sonar 7.0: fehlerhafter midi import

von flushbomb, 11.07.08.

  1. flushbomb

    flushbomb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #1
    hallo.. folgendes problem:

    wenn ich über guitar pro ein einfaches bending programmiere meinetwegen
    ----7b9-----
    und dieses dann als midi exportiere um es anschliessend wieder bei sonar zu importieren, hört man bei jedem beliebigen softwaresynth nicht etwa einen gepitchten ganzton sonden irgendwas zwischen 1/8 und ein 1/4 pitch

    wenn ich das midi allerdings im windows mediaplayer abspiele hört man ein ganzton bending

    woran kann das liegen?

    ich benutze sonar 7.0 PE x64 und guitar pro 5.2 das ganze läuft auf win xp x64 sp2

    hier ein beispiel:
    http://mitglied.lycos.de/artchris/bending.mid
    http://mitglied.lycos.de/artchris/bending.wav
     
  2. flushbomb

    flushbomb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #2
    kann es vielleicht damit zusammenhängen das bei der 64bit version von sonar für den midi pitchwert ein grösserer wertebereich zur verfügung steht als bei den midis die von guitar pro exportiert werden und somit der 32bit pitchwert fehlinterpretiert wird?
     
  3. flushbomb

    flushbomb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #3
    ok.. ich habs selbst rausgefunden... sonar interpretiert tatsächlich das midi file falsch... aber nicht auf grund der 64bit version... hier ein ausschnitt aus der seite "midi-kompendium":

    "Der Pitch Bend, das Pitch Wheel oder der Joystick werden dazu benutzt, Tonhöhen in feinen Schritten zu verändern. Der Effekt ähnelt dem ziehen von Gitarren-Saiten, wobei es auch möglich ist, die Tonhöhe nach unten zu verändern. Da die für das Pitch Bend zwei Werte-Bytes zur Verfügung stehen, beträgt der Bereich 0 - 16383. Die meisten Hersteller ignorieren jedoch das LSB-Byte, wodurch es nur 128 (0 - 127) Abstufungen gibt.
    Die Auswirkungen auf den Umfang der Tonhöhen Veränderung hängt von den Einstellungen es Empfängers ab. So sind Bereiche von 0 bis zu +/-24 Halbtonschritten einstellbar. Bei einem Wert von '7' würde der Pitch Bend Bereich auf die 7 Halbtonschritte (Quinte) angeglichen"

    guitar pro sendet scheinbar standartmäßig das LSB byte... man muss in den midi-einstellungen das feld "tonhöhenbegrenzung" aktivieren... dann gehts..

    ps.: kennt jemand vielleicht noch eine elegantere lösung als den pitchwert einfach auf 128 stufen zu begrenzen? irgendwelche midi-einstellungen bei sonar?
     
  4. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.07.08   #4
    Du hast es ja mittlerweile selbst herausgefunden:
    Und das ist auch vollkommen richtig so. Der MIDI-Standard legt nicht fest, welche Pitch Bend Range ein Klangerzeuger produziert - das muß man am Klangerzeuger selbst einstellen. Faktisch ist es aber so, daß die meisten Klangerzeuger mit -2/+2 Halbtönen voreingestellt sind - auch der General MIDI Standard geht davon aus.

    Also ist auch nicht Sonar daran schuld...
    Das kann nicht die Ursache für die unterschiedlichen Pitch Bend Ranges sein, weil Sonar ja auf die Pitch Bend Ranges überhaupt keinen Einfluß hat. Sonar sendet nur die Pitch-Bend-Befehle, was die Klangerzeuger draus machen, ist deren Sache.

    Alle Sequencerprogramme müssen das LSB und das MSB senden, so steht's im MIDI-Standard. Da können sich die Programme also nicht unterscheiden, das erste gesendete Byte ist immer das LSB, das zweite das MSB. Das macht GP garantiert genauso wie Sonar, Cubase, Logic, etc. Aber: nicht jeder Klangerzeuger beachtet das LSB, viele werten nur das MSB aus.

    Sonar ist nicht für die 128 Stufen verantwortlich, der Klangerzeuger ist dafür verantwortlich. In den allermeisten Fällen reicht eine Auflösung der Pitch Bend Range in 128 Stufen auch durchaus aus, gerade bei Gitarre, wo man ja sowieso nur geringe Bending-Intervalle realisieren kann. Wenn deine Pitch Bend Range auf -4/+4 Oktaven eingestellt wäre, müsste man sich sicher drüber Gedanken über eine feinere Abstufung machen, aber solange es -2/+2 Halbtöne sind finde ich eine feinere Auflösung nicht entscheidend. Und selbst wenn, wäre das eine Frage des Klangerzeugers und nicht von Sonars Sequenzer.

    Harald
     
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