saitenschublade kaum noch leert.
 
Wenn das Body tatsächlich massiv ist, der Hals einen Halsstab hat, kannst du eigentlich Stahlsaiten aufziehen, müssen ja nicht gleich 12er sein.
Auf Konzertgitarren, bzw Gitarren für Nylonstring, soll man keine Stahlsaiten aufziehen, da die Decke das nicht mitmacht, weil anders beleistet, weil der Hals keinen Halsstab hat, der dem Zug entgegen wirkt.
In deinem Fall wäre tatsächlich die Bridge der Schwachpunkt, kommt darauf an, wie es verankert ist.
 
Die Brücke ist die einzig denkbare Schwachstelle.
Bei manchen Gitarren sieht man zwei Punkte (kleine Kreise) auf der Brücke unter denen warscheinlich Schrauben sind?
Das hat sie nicht ... insofern glaube ich, dass die Brücke nur flach mit dem Korpus verklebt wurde und da ist die Frage, was die Verklebung aushält?

Gruß
Freudi
 
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Hallo,
ich spiele auf allen meinen Hopf und Framus Konzert- und Parlorgrößen die Orphee TX Saiten aus China. Diese Saiten liegen sowohl vom Klang, als auch vom Spielgefühl zwischen Nylon und Stahl. Vollerer und dafür weniger brillianter Klang und selbst bei einem 11er Satz ein weiches Griffgefühl. Ich hab diese Saiten hier schon mehrfach empfohlen und es würde mich interessieren, ob die überhaupt mal jemand getestet hat ....
Hallo,
ich habe nun endlich die Orphee drauf gezogen und die sind wirklich gut.
Für den Preis erst recht, obwohl mir das nicht wichtig war.
 
So…
ich habe viele Versuche hinter mir, mit unterschiedlichsten StahlSaiten,
Teuer bis günstig, dünn, bis mittlere Stärke.
Fakt ist, zumindest bis zum heutigen Tag hält die Gitarre mechanisch dem Saitenzug problemlos stand.
Aber, vom Klang her hat mich eigentlich nichts überzeugt.
Es ist halt von der Konstruktion her eine Konzertgitarre und das hört man.
Da mir allerdings die typischen Nylonseiten auch überhaupt nicht gefallen, habe ich letztendlich diese hier gefunden:

IMG_8027.jpeg


Es sind Flatwond Stahlsaiten, bei denen auch die drei hohen Saiten umsponnen sind.
Klanglich wirklich zwischen Nylonseite und Stahlseite, und für diese Gitarre genau das richtige.
Ich habe noch die „Thomastik Classic-S“ Saiten liegen und werde diese auch noch mal testen aber momentan, seit circa zwei Wochen halten die Folk Saiten problemlos.
Meiner Meinung nach, sind das klanglich (für meinen Geschmack) die besten Saiten, die ich auf dieser Gitarre aufgezogen habe.
 

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Ich habe dieses Experiment auch einmal durchgeführt.
Nach ziemlich genau 3 Monaten hat sich der Steg vom Korpus abgelöst.
Ich empfehle hier dringend auch die Zugstärke der Saiten zu beachten.
Es gibt bei Westerngitarren mit Medium und High Tension, vielleicht kann das den Schaden verhindern.
 
@Freudi
Nein es war keine Angel Lopez.
Aber eine klassische Gitarre mit Nylonseiten...
 
Es sind Flatwond Stahlsaiten, bei denen auch die drei hohen Saiten umsponnen sind.
Nicht ganz, es sind Nylonsaiten mit Flatwound Stahl drum bzw. Seile mit Nylon drum, sehr speziell:
JPSaiten.jpg

Aber schön, wenn du eine für dich gute Lösung gefunden hast.
 
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