Singen verlernen, Intonation verlieren durch Klarinette/Saxophon spielen???

von Mac_Mike, 27.11.07.

  1. Mac_Mike

    Mac_Mike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.07   #1
    Ein freundliches Hallo an alle!

    Ich bin leidenschaftlicher Sänger, mache nichts lieber als Singen, auf der Bühne oder sonst irgendwo. Seit zwei Wochen habe ich angefangen, Klarinette zu spielen. Jetzt sagt mir die Gesangslehrerin, dass es schlecht für den Gesang ist, Klarinette oder Saxophon zu spielen, weil man dann den "Ton verliert" und eine falsche Atemtechnik erlernt.
    Ich weiß nicht was ich machen soll, ich verzweifle bald! Soll ich jetzt den Klarinettenunterricht streichen, weil ich möchte meiner Stimme auf keinen Fall irgendeinen Schaden zufügen! Außerdem möchte ich mich im Gesang noch viel mehr verbessern, und das wäre vielleicht jetzt dann auch noch unmöglich durch die Klarinette und später durch dem Saxophon!

    Bitte klärt mich auf!
    Danke!!

    liebe Grüße Mac_Mike
     
  2. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 27.11.07   #2
    Hallo,

    ich kenne beide Fälle: Einer meiner Mitbassisten spielt Klarinette und hat keine Stimmprobleme, da geht alles. Eine unserer Sopranistinnen spielte Oboe und mußte mit dem Singen aufhören, da nach wenigen Minuten die Stimmbänder völlig verhärteten. Sie hatte erste Anzeichen einer Überlastung allerdings nicht rechtzeitig beachtet und dadurch die Sache wesentlich verschlimmert.
    Zunächst mal würde ich ausprobieren, ob es Dich wirklich beeinträchtigt oder ob Du eine relativ robuste Stimme hast. In "meiner" Gesangsklasse sind viele, die auch gleichzeitig Klarinette, Oboe, Trompete, Horn, Posaune oder Querflöte spielen, und da sind teils ganz hervorragende Stimmen dabei. Allerdings erzählte meine Lehrerin auch schon mal, daß es manchmal bei den Schülern, die auch noch ein Blasinstrument spielen (jetzt die Querflöte mal ausgenommen), länger dauern würde, bis die Stimme im Unterricht absolut klar und richtig "da" ist.
    Der oben erwähnte Fall von Aufhörenmüssen ist in meinem sängerischen Bekanntenkreis allerdings der einzige. Also Kopf hoch!

    Viele Grüße
    Klaus
     
  3. moniaqua

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    Erstellt: 27.11.07   #3
    Zum zweiten.... (mistrechner) Die Kurzfassung von vorhin ist, es duenkt mich komisch. Ich singe und spiele Querfloete, bei beiden brauch ich Stuetze. Die Sax-Maedels im Jazzworkshop hier am Board singen imho wunderbar. Irgendwo hat die Theorie Deiner GL an Knacks :)
     
  4. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.11.07   #4
    Wenn Du beim Klarinette- oder Sax- oder sonstwas-Spielen so viel Druck auf die Stimmbänder machst, dass es Deiner Gesangsstimme was ausmacht, lernst Du das Blasinstrument falsch weil Du presst. Das kann man auch bei Blasinstrumenten und das ist dort so unnötig wie beim Singen.

    Wie Moni sagt - für beide Instrumente (Stimme und Klarinette) braucht man Stütze und bei beiden muss man sauber hören, was man da tut um eine saubere Intonation hinzubekommen.

    Beobachte Dich selbst. Wenn Du bemerkst, dass es Dir etwas ausmacht, achte darauf, wo das Problem herkommt und sprich mit dem jeweiligen Lehrer drüber.
     
  5. saxycb

    saxycb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.07   #5
    Hall Mac_Mike,

    nun - ich bin kein begnadeter Sänger... aber immerhin ein begeisteter ;)

    Ich spiele seit Ewigkeiten Saxophon u. habe erst vor nicht allzulanger Zeit, das Singen entdeckt.
    Bei mir selber konnte ich zB feststellen, dass mir das bewusste Beschäftigen mit der Stütze beim Singen sehr für das Sax Spielen geholfen hat. Vor allem am Sopran-Sax, wo man noch viel mehr aufpassen muss, dass die Intonation stimmt bzw der Ton nicht quäkig ist.

    Beim Sax spielen (und ich vermute auch bei der Klarinette) soll man in Halsgegend locker und offen sein, was - wenn ich alles richtig verstanden habe - beim Singen nicht stören sollte?!?
    Dass beim Sax-Spielen die Stimmbänder extrem belastend werden sollen, kommt mir recht eigenartig vor. Das Growlen würde ich mal lieber weglassen (dh vereinfacht gesagt: Ton spielen u. gleichzeitig reinsingen/-schreien) - aber als Sax-Anfänger macht man das wohl kaum. (Ich mach das bis heute nicht!!)

    Ice's Tipp, Dich mal selbst zu beobachten u. sehen wie Klarinette u. Gesang einander BEI DIR beeinflussen, ist sicher eine gute Idee. Aber - so schwer es ist - versuceh wirklich, auf Dich selbst zu hören u. Dich nicht von anderen zu stark beeinflussen zu lassen. Sonst wirds zur selbsterfüllenden Prophezeihung...

    LG saxycb
     
  6. Mac_Mike

    Mac_Mike Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.07   #6
    Ok, super! Vielen Dank!

    Jetzt bin ich wenigstens mehr beruhigt und habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich zur Klarinettenstunde gehe. Meine GL würde es sicher hören, ob sich bei meiner Stimme etwas verändern würde, oder ob das Singen schwieriger werden würde.
    Je nachdem werde ich dann handeln.

    Lg mac_mike
     
  7. 6nach2

    6nach2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.07   #7
    Also ich spiel jetzt auch seit 3 Wochen Saxophon und hab öfter beobachtet, dass ich nach dem Saxophon spielen, viel lockerer nach oben Singen kann. Ich hatte (und hab) auch manchmal Probleme damit, dass ich meine Stimme zu sehr belaste beim Singen, aber nach dem Saxophon spielen geht das richtig gut. Vielleicht hab ich einfach eine falsche Technik beim Singen, aber die richtige beim Saxophon spieln?!
     
  8. mos

    mos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.07   #8
    Ich spiele auch Sax und habe jetzt seit einem 3/4 Jahr Gesangsunterricht. Das was du schreibst, habe ich allerdings noch nicht gehört. Zumindest von keiner Gesangslehrerin. Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, was da nicht miteinander kombinierbar sein soll.

    Meine Intonation ist nach wie vor in Ordnung. Sowohl auf dem Sax, als auch beim Singen. Vielleicht hat deine Lehrerin Angst, dass du jetzt nicht mehr so intensiv Singen übst. Mir geht das zumindest beim Saxen so. Momentan singe ich irgendwie lieber und dudel nur noch just for fun auf dem Sax.

    Lass dich nicht verrückt machen. Wenn dir selber keine Nachteile auffallen, dann ist das ok. Ich finde man kann von beiden Dingen viel für das andere übernehmen.
     
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