single-coils zusammenschalten

von OBrown, 04.09.07.

  1. OBrown

    OBrown Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #1
    hallo alle zusammen!

    ich hab mal ne frage:

    wäre es theoretsch möglich und praktisch einigermaßen sinnvoll zwei single- coils, oder sogar drei, so zusammenzuschalten, dass sie wie ein humbucker(bzw. ein "triplebucker") arbeiten? natürlich bei großen einbußen an flexibilität, aber es ist egal, ich will nur mit einer alten billig-gitarre experimentieren.
    ist es richig, dass ich die einfach hintereinander schalten muss und dann wieder ein kabel vom letztem single-coil zurück zum volume poti.

    danke schon mal im voraus

    mfg Oscar
     
  2. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #2
    Also die "hum bucking" Funktion des Humbuckers bekommst Du mit exakt 2 Spulen hin, mit 3 nicht mehr. Für 2 hum buckende Single coils muß einer reverse wound sein. Das heißt: Spule andersrum gewickelt, und Polepieces /Magnet auch umgedreht.
    Die Signale, die von den Saiten inzuziert werden, sind dann 2 mal verdreht = in phase.
    Alles was nicht über die Saiten kommt (Brummen etc) kommt einmal "in phase" (regulärer Tonabnehmer) und ein mal "out of phase" (reverse wound Tonabnehmer). In der Summe löscht sich das dann aus. Funktioniert bei Parallel-und Reihenschaltungen, wenn ich mich nicht irre.

    Als Anregung für wilde Tonabnehmerverschaltung: Schau dir mal die schaltung der Red Special von Brian May an...

    Andy Summers von The Police hatte meine ich auch mal ne schaltung mit 10000 Möglichkeiten am Start...

    Gruß Bernhard
     
  3. OBrown

    OBrown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #3
    das heißt, ich bräuchte einen anderen single-coil, oder kann ich den einen umbauen?
     
  4. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #4
  5. DerOnkel

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    Erstellt: 04.09.07   #5
    Wie Tonabnehmer aufgebaut sind, kannst Du in Guitar-Letter 1 en detail nachlesen.

    Ein Umbau eines Single-Coils ist mit Vorsicht zu genießen. Wenn man versucht die Magnete umzudrehen, wird leicht die Wicklung beschädigt.

    Nur wenige SCs haben eine Wickelkörper wie bei den Humbuckern. In der Regel stecken die Magnete (oder Eisenkerne) in zwei Pappstückchen und dann kommt der Draht darum. Wenn man die Kerne zieht, besteht zumindest die Gefahr, daß die Spule in sich zusammenfällt. Ob man dann die Kerne wieder hineinbekommt ist fraglich.

    Ulf
     
  6. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #6
    Gut zu wissen...

    Kann man von außen sehen, wie ein Single Coil innen konstruiert ist?
    Oder muß man einfach wissen, welche Hersteller Wickelkörper verwenden und welche nicht?

    Gruß Bernhard
     
  7. Apfelkrautwurst

    Apfelkrautwurst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #7
    Die Singlecoils, die Onkel meint sind die, die magnetische Polepieces haben,im schlimmsten falle haben die nämlich keinen wickelkörper.
    Wenn von unten ein Magnet am Singlecoil ist kann man sich ziemlich sicher sein das er einen Wickelkörper hat (irre ich mich oder tauchen wickelkörper meist bei billigeren Tonabnehmern auf?).
     
  8. jonas S.

    jonas S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #8
    gibt es irgendwie bestimmte arten von singele coils die vom klang her als humbucker gut zusammen passen und welche bei denen man es lassen sollte?
     
  9. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #9
    @Apfelkrautwurst:

    Wenn unten ein Magnet ist, dann hat sich ja das Herausnehmen der Polepieces auch (hoffentlich) erübrigt ... Ist ja dann "nur" Eisen. Sicherheitshalber dreht man die mit um - sofern das aus o.g. Gründen geht - da sie sicher mit der Zeit magnetisiert werden.

    @Jonas: Die Antwort ausm Ärmel: Zwei möglichst ähnliche Single Coils geben auch als Humbucker ein gutes Gespann ab. Wenn einer der beiden wesentlich mehr Wicklungen hat als der andere oder sonst irgendwie konstruktionsbedingt andere induktive Eigenschaften hat, könnte das mit dem hum bucking, dem gegenseitigen Auslöschen von Störungen, nicht mehr 100%ig klappen.
    Wenn Du mich jedoch genau fragst: Keine Ahnung, hab ich noch nicht probiert...

    Gruß Bernhard
     
  10. DerOnkel

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    Erstellt: 04.09.07   #10
    Diese Frage läßt sich relativ einfach beantworten:

    Wenn Du weißt, welche Induktivität Dein "Wunsch-Humbucker" hat, dann benötigst Du zwei identische Single-Coils mit der halben Induktivität. Werden diese dann in Reihe geschaltet, dann addieren sich die Induktivitäten.

    Single-Coils mit sechs Stabmagneten haben in aller Regel eine größere Güte, was sich in einer stärkeren Ausprägung der Resonanz äußert. Die Eisenkerne der gängigen Humbucker lassen recht große Wirbelströme zu, die sich dämpfend auf die Güte auswirken.

    Dummerweise geben nur sehr wenige Hersteller verläßliche elektrische Daten zu ihren Tonabnehmern an. So einfach ist es dann also doch nicht. :(
    Die immer zu findende Angabe des Gleichstromwiderstandes erlaubt so gut wie keine vernünftige Aussage über die klanglichen Eigenschaften des Tonabnehmers!

    Wenn die Güte zweier in Reihe geschalteter Single-Coils zu groß ist, kann man diese mit einem Parallewiderstand etwas dämpfen.

    Wichtig ist, wie schon erwähnt wurde, daß die beiden Single-Coils die gleiche Windungszahl haben, sonst ist die Störkompensation nur unvollständig. So dramatisch ist eine Unsymetrie jedoch nicht, denn Gibson verkauft ja mit großem Erfolg die sogenannten Burstbucker, bei denen leicht unterschiedliche Windungszahlen verwendet werden.

    Für die Güte der Störkompensation ist nur die Windungszahl ausschlaggebend. Alle anderen elektrischen Größen, wie Induktivität und Wicklungskapazität spielen da eher eine untergeordnete Rolle.

    Die Eisenpole braucht man nicht umzudrehen, da Eisen ein magnetisch sehr weicher Stoff ist. Wenn man den Balkenmagneten abgelöst hat (ist normalerweise verklebt) und ihn dann umgedreht wieder befestigt, werden die Eisenkerne sofort ummagnetisiert.

    Jeder magnetische Tonabnehmer hat einen Wickelkörper. Beim Strat-PU nach Fender sind das die beiden Pappstücke und die Magnete. Bei Gibson ist es ein Kunststoffteil mit sechs Schächten für die Pole.
    Das ist keinesfalls so! Ich habe hier einen Strat-PU von einer Cimar mit Balkenmagnet und sechs Eisenpolen. Wenn man sich den Magneten wegdenkt, ist das exakt die Fenderkonstruktion! Ein Wickelkörper ala Gibson ist in der Produktion mit Sicherheit teurer (auch wenn es ein Pfennigartikel ist), als die zwei Pappstücke

    Eine gute Frage! Ich habe solche Single-Coils bisher noch nicht gesehen. Aber Ray hat bestätigt, daß es Single-Coils mit einem Wickelkörper wie beim Gibson-Humbucker gibt. Ich denke nicht, daß man das von Außen sicher sagen kann.

    Ulf
     
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