Sooo! Jetzt will ich NOCH weiter auflösen

von Armin, 31.05.05.

  1. Armin

    Armin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.05   #1
    hi,
    gestern hab ich mir nochmal Die Episode 1 DVD reingezogen und so ein bisschen versucht mitzuspielen :screwy: :D (so als Aufhänger "Filmmusik" - nicht ernst nehmen ^^)
    Hört euch das ganze am besten nachher mal an. Am Ende hab ich eine Akkordfolge angehängt, wo ich eigentlich das Gefühl habe, sie müsste sich noch irgendwo hin auflösen... allerdings finde ich nicht den richtigen Akkord - aber so etwas in der Art habt ihr doch sicher auch im Ohr, oder?

    also die Akkordfolge:
    Gm/G - G5add9/G - Dsus4 - D
    der zweite akkord wird sicher normalerweise irgendwie anders benannt, ein bild ist auch noch angehängt...

    aber wie gesagt ich hab kein plan davon, was jetzt kommen muss, dass es so klingt, wie ich will. :D
     

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  2. illbleed

    illbleed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.05   #2
    Versuch's mal mit Gm.
     
  3. Cudo

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    Erstellt: 31.05.05   #3
    Hallo Armin,
    Gm/G zu schreiben ist nicht notwendig. Wenn Du einfach Gm oder G- schreibst ist gewährleistet dass G im Bass liegt.
    Über die korrekte Schreibweise des Akkordsymbols des zweiten Akkordes gab es ist hier im Forum schon heftige Diskussionen. Ich bevorzuge diesen Akkord Gadd9/omit3 zu benennen, andere nennen ihn Gsus2.
    Dein 4-taktiges Thema wird in der ebenfalls 4-taktigen Wiederholung leicht variiert. Die danach folgende 2-taktige Akkordfolge, um die es Dir hier ja eigentlich geht, habe ich um 2 Takte verlängert, um so das Formgefühl runder zu gestalten. Dabei habe ich nicht die von Dir erhoffte harmonische Auflösung gewählt, sondern bin über einen kleinen Umweg wieder auf der Dominante des Anfangsakkordes Deines Themas gelandet, um so eine Wiederholung des ganzen Stückes zu ermöglichen.
    Es ist zumindest eine von sehr vielen Möglichkeiten.
    Ich bin mir ziemlich sicher dass es nicht die von Dir gewünschte Möglichkeit der Weiterführung ist. Du sagst Du hast keinen Plan um es so klingen zu lassen wie Du willst. Ich meine da herauszuhören dass Du in Deinem inneren Ohr etwas hörst und es nur noch nicht in Musik umsetzen kannst. Man muss in diesem Falle sich sehr behutsam ans Klavier setzen und sich total auf sein inneres Gehör konzentrieren. Spiele erst dann einen Ton, wenn Du Dir absolut sicher bist welcher es ist. Eine gute Übung dazu wäre z.B. das bereits Geschriebene innerlich zu hören und es sich geistig in Noten vorzustellen. Wenn Du das gemeistert hast, ist der Weg frei zu Weiterem.

    CIAO
    CUDO
     

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  4. Armin

    Armin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.05   #4
    hey Cudo, du hast recht: das ist nicht das, was ich im Ohr habe. Das ist wirklich eine Auflösung als Ende des Stücks ohne Wiederholungsmöglichkeit. Allerdings klingt dein "C" auch einigermaßen ähnlich. Ich probier einfach weiter...

    Was du da notiert hast, ist aber auch interessant. Bist du da nach irgendwelchen Regeln vorgegangen? Wenn das keine Auflösung ist, was ist es dann? Modulation? Gibt es da im Netz irgendwelche empfehlenswerte Sites, wo ausführlich beschrieben ist, was wie klingt?
    Hoffe, du weißt diesmal was ich suche ;)
     
  5. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.05   #5
    Das Stück steht in Gm.
    D ist die Dominante von Gm, und die Dominante löst man halt in die Tonika auf und das ist in Gm halt Gm.
     
  6. Cudo

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    Erstellt: 02.06.05   #6
    Hallo Armin,

    Du schriebst:
    …das ist nicht das, was ich im Ohr habe…

    Das dachte ich mir. Bei den tausenden von Möglichkeiten wäre es auch absoluter Zufall gewesen.

    Was Du innerlich hörst ist also, wie Du sagst, „eine Auflösung als Ende des Stücks ohne Wiederholungsmöglichkeit“. Da Illbleed und Kleinershredder G- (= Tonika des Stückes) als Auflösungsakkord schon vorschlugen, gehe ich mal davon aus, dass es das nicht ist was Du meintest. Wäre ja auch zu einfach gewesen. 

    Zitat:
    „Bist du da nach irgendwelchen Regeln vorgegangen?“

    Meine Variante beinhaltete einen Trugschluss (= Csus4 -> C), der dann durch eine erweiterte Kadenz wieder zum Anfangsakkord leitet. Das ist natürlich keine Modulation. Dazu hätte der Zielakkord eine dem G- konträre Tonika darstellen müssen.
    Wenn Du Dich ein bisschen in Harmonielehre auskennst, wäre es für Dich ein Einfaches weitere Varianten auszuprobieren. Erweiterte Kenntnisse in Harmonielehre wären für Dein Vorhaben also durchaus angebracht!


    Zitat:
    …Hoffe, du weißt diesmal was ich suche…

    Mit Sicherheit nicht Armin! Was Du da in deinem inneren Ohr zu hören scheinst, weißt nur Du. Drum gilt weiterhin:

    Wer suchet, der findet!

    CIAO
    CUDO
     
  7. Armin

    Armin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.05   #7
    Zitat:
    …Hoffe, du weißt diesmal was ich suche…


    nenenene: ich meinte "was ich suche, regelwerk, hps, bücher, info, input, ..."
    ich hab nämlich einige Kenntnisse in Harmonielehre: Tonleiter, Scale Harmonization, und ein paar Skalen...

    Die sind eigentlich gar nicht so schlecht, sogar relativ gut, wenn man in einer Pop-Coverband spielt. Aber sobalds weiter geht ist schluss, deswegen "hoffe ich, weißt du was ich suche" ^^

    z.b. "definition Trugschluss - wo?" usw...

    €dit:
    und noch ne frage: berücksichtigst du eigentlich die Lage der Akkorde oder beschäftigst du dich nur mit den Akkorden selbst. Also deine "Leitmelodie" ist ja relativ weit im Bass (Takt 3-4: F E Eb D), ist das absicht? wirkung? wo nachzulesen :D ? Will dich ja nicht zu sehr beanspruchen :)
     
  8. Cudo

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    Erstellt: 04.06.05   #8
    Hallo Armin,

    Du schreibst:
    "was ich suche, regelwerk, hps, bücher, info, input, ..."

    Harmonielehren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ob sie gut und verständlich geschrieben sind ist eine andere Frage.
    Klar ist aber auch dass man im Rahmen eines Forums keinen expliziten Harmonielehreunterricht erteilen kann. Was ich jedoch gerne an dieser Stelle mache, ist auf einzelne konkrete Fragen einzugehen und diese auszudiskutieren.



    Zitat:
    Aber sobalds weiter geht ist schluss, deswegen "hoffe ich, weißt du was ich suche"
    z.b. "definition Trugschluss - wo?" usw...


    Definition Trugschluss:
    Löst sich eine Dominante nicht quintweise nach unten auf, spricht man von einem Trugschluss.
    Prinzipiell kann sich also eine Dominante in jeden beliebigen Akkord trugschlussmäßig auflösen der nicht eine Quinte unter ihr liegt.
    Da jedoch nach einem Trugschluss in der Regel erneut kadenziert wird um wieder zur Tonika zurückzuführen, ist es ratsam sich zunächst mit trugschlussmäßigen Auflösungen in tonartbezogene Akkorde zu befassen.

    Tonartbezogene Akkorde sind:
    1. alle diatonischen Akkorde (auch aus MM und HM)
    2. alle SDM Akkorde
    3. alle Sekundär Dominanten inkl. derer Tritonus- und o7 -Substitutionen
    4. die gebräuchlichsten Modal Interchange Akkorde (Bei diesen sind die Grenzen natürlich schwimmend)


    Wichtigster und entscheidender Punkt bei der Auflösung eines Dominantseptakkordes ist die Stimmführung, bzw. Weiterführung dessen kleiner Septime.
    Hiernach ist zu unterscheiden zwischen passiver und aktiver Auflösung.
    Verwandelt sich die kleine Septime des Dominantseptakkordes durch Liegenlassen in die 1, 3, 5 oder 7 des darauf folgenden Akkordes, spricht man von passiver Auflösung.
    Folgt jedoch die kleine Septime des Dominantseptakkordes ihrer natürlichen Auflösungstendenz und bewegt sicht einen Halb- oder Ganztonschritt nach unten und bildet dadurch die 1, 3, 5 oder 7 des darauf folgenden Akkordes, spricht man von aktiver Auflösung.

    Aktive Auflösung der kleinen Septime eines Dominantseptakkordes ist meist effektiver.

    Es läge nun an Dir alle potentiellen aktiven Trugschlussauflösungen einmal zusammen zu stellen.
    Bei den Rückführungskadenzen ist dann zusätzlich auf den Harmonischen Rhythmus zu achten.


    Zitat:
    und noch ne frage: berücksichtigst du eigentlich die Lage der Akkorde oder beschäftigst du dich nur mit den Akkorden selbst. Also deine "Leitmelodie" ist ja relativ weit im Bass (Takt 3-4: F E Eb D), ist das absicht? wirkung?

    Natürlich ist auch die Lage der Akkorde mitentscheidend. Der Einsatz von Umkehrungen und spezieller Voicings ermöglicht oft eine schlüssigere Stimmführung.
    Die „Leitmelodie“ wie Du es nennst - je nach Erscheinungsweise wird diese Melodie auch „Line Cliche“ oder „Guidetone Linie“ genannt - ist eine Innenstimme, die Zusammenhalt erzeugt. Charakteristisch ist ihre Halb- bzw. Ganztonweise Fortführung. Sie liegt meist im Tonraum um das eingestrichene C herum, da dort die Sonorität der einzelnen Töne besonders wirkungsvoll ist.


    CIAO
    CUDO
     
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