Spieltechnik Zeigerichtung Notenhälse

von Klassik1965, 16.03.08.

  1. Klassik1965

    Klassik1965 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #1
    Hallo,
    ich suche jemand, der mir eine Regel erklärt, bzw diese in die Spieltechnik umzusetzen hilft: Es geht um o.g. Stück: Es soll fließend gespielt werden, aber:
    Rechte Hand hat Notelhälse, die die Melodie ausmachen nach oben. Die Noten, die eigentlich in die linke Hand kämen, stehen auch im Violinschlüssel drin, deren NOtenhälse stehen zeigen aber nach unten. Ich meine mich ganz dunkel an meine Klavierunterrichtszeit zu erinnern, daß Notenhälse die nach unten stehen, aber mit der linken Hand zu spielen sind, obwohl sie im Violinschlüssel stehen, kann das sein? Dann bräuchte ich aber in der linken Hand ein paar Finger mehr!!
    Die Noten stehen als Pfd.-File unter:

    http://www.fluegel-klavier.de/mendelssohn/lied-ohne-worte-19-1.htm
    Danke schon mal für die Antwort.
    Gruß
    Klassik1965
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 16.03.08   #2
    Diese Noten stehen deshalb mit dem Hals nach unten im Violinschlüssel, weil sie vom Sinn her Bestandteil der im BAsschlüssel beginnenden 16tel-Begleitung sind, hier aber mit rechten Hand zu spielen sind.
     
  3. Colorido

    Colorido Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.08   #3
    Die Halsrichtung kann mehrere Bedeutungen haben. Bei einer einzigen Stimme im System wird normalerweise der Hals ab der mittleren Linie und aufwärts nach unten gezeichnet, und hat in diesem Fall keinerlei Auswirkungen darauf, mit welcher Hand die entsprechende Note gespielt werden soll.

    Wenn mehrere Stimmen in einem System (also z.B. der Violinschlüsselzeile beim Klavier) auftauchen, so wird die obere Stimme den Hals nach oben und die untere Stimme den Hals nach unten haben. Gut zu beobachten ist dies bei Fugen für Klavier, sowei bei auf zwei Systemen notierten Chorsätzen.

    Das, was Du beschreibst, also dass die Noten mit dem Hals nach oben mit rechts und die mit dem Hals nach unten mit links gespielt werden sollen, bezieht sich besonders auf lange einstimmige Läufe, bei denen sich die Hände zur Vereinfachung abwechseln sollen. Das ist eine Methode, um weiterzugeben, wie man einen solchen Lauf auf beide Hände aufteilen kann, und ist besonders für die Aufführungspraxis improvisatorisch angehauchter Musik wie der freieren Werke von J.S. Bach von Bedeutung.
    >> Beispiel: Vergleich der Peters-Ausgabe und der Bärenreiter-Ausgabe der Chromatischen Fantasie BWV 903
     
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