fruchtquark schrieb:
Hey.
Ich hab dir ja schon einiges per PN erklärt.
Ob sich das für dich lohnt auf Gewerbeschein, also als Ich-AG, zu arbeiten, musst du wissen.
Ich für meinen Teil, finde es bei einer Firma viel entspannter, ordentlicher, seriöser und schlicht einfacher an coole Jobs ranzukommen.
Um an die Jobs von denen ich hier regelmäßig berichte, als selbstständige Hand ranzukommen, is schon schwierig.
Naja, musst du wissen.
MfG, Quark
Was ist denn für dich der Unterschied zwischen "auf Gewerbeschein" und "Selbstständiger Hand"?
Und eine Ich-AG ist nochmal was ganz, ganz anderes...
Ich bin auch Selbstständig, habe einen Gewerbeschein, aber hab mit einer Ich-AG so wenig am Hut wie der Papst mit einem Swingerclub...
Hallo leute,
ich habe mir überlegt das ich in meinem gelernten Beruf nicht mehr all zu glücklich bin.
Dann habe ich mir überlegt Stagehand/Bühnentechniker nebenberuflich selbstständig zu mcahen.
Da wir hier im Siegerland nicht die großen Firmen haben wo man einfach mal ungelernt reinkommt.
Bzw ungelernt bin ich ja nicht gnaz. Mache das schon seit vielen Jahren hin und wieder mal wenn Not am mann ist.
Werde am Montag mal aufs Finanzamt fahren und mich da schlau machen was ich alles beachten muss
Wenns einem Spaß macht - Warum nicht.

Allerdings sollte man das Ganze nicht unterschätzen.. zwischen "mal, wenn Not am Mann ist" und "ich muss davon überleben" hängt ein himmelweiter Unterschied.
Die Bezahlung ist meißt nicht das goldene vom Ei, man sitzt oftmals erst 4h am Steuer bevor man überhaupt erstmal den ersten Handschlag macht.
Nach einigen harten Stunden (oftmals auch deutlich über 12h) darf man dann nochmal 4h die Autobahn besichtigen - Sekundenschlaf lässt grüßen.
Wenn man Glück hat, kann man dann auch mal mehr als 6h schlafen bevor es wieder auf die Bahn geht.
Im Gegenzug zu nicht optimaler Bezahlung, harter körperlicher Arbeit, wenig Schlaf und wenig Zeit für Freunde/Familie steht aber eine ganze Menge Spaß
und stets neue Herausforderungen, langweilig wird einem selten.
Ich will den Job niemandem Mies machen aber 80% der Neueinsteiger stellen es sich doch ziemlich anders vor...
Mit den R'n'R-Größen hat man nicht viel zu tun, die meißten haben auch nicht viel Lust auf jedem Job mit jedem der 30 Stagehands Smalltalk zu betreiben, sofern man sie überhaupt zu Gesicht bekommt.
Bei kleineren Firmen (und somit auch kleineren Produktionen) kanns da schon anders aussehen.. da kommt es schon eher mal vor dass man auf einmal mit Costa Cordalis im Catering an einem Tisch sitzt oder mit Culcha Candela vor der Ladezone eine Fluppe raucht.
Bei manchen Baustellen ist man im Endeffekt nur "blöder Kistenschlepper".. man bekommt seine Anweisungen klar und verständlich und führt einfach aus was gesagt wird.
Auf anderen Jobs hingegen kann es auch schon mal vorkommen das man einen Plan in die Hand gedrückt bekommt mit den Worten "mach mal", sofern man zeigt dass man weiß was man fabriziert.
Aufstiegschancen hat man reichlich, vernünftige, überzeugende Arbeitsweise und eine gute Portion Vitamin B vorrausgesetzt.
Mancher der vor Jahren als Stagehand für "Umme" gekloppt hat ist heute Techniker bei weltbekannten Bands... möglich ist alles.
Alles in allem eine harte Branche die einen aber voll und ganz ausfüllen kann, sofern man nicht schon mit mieser Laune an den nächsten Job um 04:00 Uhr morgens denkt.
