Singer/Songwriter

von SuPbHaNg, 04.07.07.

  1. SuPbHaNg

    SuPbHaNg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.07   #1
    Also ich habe letzens eine Dokumentation über die 70er Jahre gesehen und da wurden eben auch Ausschnitten von Singer/Songwriter gezeigt. Natürlich habe ich schon Sachen wie Bob Dylan gehört, allerdings habe ich mich noch nie so richtig damit beschäftigt.

    Obwohl ich schon einige Lieder für meine Band geschrieben habe, frage ich mich, wie man so ein Singer/Songwriter Lied schreibt. Es sind ja praktisch "nur" Akkorde und Gesang. Aber wie macht man so ein Lied interessant:screwy:

    Vielen Dank im Vorraus!
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.07   #2
    Na dann hör Dir mal bewußter Songs in dieser Richtung an.

    Oft gibt es einen ausgesprochenen Gesangs-Stil, der sehr eigen, originell und unverwechselbar ist: Dylan wirst Du immer raushören (diese Art Nuscheln gehört zu seinem Markenzeichen), Neil Young wirst Du immer raushören (seine hohe Stimme!), Joan Baez (sehr klar, fast glockenrein), Jonny Cash, John Lee Hooker ...

    Bei singer/songwriter-Sachen sind die Texte und der Gesang sehr wichtig - immer im Vordergrund und auf jeden Fall das tragende Element. Deshalb ist der Gesangsstil sehr ausgeprägt: Dynamik, Betonungen, Spannung aufbauen, Silben dehnen oder zusammenziehen, Flüstern, Schreien, ironische Untertöne - sebst ein sehr lakonischer Gesang wie etwa der von Lou Reed ist ein eigenes und bewußtes Stilmittel.

    Oft ist die Musik eher Begleitung - musikalische Virtuosität kann sein, muss aber nicht sein - soli können sein, müssen aber nicht sein. Auf jeden Fall muss die Musik die passende Atmosphäre rüberbringen und Text und Gesang unterstützen.

    Oft ist weniger Mehr - Reduktion ist ein ganz wesentliches Stilmittel bei singer/songwriter-Sachen. Superbeispiel dafür ist Jonny Cash - gerade auf seinen letzten CDs. Da merkst Du auch, dass das viel mit Authentizität zu tun hat (also dass das echt und ehrlich rüberkommt) und dass die Intensität, die dabei erzeugt wird, nicht durch mörderviel Technik erzeugt wird sondern durch Genauigkeit, Präzision, Präsenz, Intensität und eben durch das weniger-ist-mehr-Prinzip.

    Da steckt eine Menge Arbeit hinter, die man im Vortrag aber gerade nicht raushören soll.
    Klingt Paradox - ist aber so.

    x-Riff
     
  3. SuPbHaNg

    SuPbHaNg Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.07   #3
    Vielen Dank schonmal. :great:
    Ich werde mal schauen, was ich so heraushören kann. Also zusammenfassend ist zu sagen, dass die Atmosphäre durch den Gesang und durch die Ehrlichkeit der Musik entsteht, oder so in der Art...
     
  4. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.07   #4
    Entscheidend ist jedoch auch, dass die Jungs und Mädels was zu sagen haben bzw. glauben, was zu sagen zu haben. Nicht nur der Gesangsstil ist wichtig, sondern bei den "ganz großen" (und da geht über Dylan nix drüber) eben auch die Texte. Oft sind das sozusagen nett vertonte Gedichte, echte Lyrische Qualität eben...
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.07.07   #5
    Dylan ist schon eine Größe für sich.
    Aber ich würde durchaus da auch Neil Young zu zählen, den späten Cash, den jungen Leonard Cohen (unbedingt mal reinhören - und nicht nur das allbekannte Suzanne) - und die alten Blueser sind Legende: John Lee Hooker etc.

    Also da gibt es einiges zu entdecken, wobei wie gesagt Dylan eine Welt für sich ist.
     
  6. RiverMan

    RiverMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.07   #6
    "Townes Van Zandt is the best songwriter in the whole world and I'll stand on Bob Dylan's coffee table in my cowboy boots and say that."; - Steve Earle

    "I've met Bob Dylan and his bodyguards, and I don't think Steve Earle could get anywhere near his coffee table."; - Townes Van Zandt

    Hier noch ein Video dazu falls es Jemanden interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=xTGKzWDakK8

    Und noch eins hab ich, wo Bob Dylan und Willie Nelson einen von Townes' besten Songs verstümmeln (ja ganz recht, verstümmeln!): http://www.youtube.com/watch?v=TPMxJROHInM
     
  7. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.07   #7
    Ich könnte eigentlich aus jedem meiner Songs so nen "Lagerfeueresong" machen, da bei mir immer als erstes der Text und die Gesangsmelodie dazu stehen.

    DAzu dann die Grundakkorde spielen und fertig.
     
  8. derjenigewelche

    derjenigewelche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.08   #8
    Songwriter?
    Kann nur sagen das ich ein großer van Zandt Fan bin. Ich mag vertonte Geschichten und hänge hier viel in den Clubs und Kneipen rum und höre zu .Gibt ne menge zu erzählen und wenn man bedenkt das 3 Akkorde sone menge guter songs ausmachen ,ist schon ne eigene Lebensphilosophie .Ich mag die Luft und die ruhe die bei solchen Gigs rüberkommen oder spontanes Kneipenjaming oft zückt jemand ein Instrument und zack sind da 3 bis ? Leutz am spielen.Hab so manchen Morgen mein Frühstück an der Tanke gegessen und über sonen Abend nachgedacht :great:

    http://www.youtube.com/watch?v=2Z5fZbQL_S8&feature=related
     
  9. reservoir dog

    reservoir dog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #9
    Songwriter: im grossen und ganzen verbindet man ja damit immer nen Typ der Akkustikklampfe bedient und dazu singt. Da gibt es unglaublich viele. Wie die dann die Songs im Endefekkt umgesetzt werden kann ganz unterschiedlich sein.
    Finde das auch Bands wie Travis oder Starsailor in die Richtung gehen, da man das wunderbar alleine mit ner Akkustik spielen kann.
     
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