Pyramid Stahlsaiten für Konzertgitarre - das seh ich anders!

von SB, 07.02.08.

  1. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #1
    Hallo,

    bin vor einiger Zeit mal auf folgende Saiten gestoßen:

    https://www.thomann.de/de/pyramid_304100_akustik_saitenset.htm

    Die werden als Spezialentwicklung für Konzertgitarren angepriesen. Allerdings nur beim T. Auch auf der Herstellerseite hab ich keinen derartigen Hinweis gefunden, im PDF ist der gleiche Zug angegeben wie bei "normalen" Stahlsaiten. Sollte man da vllt. mal mit dem Hersteller sowie Thomann Kontakt aufnehmen, was da nun Sache ist? Oder hat das doch alles seine Richtigkeit und ich seh den entscheidenden Hinweis einfach mal wieder nicht?

    Bin gespannt auf eure Antworten...


    Gruß Stephan
     
  2. sven_p

    sven_p Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #2
    Also ich kenne die Saiten nicht,
    aber riskiere es lieber nicht, und ruf lieber mal beim T. an,und frag ob das seine Richtigkeit hat, sonst stehst du nachher da mit dem Steg in der Hand , wies bei mir der Fall war als ich Stahlsaiten naiv wie ich damals war auf meine alte Höfner gezogen habe:eek::screwy:
     
  3. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #3
    Davon kann man ausgehen ja. Sie haben einen normalen Stahlkern, b und e Saite sind sowieso ganz normale Stahlsaiten der Stärke 011 und 014.

    Ich habe diese Saiten und andere dieses Typs in Verwendung, aber nicht für die Konzertgitarre sondern für eine Selmer-Maccaferri(-Kopie). Z.B. diese hier http://i.wuell.net/gallery/view_album.php?set_albumName=Kirkland-Maccaferri

    Auch in diesem Forum hat man schon verbreitet, dass diese Saiten für die Konzertgitarre entwickelt worden seien, stimmt aber sicher nicht.

    Die Saiten sind allerdings mit demselben Material umwickelt, wie es auch die Nylonsaiten sind und haben von daher einen Klang, der ein wenig an diese erinnert, sie fühlen sich auch ähnlich an, beim darüberstreichen. Von daher und vom Aussehen der Gitarre für die sie bestimmt sind, ist wohl die fälschliche Annahme entstanden sie wären für Konzertgitarren.

    Es gibt auch Leute, die diese Saiten statt Nylons aufgezogen haben, aber irgendwann wird die Decke einen Bauch nach oben haben. Denn nicht umsonst haben die Selmer-Maccaferri-Typen eine Saitenaufhängung deren Zug auf die Zarge wirkt.

    Wozu also diese Saiten? Na, für den Klang: http://www.youtube.com/watch?v=IR9dzO6mcB4&feature=related

    Zu sehen der 2. Typ dieser Art Gitarren, unterscheidet sich eigentlich aber nur am Schallloch, da musste früher einmal ein Resonator durch.
     
  4. Richelle

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    Erstellt: 07.02.08   #4
    Falls Du Stahlsaiten auf Konzertgitarre verwenden willst könnte ich Dir diese empfehlen
    http://saitenkatalog.de/shop1/product_info.php/cPath/10000_1/products_id/142?osCsid=2ee181231312bb0c0cadd963e5d3cd44

    Diese Saiten sind aus rostfreiem Stahl. Die umwickelten Saiten sind geschliffen (flatwound).
    Der Klang ist im Vergleich zu einer Westerngitarre mit round-wound Strings viel wärmer bzw. speziell bei den Bass-Saiten wegen der flat-wound-Wicklung sind weniger brilliante Obertöne vorhanden. Im Vergleich zu einer Klassikgitarre mit Nylon-Strings ist sehr, sehr viel mehr Sustain vorhanden. Der Klang liegt meiner Meinung nach näher bei einer Steelstring-Westerngitarre als bei einer Nylonstring-Klassikgitarre. Ich verwende ein eher dünnes Dunlop Nylon Plektrum (0.46 mm).

    Über Deine Pyramid 304/100: Kenne ich leider nicht. Aber bei Saitenkatalog ist in der Beschreibung zwar die Rede "ideal für kleinere Gitarren, Archtop oder Zigeunergitarren" - aber nicht von Klassik- bzw. Konzertgitarren.
    Weiters wird eine Zugkraft von 8,5 kg angegeben. Da ich nicht glaube dass alle 6 Saiten dieselbe Zugkraft haben (Normalstimmung) vermute ich mit 8,5 kg einen Mittelwert.
    Die Thomatik-Infeld Stahlsaiten für Konzertgitarre haben Zugkräfte von 5,5 - 7 kg (soweit ich mich erinnern kann - Gesamt etwa zw. 32 - 38 kg Zugkraft).
    Ich würde die Pyramid-Saiten aufgrund der Gesamt-Zugkraft von etwa 50-60 kg als nicht geeignet für Konzertgitarren einstufen.
     
  5. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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  6. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.02.08   #6
    Da der Thread dort gesperrt zu sein scheint, muss die Antwort wohl hier hin.

    Hier die Zugkräfte von Nylonsaiten:
    http://www.pyramid-saiten.de/acousticsilver/info.pdf

    Konzert Gitarre
    Nylon
    E
    5,2 kg
    H
    5,2 kg
    G
    5,2 kg
    D
    7,3 kg
    A
    7,2 kg
    E
    6,7 kg

    Hier noch welche mit etwas mehr:
    http://www.thomastik-infeld.com/joh...e=Guitar&ID_Setfamilie=10&ID_SetfamilieSub=23

    Und hier die Zugkräfte des Gegenstandes der Diskussion:
    http://www.pyramid-saiten.de/acousticsilver/info.pdf

    Akustik Gitarre E H G D A E
    # 304 100 ca. 8,6 kg
    Light .011-.047
    .011
    8,8 kg
    .015
    8,4 kg
    .020w
    9,2 kg
    .025
    7,9 kg
    .035
    8,6 kg
    .047
    8,5 kg

    Ich habe eine Höfner-Schulgitarre, die Jahrelang mit normalen Stahlsaiten bespannt war. Welche Stärke weiß ich nicht, es waren geschliffene Saiten, die ich wohl von irgendeiner E-Gitarre geholt hatte. Jedenfalls hat sich die Decke nachhaltig aufgebogen, aber nicht sofort sondern auch erst nach ein paar Jahren.

    Von Thomastik gibt es jedenfalls Stahlsaiten die dieselben Eigenschaften haben, wie diese Pyramids, aber Zugkräfte die kaum höher sind als die der Thomastik-Nylonsaiten. Wie ich das beim Blättern bei Thomastik feststellen konnte, scheinen normale 009er Stahlsaiten-Sätze sowieso ähnliche Zugkräfte wie Nylons zu haben.
     
  7. SB

    SB Threadersteller Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 08.02.08   #7
    Jo ich wollts jetz eh nicht unbedingt testen, das war mal ne fixe Idee von mir, aber mittlerweile steht fest, dass wenn dann doch ne "richtige" Western angeschafft wird (deshalb in Anführungszeichen, weils ne billige werden wird, das reicht mir vollkommen).

    Mich hats jetz einfach mal interessiert, weil ich eben beim Hersteller nix dazu gefunden habe und ich das für sehr verwirrend für die Kunden halte. Denen bricht dann die Gitarre auseinander und sie wundern sich, warum...


    Gruß Stephan
     
  8. Vokalistus

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    Erstellt: 14.02.08   #8
    Ich hab heut Morgen mal ne Anfrage an Thomann geschrieben.. Mal gucken, wie die sich äußern ^^
     
  9. Vokalistus

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    Erstellt: 18.02.08   #9
    Hier nun die Antwort von Thomann:

    mh..
     
  10. Gast75843

    Gast75843 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #10
    Ich schließe mich dieser Meinung an, und empfehle auch diese Saiten - wie schon so oft!
    http://saitenkatalog.de/shop1/produ...d/149?osCsid=2ee181231312bb0c0cadd963e5d3cd44

    Ähnlich wie die einfache Classic S, jedoch mit einem Nylonmantel über den Diskantsaiten. Macht den Sound etwas wärmer. Diese Saite hat bislang nur gute Kritikern bekommen!
     
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  11. Girgl

    Girgl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #11
    Ahoj,

    ich grab mal diesen alten Fred aus...
    Hab mir diese Pyramid Saiten neulich spontan in mit den Einkaufswagen gepackt, als ich für meine Mutter was bei Amazon bestellen sollte,
    weil ich eben hier im Board irgendwo mal gelesen hatte, die wären auch für klassische Gitarren geeignet.
    Hier steht jetzt, dass das gar nicht stimmt...

    Die Gitarre hat mein Vater vor Jahrzehnten im lokalen Musikladen gekauft, drinnen steht Cimar und Made in Japan.
    Ich denke, die Gitarre ist relativ wertlos, aber von der Bespielbarkeit gibt es, wie ich neulich bei einem Kumpel festellen konnte, deutlich schlechtere.

    Es würde mich jedenfalls schon recht traurig machen, das Teil zu schrotten.

    Ich wollte jetzt hier mal fragen, wie groß Ihr hier das Risiko einschätzt. Soll ich mich lieber über einen sinnlosen Kauf ärgern, oder kann ich es wagen, die draufzuspannen?

    Schöne Grüße,

    Girgl
     
  12. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #12
  13. Richelle

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    Erstellt: 13.11.16   #13
    Draufspannen ist nur sicher wenn Du mit der Stimmung 2 Halbtöne unter der Standardstimmung bleibst.
    Also die Gitarre auf DGCFAD stimmen.

    Mit Kapo am 2. Bund bist Du wieder in der Standardstimmung oder einfach ohne Kapo um einen Ton tiefer spielen.
     
  14. Girgl

    Girgl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #14
    Danke für die Antworten!

    Ich werds wohl bleiben lassen.

    Nette Idee mit dem tiefer stimmen und Kapo,
    aber dann hat die Gitarre ja noch weniger Bünde...

    Früher oder später werd ich mir wohl mal ne richtige Steelstring anschaffen.
    Bin da nur insofern etwas abgeneigt, weil ich dann zusammen mit meiner E-Gitarre schon 3 Instrumente besitze.
    Da ich gar nicht mal so gut spielen kann, wirkt das etwas lächerlich finde ich...
     
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